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StHubi

Wenn ein Computerspiel(er) Geschichte schreibt

Bewertung: 4 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 18.04.2013 um 18:00 (169 Hits)
In seiner feinsten Herrscher-Toga saß er auf seinem Thron. Zu seinen Füßen lag Bismarck mit dem Gesicht auf dem Boden. Die langen Kriegsjahre hatten Spuren an Bismarck hinterlassen. Er hatte Einheit um Einheit und letztendlich ganze Armeen einbüßen müssen. Dem indischen Kriegselefanten waren die Deutschen Verbände einfach nicht gewachsen. Nun war die finale Schlacht "Berliner Deluxe" erfolgreich verlaufen und Gandhi würde die Früchte (man erinnere sich an die berühmten Bananenplantagen um Berlin!) bzw. die Marmelade seines Sieges genießen. Mit einem gerissenen Grinsen im Mundwinkel stellt er die Frage aller Fragen:
"Bismarck, gibst du dich geschlagen? Entsagst du dem Judentum und überschreibst mir deine Hauptstadt Berlin?"
Der Blick von Bismarck machte deutlich, dass es keinerlei Optionen zur Gegenwehr gab. Dies war der Untergang der Deutschen! Die Geschichtsbücher würden sie einfach nach dem Jahre 1250 vergessen... Er wandte eine letzte verzweifelte Bitte an den indischen Herrscher:
"Berlin gehört euch, oh Diktator Gandhi. Aber lasst bitte mein Volk leben! In Berlin wohnen die letzten Deutschen und ihr habt alle meine anderen Städte niederreißen lassen, um die Unzufriedenheit in eurem Herrschaftsgebiet zu reduzieren... Aber bitte lasst den Deutschen ihre letzte Heimat... Lasst ihnen Berlin!" Tränen bildeten sich in Bismarcks Augen.
Gandhi rieb sich das Kinn, lächelte und antworte: "Nicht ein Deutscher soll übrig bleiben! Ihr folgt dem falschen Glauben und eine derart große Widerstandszelle gegen unseren ultimativen Glauben Das Brot kann ich nicht in meinem Reich dulden!"
Nun verlor Bismarck sämtliche Fassung und brüllte "Das ist Wahnsinn!"
Gandhi trat ihm mit seiner Sandale direkt auf den Brustkorb, was ein unangenehmes Knacken erzeugte, und entgegnete ebenfalls brüllend "Nein! Das ist Indien!!!"

Auf dem kleinen, russischen Ponyhof herrschte großartige Stimmung. Katharina die Große stattete ihren liebsten Tieren wieder einen Besuch ab. Pferde wurden im russischen Reich verehrt und waren in erstaunlich großen Mengen vorhanden. Katharina kraulte gerade einen Fuchs-Wallach hinter den Ohren, als einer ihrer Berater an sie herantrat und flüsterte:
"Majestät, wir haben wieder Barbaren nahe Moskau gesichtet! Sie setzen dieses Mal Panzer ein!"
Katharina die Große hörte auf den Wallach zu kraulen und wandte sich leicht entnervt an den Berater.
"Schon wieder? Diese ungebildeten Unholde verdienen nichts anderes als den Tod und die totale Auslöschung! Allerdings sind wir ein Volk von Ehre und haben durch die Blutopfer große kulturelle Fortschritte erzielt! Also greift sie mit maximaler Kraft an, aber wartet ab was sie neues in ihren primitiven Siedlungen bauen, um es dann erneut zu vernichten."
Der Berater war ein wenig erstaunt über die kalte Berechnung in den Augen von Katharina.
"Ja, eure Majestät... Findet ihr das nicht ein kleines bisschen... Kalt? Ich meine, es sind doch nur arme, unwissende Wilde... Wäre es nicht sehr viel gnädiger ihre Siedlung gleich zu vernichten anstatt jahrzehntelang unsere Kampfeinheiten an den ihren zu trainieren?"
Katharina wog die Worte ihres Beraters ab und entschied "Das wäre nicht profitabel genug! Sie sollen uns noch jahrzehntelang als Trainingsmöglichkeit dienen! Ich habe gesprochen..."
Mit diesen Worten wandte sie sich wieder ihren Pferden zu und genoss den Tag auf dem kleinen Pony-Hof. Auch wenn das Leben kein Pony-Hof war, aufgrund ihrer Ignoranz fühlte es sich zumindest wie einer an.

