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  1. #31
    dax
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    Ich finde schon das das manchmal ausreicht die Bewertung zu sehen. Wenn Travis,der einen ähnlichen Geschmack wie ich hat einem Film eine 9 von 10 gibt und das dann kommentarlos stehen läßt werde ich in jedem Fall hellhörig weil das für mich dann einiges aussagt. Wenn ein absoluter Seagal Fan einem Megageilen Actioner die 8 gibt werde ich ihn nicht blind ansehen weil der User nunmal meinen Geschmack ganz und gar nicht trifft. In beiden Fällen nützt es mir nichts wenn der User noch was dazu schreibt weil alles was sie schreiben ihrem eigenen Geschmack entspringt was mir nicht weiterhilft.

    Es gab mal im Musik Express bei jedem Rezensenten die Rubrik "Zur Zeit auf meinem Plattenteller". Daran konnte man sich orientieren. Wenn der absolute Metalfan einer Elektronikpop Platte 0 Punkte gab konnte man sich nicht auf das Geschriebene verlassen. Umgekehrt genauso. Wenn man den Geschmack einer Person kennt kann eine pure Note schon sehr viel aussagen. Da braucht man keine Worte.
    Wo muß ich unterschreiben?
    Genau so sehe ich das auch!

  2. #32
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    Zitat Zitat von Vince
    Nur muss man ja eigentlich, um den Geschmack von jemandem kennenzulernen, doch erstmal auch was von demjenigen hören. Also irgendwas außer Zahlen.
    Bei mir ist es jedenfalls so, ich habe zB. in der ofdb so ein paar Lieblingsautoren, denen ich ganz gut vertrauen kann, nur wenn ich in ne Wertungsskala von denen schaue und nur die Note sehe, dann will ich trotzdem immer ganz gerne wissen, wieso diese Note vergeben wurde. Note reicht mir eben nicht.

    Übrigens wirklich schöner Thread imo, der ist nochmal nach meinem Geschmack. Endlich noch mal ne richtige Diskussion.

    Wir hatten ja im alten Forum schon mal die Diskussion das ich nichts über einen Film lesen will Habe zum Beispiel den kompletten Running Scared Thread nicht gelesen weil irgendwas drin stehen könnte was ich nicht wissen will. Der Film liegt hier und wartet darauf gesehen zu werden. Wenn ich ihn gesehen habe lese ich den Thread. Deshalb bin ich persönlich auch ganz froh wenn nur die Note da steht.

  3. #33
    dax
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    Nur muss man ja eigentlich, um den Geschmack von jemandem kennenzulernen, doch erstmal auch was von demjenigen hören. Also irgendwas außer Zahlen.
    Wie gesagt, einigen Usern hier vertraue ich schon blind, weil sich deren Geschmack häufig mit meinem deckt.
    Da reicht mir die Note, und ein "Yeaaah, geiler Film!"

    Bei mir ist es jedenfalls so, ich habe zB. in der ofdb so ein paar Lieblingsautoren, denen ich ganz gut vertrauen kann, nur wenn ich in ne Wertungsskala von denen schaue und nur die Note sehe, dann will ich trotzdem immer ganz gerne wissen, wieso diese Note vergeben wurde. Note reicht mir eben nicht.
    Du setzt Dich auch mit dem Thema Film kritischer auseinander, für mich ist das pure Unterhaltung, Du bist da schon mehr die Analysefraktion.
    Das meine ich nicht negativ, sondern nur das jeder andere Ansprüche und Maßstäbe an sein Hobby setzt und jeder numal die Dinge anders angeht.
    Jedem das Seine und das was ihm Spaß macht, bzw. ihm am Meisten gibt.
    Anders formuliert: Ich bin normaler (soweit das noch bei uns möglich ist) Filmuser, aber Du solltest eigentlich permanent für eine Zeitschrift schreiben.
    Deine Rewievs sind wirklich allererste Sahne.
    So wie Du Dich mit dem Thema Film auseinandersetzt, ist es mehr als verständlich, das Dir ne Note nicht reicht.

