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PrinzessinHorst

Xbox360 Dashboard vs. PlayStation3 XMB

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 03.11.2010 um 16:07 (328 Hits)
Xbox360 Dashboard vs. PlayStation3 XMB
Eine aktuelle Videospielkonsole hat die hauptsächliche Aufgabe zum Zocken zu dienen, dies bedeutet: TV an, Game-Disc rein, Controller in die Hand und los geht´s.
Insbesondere die Xbox360 von Microsoft und die Playstation3 von Sony wollen jedoch mehr sein, als pure Spielmaschinen. Sie werden als Multimedia-Center fürs moderne Wohnzimmer angepriesen, sie locken mit DVD- oder BlueRay-Laufwerken, Online-Videotheken, Musikangeboten, (Video-)Chat, Anbindungen an soziale Netzwerke, Internetbrowser, Spiele Downloads und diverse weitere Einkaufsmöglichkeiten, etwa Ausstattung für Avatare oder zum Aufbrezeln der Bildschirmelemente.
Dieser Wust an Möglichkeiten will natürlich auch bedient werden, im besten Fall ergonomisch und schnell, optisch ansprechend und zumindest so nachvollziehbar, dass man kein Extra-Handbuch auspacken muss, wenn man bestimmte Aufgaben zu erledigen hat. Deshalb will ich heute mal aus meiner Sicht der Dinge schildern, wie mir die Benutzeroberflächen der 360 und der PS3 gefallen und bei welchen Punkten ich die Krise bekomme.

Bedienung, bitte!!!

Bei der Benutzeroberfläche der Xbox360 spricht man vom Dashboard (was auf deutsch Armaturenbrett heißt) oder der New Xbox Experience. XMB ist eine Neuschöpfung von Sony und bedeutet X (=Cross) ? Media ? Bar , also auf deutsch "Gekreuzte Medien Leiste".
Die waagerechte Leiste listet die Hauptkategorien auf, wie z.B. Einstellungen, Foto, Musik (insgesamt 10); die senkrechte Leiste die dazugehörigen Unterpunkte. In meiner Kategorie Spiel sind das ganze 30 Unterpunkte, angefangen von den Speicherständen der Spiele, der Trophäen, dem Playstation-Store zum Spiele-Einkauf, dem Symbol zum Start des eingelegten Games und Icons zu allen vorhandenen Demos und online gekauften Spielen. Das Scrollen durch die Leiste geht sehr schnell, jedoch müssen die Icons dabei nachladen (...tut das Not bei einer NewGen-Konsole??). Die Spiele und Demos kann man nach unterschiedlichen Kriterien anordnen (Datum, zuletzt gespielt etc.). Wenn man die PS3 startet kommt man immer direkt auf den Menüpunkt Neuigkeiten, der neben allerlei Werbung für DLC (Downloadcontent) oder Produktlinks zum World Wide Web auch die 3 zuletzt gestarteten Anwendungen und Games anzeigt. Dort kann man diese dann auch starten.
Lade ich mir im PlayStationStore eine Demo runter, erscheint nach dem Download das zugehörige Icon in einer Blase in der Kategorie Spiel. Juhu! Kann ich jetzt die Demo spielen? Nein! Sie muss mit der x-Taste installiert werden, was schon einige Zeit dauern kann. Ist es eine ältere Anwendung, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Update fällig wird.
Also nochmals downloaden.
Und nochmals installieren.
So kann es sein, dass es vier nervige Schritte sind, bis man endlich ans Ziel kommt.
Innerhalb einer Anwendung, beispielsweise beim Zocken einer Demo, kommt man über die PlayStation-Taste zu einer Einblendung der XMB. Man kann hier Spielerbegegnungen checken, Chats starten oder Nachrichten an Freunde verschicken, wählt man etwas anderes aus, wird die laufende Anwendung beendet und die ausgewählte gestartet.
Ganz anders präsentiert sich im Punkt des Spieledownloads die Xbox360, so wird eine Demo runtergeladen und in einem Rutsch installiert. Eine Aktualisierung kann auch hier notwendig sein, erfordert aber nur einen weiteren Knopfdruck und der Rest erledigt sich von alleine (wie ich es mir wünsche). Auf der Xbox360 kann ich jederzeit mit dem Guide-Button (der mit dem grünen Stern) den Guide aufrufen. Das ist im Prinzip die Konzentration aller Möglichkeiten innerhalb von kompakten 5 Seiten: Marktplatz, Spiele, Spieler-Account, Medien, Einstellungen.
Man merkt es sofort, dass Microsoft die notwendige Erfahrung für Bedienoberflächen hat. Die Struktur der Menüs, die Übersichtlichkeit und Funktionalität sind wesentlich stimmiger und gekonnter.

