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Rajester

Werdegang - Vom Jugendlichen zum Selbstständigen

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 10.09.2013 um 13:40 (430 Hits)
Hey Leute!

Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber so etwa im Alter von 15 Jahren hatte fing meine Begeisterung für das Spielen an PC und Konsole an.
Klar davor halt mal mit Freunden Need for Speed II gemeinsam gespielt und jede Menge Spaß gehabt. Oder mal die Playstation 1 ausgeliehen.
Gameboy besitzer war ich damals ja auch noch.

Aber ich meine jetzt wirklich zocken
Ich merkte schnell, dass es durchaus interessant ist und Vorteile hat sich zu informieren, also empfahl mir ein Kumpel auf meine Frage hin, ob er eine gute Seite kennt -> damals noch das gute alte Cynamite.de

Nunja dann gings halt los, bis der Höhepunkt mit etwa 16-17 Jahren erreicht war. Zu dem Zeitpunkt wars wirklich extrem. Und wenn ich jetzt zurückdenke wirklich extrem. Zu Ferienzeiten war ich schonmal mit 50 Spielstunden in der Woche dabei.

Nunja irgendwann kam dann mal das Fachabitur und danach die Ausbildung. Ich hatte nach dem Abitur 3 Monate Sommerpause, die ich wirklich komplett Zeit hatte. Ferienjob hatte ich vergeblich gesucht. Ich hab dann also in diesen 3 Monaten nochmal die Sau rausgelassen, mit dem Wissen ab dem 1 Sept. mit Beginn der Berufsausbildung werde ich zunächst gar keine Zeit mehr haben um großartig zu spielen, da ich unter der Woche nicht zuhause bin und am Wochenende das Weibchen ja auch noch gepflegt werden muss.
Das ist nun ein Jahr her. Ich hab also das erste Jahr überstanden und was ich wirklich gemerkt habe ->

Entweder du hast Zeit aber kein Geld für Spiele ----
Oder du hast keine zeit aber Geld für Spiele

So war das auch, für einen Azubi verdiene ich überdurchschnittlich und habe fast keine Pflicht Ausgaben im Monat ( Ich will hier keinesfalls angeben ) Aber mit der ganzen Lernerei, den vielen Tests und dieser plötzlichen Selbstständigkeit unter der Woche nicht daheim zu wohnen, verging mir wirklich recht schnell diese starke Lust aufs Zocken. Zwischendurch am Wochenende wenn Zeit war natürlich eine Runde Battlefield oder League of Legends gespielt

Aber aus 50 Stunden / Woche wurden vielleicht 2 - 3.
Und dann stand ich irgendwann im Winter im Mediamarkt und hab geschaut, was es so neues gibt. Und damals wollte ich noch Skyrim kaufen. Dann hielt ich es in den Händen und hab mir wirklich gedacht " Und wann findest du die Zeit um es zu Spielen?"

Dieser Gedanke hat mich dann letzendich abgehalten.

Kann man das in dem Fall als Sucht, bzw ehemalige Sucht bezeichnen? 50 Stunden in der Woche sind doch sehr beachtlich. Aber anderer seits, habe ich jetzt keinerlei Bedürfnis, auch wenn ich aus Jux einfach mal ein halbes Wochenende Battlefield 3 spiele, danach noch weiterzuspielen. Auch damals habe ich das Spielen immer hintenan gestellt. Ich hab mich immer darauf gefreut mit meiner Freundin was zu machen, mit Kumpels feiern zu gehen, oder einfach mal Mittags mit meinen Eltern am Tisch länger sitzen zu bleiben und ein bisschen zu plappern.

Ich finde einfach das Zocken wird irgendwann Langweilig und ich müsste mich wirklich zwingen weiterzuspielen... wäre ja blöd oder?

Ich muss aber hinzufügen, die Bereitschaft schnell mal Geld übers Online-Banking für die Spiele auszugeben ist doch gewachsen.

Man denkt sich " Ach ich hab mir den Monat noch nichts gegönnt " und zack, gibt man mal schnell 20 Euro in League of Legends aus.
Schlecht finde ich das keinesfalls. Ein Spiel das mir gefällt und dermaßen lange Spielfreude gibt, das unterstütze ich gerne und regelmäßig.