    Übrigens wirklich schöner Thread imo, der ist nochmal nach meinem Geschmack. Endlich noch mal ne richtige Diskussion.
    Stimmt, gibts hier bisher zu selten.
    Wollen wie nochmal über Kubricks Shining vs. TV-Verfilmung sprechen?

  4. #34
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    Zitat Zitat von dax
    Wie gesagt, einigen Usern hier vertraue ich schon blind, weil sich deren Geschmack häufig mit meinem deckt.
    Da reicht mir die Note, und ein "Yeaaah, geiler Film!"



    Du setzt Dich auch mit dem Thema Film kritischer auseinander, für mich ist das pure Unterhaltung, Du bist da schon mehr die Analysefraktion.
    Das meine ich nicht negativ, sondern nur das jeder andere Ansprüche und Maßstäbe an sein Hobby setzt und jeder numal die Dinge anders angeht.
    Jedem das Seine und das was ihm Spaß macht, bzw. ihm am Meisten gibt.
    Anders formuliert: Ich bin normaler (soweit das noch bei uns möglich ist) Filmuser, aber Du solltest eigentlich permanent für eine Zeitschrift schreiben.
    Deine Rewievs sind wirklich allererste Sahne.
    So wie Du Dich mit dem Thema Film auseinandersetzt, ist es mehr als verständlich, das Dir ne Note nicht reicht.



    Stimmt, gibts hier bisher zu selten.
    Wollen wie nochmal über Kubricks Shining vs. TV-Verfilmung sprechen?

    Du meinst die völlig versaute Adaption einen Kultromans und den Weg wie man ihn viel besser hätte drehen können. Du meinst eine ständig hysterisch kreischende Sissy Spacek bei der man nach zunehmender Spieldauer sich völlig auf die Seite von Nicholson schlägt damit die endlich Ruhe hält im Gegensatz zu einer feinfühlig spielenden Rebecca de Mornay um die man den ganzen Film panische Angst hat das ihr etwas passieren könnte?

  5. #35
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    Zitat Zitat von Vince
    Und dennoch ist es lächerlich und einfach nicht haltbar, solche Filme mit der Tiefstnote zu beleidigen. Ganz einfach deswegen, weil man sie damit dem größten Dreck der Filmgeschichte gleichsetzen würde. Das ist doch genau der Punkt. Und wenn man schon Noten verwendet, muss man da auch differenzieren. Da sag ich dir auch ganz klar, wer einem solchen Film eine 1/10 gibt, ist bei mir von vornherein unten durch... es sei denn, er kann sie mir plausibel begründen, aber das ist nach meinem Verständnis schlicht nicht möglich.

    Und mit den Noten finde ich, du siehst das zu eng. Ich stimme dir wenigstens insofern zu, als dass es imo Schwachsinn ist, z.B. in den "Zuletzt gesehen"-Container zu schreiben:
    Running Scared
    8/10
    Und nichts weiter. Dann kann man die Note gleich weglassen, denn die 8/10 per se sagt überhaupt nichts aus.
    Im Gerüst eines Reviews finde ich das Zehnersystem dennoch sinnvoll, da es einen Richtwert gibt, demzufolge man das Besprochene einordnen kann. Man hat die beiden Extreme 1 und 10 und sieht eben anhand der Bewertung, wie weit entfernt der Wert vom jeweiligen Extrem ist. Es ist imo eine sinnvolle Orientierungshilfe, natürlich aber auch nichts weiter. Die Note ist kein Erstaz für eine Kritik, aber eine Unterstützung eines solchen doch allemal.
    zu Absatz 1: Argumente, bitte. Warum ist es lächerlich und nicht haltbar, den Paten oder HdR schlecht zu finden? Ich weiß, was du meinst, du legst ein die Diskussionsteilnehmer umspannendes, kollektives Grundverständnis voraus -nach dem jeder Begeisterte gewisse Perlen "mögen sollte"- und legst das dem Gespräch zugrunde. Ich hingegen tue das GERADE in dieser Diskussion, wie man Filme bewerten soll -eine Frage ähnlich der Frage nach dem Sinn des Lebens, de facto unbeantwortbar- absichtlich nicht. Ich sage das als jemand, der mit den Paten-Filmen groß geworden ist und sie liebt. Ich könnte aber auf Knopfdruck einen Patenhasser spielen. Einen "modernen" Querdenker der meint, der Pate wäre bloß primitives Erzählkino und gegenüber den heutigen selbstbewussten Genrespielereien hoffnungslos veraltet. Oder die Familie wird da mythisch überhöht bis ins Unwirkliche und Lächerliche. Oder der Mafia-Patriarch ist ein liebender Vater und somit eine gefährliche glorifizierte Filmfigur, eine Ikone, der persönliche Tragik gewährleistet wird statt zynischer Verachtung. Blablabla. Aber weil ich an meine Sichtweise glaube halte ich dagegen.
    Unhaltbar (natürlich nur nach meiner Sicht) kann erst eine Argumentation sein, es ist doch verrückt eine Zahl für unhaltbar zu erklären. "Und wenn man Noten verwendet, muss man da schon differenzieren" => Ein "Der Pate" auf einem Grad mit nem Chuck Norris-Kawumm zu setzen, sieht so verdammt absurd aus. Wie so vieles bei Zahlenwertungen. Von daher ist dieses ganze Prozedere mit den Zahlen eine völlig banale Differenzierung. Wenn ich den Paten nicht mag, ihn sogar hasse, setze ich ihn nicht mit irgendnem Kawummfilm gleich, ich würde gar nicht erst auf die Idee kommen. Es sei denn natürlich, ich mache das mit Zahlen. Und bei Zahlen müsst ich mich dämlich fühlen deswegen, also wieso das alles?