England wies ein unglaubliches Defizit im Jahres-Haushalt auf. Innerhalb von einem Jahr hatte sich die positive Bilanz ins Gegenteil verkehrt, da der Handelsvertrag mit dem deutschen Volk nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Dieser Handelspartner war einfach von der Landkarte verschwunden und damit musste England große Schulden aufnehmen, um seine jährlichen Ausgaben zu decken.
Die Herrscherin Elizabeth saß in ihrem Thronsaal und lauschte den immer schlimmeren Meldungen ihrer Berater. Sie erinnerte sich an die schönen Zeiten ihres Landes zurück. Etwa 1000 Jahre vor Christus hatte England so viel Wein angebaut, dass es sich zum Haupt-Exportgut des Landes entwickelte.
Das englische Land war wie ein Stiefel am Hintern von Europa geformt und die steigenden Preise für Wein sorgten dafür, dass dieser Stiefel Europa einen ordentlichen Tritt verpassen konnte. Denn alle Zivilisationen wollten ebenfalls um jeden Preis Wein haben. Aber auch die Engländer waren ständig besoffen und hatten den Wein schließlich zu ihrem Nationalgetränk gemacht.
Doch dann brach das Weingeschäft zusammen, denn andere Zivilisationen fingen ebenfalls an eigenen Wein zu verkaufen. Die Weltmarktpreise waren schließlich im Weinkeller angelangt... Aufgrund der instabilen Haushaltslage verschlimmerte wurde die Armee vollkommen planlos sehr schnell verkleinert. Schließlich war fast kein Militär mehr zur Verteidigung des Landes da und so begannen die Grenzkriege gegen die Nachbarn aus Babylon, die es leicht hatten die englischen Städte zu erobern. Selbst ihre stark veralteten Kampfbogenschützen stellten eine ernste Gefahr für die Engländer dar. Es waren schwere Zeiten, dachte sich die Königin, und schenkte sich noch einen weiteren Chianti ein. Prost!

Die Katze saß auf dem Schoß ihres Herrn und ließ sich langsam von diesem streicheln. Sie war das erhabene Symbol dieser Nation und mit der Einführung der Staatsreligion Licking Pussies erlangte ihre Art Kultstatus in Ägypten. Neben der seltsamen Faszination für Katzen schien dieses Land auch eine gewisse Begeisterung für schlecht gezeichnete Enten an den Wänden von Pyramiden und anderen Phallussymbolen entwickelt zu haben, was sich aber nicht wirklich auf das Alltagsgeschehen auswirkte. Dazu kam noch der regelmäßige Missbrauch von Räucherwerk, was vielen anderen Völkern ein wenig Angst vor diesem Imperium machte. Die Katze sah dies und befand es für gut.
Jetzt kraulte ihr Ramses II. den Rücken und starrte mit böse leuchtenden Augen den gefassten Eindringling an.
"Ihr seid ein Spion des Landes, das es gewagt hat eine meiner Städte zu erobern, obwohl dort eine heilige Grabstätte unseres Volkes stand. Dies geschah auch noch aus einem niederen Motiv! Es ging eurem Land angeblich nur um eine sogenannte Errungenschaft mit dem Namen Tomb Raider?!?" sprach Ramses in gespielter Fassungslosigkeit.
"Ja, so ist es..." gab der gefangene Spion James White kleinlaut zu.
Ramses nickte und sprach mit langsamer, bedrohlicher Stimme weiter, während er der Katze durch die Haare strich: "Nun, ich habe Sie erwartet, Mr. White! Doch statt Ihnen meinen ausgeklügelten Plan zur Vernichtung Ihres Heimatlandes Amerika zu verraten, werde ich Sie nun einfach töten lassen... Biaaaaaaaaatch!" sprach er weiter und ließ Agent White von Musketieren erschießen. Die Katze schnurrte und hatte Hunger.
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Kommentare

  1. Avatar von RoninXM
    Geschichte mal anders! Da scheint "Civ" eine Inspirationsquelle gewesen zu sein ...
  2. Avatar von StHubi
    Das hast du gut erkannt