Seite 1 von 2 12
  1. #1
    Avatar von Vince
    Mitglied seit
    19.08.2006
    Ort
    Aachen
    Alter
    39
    Beiträge
    2.365
    Blog-Einträge
    8

    Standard Superman

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Superman - Der Film

    http://www.ofdb.de/images/film/4/4885.jpg

    Superman II - Allein gegen alle

    http://www.ofdb.de/images/film/4/4886.jpg

    Superman III - Der stählerne Blitz

    http://www.ofdb.de/images/film/4/4887.jpg

    Superman IV - Die Welt am Abgrund

    http://www.ofdb.de/images/film/4/4888.jpg

    #24 15.05.07 The Count

    Superman Returns

    http://www.ofdb.de/images/film/98/98674.jpg

    #02 28.01.07 Vince
    #11 10.05.07 Travis Bickle
    Geändert von FGTH1308 (01.11.2007 um 14:27 Uhr)

  2. #2
    Themenstarter
    Avatar von Vince
    Mitglied seit
    19.08.2006
    Ort
    Aachen
    Alter
    39
    Beiträge
    2.365
    Blog-Einträge
    8

    Standard

    SUPERMAN RETURNS

    Wer hätte das geahnt: die Megagurke und die totale Enttäuschung im Bereich Comicverfilmung kommt im Jahre 2006 von Bryan Singer. Es war der teuerste Film aller Zeiten, umgesetzt vom wohl besten Comicadapteur überhaupt und herausgekommen ist der bisher vielleicht schlechteste Film im Rahmen der neuen Comicwelle.

    Zugegeben, an "Superman" hat mich noch nie viel gereizt. Zwar hat das gigantomanische Konzept etwas für sich, aber alleine die Manifestation der Perfektion in einem Mann mit blauen Strumpfhosen und rotem Cape ist bei näherer Überlegung lächerlich bis auf die Grundmauern. Konsequenterweise müsste "Superman" eigentlich ein materiell ungreifbares Energiefeld sein oder etwas in der Art. Freilich lässt sich damit nicht gut einer auf Held machen... "Energiefeld! Rette mich!"...

    Das aber nur nebenbei, denn ziemlich gespannt war ich schon, da Bryan Singer bisher immer ein ganz eigenes Flair in seine Filme zu transportieren vermochte und die hohen Produktionskosten auf ein Spektakel hinwiesen, das den Begriff "Gigantomanie" auf eine neue Stufe der cineastischen Entwicklung höbe.

    Bekommen hat man stattdessen einen stinklangweiligen, unharmonischen Cast, ewig erscheinende, dramaturgisch verpuffende Füllsequenzen, die versuchen, eine total verkorkste Story zu erzählen, die sich viel zu sehr an Richard Donners Arbeiten heftet und sogar Actionszenen, die man in "Hulk" und "Matrix" schon längst gesehen hat! Ist nix mit neue Zeitrechnung des Bombasts, olle Kamellen sind es, die wie billiger Karnevalsplunder auf das Publikum geschmissen werden.

    Für mich sehr enttäuschend auf allen Ebenen: Ein sehr schwacher Kevin Spacey (der Opener mit ihm war noch das Beste; wobei dem Drehbuch auch nicht viel einfällt, um ihn ins Licht zu stellen), auch ansonsten passt irgendwie kein Darsteller zum anderen, der Film ist fast eine Stunde zu lang, die Story fad, die Dialoge einfallslos, die Actionszenen nichts mehr, was man nicht schon besser gesehen hätte.
    4/10

  3. #3
    Avatar von FGTH1308
    Mitglied seit
    22.08.2006
    Ort
    Nordisch by Nature
    Beiträge
    3.347
    Blog-Einträge
    6

    Standard

    Ja Vince,auf diese Kritik habe ich gewartet.