    Absatz 2: Gerade wegen dem was oben steht bin ich anderer Meinung. Die Zahlenwertung würde jedenfalls bei mir persönlich meinen Text völlig zugrunde richten, als wären meine Wörter hilflos. Bei einer langen Filmkritik ist es doch grundsätzlich sehr viel schöner und effektiver, den Leser ins kalte Wasser zu werfen und ihn den Text interpretieren/verstehen zu lassen. Dann vergleicht er seine und meine Eindrücke, lehnt meine Meinung ab/stimmt ihr zu => Reflexionsprozess, sowas macht weise. Ich würde eh nur Kritiken schreiben für Leute die den Film schon gesehen haben, d.h. die Einkaufsberatungs-Schiene fahr ich schonmal gar nicht, vielleicht deswegen auch meine Meinung.

    BTW: Ja, ich seh das alles ein bißchen eng, sorry Aber natürlich hat da jeder seine persönliche Herangehensweise.
    Geändert von Farman (05.09.2006 um 22:00 Uhr)

  6. #36
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    Zitat Zitat von deadlyfriend
    Ich finde schon das das manchmal ausreicht die Bewertung zu sehen. Wenn Travis,der einen ähnlichen Geschmack wie ich hat einem Film eine 9 von 10 gibt und das dann kommentarlos stehen läßt werde ich in jedem Fall hellhörig weil das für mich dann einiges aussagt. Wenn ein absoluter Seagal Fan einem Megageilen Actioner die 8 gibt werde ich ihn nicht blind ansehen weil der User nunmal meinen Geschmack ganz und gar nicht trifft. In beiden Fällen nützt es mir nichts wenn der User noch was dazu schreibt weil alles was sie schreiben ihrem eigenen Geschmack entspringt was mir nicht weiterhilft.
    Seh ich genau so. Nur hat das nichts mit den Wertungen zu tun, sondern mit dem Vertrauen, den du in einen Kollegen hast, weil er quasi gleichgesinnt ist. Gerade da steht der objektive Gedanke einer Zahlenwertung imo im Weg, ich würd mich wesentlich mehr drauf freuen, wenn jemand versucht, seinen Enthusiasmus auf mich zu übertragen.