Aber damals mit 25 Euro Taschengeld + 40 Euro fürs Zeitungen austragen im Monat hat man sich das noch überlegt, wo man das reintut. Vorallem weil Geld ausgeben in League of Legends "Sinnlos" ist. Außerdem wollte man ja noch Abends mit Freunden weggehen und der Freundin mal ein kleines Geschenk machen.

Jetzt muss ich aber zugeben, sitze ich da und hab vor mir nächsten Monat einen leistungsstarken Laptop für die Ausbildungsstelle zu kaufen, damit ich dort mal Abends doch noch 1 oder 2 Stunden mal was machen kann.

Dazu hab ich mir auch schon GTA V und BF4 vorbestellt. Am Anfang der Ausbildung hätte mir das Sorgen bereitet, ob ich vielleicht nicht das lernen vernachlässige. Hier gehts ja nichtmehr um Schule, sondern um das bestehen einer anspruchsvollen Berufsausbildung.
Jetzt nach einem Jahr seh ich, dass sich wenig geändert hat was meine Einstellung betrifft.

Und wenn ich ein eigenes Fazit ziehen darf, dann würde ich sagen, ich hab den Sprung ins Erwachsenen Leben gut geschafft, ohne auf ein tolles Hobby zu verzichten, dem ich sehr gerne nachgehe wenn ich mal etwas Zeit übrig habe

So und jetzt ihr, wie war das bei euch als ihr Selbstständig geworden seit, was hat sich da alles verändert/nicht verändert?
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Kommentare

  1. Avatar von 1UP-LIFE
    .......den Du sehr angenehm und verständlich geschrieben hast, gefällt mir! Einzig der Titel ließ mich zuerst absolut in die falsche Richtung laufen, ich war darauf gefasst einen Blog über beruflichen Werdegang zu lesen, da ich das Wort "Selbstständigkeit" beruflich ausgerichtet hatte, dann ging es doch um unser aller Hobby das Zocken, aber das ist ja völlig okay ;-) .

    Gerne schildere ich hier kurz meine Erfahrungen in dieser Hinsicht:

    Als Kind und Jugendlicher verbrachte ich verdammt viel Zeit mit Zocken, sei es allein oder mit Kumpels. Dennoch fand ich stets genügend Zeit um an der frischen Luft aktiv zu sein, weshalb ich zumindest in diesem einen Punkt behaupten kann einen Teil schöner Kindheit gehabt zu haben. Mit der beruflichen Ausbildung änderte sich da noch nicht viel, die ersten Wochen anstrengendes Arbeitsleben ließ ich sogar bevorzugt mit einer Gamingrunde ausklingen. Den ganzen Tag in der Arbeit zu verbringen war nicht ausschlaggebend für die Prioritätenverschiebung meines Hobbys, wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich seit den Kindheitstagen schon nicht mehr an exzessive Zockerzeiten herangekommen war.

    Die Veränderung kam mit der Neuausrichtung meiner Freizeit, unter Anderem mit der Aquaristik die ich freiwillig zeitintensiv betreibe. Einen weiteren Rückgang verzeichne ich nun seitdem meine Freundin und ich unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen haben. Nun verbringt man die Abende oft lieber gemeinsam und jagt eher selten den Partner aus dem Wohnzimmer um in Ruhe zocken zu können, und Ruhe brauche ich dazu definitiv. So komme ich gerade im Moment auf etwa 1-3 Stunden in der Woche, die letzten 14 Tage zum Beispiel gar nicht, aber das ist auch in Ordnung. Manchmal will ich mich fast zum Zocken zwingen, setze mich an den Laptop und zögere ewig hin und her, welches Game ich starten soll nur um am Ende des Abends festzustellen, dass ich die Zeit auf Cynamite und Youtube verschwenden habe, was mich feststellen ließ, dass Zwang der absolut falsche Ansatz ist, doch manchmal sind es die alten Gewohnheiten die einen dazu überreden wollen ;-) .

    Schlussendlich ist es viel weniger das Erwachsen werden, sondern eher die eigene individuelle Verschiebung von Prioritäten, denn wenn man wirklich will, Zeit findet man immer! Nur wollen muss man nicht immer ;-)
  2. Avatar von Rajester
    zweiter Absatz spricht mir wirklich aus der Seele