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Lordhelmlein

13/14 Februar 1945 Dresden ein Kriegsverbrechen?

Bewertung: 10 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 03.07.2007 um 12:18 (615 Hits)
Hallole alle zusammen,

ich hätte gerne mal Eure Meinungen zu diesem Bomenangriff der RAF u. Angloamerikaner auf Dresden, gewusst.
Bei diesem Vorhaben musste den Alliierten doch bewusst gewesen sein, dass die Ziele welche bombardiert worden sind, keinerlei militärische Bedeutung hatten. Es war doch sicherlich auch bekannt, dass sich zu diesem Zeitpunkt hunderttausende Flüchtlinge in der Stadt aufgehalten haben. War es denn die Vergeltung von Coventry? (Hab ich das jetzt richtig geschrieben?)
Die Opferzahl ist bis heute nicht geklärt. Die Opferzahlen wurden stets nach unten korigiert...erst 250.000, dann 100.000 zum Schluss "nur noch" 50.000. Kann man das überhaupt sagen? Viele sind doch durch den "Feuersturm" von mehr als 1000 Grad zu Staub verbrannt.....
Auch der Einsatz von Tieffliegerangriffen wird von den Alliierten bis heute bestritten, obwohl Augenzeugen dies bestätigen...

Meine Oma war damals 14 Jahre und Flakhelferin in Dresden. Sie hat bei den Bombenangriffen 18 Klassenkamaraden verloren. Sie erzählt nichts darüber...

Selbstverständlich weiss ich, dass ich damit ein heikles Thema anschreibe und es in diesem Krieg viele Verbrechen gab. Wieso wurde diese Stadt bis knapp vor Kriegsende nicht zerstört? Gab es doch die Absicht, die erste A-Bombe auf Dresden zu schmeissen, wenn der Krieg nicht zu Ende gewesen wäre?

Wer weiss was darüber? Bitte nur sachliche Beiträge und keine Hetze!?

Gruß Lordhelmlein
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Kommentare

  1. Avatar von Tunnelblick
    Es gab in Dresden einen Bahnknotenpunkt, der aber erst in der zweiten oder dritten Nacht bombardiert wurde. Den Bomberpiloten wurde gesagt, dass wichtige militärische Ziele in Dresden wären. Bei der britischen Bevölkerung war der Luftkrieg gegen deutsche Zivilisten wohl nicht so beliebt- Angeblich gab es schon 1943 Proteste dagegen. Bei der Enthüllung des Harris-Denkmals (in den 80er Jahren?) gabs ja auch Krawall.

    Wenn Deutschland nicht kapituliert hätte, hätte es hier auch eine Atombobenexplosion gegeben. Die hatten die ja nicht für Japan reserviert ;-)

    Übrigens war die A-Bombe auf Japan militärisch genausoweenig sinnvoll. Aber die wollten mal ihr neues Massenvernichtungsspielzeug ausprobiern. Vielleicht ist der Angriff auf Dresden ähnlich zu bewerten: Als Höhepinkt der Perfektionierung des Luftkrieges/-terrors.
    Ich erinnere auch mal an die Zerstörung von Guernica im spanischen Bürgerkrieg durch die deutsche Legion Condor. Das war die erste Gelegenheit für die mal ihre "Fähigkeiten" live zu testen.
    Zu Dresden kann man abschließend noch sagen: Schweinerei - aber wer hat den Krieg vom Zaun gebrochen? Krieg ist halt immer ne Scheißidee, außer in Videospielen ;-=)
  2. Avatar von Lordhelmlein
    den Krieg haben ja "wir" angefangen, warum wir aber immernoch repartionsleistungen an Israel zahlen müssen, ist mir allerdings unklar. Die machen ja mit den militärischen "Hilfslieferungen" aus Deutschland auch nicht gerade Freundschaft mit Palestina...Aber das its ne andere Geschicht. Wenn man es so betrachtet, dass Dresden eigentlich nur vollgestopft war mit Flüchtlingen und die genaue Zahl der Toten bis heute ungeklärt ist, dann grenzt es nahezu auch an ein Kriegsverbrechen. Deutschland hatte allerdings auch zum "totalen Krieg" aufgerufen und deshalb kann man es auch von zwei Seiten sehen. Der Bombenkrieg hat die angestrebte psychologische Wirkung zu keiner Zeit des Krieges gehabt. Man meinte die Bevölkerung mürbe bomben zu können. Es ist aber genau das Gegenteil passiert...Die Bevölkerung hat Hass aufgebaut, welche die NS-Regierung schamlos ausgenutzt hat. Dresden ist für viele ein sinnloses Opfer gewesen. Vor allem weil der Krieg schon fast gewonnen war. Meine Oma erzählt nur sehr selt darüber. Sie hat aber gesagt, dass an den Elbwiesen einige Tiefflieger jagt auf die brennenden Leute gemacht hätten, das wird aber bis heute dementiert! Auch Phosphor wurde eingesetzt und durch die alten Bauten in der Altstadt hat sich dann solch ein schrecklicher Feuersturm entwickelt, dass die Menschen nicht nur in die Flammen gezogen wurden, sonder auch erstickt sind. Schrecklich...Der Flugplatz für die Nachtjäger in Dresden-Klotsche sowie die Bezinwerke blieben unversehrt!

    Gruß lord
  3. Avatar von Tunnelblick
    Meine Oma hat mir auch erzählt, dass in Saalfeld (Thüringen) die Leute selbst nach Kriegsende noch in die Büsche gesprungen sind wenn ein Flieger kam, da sie die Erfahrung gemacht hatten, dass auch Zivilisten beschossen wurden. Sie erzählte von Müttern, die ihre Kinder aus dem Kinderwagen zerren und ins Gebüsch hechten. Mich haben diese Stories als Kind natürlich fasziniert. Sie meinte, dass man die Piloten deutlich sehen konnte, wenn die im Tiefflug angebraust kamen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Tieffliegerangriffe auf flüchtende Zivilisten die Regel bei den Amis oder Briten waren.
  4. Avatar von Lordhelmlein
    ..ich glaube auch nicht dass die Alliierten das so präzise durchgeführt haben, wie die Russen...Man denke nur an das Danziger Haff, oder die Flucht über die Ostsee...Da ist schon viel Scheisse passiert. (wenn man das so ausdrücken kann) Wie bei jedem Krieg sind es meistens die Zivilisten die leiden müssen, egal ob Genfer Konvention oder nicht.
    Die Britten haben sich aber in Frankreich auch nicht unbedingt Freunde gemacht, als sie die französischen Städte bombardiert haben. Der Kollerteralschaden war rießig und die Freude mäßig als die Sieger in die Stadte einmaschiert sind. Bei der Ardennenoffensive waren manche Gemeinden sogar froh, dass die Deutschen zurückgekehrt sind...Schlimm fand ich persönlich die Soldatengräber in der Normandie, beeindruckend waren allerdings auch die noch übriggebliebenen Bunker und Reste der Küstenbatterien. In Kreta lief's mir dann kalt den Rücke runter, als wir einen deutschen Soldatenfriedhof besucht haben. Auf jeden Grab lag ne frische Rose...Toll dass man nun zusammengewachsen ist...

    Gruß lord