  7. #37
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    Zitat Zitat von Farman
    Seh ich genau so. Nur hat das nichts mit den Wertungen zu tun, sondern mit dem Vertrauen, den du in einen Kollegen hast, weil er quasi gleichgesinnt ist. Gerade da steht der objektive Gedanke einer Zahlenwertung imo im Weg, ich würd mich wesentlich mehr drauf freuen, wenn jemand versucht, seinen Enthusiasmus auf mich zu übertragen.
    Bloß keinen Enthusiasmus auf mich übertragen. Ich will von einem Film bevor ich ihn gesehen habe Nichts wissen. Mit Nichts meine ich Nichts!!!!! Ich hasse Trailer. Ich hasse Vorabrezensionen. Für mich ist ein Satz wie "Das Ende des Films ist wirklich überraschend" ein nicht akzeptabler Spoiler. " Ein Satzfragment wie "überraschende Wendungen" ist ein nicht akzeptabler Spoiler. Ich lese keine Covertexte und keine Inhaltsangaben. Ich will bevor ich den Film sehe NICHTS wissen. Denn ann habe ich die Chance überrascht zu werden. Ich sitze nicht da und warte auf die im Review angesprochene Überraschung am Ende. Ich will ohne den hauch einer Erwartungshaltung an einen Film gehen können. Deshalb ist eine Zahlenbewertung für mich hilfreich. Ein User meines Vertrauens sagt 9 von 10 Punkten und ich denke mir der könnte mir gefallen ohne zu Wissen um was es in dem Film geht.
    Ich lesesehr gerne Rezensionen aber nur dann wenn ich den Film gesehen habe.

  8. #38
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    Zitat Zitat von Agent Orange
    Was genau gibts daran zu lachen Finde eher es traurig wenn großartige Filme einfach als Mist angesehen werden nur weil man evtl. mit dem Genre nichts anfangen kann
    Gesunder Filmverstand geht eher in die Richtung eingebildeter Professionaltität. Wenn ich einen Film sehe möcht ich fühlen, denken, lachen, (innerlich ) weinen, schreien. Aber sicherlich nicht meinen gesunden Filmverstand nähren.

    Zitat Zitat von Agent Orange
    Gabz genau, deswegen such ich mir einen Film im DVD-Regal nicht nach Wertungskriterien aus sondern nach meiner aktuellen Vorliebe.
    Richtig so.

    Zitat Zitat von Agent Orange
    Schlicht und einfach: Warum?
    Warum ein Film schlecht ist, der dafür gemacht wurde, damit du ganz OBJEKTIV nach sagen kannst, dass er gut ist? Weil er dann eine Produktion wäre zum Selbstzweck, produzieren um zu zeigen, dass man produzieren kann. Aber du willst doch mindestens unterhalten werden, wenn schon nicht begeistert. Warum ist ein Buch schlecht, wenn es nur dazu gemacht wurde, das hochwertige Papier, auf das es gedruckt wurde, zu erkennen?

    Zitat Zitat von Agent Orange
    Ich glaub, da kommste selbst drauf wenn du ehrlich bist
    Herr der Ringe z.B. hat mir nur ein "cool, bei diesem event auch mal dabeigewesen zu sein" entlockt, um ganz ehrlich zu sein.

    Zitat Zitat von Agent Orange
    Mich würde aber eines nun interessieren:
    Mal angenommen es gibt einen Film der das absolute Oberhaupt aller Filme ist. Er ist quasi der Gott unter den Filmen. Die Kritiker und du, ihr seid euch einig, das ist DER FILM. Und jetzt kommt einer an, und will dir erzählen wie absolut Kacke der Film doch ist, es ist nicht nur seine eigene Meinung über den Film, nein, er ist sich absolut sicher dass der Film den Bodensatz wiederspiegelt.

    Was denkst du dir dann?
    Wir haben andere Denkmuster. Von daher ist diese Frage für mich soweit nicht zu beantworten. Der GOTT unter den Filmen , was ist das? Wenn ein Film/Buch/Lied für mich anbetungswürdig ist und jemand will mir weismachen, es ist eigentlich scheiße, gibt es zwei Möglichkeiten:
    a) Er diskutiert mit mir und bringt mir seine verachtende Meinung nahe, ich höre ihm zu und argumentiere meinerseits. A la "Wer den anderen am schnellsten bekehrt, kriegt nen mäckesmenü". Ich würd mich da weder hinter meinem "persönlichen Geschmack" verkriechen noch hinter der möglichen Tatsache, dass jeder ihn gut findet (obwohl ichs möglicherweise mal erwähnen würde)
    b) Er will mich auf intolerante Weise für dumm erklären => Er kann mir den Buckel runterrutschen. Oder ich erklär wiederum ihn für dumm, wenn es Spaß macht.
    Geändert von Farman (05.09.2006 um 23:38 Uhr)

