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kleinela82

Prokrastinieren - tun wir das nicht alle?

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von am 17.10.2009 um 16:01 (282 Hits)
Nein, bei dem Begriff aus der Überschrift handelt es sich nicht um etwas versautes. Der nachfolgende Text zeigt, worum es geht:

Wie es wirklich war

Im Anfang schuf Gott erst einmal gar nichts. "Dafür ist auch morgen noch Zeit", sprach er und strich sich zufrieden über den Bart.

Am zweiten Tag sprach Gott: "Ach, es sind ja noch fünf Tage übrig", und sank wieder in die Kissen.

Am dritten Tag wollte Gott schon anfangen, das Licht von der Finsternis zu scheiden, aber kaum hatte er sich auch nur einen Kaffee gekocht, war der Tag irgendwie schon vorbei.

Am vierten Tag dachte Gott ernsthaft darüber nach, jemand anderen die ganze mühsame Schöpfungsarbeit machen zu lassen. Aber es war ja noch niemand da.

Am fünften Tag hatte Gott andere Dinge zu erledigen, die viel dringender waren.

Am sechsten Tag überlegte Gott, ob es wohl möglich war, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Es fiel ihm aber nichts Rechtes ein. Schließlich war er allmächtig, was die meisten Ausreden ein bisschen unglaubhaft wirken lässt.

Am Sonntag um fünf vor zwölf schließlich schluderte Gott hastig irgendetwas hin: Wasser, Erde, Tag, Nacht, Tiere, Zeugs. Dann betrachtete er sein Werk und sah, dass es so lala war. "Aber für nur fünf Minuten", sagte er, "gar nicht so schlecht!"


"Cras" (morgen) ist die Wurzel des lateinischen Wortes crastinus (dem morgigen Tag zugehörig). Prokrastinieren bedeutet also wörtlich übersetzt: für morgen lassen. Somit ist es nichts anderes als ein modernes Wort für Aufschieben.

Gefunden habe ich diesen Begriff, als ich vor einiger Zeit den Weltbild-Katalog durchblätterte . Dort fand ich nämlich das Buch "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin", geschrieben von Kathrin Passig & Sascha Lobo (der Mann mit dem roten Irokesenschnitt).

Das Buch ist für alle, "die ihr Leben so organisieren wollen, dass man es nicht ständig organisieren muss".

Zunächst einmal hört sich dieser Satz wie eine Wunschvorstellung an. Ob man irgendwann einmal an einem Punkt ankomment, an dem man sagen kann, "jetzt ist alles organisiert", kann ich momentan noch nicht beurteilen. Ich bin noch dabei zu schauen, welche Vorgehensweisen und Tipps mir helfen könnten. Auf jeden Fall hat mich das Buch sofort angesprochen und in manchen Dingen können Bücher sehr hilfreich sein. Ich bin mal gespannt, ob es so sein wird ...

Für alle, die neugierig geworden sind:
Weltbild-Ausgabe für 12,95 ?
(über den Link gibt es das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe zum Reinschauen)
Amazon.de Taschenbuchausgabe für 8,95 ?

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Kommentare

  1. Avatar von Indianerwoman
    also so ein organisiertes Leben, na ja jedem das Seine. Für mich wäre es nichts. Zu organisiert macht die Spontanität absolut kaputt und man kann nicht offen für Neues sein.

    Für mich wäre so ein organisiertes Leben einfach nur Krank. Sorry ist nichts gegen Dich, aber wer so lebt, denke ich mal, der hat irgendwo ein Problem.

    Selbst wenn ich organisieren würde, was ich nicht tu, selbst dann würde sowieso alles Querbeet laufen. Denn dafür bin ich bekannt.

    Viel Glück, falls Du es schaffst Dein Leben zu organisieren ...
  2. Avatar von kleinela82
    Es geht nicht darum, alles und jedes bis ins letzte Detail zu organisieren. Mir geht es vielmehr darum, dass alle Dinge ihren Platz haben und man keine Zeit mit Suchen verschwenden muss. Das fängt schon mit dem Hautürschlüssel an. Hat dieser einen festen Platz und legt man ihn direkt dorthin, wenn man nach Hause kommt, spart das beim nächsten Verlassen der Wohnung viel Zeit und Ärger.

    Meiner Meinung nach kommt man ums Organiseren nicht herum, wenn man einen Job und eine eigenen Wohnung hat.

    Warum Organisation die Spontanität kaputt macht, kann ich nicht so recht nachvollziehen.