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Vince

Beware... of the slimy BLOG!

Bewertung: 6 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 31.08.2006 um 15:50 (562 Hits)
Achtung, es wird abstrakt. Seeeehr abstrakt. Ich empfehle, vor Konsum dieses Textes als Vorbereitung vorher "Mulholland Drive" zu gucken, am besten gefolgt von "Lost Highway".

Blog? Blob? Bubble Bobble? Wie auch immer, es hat alles mit Schleim zu tun.

Schleim ist eine bindende Konsistenz. Sie verbindet also. Mit dem Blog wollen wir uns jemandem mitteilen, ihm unsere Gedanken vortragen. Wir wollen uns geistig mit ihm verbinden wie ein Soßenbinder, von den einzelnen Molekülen an, so dass es am Ende eine alles vereinende schleimige Masse ergibt.

Wie ich auf den Unsinn komme? Nun, ich habe vor wenigen Tagen mal wieder das "Blob"-Remake eingelegt und mich an einem schleimige-Monster-Film ergötzt, der zu allem Überfluß noch nicht mal überflüssig ist - es handelt sich um ein sehr feines Remake, das sich quasi mit dem Original ergänzt. Wie Soßenbinder. So ein Schleim, der ist schon was Feines.

Wie ich noch darauf komme? Nun, im Cynamite-Forum gibt es einen Thread über Schleim. Er entstand aus Wertschätzung (die ich nur zurückgeben kann - visit the Cineastenblog!), die anschließend zum umgangssprachlichen "Schleimen" hochstilisiert wurde. Auch hier gilt wieder: Man möchte seine emotionale Zugehörigkeit offenbaren. Jetzt rutschen alle aus, aber mal ehrlich: Rutschen wir nicht alle gerne? Natürlich! Gestern grad noch die Simpsons-Folge gesehen, wo Bart einen Schulausflug in die langweilige Kartonfabrik macht, und er fährt an einer Rutschenfabrik vorbei. Wären wir nicht alle viel lieber in dieser Rutschenfabrik? Aber klar! Rutschen macht Spaß, es befreit, es macht Freude, und zwar uns allen. Rutschen vereint - wie Soßenbinder.

Oder nehmen wir Peter Venkman und seinen Hausgeist Slimer. Gibt es eine noch innigere Sympathiebekundung, als wenn Venkman von Slimer vollgeschleimt wird? Ich denke nicht. Die beiden lieben sich.

Oder Bubble Bobble - ich werde nostalgisch, wenn ich an diese kleine Retro-Videospielperle denke. Kleine Drachen, ein grüner und ein blauer, die im Team (!) Zwerge und anderes Getier neutralisieren. Aber nicht einfach so, nein, die Gegner werden eingeschleimt mit einer Schleimblase aus dem Maul der Drachen. Eine perfekte Symbiose aus Krankheit und Heilmittel. Yin und Yang.

Die Medien fusionieren auch schon immer weiter miteinander, Grenzen zwischen Film und Videospiel verschmelzen zunehmend. Gleiches gilt für das globale Miteinander - die Welt ist inzwischen praktisch von einem gigantischen Schleimfilm überzogen. Eine Masse. Na ja, von den "gallischen Dörfern" abgesehen.

Dem Schleim haften negative Konnotationen an. Was schleimig ist, das ist auch eklig. Riesige Schleimmonster sind unsere Feinde, da hat nur Pixars "Die Monster AG" ein wenig gegensteuern können. Manchmal ist es ja auch so, schleimig oder vollgeschleimt zu sein, macht nicht immer Spaß. Aber manchmal schon. Manchmal ist es schön, ein Schleimer zu sein.
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