  9. #39
    Avatar von Farman
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    Zitat Zitat von deadlyfriend
    Bloß keinen Enthusiasmus auf mich übertragen. Ich will von einem Film bevor ich ihn gesehen habe Nichts wissen. Mit Nichts meine ich Nichts!!!!! Ich hasse Trailer. Ich hasse Vorabrezensionen. Für mich ist ein Satz wie "Das Ende des Films ist wirklich überraschend" ein nicht akzeptabler Spoiler. " Ein Satzfragment wie "überraschende Wendungen" ist ein nicht akzeptabler Spoiler. Ich lese keine Covertexte und keine Inhaltsangaben. Ich will bevor ich den Film sehe NICHTS wissen. Denn ann habe ich die Chance überrascht zu werden. Ich sitze nicht da und warte auf die im Review angesprochene Überraschung am Ende. Ich will ohne den hauch einer Erwartungshaltung an einen Film gehen können. Deshalb ist eine Zahlenbewertung für mich hilfreich. Ein User meines Vertrauens sagt 9 von 10 Punkten und ich denke mir der könnte mir gefallen ohne zu Wissen um was es in dem Film geht.
    Ich lesesehr gerne Rezensionen aber nur dann wenn ich den Film gesehen habe.
    Ich vermeide auch Spoiler jeglicher Art, doch bei dir wär ja quasi das einzige Kriterium, ne ordentlich kurze Wertung zu sehen von einem von dir geschätzten Notengeber. Das ist ja ein Leben am seidenen Faden.
    Enthusiasmus ist für mich das ein und Alles. Das hat nichts mit Spoilern zu tun. Wenn wer enthusiastisch ist, juckt es mich zu erfahren warum. Und wenn der Grund seines Enthusiasmus für mich zugänglich ist, dann kann ichs ja auch mal probieren.

  10. #40
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Du hast Dich mit der Thematik ernstlich auseinandergesetzt und Dir Deine persönlichen Gedanken darüber gemacht. Das ist richtig und gut. In vielen Dingen hast Du absolut Recht. Natürlich kann man einen Film mit kaum einem Schema gerecht werden und schon gar nicht, wenn man einfach nur eine Bewertung in den Raum stellt und kein weiteres Wort darüber verliert. Zu jeder zahlenmäßigen Bewertung gehört eine aussagekräftige in Worten gefaßte Begründung. Erst beides zusammen ergibt einen Konsenz, der die persönliche Meinung reflektiert. Das dies auch bei noch so bemühter und persönlicher Selbstdiziplin letztendlich ein subjektiver Eindruck bleibt, der niemals objektiv gesehen Allgemeingültigkeit erlangen kann, liegt in der Natur der Sache.
    Thx für das ganze Lob. Macht Spaß mal zu diskutieren, ist doch alles viel schöner als ne Aneinanderreihung von Zahlenwertungen, findet ihr nicht?

    Zitat Zitat von Agent Orange
    SIm Endeffekt ist es Dir ja aber nicht wirklich nur um das Bewertungssystem für Filme an sich gegangen, sondern um Gesellschaftskritik im Allgemeinen. Und da kommen wir dann auf ein Feld, daß sich vom bloßen Inhalt dieses Threads um Lichtjahre entfernt.
    Ist doch wunderbar
    Schön dass du gesellschaftskritische Untertöne entdeckst, find den Kontext dafür aber ganz passend.
    BTW: Geiler Nick, geiler Film.

  11. #41
    Avatar von Vince
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    @Dax: Danke erstmal für das Lob!

    @Dax & Deadlyfriend: Wollet ihr mich etwa herausfordern? Es deucht mir so.
    Nun denn: Wer hat eine intelligente Parabel auf die Gewalt und die Ursprünge Amerikas eingetauscht gegen oberflächliche Gruselunterhaltung? Der Mick war's, der Mick war's.