    Ich fand den auch nicht so dolle,bin inzwischen in den Genuss gekommen den Film 3x zu sehen.
    Meine letzte Wertung war 7/10,wird nach dem dritten mal auf 6,5 abgewertet.Ja,ich weiss,ist nicht
    wirklich viel ist aber nur gefühlt schlechter geworden.
    Ich fand Kevin Spacey garnicht so schlecht,er hatte wirklich ein paar starke Szenen.
    Der Film ist technisch wirklich perfekt.Das halte ich Ihn mal zu gute.Nur ist die Zeit eines Superhelden
    der alles kann wirklich abgelaufen,mann sollte Ihn jetzt endgültig beerdigen.

  4. #4
    Gelöscht
    Avatar von Moviesteve
    Mitglied seit
    23.08.2006
    Beiträge
    207

    Standard

    Zitat Zitat von FGTH1308
    Nur ist die Zeit eines Superhelden
    der alles kann wirklich abgelaufen,mann sollte Ihn jetzt endgültig beerdigen.
    Das ist imo der Knackpunkt: Der Film ist super - kommt aber etliche Jahr(zehnt?)e zu spät.

    Handwerklich astrein, die Darstellerleistungen sind erstklassig (und die Figuren den Comics folgend auch sehr gut gecastet) und die Stimmung ist so sehr "Superman", wie sie nur sein kann.

    Wenn man Bryan Singer eins vorwerfen kann, dann nur, daß er nicht genügend Weitsicht hatte, um zu erkennen, daß die gottgleiche Gestalt Kal-Els heutzutage unglaublich langweilig und unglaubwürdig erscheinen muß. Aber als Regisseur ist Singer immer noch absolut treffsicher.

    Darum bekommt der Film von mir eine viel bessere Wertung. Nur die Grundidee eben nicht mehr. Die funktioniert höchstens noch unter dem Vorzeichen nostalgischer Verklärung.
    Vielleicht hätte man die Handlung eines neuen Supes-Films in den 70ern ansiedeln sollen?

  5. #5
    Themenstarter
    Avatar von Vince
    Mitglied seit
    19.08.2006
    Ort
    Aachen
    Alter
    39
    Beiträge
    2.365
    Blog-Einträge
    8

    Standard

    Zitat Zitat von Moviesteve
    Vielleicht hätte man die Handlung eines neuen Supes-Films in den 70ern ansiedeln sollen?
    Ich bezweifle, dass das irgendwas gerissen hätte. Ob in den Siebzigern oder heute, der klassische Superman passt einfach nicht mehr ins gesellschaftliche Bild 2006. Eine Neuerfindung im Sinne von "Batman Begins" halte ich bei dieser Figur auch für schwierig, wenn nicht unmöglich. Trotzdem hätte man dem Original nicht so viel Tribut zollen dürfen, sondern einen eigenen Weg finden müssen. Sich eben ganz und gar auf den so verhassten Blockbustertum konzentrieren und einen Quantensprung in Sachen Spezialeffekte anstreben sollen, das wäre in meinen Augen die richtige Herangehensweise gewesen.
    Ich muss jetzt noch dazu sagen, dass ich Richard Donners Film durchaus mag (7/10), ihn aber eben auch eingebettet in seinen historischen Kontext betrachte und ihm eben nie und nimmer ein Re-Imagining zu heutigen Zeiten zugetraut hätte. "Superman Returns" gibt mir da leider Recht.

  6. #6
    Avatar von LivingDead
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Aurich
    Alter
    33
    Beiträge
    1.243

    Standard

    Einer der Filme, bei denen ich die vielen schlechten Bewertungen schlicht nicht nachvollziehen kann. Bryan Singer bietet doch genau das, was man erwarten konnte. Sicher mag man sich über die vielen unnötigen Elemente aufregen dürfen, aber "X-Men 3" war dann doch wesentlich schlechter geraten. Habe mich, trotz der geringeren Laufzeit, bei den Mutanten mehr gelangweilt und über die schlechten Dialoge aufgeregt, als beim Superman. Zwar sind beide Filme sehr seelenlos geraten und bieten nicht mehr als technische Perfektion, aber zumindest ist die Charakterzeichnung beim Superman glaubwürdiger.
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
    Meine DVDs / Das Kurzkritiken-Forum

