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PSP-Spiderpig

Meine glückliche Ehe mit Final Fantasy

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 24.10.2008 um 17:31 (100 Hits)
Aktuell spiele ich wieder einmal das Remake Final Fantasy (Was? Keine römische Ziffer dahinter? Genau, ich meine tatsächlich den ersten Teil, der eigentlich der letzte sein sollte.) auf meiner wohl genährten weißen PSP und stelle mir dabei die folgenden durchaus berechtigten Fragen:

Wieso spiele ich eigentlich stundenlang etwas:

- bei dem ich die Charaktere noch selbst benennen muss, die Story eigentlich schon nach 5 Minuten vorhergesehen werden kann und sämtliche Figuren den Charm von Silberfischchen im Badezimmer verprühen?

- bei dem die Kämpfer in den unsichtbaren Zufallsbegegnungen, die ca. alle 2 Sekunden den Spielfluss stören und mich mit den immer gleichen Gegnern langweilen, beim Angriff vor sich in die Luft schlagen, den Gegner aber dennoch verletzten?

- bei dem der Analogstick nicht einmal zum Laufen genutzt wird und ich zum Rennen, das derart annimiert ist, dass man denken muss, dass der Held ganz dringend woanders hin müsste, ständig die Kreistaste gedrückt halten muss?

- das aussieht, als hätte ich meinen alten SNES wieder angeschlossen, diesmal aber nur auf einem Mini-Bildschrim?

Nun ja, sicherlich nicht einfach, diese Frage sinnvoll zu beantworten, da wir uns doch spätestens seit Teil XII in einer riesigen Welt frei bewegen wollen und von Grafikpracht am laufenden Band verwöhnt werden. Warum, in Bahamuts Namen (der in Teil I noch kein heraufbeschwörbarer Verbündeter, sondern ein geflügelter Pixel ist, der Frühneuenglisch redet und einem ein schickes Outfit verleiht - Hm, Bahamut war im ersten Leben also ein homosexueller Drachen-Kleiderdesigner?), werfe ich das über 20 Jahre alte Ding also immer wieder ins Laufwerk?

Ich erkläre das keinesfalls mit Nostalgie, denn Pong will ich heute auch nicht mehr spielen, sondern mit einer innigen Liebe zu dieser Spieleserie. Denn es ist doch so. Wir Europäer kennen den ersten Teil doch gar nicht im Original, sondern haben uns wahrscheinlich alle in Teil VII verliebt und führen seither eine wirklich glückliche Beziehung mit dieser Geliebten, die alle paar Jahre mal wieder auf immer neuen Konsolen bei uns an die Tür klopft. Diese Liebe ist es auch, die uns das ganze alte Zeugs spielen lässt, denn ebenso wie man sich die Kinderbilder seiner Frau/Freundin anschaut, wenn man bei deren Eltern zu Besuch ist, so will man auch bei Final Fantasy einmal sehen, wie alles denn so seinen Anfang genommen hat. Sicherlich erschreckt allein schon die Optik - wobei ich hier Kinderbilder der Frau, neben der man heute die Nacht zubringt, gar nicht davon ausschließen möchte - aber umso mehr weiß man dann doch das zu schätzen, was man mittlerweile geboten bekommt.

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