    @Farman: Ich verstehe deinen Standpunkt absolut und wenn du genau hinsiehst, dann erkennst du, dass wir in vielen Punkten auf einem Nenner sind. Wir beide wollen nicht durch Noten den Paten direkt neben Chuck Norris haben. Und genau aus diesem Grund sage ich ja: WENN man Noten verwendet, sollte man sie mit Bedacht einsetzen!
    Natürlich kann man den Paten so betrachten wie du es als Beispiel illustriert hast, keine Frage. Aber auch unter einer solchen Sichtweise sollte man (wenigstens als Kritiker) die unbestreitbaren Qualitäten des Films anerkennen können, die hervorragende Cinematographie des "Paten". Fast noch ein besseres Beispiel sind Shyamalans Filme: Der Mann ist teilweise verhasst bei Kritikern und Publikum nach seinen letzten drei Filmen, aber als Rezensent würde ich es mir grundsätzlich verbieten, bei seinen Filmen unter die 5/10 zu gehen, weil die Filme bislang stets perfekt gefilmt waren, handwerklich einfach genial, momentan konkurrenzlos. Wenn man sich von der "Last" der Punkte losreißen will, ist das okay, sie ist aber nun mal für Kritiker UND Publikum eine bewährte Orientierungshilfe. Dass du das nicht so siehst, ist nichts als deine persönliche Meinung. Ich sehe das anders, auch weil ich die Noten jetzt nicht so wirklich verbindlich sehe. Ich lasse mir nicht folgendes vorwerfen: "Also sag mal, dem Film hast du ne 7/10 gegeben, wie kannst du bitteschön diesem und jenem Film ne 4/10 geben?" Solche Quervergleiche sind Quatsch. Die Notengebung sollte ganz einfach nicht überinterpretiert werden, und dann funktioniert das auch.

  12. #42
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    Zitat Zitat von Farman
    Warum ein Film schlecht ist, der dafür gemacht wurde, damit du ganz OBJEKTIV nach sagen kannst, dass er gut ist? Weil er dann eine Produktion wäre zum Selbstzweck, produzieren um zu zeigen, dass man produzieren kann. Aber du willst doch mindestens unterhalten werden, wenn schon nicht begeistert. Warum ist ein Buch schlecht, wenn es nur dazu gemacht wurde, das hochwertige Papier, auf das es gedruckt wurde, zu erkennen?


    Herr der Ringe z.B. hat mir nur ein "cool, bei diesem event auch mal dabeigewesen zu sein" entlockt, um ganz ehrlich zu sein.
    Jetzt beiß dich doch nicht wie ein Irrer an Herr der Ringe oder dem Paten fest. Genauso hab ich nie gesagt die Filme seien "unantastbar" Nichts, aber auch gar nichts ist fehlerlos. Irgendwas ist immer.
    Das waren einfach Beispiele, um zu zeigen, dass wenn nach einer Skale bewertet wird, man nicht einfach solche Filme mit "Urschlamm" auf eine Stufe stellen kann.
    Deswegen immer mein Versuch ein wenig objektivität zu wahren.
    Geändert von Agent Orange (05.09.2006 um 22:56 Uhr)

  13. #43
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    Zitat Zitat von Farman
    Gesunder Filmverstand geht eher in die Richtung eingebildeter Professionaltität. Wenn ich einen Film sehe möcht ich fühlen, denken, lachen, (innerlich ) weinen, schreien. Aber sicherlich nicht meinen gesunden Filmverstand nähren.



    Richtig so.



    Warum ein Film schlecht ist, der dafür gemacht wurde, damit du ganz OBJEKTIV nach sagen kannst, dass er gut ist? Weil er dann eine Produktion wäre zum Selbstzweck, produzieren um zu zeigen, dass man produzieren kann. Aber du willst doch mindestens unterhalten werden, wenn schon nicht begeistert. Warum ist ein Buch schlecht, wenn es nur dazu gemacht wurde, das hochwertige Papier, auf das es gedruckt wurde, zu erkennen?



    .


