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tna123

So ein Spiel "namens Modern Warfare 2" / Studie

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 25.07.2011 um 16:56 (486 Hits)
Willkommen zu diesem Blog den ich heute aus doch relativ aktuellem Anlass verfasse.

Die Ereignisse in Norwegen sind sicher keinem entgangen und unsere Gedanken sind bei allen Opfern und Angehörigen.
Doch dann sind da auch ganz schnell wieder die "Killerspiele" im Gespräch.
Fast in einem Zuge mit Verachtung, Ausländerfeindlichkeit etc. fällt dieses unkultivierte Wort.
Aus der Spielebranche stammt dieses Wort ganz sicher nicht, da waren Leute mit "Köpfchen umd Macht" am Werk.
"Der Täter bereitete sich in einem Spiel namens Modern Warfare vor" heißt es.
Wahrscheinlich haben die Journalisten vorher noch bei amazon geschaut ob es dieses Spiel auch wirklich gibt.
Anfangs nur als "Modern Warfare" bezeichnet wurde es später mit Modern Warfare 2 konkretisiert.

Die Debatte darüber ist hinreichend bekannt, doch sah ich doch vor kurzem durch Zufall noch in den Nachrichten einen Beitrag der die Videospieler nicht sooo schlecht darstellte:
Eine kürzlich veröffentlichte Studie beweist (angeblich) das Gamer ganz normale Menschen sind und ein zumeist geregeltes Privatleben samt intaktem sozialen Umfeld besitzen. Bei Rentnern stieg die Anzahl der Gamer etwas und der Durchschnittsgamer verbringt im Schnitt nur 40 Minuten am Tag an der Zocke.
Das sind doch tolle Nachrichten: Nichts von "Spieler haben keine Freunde, kein sozales Umfeld, leben nur isoliert, sind gewalttätig und zocken den ganzen Tag usw.".
Auch hervorheben möchte ich die wenigen Prozente, die in der Nacht spielen. War dies doch lange in Unwissenheit die "Hauptspielzeit" für viele... Laut der Studie spielen verhältnismäßig wenige wenn "die normalen Menschen" schlafen.
Diese Studie beruht übrigens auf einer Umfrage an der unterschiedliche Altersgruppen teilnahmen.
Hoffen wir das auch jeder die "Wahrheit" sagte und die Antworten bzw. die Antwortmöglichkeiten nicht zu allgemein gehalten waren. Dann wäre dieses Ergebnis nämlich mal wirklich eine erfreudige Nachricht.

Doch zurück zum Täter der dieses "Modern Warfare 2" spielte um sich intensiv vorzubereiten.
Ein Psychologe sagte vor kurzem: Videospiele sind Leistungskiller. Aha, belegt hat er das nicht...
Und dann wurde offenbart das "MW2" VOR und während der Vorbereitung des Attentats beim Täter eine Rolle spielte.
Kleine Zwischenfrage: Gab es "MW2" schon vor 10 Jahren? Naja, nehmen wir seine Aussage nicht zu genau aber das sind eben Lücken die die Medien immer wieder hinterlassen. (Andere Spiele könnten sicher eine Rolle gespielt haben, aber es wird sich ja auf MW2 bezogen. Das wollte ich mal so mit unterbrngen.^^)

Zudem frage ich mich was er letztendlich da so vorbereitet hat mit diesem Spiel wo ja gleich wieder die Frage gestellt wurde ob es für einen Massenmarkt überhaupt tauglich sei.

Ein "informierter" Professor: Die Amerikaner (Militär) nutzen diese Spiele als Abstumpfung und lassen ihre Truppen so lange Killerspiele spielen bis ein Abstumpfungseffekt eintritt und sie auf richtige Menschen feuern können.