Personalisierung

Auch die Möglichkeiten der Personalisierung und Selbstdarstellung sind durch die von Nintendo?s Miis abgekupferten und von Rare entwickelten Avatare der Xbox360 wesentlich höher. Der Spieler erstellt seine Figur, kann ihr einen Sprechblasentext verpassen und eine Biographie! Im Guide werden die Freunde und Spielerbegegnungen in ihrem Profil nur mit ihren Spielerbildern und Aktivitäten dargestellt (bei der PS3 gibt es nur Spielerbilder, keine Avatare), jedoch gibt es etliche Möglichkeiten der Interaktion. Man kann Spieleeinladungen verschicken, die es einem sehr einfach machen eine Multiplayerrunde zu starten. Man kann (Video-)Chat wählen oder Nachrichten im Text, Bild und Tonformat verschicken. Man kann sehr übersichtlich Spiele und darin verdiente Erfolge vergleichen. Das beste: man kann seine Mitspieler beurteilen und im Extremfall Beschwerde einreichen, so dass Störenfriede keinen guten Ruf bekommen können. Eine bestmögliche Reputation bedeutet 5 Sterne. Zudem kann man Spieler zu einer Party einladen, innerhalb derer man unabhängig vom Spiel per Headset kommunizieren kann.
Im normalen Menü der 360 ist ein wesentlicher Ort, wo sich "Meine Freunde" (bis zu 100) präsentieren. Zunächst stehen dort die animierten Avatare der User, die gerade on sind in alphabetischer Reihenfolge. Rechts davon schlafen die Offliner. Wählt man einen Freund aus, sieht man sein Profil inklusive Avatar mit persönlichem Spruch und evt. animiertem Zubehör (z.B. ein Haustier, ein Fußball, oder dem Topseller, einem Lichtschwert für über 4 Euro). Im Profil sieht man wie lange der User schon Xbox-live Gold-Mitglied ist und seinen Gamerscore.
Der Gamerscore ist der größte Pluspunkt der Xbox360, denn sie ist sehr leicht nachvollziehbar und vergleichbar.
Ein durchgezocktes Vollpreisspiel ergibt im Regelfall 1000 Gamerpoints, ein Arcadespiel 200 und die Indiegames gar keine. Sehr motivierend!
Im Gegensatz dazu hat die PS3 ein kompliziertes, nicht nachvollziehbares Trophäensystem, mehr schlecht als recht, auf die Beine gestellt. Jedes Spiel verleiht eine andere Zahl an bronzenen, silbernen und goldenen Pokalen (durchgezockt = 1x Platin). Der Spieler steigt im Rang, je nach der Anzahl seiner Errungenschaften. Wie viele brauche ich bis zum nächsten Rang? Weiß der Geier! Es gibt dazu auch noch etliche Spiele, die aufgrund ihres Alters gar keine Trophäen unterstützen und noch nicht mal per Patch aufgerüstet wurden (
Will ich meine PS3 Erfolge betrachten, startet in der Regel erst mal wieder eine Wartezeit (gähn!): Synchronisierung nennt sich das dann. Im Microsoftnetzwerk ist der Gamerscore immer topaktuell.

Themenvielfalt

Grundsätzlich kann man die Gestaltung der Bedienoberflächen durch neue Themen auf beiden Konsolen verändern. Die Preise sind für mein Empfinden ultra happig: für ein Premium Thema bezahlt man bei Microsoft 240 MP (ca.2,90 Euro) und bei Sony bis zu 2,99 Euro. Premium ist eine Steigerung gegenüber dem normalen Thema (das oft nur diverse Hintergrundbilder bietet), weil hier Animationen hinzukommen. So schleppt sich im Uncharted 2-Thema (1,99 Euro) Nathan Drake in einer Endlosschleife durch eine verschneite Gebirgslandschaft, während die Elemente der XMB nun in oxidiertem Orange daherkommen. Schön bei der PS3: meistens gibt es eine Videovorschau, bei der man gut abschätzen kann, ob einem das Thema gefällt. Bei Microsoft kauft man jedoch die Katze im Sack: keine Vorschau, keine Demo! Wenn man Glück hat, findet man auf Youtube sein Thema zum vorkosten. Die Animationen bzw. 3D-Objekte sind bei der 360 im "Meine Freunde"-Bereich zu finden; die Avatare stehen beispielsweise vor einem spielbekannten Zelt, einem Marktstand etc., wenn man ein Fable-Thema gekauft hat.
Die Gliederung und Übersichtlichkeit sind auch im Shop der PS3 deutlich dem Marktplatz der Xbox360 unterlegen. Eine Suche auf der PS3 gestaltet sich so deutlich länger und nerviger.
Die Optik ist bei der Xbox360 für meinen Geschmack wesentlich einladender, da für alle Menüpunkte sehr große und plakative Icons verwendet werden, die markiert etwa ein Sechstel des Bildschirms ausfüllen.
Es macht mir Spaß, mich im Dashboard aufzuhalten und zu gucken, was es Neues gibt.
Im Gegensatz dazu kommt mir die XMB geradezu unmodern und antiquiert vor.
Die Bedienung des PS3-Browsers macht mir auch keinen Spaß, taugt lediglich fürs Notfallsurfen. Die schon einige Zeit üblichen Mediatheken der Fernsehsender kann man mit dem Browser nicht nutzen, da die nötigen Formate nicht unterstützt werden. Die Xbox 360 hat erst gar keinen Browser...

The End

Fazit: Die Xbox360 kann mit ihrem Dashboard eindeutig die XMB von Sony?s PS3 übertrumpfen, denn es ist schöner, komfortabler, praktischer und funktionaler.

So, das war jetzt nur mal meine Sicht der Dinge. Es ist eine Berichterstattung über meine Erfahrungen und kein Battle, denn ich habe meine PS3 auch gerne. Nur gefällt es mir in der XMB nicht so gut!
Spannend wird es noch mal, wenn man bald per kinect im Dashboard navigieren kann.

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Kommentare

  1. Avatar von d.night
    Ich muss zugeben das Thema interessiert mich jetzt nicht brennend. Aber der Blog ist fein geschrieben und passt perfekt auf eine Gameseite. Deshalb 5 Sternderln