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SirDaniel

Wann kommt das GoogleOS?

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von am 27.06.2007 um 01:54 (293 Hits)
Google baut aus. Das wird keinem von uns entgangen sein. Immer neue Dienste finden den Weg in die Öffentlichkeit und öfters liest man von Firmenübernahmen seitens Google.
Google wächst. Schnell. So schnell, dass es sein ursprüngliches Territorium verlassen musste und seine Finger inzwischen überall mitdrin hat. Im Internet hat Google so ziemlich alles erreicht, was möglich ist. Der nächste logische Schritt wäre der Ausbruch aus dem Browser. Der Gang von der Online- in die Offline-Welt.
Denn, auch wenn es sich viele von uns nicht vorstellen können, viele Leute sind nicht permanent Online. Und viele Leute fühlen sich unwohl beim Gedanken, all ihre Dokumente nur noch Online zu verwalten.
Was braucht man denn alles, um ein komplettes Offline-Paket ala Office zu konkurrieren? Schauen wir uns mal die bestehenden Google-Services an:

- Das, was die Firma gross gemacht hat und immer noch seinesgleichensucht: Die Google Websuche, mit der man inzwischen auch seine lokale Festplatte durchwühlen kann.
- Die personalisierte Google-Startseite mit der Integration von, nennen wir es mal "Widgets?, und jeglichem RSS-Content: iGoogle
- Als "Writley? entwickelt und dann eingekauft und einverleibt; einfache Textverarbeitung und Tabellenkalkulation: Google Docs & Spreadsheet
- Der immer populärer werdende E-Mail-Service: Google Mail alias Gmail
- Der Outlook-Ersatz: Google Calendar
- Eine der wenigen Anwendungen, die auf einem normalen offline-Programm basiert; die Bilderverwaltung Picasa und ihr Web-Pendant Picasa Web
- Neben WordPress das einzige verbreitete Blog-System: Blogger
- Für leute wie mich total nutzlos und eher an Web-Neulinge gerichtet: Das Website-Design-Tool PageCreator
- Das Notizbuch Notebook, das man besonders mit dem entsprechenden Firefox-Plugin nicht mehr missen möchte?
- Google Talk, der Instant Messenger auf Jabber-Basis
- Das für teures Geld eingekaufte Video-Portal YouTube
- Der RSS-Reader Google Reader, der meine absolute lieblings-Google-Applikation ist?

und last but not least der erste Schritt zum OS:

- Das Programm, dass Dienste auch offline verfügbar machen soll: Google Gears

Google Gears, eine wahrlich geniale Idee, die aber leider bisher nur beim Google Reader Einzug gefunden hat: das Firefox-Plugin erstellt eine lokale SQL-Datenbank, in der man seine RSS-Feeds lokal synchronisieren kann. Im klartext: Ich drücke Zuhause auf den Sync-Button, nehme meinen Laptop mit in den Zug und lese dort in aller ruhe offline meine RSS-Nachrichten in Google Reader, ohne unterschied zur Online-Variante. Ich kann dinge Speichern, herumschieben, taggen und mit dem Favoriten-Stern versehen sooft ich will, sobald ich wieder online gehe gleicht Google Reader die Änderungen auch online.
Leider ist, wie gesagt, Google Reader im Moment die einzige Anwendung, die dieses Feature unterstützt.

Nun, seit einiger Zeit kursieren Gerüchte darüber, ob Google ein eigenes, webbasierendes Betriebssystem plant, ein "GoogleOS". In der Tat scheint sich Google darum zu bemühen, den User aus klassischen Office-Programmen herauszuhalten und konstant im Browser zu behalten, sei es zum schreiben von E-Mails (GMail), Tabellen (Spreadsheets) oder zum verwalten seiner Bilddatenbank (PicasaWeb).
Der Schritt zum kompletten, über den Browser laufenden OS wäre nicht mehr weit: eine Oberfläche, die alle diese Services vereint und die Daten leicht zugänglich an einem zentralen Ort ablegt - dazu Google Gears, das mir dieses Verzeichnis mit meiner lokalen Festplatte synchronisiert.
Würde sich ein solches System durchsetzen, wäre das darunter laufende Betriebssystem irrelevant. Ob Linux, OSX oder Windows, die Programme wären allesamt dieselben. Der OS-Markt würde sich öffnen?
Trotz dieser guten Voraussetzungen wäre es wohl ziemlich schwer, die beiden Grossen (den grossen grossen, MS, und den kleinen grossen, Apple) vom Tron zu stossen.
Lösung? Etwas, was im komerziellen Software-Markt eher ein Fremdwort ist: kooperation.
Eine zusammenarbeit mit Microsoft ist im moment ziemlich undenkbar, spätestens seit dem grossen Zwist bezüglich der Suchfunktionen von Windows Vista?
Apple hingegen hat schon erste Annäherungsversuche hinter sich: sowohl auf AppleTV als auch auf dem iPhone gibts bekanntlich zugriff auf den populären Video-Dienst YouTube. Bahnt sich eine Beziehung an?
Eigentlich wären die beiden prädestiniert: Fast alle Anwendungen die Google online zur verfügung stellt, gibt es bei Apple auch, aber diese sind - und das sage ich jetzt als grosser Apple-Fan - nicht gerade der Hit?

Aber man will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Es gäbe da noch eine Zwischenlösung:
OSX-Benutzern ist bestimmt .mac ein Begriff: .mac ist eine Sammlung von kostenpflichtigen (und mächtig überteuerten) Online-Diensten von Apple, hauptsächlich bestehend aus iDisk, was im grunde nichts anderes als Webspace ist, der aber nahtlos in OSX integriert wird und dementsprechend auch wunderbar mit allen Apple-Anwendungen zusammenarbeitet. Dazu gibt es noch eine @mac.com E-Mail-Adresse und natürlich Synchronisierung via iSync von praktisch allem was man so an Informationen auf der Festplatte hat.
.mac ist, in meinen Augen, ein sehr überflüssiger Service, und mit 99$ auch noch unbeschreiblich Teuer dafür, dass der einzige Vorteil gegeüber Gratis-Diensten die hübsche Integration in OSX ist?
Mein Vorschlag: .mac raus, Google Services rein.

Schön wär?s? aber man wird ja wohl noch träumen dürfen?
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