Aja, bedeutet dies etwa dass die Amis (fast) nur vor dem Rechner ausgebildet werden? Auch eine Aussage die sehr unsinnig ist... Sicher können diese Spiele verwendet werden, aber der Professor tut mal wieder so als wäre es Hauptbestandteil einer Ausbildung. Er sagt irgendwie nicht richtig was er meint. Wie viele andere auch...
Man muss nachdenken um das zu verstehen was er meint, diese Zeit wird er allerdings nicht von jedem bekommen... Wenn er schon anprangert muss er sich auch ausdrücken können werden sich viele sagen.
Das fördert nicht gerade die Akzeptanz seiner Ansichten. Und man darf nie vergessen das Spiele etwas besitzen, was die reale Welt nie wirklich haben wird: Grenzen. (Nicht bezogen auf Gesetze, sondern auf Möglichkeiten etc.) Ein Spiel besitzt Grenzen in denen sich der Spieler bewegen kann. Und diese Grenzen werden von Entwicklern vorgegeben.
Der Bahn kaufe ich es übrigens schon eher ab, wenn sie mit Fahrsimulatoren ihre Lokführer schulen.^^

Aber zurück: Der Attentäter hat also MW2 genutzt um sich vorzubereiten. Vielleicht war er ja sogar mit Joysticks unterwegs?
OK, lustig ist das ganze bei Weitem nicht. Doch diese Frage ist mir schleierhaft:
Wie und was hat er durch MW2 vorbereitet?
Wie er Leute hinter Deckungen trifft, Medipacks verwendet falls sich jemand wehrt oder man Bomben baut?
Virtuelle Figuren sind ein himmelweiter Unterschied zu realen Personen und jeder weiß das. Es gibt Leute die spielen öfter solche Spiele und sehen wie "virtuelle Charaktere bluten".
Schneidet sich im privaten Umfeld jedoch mal jemand aus versehen in den Finger und beginnt zu bluten wird diesen Typen als erstes schlecht. Abstumpfen tun sie sich sicher, aber eben nur auf "Computer/Fernsehbilder".
Reales Blut sieht eben anders aus. Und wenn jemand killen möchte schafft er das auch ohne Spiele wie Modern Warfare 2. Schon fast unfassbar das Counter Strike dieses Mal nicht hinhalten musste...
Ich bezweifle das der Täter seine Reflexe und Ziel/Treffgenauigkeit trainieren konnte. In der Realität läuft doch vieles anders, da war bei weitem mehr im Spiel. Zum beispiel das Training im Schützenverein.
Und das dieser Honk im Schützenverein war wurde auch nur kurz angerissen. Das ist scheinbar nicht so schlimm wie MW2 spielen...^^

Naja, ich habe (wie so viele andere auch) MW2 jedenfalls auch gespielt und gehöre sicher nicht in die Liste der Killer.
Ich kann wie so viele andere unterscheiden und ausloten warum dieses Spiel entwickelt wurde und welchen Zwecken es dient. Mir ist eine Trophy wichtiger als eine negative Berichterstattung^^
Aber wir haben uns ja leider schon langsam dran gewöhnen müssen: Wenn es einer macht sind alle anderen 10000000 Menschen ebefalls dazu in der Lage. Die wirklichen Probleme in der Gesellschaft werden dabei natürlich wieder komplett unbeachtet belassen, manchmal sollte man das Übel jedoch an der Wurzel packen und nicht immer drum herum schnippeln.

Was meint ihr? Was würde sich denn ändern wenn Ego Shooter auf einmal verboten werden?
Und wie war das mit Arnie´s Gesetz? Da klagte jemand ein das es schon in Grimms Märchen Gewalt gab. Und gewann^^
Aber da kann sich jetzt jeder selbst ausmalen warum ich das erwähne...

Bleibt nur zu hoffen das nicht bald Brandfälle auftauchen und der Täter "L.A. Noire" spielte. Noch fataler wäre natürlich ein vorsätzlicher Falschfahrer auf einer Autobahn der allen ernstes Burnout Paradise spielte um sich auf den Crash des Lebens vorzubereiten. Und dann bleiben da noch die Tierschänder, die schon bei Die Sims: Tiere ihre Haustiere vorsätzlich vernachlässigt haben...
Die Liste kann unendlich weiter geführt werden.

Hochachtungsvoll, icke

Besucht mich auf Youtube wenn euch dieser Blog gefallen hat und diskutiert mit... Feedback ist immer gerne gesehen. Aller wird gelesen nur kaum etwas umgesetzt :-) Garten-Productions
Zudem möchte auch ich die Möglichkeit nutzen um zu offenbaren das meine Gedanken bei den Opfern und Angehörigen dieser Tragödie sind. Möge sich das nicht wiederholen.

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