    Ich versuche es malanders. Vielleicht kann ich es Dir ja ein bißchen näher bringen. Der Film "Woodoo-Schreckensinsel der Zombies ist nach verschiedenenKriterien der Filmkunst betrachtet einfach schlecht. Die Darsteller taugen nicht viel. Story ist hauchdünn. Der Score ist geklaut. Die Idee des Films auch. Ich mag ihn Er ist schön trashig, unterhält mich und ich sehe ihn in meiner völlig subjektiven Meinung als gut an. Betrachte ich ihn objektiv und analysiere ihn fallen mir die oben genannten "Probleme" auf die ihn nicht gerade als guten Film durchgehen lassen. Ich würde ihn also niemals jemanden empfehlen außer ich weiß das derjenige mit dem "Schrott" was anfangen kann.

    Szenenwechsel:
    Pulp fiction.
    Von vielen Leuten als Meisterwerk bezeichnet und ein ständiger 10 Punkte Lieferant geht bei mir gerade mal als erträglich durch und wenn ich die Wahl hätte schaue ich mir lieber "Woodoo- Die Schreckensinsel der Zombies" an. Ich bewerte aber Pulp fiction objektiv als den besseren Film. Die Darsteller sind besser, die Dialogregie ist klasse etc.... Er kommt aber an mich einfach nicht ran. In einer völlig subjektiven Bewertung schneidet Woodoo besser ab. Objektiv betrachtet kann er aber Pulp fiction nicht das Wasser reichen.

    2.Akt:

    2001 - Odyssee im Weltraum.
    Ein grandioser Film der zu meinen absoluten Highligts zählt. Für mich stimmt da einfach alles. Viele finden ihn stinklangweilig. Betrachte ich den Film aus verschiedenen Perspektiven kann ich nachvollziehen das der Film vielen Leuten nicht gefällt. Aus meiner Perspektive ist er ein Meisterwerk.

    Finale:

    Aus reinen Worten kann ich mehr suggeriert bekommen was mir lieb ist. Mit einer nüchternen Zahl kann man kurz und bündig einem anderen Mitteilen was man von dem Film hält. Note+Geschmack des Notengebers = Interesse/Desinteresse Auch eine zweifache Benotung getrennt nach objektiv/subjektiv kann sehr aufschlußreich.
    Beispiel:
    Aus Kultgründen 8 von 10 Punkten
    Objektive Betrachtung 5 von 10 Punkten
    Der Notengeber sagt damit aus das er möglicherweise ein Erlebnis mit dem Film verbindet weshalb er den Film höher bewertet als es eigentlich angebracht ist. Trotzdem hat der Leser die Info das er gar nicht so gut ist.



    Die Kurzfassung:

    Ich halte Eric Clapton für einen genialen Musiker über den ich niemals was Negatives sagen würde. Schon aus Respekt wegen seines grandiosen Gitarrenspiels. Leider kann ich mit seiner Musik überhaupt gar nichts anfangen.

  14. #44
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    Zitat Zitat von deadlyfriend
    Ich versuche es malanders. Vielleicht kann ich es Dir ja ein bißchen näher bringen. Der Film "Woodoo-Schreckensinsel der Zombies ist nach verschiedenenKriterien der Filmkunst betrachtet einfach schlecht. Die Darsteller taugen nicht viel. Story ist hauchdünn. Der Score ist geklaut. Die Idee des Films auch. Ich mag ihn Er ist schön trashig, unterhält mich und ich sehe ihn in meiner völlig subjektiven Meinung als gut an. Betrachte ich ihn objektiv und analysiere ihn fallen mir die oben genannten "Probleme" auf die ihn nicht gerade als guten Film durchgehen lassen. Ich würde ihn also niemals jemanden empfehlen außer ich weiß das derjenige mit dem "Schrott" was anfangen kann.

    Szenenwechsel:
    Pulp fiction.
    Von vielen Leuten als Meisterwerk bezeichnet und ein ständiger 10 Punkte Lieferant geht bei mir gerade mal als erträglich durch und wenn ich die Wahl hätte schaue ich mir lieber "Woodoo- Die Schreckensinsel der Zombies" an. Ich bewerte aber Pulp fiction objektiv als den besseren Film. Die Darsteller sind besser, die Dialogregie ist klasse etc.... Er kommt aber an mich einfach nicht ran. In einer völlig subjektiven Bewertung schneidet Woodoo besser ab. Objektiv betrachtet kann er aber Pulp fiction nicht das Wasser reichen.

