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Biological Hazard

Schweinegrippe: Die Fakten

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von am 30.04.2009 um 13:51 (434 Hits)
Was ist die Schweinegrippe?

Die Atemwegserkrankung ist bei Schweinen sehr verbreitet, gewöhnlich sterben aber nur wenige Tiere daran. Die Viren von Typ A/H1N1 wurden erstmals im Jahr 1930 isoliert. Wie alle Grippe-Viren verändert sich auch diese ständig. In den vergangenen Jahren sind viele Subtypen entdeckt worden. Mit H und N werden die beiden Eiweiße der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt.
Wie wird Schweinegrippe verbreitet?

Die Viren können direkt vom Schwein zu Mensch übertragen werden. Momentan wird auch von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung ausgegangen z.B. beim Husten oder Niesen.

Welche Symtome treten beim Menschen auf?

Die Symptome sind ähnlich denen der saisonalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Husten. Einige Menschen berichten von Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Kann man durch den Verzehr von Schweinefleisch erkranken?

Man geht davon aus, das Schweinegrippe-Viren nicht durch Nahrungsmittel übertragen werden, da ein erhitzen von Schweinefleisch auf 72 Grad Celsius die Viren sicher abtötet.

Welche Medikamente stehen zur Verfügung?

Es gibt erste Hinweise, das die neueren Grippemedikamente Tamiflu und Relenza bei der aktuellen Schweinegrippe wirksam sind.

Gab es in der Vergangenheit bereits Ausbrüche dieser Grippe?

In Amerika gab es im Jahr 1976 einen Ausbruch unter Soldaten. Vier Soldaten erkrankten an einer Lungenentzündung. Es gab einen Todesfall.

Worauf sollte man bei der Hygiene achten?

Influenzaviren werden zufolge vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das bedeutet, dass die Erreger insbesondere beim Niesen oder Husten weiterverbreitet werden. Sie können dabei auch auf die Hände gelangen und auf diesem Weg andere Menschen erreichen. Ratsam ist daher häufiges Händewaschen. Außerdem sollten die Hände vom Gesicht ferngehalten werden, denn die Erreger können leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen. Beim Husten sollte man den Ärmel vors Gesicht halten.

Wie würde eine Pandemie in Deutschland aussehen?

Bei einer schweren Virusgrippewelle mittlerer Intensität rechnen die Experten damit, dass sich 30 Prozent der Bevölkerung infiziert. Die Zahl der Arztbesuche würde explosionsartig auf bis zu 13 Millionen ansteigen.

Alarm: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihren Alarm inzwischen auf die Stufe 5 erhöht (30.04.).

Phasen:

Phase 1: Beginn der interpandemischen Periode. Ein Grippevirus verbreitet sich unter Tieren, ohne Menschen zu infizieren.

Phase 2: Ein Grippevirus aus dem Tierreich hat erste Menschen infiziert.

Phase 3: Beginn der pandemischen Warnperiode. Das Virus ist an verschiedenen Infektionsherden registriert und vereinzelt auch von Mensch zu Mensch übertragen worden.

Phase 4: Die Übertragung von Mensch zu Mensch nimmt zu, das Risiko einer Pandemie ist deutlich erhöht. Betroffenen Staaten wird empfohlen, Impfstoffe bereitzuhalten und Reiseströme zu überwachen.

Phase 5: Die Übertragung von Mensch zu Mensch wird in mindestens zwei Ländern einer Region registriert. Jetzt steht eine Pandemie unmittelbar bevor. Betroffene Staaten sind angehalten, Schulen zu schließen. Viruserkrankte sollten ihre Häuser nicht mehr verlassen.

Phase 6: Pandemie: Das Virus ist in mindestens ein Land einer zweiten Region gewandert und wird regelmäßig von Mensch zu Mensch übertragen. Notfallpläne für die Gesundheitssysteme treten auf allen ebenen in Kraft.

Unterscheidung:

Bei der Ausbreitung unterscheidet man zwischen:

Epidemie: Eine Erkrankung kommt stark gehäuft, aber örtlich und zeitlich begrenzt vor. Dazu gehören Grippe, Typhus und Cholera.

Pandemie: Eine Epidemie, die sich über Länder hinweg ausbreitet, heißt Pandemie. Dazu zählen Aids und die Pest im Mittelalter.

Endemie: Eine Infektionskrankheit ist einheimisch geworden und tritt ständig innerhalb eines begrenzten Gebiets auf z.B. Masern.
Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Dabei können gelegentlich auch ganz neue, gefährliche Typen entstehen. Die Viren entwickeln sich dabei etwa in Vögeln oder Schweinen und springen dann auf den Menschen über. Grippeviren sind heimtückisch und frühere Pandemien kosteten Millionen von Toten.

Der aktuelle Erreger ist laut WHO eine neu entstandene Variante des Typs H1N1, der sowohl bei Menschen als auch bei Schweinen und Vögeln vorkommen kann. Dieser Subtyp war auch Auslöser der Spanischen Grippe. Er zog von 1918 bis 1920 um die Welt und kostete mindestens 25 Millionen Menschen das Leben. Der Erreger war außergewöhnlich aggressiv. Er bedrohte, wie im aktuellen Fall, vor allem Junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. 1957 folgte die Asiatische mit 1 ? 2 Millionen Tote und 1968 die Hongkong Grippe mit ca. 750 000 bis 2 Millionen Tote. Seit sechs Jahren verbreitet die Vogelgrippe mit dem Erreger H5N1 großen Schrecken, besonders in Südostasien. Die WHO registrierte 421 Erkrankte und 257 Todesfälle seit 2003. In diesem Jahr starben bislang 7 Menschen daran, und zwar in Vietnam und China.
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Kommentare

  1. Avatar von SolidSnake77
    ... sehe ich genau so wie mein Vorredner Gute Arbeit! 5*
  2. Avatar von Sanchez85
    Cooler Blog Bio. :-) Aber habe ich ja auch nicht anderes von dir erwartet. ;-)

    Sehe der Sache noch recht gelassen entgegen. Da steckt auch viel Panikmacherei dahinter.
    Abwarten un Tee trinken :-)

    Klare 5*****Sterne von mir

    mfg Sanchez85
  3. Avatar von Biological Hazard
    für Eure Antworten

    @Enemy: ich meine das mit den 30% nicht sondern die Experten Jep ist aber richtig: jedes Budesland hat zwar 30% davon auf Lager aber als erstes würde bei einer Pandemie die Polizei, Feuerwehr, Ärzte usw. davon profitieren (laut Bericht).

    Genau einfach nur abwarten und keine Panik haben^^ Das wird schon bald vorbei sein. In ca. 3 Monaten ist ja eh ein Impfstoff fertig. Einfach an uns vorbei ziehen lassen^^
  4. Avatar von krieger
    Super gemacht!
    Jetzt wissen wir mehr *gg*