  7. #7
    Themenstarter
    Avatar von Vince
    Mitglied seit
    19.08.2006
    Ort
    Aachen
    Alter
    39
    Beiträge
    2.365
    Blog-Einträge
    8

    Standard

    Zitat Zitat von LivingDead
    Einer der Filme, bei denen ich die vielen schlechten Bewertungen schlicht nicht nachvollziehen kann.
    Also, ich habe von Bryan Singer viel mehr erwartet. Wobei es rückblickend nicht überraschend ist. Singer war insofern der falsche Mann, als dass ihm persönlich an Superman zu viel liegt.
    Letztendlich hätte Ratner den Superman gemacht, den ich hätte sehen wollen, und Singer hätte umgekehrt die X-Men-Trilogie zu einem besseren Abschluss gebracht. Der Regiewechsel war in meinen Augen fatal.

    Das Argument mit der Charakterzeichnung lasse ich nicht gelten. X-Men 3 ist allerhöchstens für die Verhältnisse der Reihe schlecht gezeichnet, aber doch immer noch um Klassen besser als Superman. Wo ist da bitte Charakterzeichnung? Die suche ich heute noch. Bei X-Men sind schon die Charaktere an sich ambivalenter und einfach stärker, außerdem birgt die Storyline von X-Men 3 Potenzial, das irgendwie jeder nur allzu gerne unter den Tisch kehrt. Superman ist romantischer Quatsch, ein Märchen, das in Zeiten, wo Märchen wegen ihrer harmonischen Glückseligkeit dekonstruiert werden ("Running Scared", "Shrek", "Brothers Grimm"), nicht mehr zieht. In den Siebzigern hatte das einen ganz anderen Zusammenhang, der heute einfach nicht mehr existiert. "Superman Returns" lebte letztendlich einfach nur von der Neugierde des Publikums, wie sich eine solche Figur wohl ins neue Jahrtausend schieben würde.

  8. #8
    Avatar von LivingDead
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Aurich
    Alter
    33
    Beiträge
    1.243

    Standard

    Jenes Potenzial beim dritten "X-Men" mag ja durchaus vorhanden sein, aber es wird definitiv nicht genutzt, was sowohl am schwachen Drehbuch, als auch am falschen Regisseur gelegen haben mag. Zu oft habe ich meine Augen verdreht, angesichts der Dialoge, die oftmals hart an der Grenze zum Schwachsinnigen entlangschrammen. Bei "Fantastic 4" mag das ja gewollt sein, aber ich verstand die "X-Men" eigentlich immer als eine der ernsteren Comicverfilmungen, und das war mir einfach zuviel...

    Die Charakterzeichnung bei "Superman" ist natürlich nur schablonenhaft, und Singer übernimmt halt einfach jenen zerrissenen Charakter, den Jerry Siegel und Joe Shuster erschufen, und den Richard Donner schließlich auf die Leinwand brachte. Aber Singer macht nicht den Fehler unpassende Komik mit einzubinden (wie im vierten Teil), sondern hält straight die ernste Linie, was man bei den X-Men nun nicht gerade sagen kann. Da war mir der Dritte einfach zu unentschlossen, in welche Richtung er gehen wollte.
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
    Meine DVDs / Das Kurzkritiken-Forum

  9. #9
    Gelöscht
    Avatar von Agent Orange
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Schaafheim
    Alter
    39
    Beiträge
    518

    Standard

    Zitat Zitat von Vince
    Superman ist romantischer Quatsch, ein Märchen, das in Zeiten, wo Märchen wegen ihrer harmonischen Glückseligkeit dekonstruiert werden ("Running Scared", "Shrek", "Brothers Grimm"), nicht mehr zieht.
    Dieser Punkt an deiner Kritik gefällt mir recht gut, auch wenn ich dir da nicht unbedingt zustimme. Auch eine schöne Märchenwelt, in die man ausserhalt des stressigen Alltags abtauchen kann, darf heutzutage noch ihren Reiz haben.
    Aber ich denke genau an dem Punkt krankt der Film ein wenig da viele nichts mit einem derart glattgebügelten Superhelden anfangen können.
    Mir geht es da nicht anders, so gefällt mir ein Batman mit all seinen Kanten wesentlich besser als ein Held der alles kann außer mit Kryptonit rumspielen.

