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JeanPS

Ergänzung zu den Plastik-Blogs

Bewertung: 3 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 07.11.2008 um 12:29 (312 Hits)
[color=purple]Jetzt hab ich meine beiden Plastik-Blogs geschrieben und muss feststellen, dass es bestimmt viele von euch gibt, denen nicht alle Begriffe allzu geläufig sind.
Bevor ihr nach jeder Begrifflichkeit googeln müsst, will ich da mal einiges erklären....

[color=green]Normalerweise würde ich das in einem Komentar im entsprechenden Blog tun, nur ist die Begriffserklärung lang genug, um einen eigenständigen Blog zu verfassen.

[color=orange] Wenn jemand meint, ich solle noch etwas aus den anderen Blogs (Wasser, Halogene, Herstellung von Ammoniak&Schwefelsäure) erklären, werde ich es ergänzen [color=black]

Zunächst hab ich ja von den Kunststoff-Arten gesprochen: Da gibt es Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere (Fluidoplaste lass ich mal außen vor).
Danach will ich euch mal die Kunststoffarten näher bringen.

[color=red]Thermoplaste[color=blue]
Thermoplaste sind relativ weiche und formbare (plastische) Kunststoffe. Die Makromoleküle von Thermoplasten lassen sich mit nassen Fäden vergleichen, da sie lange, unverzweigte Ketten bilden, die nur duch die Anziehungskräfte untereinander zusammengehalten werden. werden Erhitzt man thermoplastische Kunststoffe, werden die Anziehungskräfte geschwächt (Beim Beispiel der Fäden tritt der Effekt ein, wenn man die nassen Fäden trocknet). Der Thermoplast wird weich und schmilzt. Die Schmelztemperatur lässt sich nicht genau festlegen, da Thermoplaste aus verschieden langen Makromolekülen bestehen.
Thermoplastische Kunststoffe lassen sich gut verarbeiten, da sie sich verformen, gießen und pressen lassen.

[color=red]Duroplaste[color=black]
Duroplaste bestehen aus stark mitenander vernetzten Makromolekülen. Daher sind sie besonders fest und spröde, und lassen sich nicht wie Thermoplaste dehnen. Beim Erhitzen werden Duroplaste auch nich weich uns verformbar, sondern zersetzen sich.
Ab einer gewissen Temperatur lösen sich die Bindungen und der Kunststoff verkohlt, ohne vorher zähflüssig geworden zu sein.
Duroplaste müssen schon bei der Herstellung die richtige Form haben, da sie nur durch sägen, stanzen, ö.ä. mechanisch nachbearbeitet werden können.

[color=red]Elastomere[color=blue]
Elastomere sind dehnbare (elastische) Kunststoffe. Sie bestehen aus nur wenig und weitmaschig vernetzten Makromolkülen, sind haher nicht so starr wie Duroplaste.
Erhitzt man Elastomere, schrumpfen sie, da die Knotenpunkte durch die starke Schwingung der Ketten zueinander gezogen werden.

[color=red]Fluidoplaste[color=green]
diese flüsisgen Kunststoffe bilden eine Sondergruppe, da sie keine einheitlichen Eigenschaften besitzen.
[color=red]Polyester[color=blue]
Wie es der Name vermuten lässt sind Plyester da Produkt von Di- / Tricarbonsäuen und Diolen / Triolen.
Trivarbonsäuren sind Verbindungen, die 3 Säuregruppen im Molekül besitzen. (Propantricarbonsäure = Zitronensäure).
Triole sind Alkohole mit 3 OH-Gruppen im Molekül (Propantrio l= Glycerin).
Daneben gibt es aber auch Hydroxycarbonsäuren, bei denen mehrere gleiche moleküle miteinander reagieren können.
Der bekannteste Polyester ist PET

[color=red]Polyamide[color=green]
Von der Struktur her sind Plyamide den Polyestern sehr ähnlich, nur dass statt der Alkoholgruppe (-OH) eine Amidgruppe (-NH2) vorhanden ist.
Sie entstehen aus dicarbonsäuren und Diamiden oder Carbonsäureamiden.
Das bekannteste Polyamid ist Nylon: Nylon-6 (aus Caprolactam, also Hexan-1-säure-6-amid) und Nylon-6,6 (aus 1,6-Hexandisäure und 1,6-Hexandiamid)

[color=red]Polyurethane[color=darkblue]
Polyurethane werden meist für Kunstleder undVerpackungen verwendet. Einige Polyurethane geben bei der Herstellung CO2 ab, und sind daher leich aufschäumbar. Diese werden dann als Isolier- und Polsterschäume verwendet.
Hergestellt werden sie aus Diisocyanaten
(O=C=N-R-N=C=O)
und Diolen (R = organische Kette) und sind äußerst vielfältig.

[color=red]Polycarbonate[color=green]
Carbonate sind die Salze der Kohlensäure, also CO2 in Wasser gelöst. Da Kohlensäure sehr instabil ist, muss man einen umweg gehen, indem man Kohlensäure mit Salzsäure reagiieren lasst. Dabei entsteht Phosgen (theoretisch könnte man es auch aus Ameisensäure und Salzsäure und Chlorgas herstellen, würde aber länger dauern - außerdem ist Chlorgas ein Risikofaktor).
Zusammen mit Bisphenol-A (ein organisches Natriumsalz) reagiert es zum Kuststoff Makrolon.
Makrolon ist sehr widerstandsfähig und bricht das Lich nicht, daher wird es für CDs, Sicherheitsglas, Sonendächer, Linsen uvm. verwendet.
Eigentlich ist das Prdukt ein Plyester, da die Edukte Säure und Alkohol sind, jedoch werden die Ausgangsstoffe derivatisiert, um eine höhere Ausbeute an Polymeren zu erhalten, da kein Wasser entsteht und die Plymere zurückreagieren könnten; zusätzlich ist Phosgen stabiler ans Kohlensäure, wenngleich auch erheblich giftiger, da es nicht wie Chlorgas in Ionen zerfallen kann.

[color=red]Polyolefine[color=blue]
Polyolefine sind die wirtschaftlich bedeutensten Massenkunststoffe. Die Meistproduzierten sind mit 120Milliarden t/Jahr Polyethen und Polypropen.
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Kommentare

  1. Avatar von JeanPS
    Wer meine Beiden Blog Blogs (PET, Recykling) gelesen hat, ist jetzt natürlich wesentlich informierter - und hat hoffentlich weniger Fragen....;
    Aber auch wer die beiden BLogs net kennt, könnte sich dafür interessieren!
  2. Avatar von Goemon
    besonders wenn sich unsere ach so ungebildete Jugend nicht freiwillig mit dem Thema Chemie auseinandersetzt. Ich schätze, das Gesamtbild könnte man jetzt als abgeschlossenes Referat zur Verarbeitung von Plastik bezeichnen.
    Machst du mir wieder ein pdf? *lieb guck*
  3. Avatar von JeanPS
    klar, mach ich!