    2.Akt:

    2001 - Odyssee im Weltraum.
    Ein grandioser Film der zu meinen absoluten Highligts zählt. Für mich stimmt da einfach alles. Viele finden ihn stinklangweilig. Betrachte ich den Film aus verschiedenen Perspektiven kann ich nachvollziehen das der Film vielen Leuten nicht gefällt. Aus meiner Perspektive ist er ein Meisterwerk.

    Finale:

    Aus reinen Worten kann ich mehr suggeriert bekommen was mir lieb ist. Mit einer nüchternen Zahl kann man kurz und bündig einem anderen Mitteilen was man von dem Film hält. Note+Geschmack des Notengebers = Interesse/Desinteresse Auch eine zweifache Benotung getrennt nach objektiv/subjektiv kann sehr aufschlußreich.
    Beispiel:
    Aus Kultgründen 8 von 10 Punkten
    Objektive Betrachtung 5 von 10 Punkten
    Der Notengeber sagt damit aus das er möglicherweise ein Erlebnis mit dem Film verbindet weshalb er den Film höher bewertet als es eigentlich angebracht ist. Trotzdem hat der Leser die Info das er gar nicht so gut ist.



    Die Kurzfassung:

    Ich halte Eric Clapton für einen genialen Musiker über den ich niemals was Negatives sagen würde. Schon aus Respekt wegen seines grandiosen Gitarrenspiels. Leider kann ich mit seiner Musik überhaupt gar nichts anfangen.
    Besser hätte man es nicht schreiben können. Absolut treffend auf den Punkt gebracht

  15. #45
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    Zitat Zitat von Farman
    Ich vermeide auch Spoiler jeglicher Art, doch bei dir wär ja quasi das einzige Kriterium, ne ordentlich kurze Wertung zu sehen von einem von dir geschätzten Notengeber. Das ist ja ein Leben am seidenen Faden.
    Enthusiasmus ist für mich das ein und Alles. Das hat nichts mit Spoilern zu tun. Wenn wer enthusiastisch ist, juckt es mich zu erfahren warum. Und wenn der Grund seines Enthusiasmus für mich zugänglich ist, dann kann ichs ja auch mal probieren.
    Nenene, das wäre zu einfach. Ich warte nicht darauf das ein mir vertrauter Notengeber eine Bewertung hinterläßt und danach gehe ich den Film kaufen. Ich ziehe da mehrere Kriterien zu Rate. Und die Möglichkeiten dazu sind riesig.
    Der Filmtitel:

    Das Ende
    (hört sich apokalyptisch an, interessanter kurzer und sehr prägnanter Titel der auf etwas endgültiges schließen läßt. Ich mag endgültige Dinge. Sehe ich mir doch mal an wassich hinter diesem Titel verbirgt)

    Der Regisseur:
    Dario Argento
    (Ui, neues vom Meister)

    Die Darsteller
    (Kevin Spacey spielt mit? Kauf ich.)

    Das Cover:
    Immortal
    (Welch ein geiles Cover.Mal sehen was sich da für ein Film dahinter verbirgt)

    Musik:
    (Angelo Badalamenti, Mensch das ist doch der Typ der bei Lynch seinen Filmen immer den Score erschafft. Mal sehen für welche Art Film er diesmal unterschrieben hat)

    Mein Dealer im Drogen Müller:
    (Nimm ihn einfach mit. Der ist für dich wie geschaffen. Mein lieber Mann, mit Garden State hat er mir wirklich ein Highlight empfohlen)

    Freund, Bekannte, Foren und ähnliches erreichen eventuell das gleiche.
    Gerne dürfen die Herren dabei ihren Enthusiasmus zeigen und mich richtig neugierig auf den Film werden lassen. Sie dprfen mir nur nicht sagen um was es geht. Das möchte ich selbst erfahren.

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