    Bei Superman Returns wurde im Prinzip nichts gewagt, der Film ist aalglatt inszeniert. Es gibt keine weiterentwicklung des Charakters an sich, ich weiß auch nicht ob sich Superman generell in den Comics weiterentwickelt. Für mich gibt der Charakter einfach nicht besonders viel her.

    Umso unverständlicher ist nun wohl meine Wertung von 8/10 aber ganz einfach aus dem Grund da der Film mich trotz alledem gut unterhalten hat. Die Inzenierung des Ganzen sehr solide aber oftmals leider zu oberflächlich ist.

  10. #10
    Themenstarter
    Avatar von Vince
    Mitglied seit
    19.08.2006
    Ort
    Aachen
    Alter
    39
    Beiträge
    2.365
    Blog-Einträge
    8

    Standard

    Zitat Zitat von Agent Orange
    Dieser Punkt an deiner Kritik gefällt mir recht gut, auch wenn ich dir da nicht unbedingt zustimme. Auch eine schöne Märchenwelt, in die man ausserhalt des stressigen Alltags abtauchen kann, darf heutzutage noch ihren Reiz haben.
    Durchaus! Allerdings muss das dann auch schon entsprechend aufgezogen werden. Ich denke, düstere Märchen dürfen heute durchaus einen optimistischen Touch haben, sie brauchen aber irgendwo im Ansatz etwas Ungeschliffenes, mit dem man sich identifizieren kann. Ich befürchte sogar, dass das überhaupt kein kurzfristiger Trend ist, der wieder umschwenken könnte, sondern eine dauerhafte Tendenz. Alleine schon deswegen, weil es mit dem zunehmenden wissenschaftlichen Fortschritt schon immer mehr Atheisten gibt. Da sind wir natürlich auch wieder bei der Figur des, wie Moviesteve so treffend sagte, "gottgleichen" Kar-El, der mit seiner Erhabenheit gegenüber den Menschen im Prinzip die ganze Herkunft Supermans ins Lächerliche zieht aus heutiger Sicht. Wo Supermans Wurzeln da oben auf einem glitzernden Planeten thronen, auf dem die universelle Justizia herrscht. Das ist schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß.

    Was ich auch schade finde: Donners "Superman" bietet eigentlich sogar noch mehr innere Zerrissenheit des Helden als Singers Film. Das finde ich schon ziemlich bemerkenswert. Die Tatsache, dass Superman über die ganze Welt wachen muss, birgt doch das in "Spider-Man" gestellte Postulat "Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung" in seiner reinsten Form. Warum hat Singer diesen inneren Kampf Supermans nicht besser herausstellen können? Man hätte das wunderbar über die zwei Identitäten bringen können, Superman und Clark Kent. Und hier sehe ich wieder eine enorme Schwäche des Remakes: Die beiden Identitäten werden mir nicht stark genug herausgestellt. Bei Donner hatte man viel stärker das Gefühl, es hier mit zwei verschiedenen Personen zu tun zu haben (obwohl man als Zuschauer natürlich immer eingeweiht ist). Und das wiederum ist zu großen Anteilen auch eine Mitschuld des Casts, der mir da unglaublich farblos vorkommt. Brandon Routh geht sicherlich noch in Ordnung. Aber was ist bitte mit Kate Bosworth? Wo ist die Lois Lane, die den "stählernen Blitz" zum Schmelzen bringt? Wo ist diese Power und Entschlossenheit, die anno 1978 Margot Kidder noch ausgestrahlt hatte? Ich habe davon nichts spüren können.
    Das Gleiche mit Kevin Spacey: Da wird ein Superschurke total entmystifiziert. Er kommt gerade aus der Dusche, als Lois Lane auf dem Schiff herumschmuggelt, wird in einer privaten Situation entblößt. Er ist kaum psychopathisch, fast schon normal - er wirkt irgendwie nie wie eine richtige Gefahr und lotet damit auch nicht Supermans Grenzen aus. Wobei das zugegeben bei Gene Hackman damals nicht viel anders war.

