1. #1
    Gelöscht
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    Standard See No Evil

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu See No Evil:

    #2 03.03.07 Travis Bickle
    Geändert von Travis Bickle (03.03.2007 um 12:33 Uhr)

  2. #2
    Gelöscht
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    See No Evil

    Jeweils vier männliche und weibliche Jugendliche, die ihre Haftstrafen in Jugendgefängnissen absitzen, werden von ihren beiden Betreuern zu dem halb verfallenen und leerstehenden Blackwell-Hotel gekart. Sinn der Übung ist, drei Tage bei der Renovierung der Bruchbude mitzuhelfen, damit diese später als Obdachlosenheim genützt werden kann. Als Belohnung winkt den nicht gerade sonderlich motivierten Jugendlichen jeweils ein Moanat Erlaß ihrer Haftstrafe. Sie ahnen jedoch nicht, daß der Serienmörder Jacob Goodnight (!!!) das ehemalige Hotel zu seiner Residenz erkoren hat. Sein ausgefallenes Hobby ist es, die Augen seiner bestialisch ermordeten Opfer zu sammeln…..

    Wer nach dem Lionsgate-Jingle ein unangenehmes Gefühl beim anschließenden WWE-Jungle bekommt, der liegt völlig richtig. Handelt es sich bei vorliegendem Film doch tatsächlich um die erste Filmproduktion der Catcher-Company WWE. Ehrensache, daß die einem ihrer Zugpferde – Glen Jacobs aka Kane – gleich eine Rolle auf den bulligen Leib schneiderten. Wer noch nicht das Vergnügen hatte Kane optisch kennenzulernen, dem sei nur soviel verraten. Er würde als Zwillingsbruder des aktuellen Schwergewichts-Boxweltmeisters Walujew problemlos durchgehen. Nun wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt gekommen, zumindest den Finger mal in Richtung Stoptaste der Player-FB wandern zu lassen. Doch als beinharter Horrorfan, bestens bewandert in allen Spielarten filmischer Selbstgeißelung, unterläßt man dies natürlich und beginnt sich dem nun folgenden Treiben hinzugeben. Zumindest kann man nun nicht mehr behauten, nicht vorgewarnt worden zu sein. Was im übrigen auch für alle Leser dieser Kritik gilt.
    Was nun folgt ist genau das, was man aufgrund der vorgegebenen Konstellation erwarten durfte. Eine nicht wirklich exzistente Storyline, deren Inhalt auf einen kleinen Schmierzettel eines Zettelklotzes problemlos Platz findet, bildet die Grundlage eines Horrorfilms, der an vorhersehbarer Plattheit kaum zu überbieten ist. Aber das gilt ja bekanntermaßen für eine Vielzahl von ähnlich gestrickten Slashern. Was auch für die weitgehend talentfreien Nobody-Jungdarsteller gilt, die sich redlich darum bemühen sich anfangs cool und tough zu geben, ihre lausigen Dialogzeilen zwischen den Zähnen hervorzupressen, nur um anschließend in wenig überzeugende Kreischqanik zu verfallen. Innovationen oder auch nur eine einzige originelle Idee sucht man hier natürlich vergebens. Alles wird bei bereits sattsam bekannten Vorbildern abgekupfert und das zumeist auch noch ziemlich unbedarft. Auch die Optik des in Brisbane/Australien gedrehten Films gibt so gut wie nichts her. Was könnte nun also die Motivation sein, sich diesen Film dennoch zu Gemüte zu führen? Der Catcher Kane ganz sicher auch nicht, gegen den in seiner tumben Minimalistik selbst sein ehemaliger Kollege Roddy Piper („Sie leben“) noch wie ein Robert De Niro erstrahlt. Bleibt also, wie bei derartigen Werken schon fast üblich, nur mehr die letzte Hoffnung – die Splatter-Effekte und deren Umsetzung. Und tatsächlich, wenn man zumindest angesichts der restlichen Umsetzung seine Erwartungen nicht in utopische Höhen schraubt, wird hier doch zumindest solide Durchschnittkost geboten. Deftige Goreszenarien, ekligschöne Make-Up-Effekte und solide Schockmomente geben sich spätestens in der zweiten Hälfte des Films die Klinke gegenseitig in die Hand. Wem das als Motivation genügt und man im Gegenzug dafür bereit ist, über das restliche Gesamtmanko hinwegzusehen, wird man als puristischer Horrorfan im Endeffekt also dennoch leidlich auf seine Kosten kommen. Die mit 81 Minuten knackig kurze Laufzeit trägt ein übriges dazu bei, diesen Eindruck mit zunehmender Filmdauer zu unterstreichen.

    Meine Gesamtwertung beinhaltet 2 Punkte für den filmischen Wert, ein Bonuspunkt für die angenehm kurze „Leidenszeit“ und ein weiterer für den Goregehalt. Macht zusammen 4/10.