    Das sind alles so kleine Dinge, die sich bei mir zu der Enttäuschung aufsummiert haben. Es wäre sicherlich möglich gewesen, mich von meiner Skepsis über das Projekt abzubringen, aber Singer hat das nicht geschafft.

  11. #11
    Gelöscht
    Avatar von Travis Bickle
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Beiträge
    4.083

    Standard

    Superman Returns

    Ein weiterer verregneter Abend ließ mich endlich in den "Genuß" dieses lange vor mich hergeschobenen Films kommen. Meine Erwartungshaltung war ohnehin gedämpft, so daß ich wenigstens nicht zu sehr enttäuscht werden konnte. Da Vince in seiner Kritik schon fast alle Worte aus meinem Köcher gezogen hat, beschränke ich mich hierbei nunmehr auf die eklatantesten Punkte, die mir aufgefallen sind.

    War dieses Update des hinlänglich bekannten Stoffes nun wirklich sinnvoll oder gar notwendig? Sinnvoll? Das muß jeder Comic und dabei speziell jeder Superman-Fan für sich selbst entscheiden. Ich selbst war nie ein großer Comic-Fan, von den alten DC Horror-Comics mal abgesehen. Wirklich symathisieren und begeistern konnte ich mich nur für einen Superhelden und das war Spider-Man. Der unumstrittene Held meiner Kindheit war ohnehin Donald Duck. Also kann ich die Frage ob es sinnvoll war nicht beantworten. War es notwendig? Vielleicht, aber ganz sicher nicht in dieser Form. Es ist hochgradig erschreckend, daß ein Regisseur wie Singer es fertigbringt, in rund 2,5 Stunden Film auch nicht ein einziges Innovatiönchen unterzubringen. Nichts, absolut nichts. Der Film ist viel zu lang(weilig) und sogar für mich unangenehm altmodisch. Da werden ein paar altbackene Ideen ewig lang ausgewälzt und in der restlichen Zeit völlig unnötige Längen produziert, die mit der Zeit regelrecht nerven.
    Nehmen wir als prägnantes Beispiel nur die erste Solosequenz mit Superman und Lois Lane. Da wird das ganze Problem des Films deutlich. Brandon Routh ist auch nicht annähernd ein adäquater Ersatz für Christopher Reeves. Was einiges besagt, da der seelige Reeves ja alles andere als ein begnadeter Schauspieler war. Aber er hatte wenigstens die richtige Ausstrahlung, Figur und auch das passende Aussehen, glaubhaft in das Kostüm zu schlüpfen. All das geht dem doch ziemlich jungenhaft wirkenden und für die Rolle recht mageren Routh vollständig ab. Kate Bosworth versprüht im kompletten Film nicht ein Viertel der Energie und Begeisterung, die Margot Kidder in eine einzige Sequenz packen konnte. Nun stehen also diese beiden (im Vergleich zu ihren Vorbildern) deutlichen Verlierer auf dem Dach, sprechen ihren aussagelosen Dialog und heben anschließend zu ihrem obligatorisch Rundflug ab, der optisch nicht überzeugen kann und zudem schon fast unerträglich in die Länge gezogen wird. Diese Sequenz ist für mich das Sinnbild, an dem man die komplette Problematik des Updates festmachen kann. Zu lang, zu einfallslos und ohne die minimalste Innovation. Gleiches gilt auch für das wie ein süßer klebriger Kaugummi unerträglich in die Länge gezogene Finale des Films.
    Auch auf Seiten der restlichen Darsteller konnte ich keinen Einzigen ausmachen, der einem seiner Vorbilder wirklich das Wasser hätte abgraben können. Dies gilt leider sogar für den von mir so verehrten Kevin Spacey, der seine Sache von allen noch am besten machte. Was ihm aber fehlte, war ein Partner wie Ned Beatty, den Gene Hackman zur kongentionalen Unterstützung hatte und brauchte.
    Alles andere was ich jetzt noch zu diesem Festival der verschenkten Möglichkeiten sagen könnte, wurde in diesem Thread bereits erwähnt, so das es bloßes Nachplappern wäre. Deshalb nur eine kleine imo verschenkte Chance, wenigstens einen Lacher zu landen. Das gerettete Flugzeug hätte nicht in einem Baseball-Stadium abgelegt gehört, sondern in einem Footballstadium mit der Nase voran in die Endzone. Touchdown!
    Meine Gesamtwertung: 5 / 10