  3. #3
    Avatar von Vince
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    Ach ja, die berüchtigten WWE-Produktionen... die haben ja jetzt anscheinend in "The Marine" mit John Cena wieder einen ziemlich untalentierten Klotz gefeatured. Keine Ahnung, wie die sich über Wasser halten, denn viel Resonanz bekommen diese Produktionen vom Publikum ja angeblich nicht. Andererseits, wo ein Steven Seagal sich immer noch beweisen darf, hat sicher auch sowas seine Berechtigung.
    Dabei haben die ja mit den beiden "The Rock"-Vehikeln "Welcome to the Jungle" und "Walking Tall" eigentlich ganz ordentlich angefangen.

    Schöne Kritik, Film wird dann erstmal auf unbestimmte Zeit gemieden.

  4. #4
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    Avatar von Travis Bickle
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    Zitat Zitat von Vince
    Schöne Kritik, Film wird dann erstmal auf unbestimmte Zeit gemieden.
    Jepp, den muß man wirklich nicht gesehen haben. Noch hat man ja knapp drei Wochen Überlegungszeit, ehe der am 20. März in die Videotheken kommt. Bis zum Verkausstart dauerts dann nochmal bis in den Mai. Somit werde ich mich wohl noch gedulden müssen, ehe auch andere über dieses Meisterwerk mitdiskutieren können. Segen oder Fluch einer erfreulich früh erhaltenen Verleih-PK. Früher oder später werden die echten Horrorfans wohl doch einen Blick riskieren. Die DVD kommt übrigens in einer weiteren neuen 18er-Variante. SPIO/JK geprüft: Keine schwere Jugendgefährdung. Ganz neue Spielart. Näheres erkläre ich bei Gelegenheit im DVD-Code-2-Bereich.

  5. #5
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    ich meine ein Trailer davon ist auf dem Saw1+2 Steelbook und der Trailer sah gut aus mit dem Kettenschwinger.
    ich werde den definitiv ausleihen und aller wahrscheinlichkeit dasselbe entdecken, was Travis sah. dummerweise ist es so, das man um diesen Film nicht rumkommt so wie ein Comicfan um Ghost Rider nicht rumkommt.
    thats entertainment :-)

  6. #6
    Avatar von Claas van der Hoden
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    der film ist echt geil. hab den damals auf einem filmfest gesehen. kane spielt seine rolle als riesenmörder sehr gut.(7/10 augen für diesen film)

  7. #7
    Avatar von Leif-Erik
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    Zitat Zitat von Claas van der Hoden
    der film ist echt geil. hab den damals auf einem filmfest gesehen. kane spielt seine rolle als riesenmörder sehr gut.(7/10 augen für diesen film)
    dann werd ich den wohl doch eher ausleihen anstatt nen blindkauf zu riskieren...
    Real Power Can't Be Given. It Must Be Taken.
    Meine DVD-Sammlung

  8. #8
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    der Film hielt nichts von dem ein was die Werbung versprochen hat. dabei waren die Ausgangspositionen recht gut. Das grosse runtergekommene Hotel hat Atmosphäre, manche Splattereffekte sind nett gewesen und sichtlich gekürzt. Neben der Handy Szene war mir die Hundeszene zu kurz gehalten als Vorlage. Die Schauspieler sind nicht der Rede wert, was bei so nem Film auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Nicht jede hat eine Qualität ala Paris Hiltons Oscarreife Vorstellung wie im House of Wax.
    4,5

  9. #9
    dax
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    So, ich oute mich:

    Ich mochte diesen Film! Der wird definitiv in meiner Sammlung landen!

    Obwohl:

    Spoiler:


    Trotz allem, fand ich den Film gut geklaut und er hat mich gut unterhalten.
    Als Horrorallesfresser fühlte ich mich gut unterhalten und er war um einige Klassen besser als zum Beispiel Gurken wie den von mir vorher goutierten "Dark Ride".
    Ich mag einfach solche Filme. Und er wirkte einfach nicht ganz so billig und trashig wie so unendlich viele aus diesem Genre.

    6,5/10

  10. #10
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    Avatar von AmrasSeregorn
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Meine Gesamtwertung beinhaltet 2 Punkte für den filmischen Wert, ein Bonuspunkt für die angenehm kurze „Leidenszeit“ und ein weiterer für den Goregehalt. Macht zusammen 4/10.
    Auch ich hatte gestern das zweifelhafte Vergnügen und habe mich 81 Minuten durch den Film gequält. Ein zweites Mal wird diese Scheibe so schnell nicht mehr im Player rotieren. Deine Ausführungen zum Zustandekommen der Gesamtwertung kann ich nur unterschreiben.

    gez. Amras Seregorn

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