  12. #12
    Avatar von LivingDead
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Aurich
    Alter
    33
    Beiträge
    1.243

    Standard

    Schönes Review, bei dem ich dir in deinen Kritikpunkten auch gar nicht widersprechen möchte; außer vielleicht in einem Punkt: Imo finde ich gerade den Aspekt des Altmodischen; des Nostalgischen äußerst gelungen. Dies steht zwar im direkten Kontrast zu der ansonsten auf Hochglanz polierten Multi-Million-Budget- Inszenierung, aber im Ganzen ist das doch sehr reizend.

    Ja, die Charaktere bleiben ziemlich blass. Ja, es gibt keine Innovationen und insgesamt eine aalglatte Inszenierung ohne Ecken und Kanten. Doch stört es mich nicht im Geringsten. Ich genieße einfach diese perfekte Inszenierung zu einem perfekten Superhelden... Insgesamt würde ich so 7 Punkte geben (mit Tendenz zur 6). Zumindest besser als der aktuelle "Spider-Man".
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
    Meine DVDs / Das Kurzkritiken-Forum

  13. #13
    dax
    dax ist offline
    Gelöscht
    Avatar von dax
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Nordseeküste
    Alter
    53
    Beiträge
    1.616

    Standard

    Sehr interessant mitzulesen.
    Komisch, von diesem Film ist bei mir wieder nix hängengeblieben.
    Keine Szene, kein Dialog.
    Alles an was ich mich erinnern kann, könnte auch aus den alten Superman-Filmen stammen.
    Von daher hat der Film für mich keinerlei Bedeutung.
    Superman Returns war für mich wie ein Besuch bei Mc Donalds.
    Schmeckt irgendwie kurz, aber fad und nicht gut und hält außerdem nicht lange an.
    Superman Returns war überflüssig.

  14. #14
    Avatar von FGTH1308
    Mitglied seit
    22.08.2006
    Ort
    Nordisch by Nature
    Beiträge
    3.347
    Blog-Einträge
    6

    Standard

    Zitat Zitat von LivingDead
    Insgesamt würde ich so 7 Punkte geben (mit Tendenz zur 6). Zumindest besser als der aktuelle "Spider-Man".
    Der Wertung möchte ich mich mal anschliessen(siehe oben),aber dem Vergleich mit Spider-Man 3 hält der Film nicht stand.

  15. #15
    Avatar von LivingDead
    Mitglied seit
    21.08.2006
    Ort
    Aurich
    Alter
    33
    Beiträge
    1.243

    Standard

    Zitat Zitat von FGTH1308
    Der Wertung möchte ich mich mal anschliessen(siehe oben),aber dem Vergleich mit Spider-Man 3 hält der Film nicht stand.
    Wobei ich Superman auch nur minimal besser finde (und auch nur zu "Spider-Man 3" ...). Imo ist der Storyaufbau wesentlich straighter, die Actionszenen besser über den Film verteilt und es gibt keine peinlichen Ausrutscher; insgesamt einfach ein Stückchen gelungener. Auch wenn ich mit der Meinung ziemlich alleine dastehen werde...
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
    Meine DVDs / Das Kurzkritiken-Forum

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •