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  1. #1
    Gelöscht
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    Standard Halloween

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween - Die Nacht des Grauens

    #2 25.03.07 Travis Bickle

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween H20

    #24 17.03.08 deadlyfriend

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Halloween (2007)

    #16 09.03.08 dax
    #32 22.04.08 Vince
    #34 01.05.08 Travis Bickle
    Geändert von Travis Bickle (01.05.2008 um 11:45 Uhr)

  2. #2
    Gelöscht
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    HALLOWEEN - DIE NACHT DES GRAUENS

    In der Halloweenmacht des Jahres1963 ermordet der sechsjährige Michael Meyers in Haddonfield/Illinois seine Schwester und wird für diese Tat in die psychiatrische Anstalt Smith Grove überwiesen. Als er 15 Jahre später zu seiner Begutachtung gebracht werden soll, in welcher über seine weitere Unterbringung entschieden werden soll, nützt er die Gelegenheit zur Flucht. In seiner Heimatstadt ahnt niemand etwas von der Gefahr, die auf sie zukommt. Einzig Dr. Loomis, sein behandelnder Psychiater, erkennt die Gefahr und nimmt die tödliche Spur von Michael auf.

    John Carpenter inszenierte hier den Archetypen des modernen Slashermovies und gab gleichzeitig den Startschuß zu unzähligen Repliken, die allerdings in den seltensten Fällen auch nur annähernd an das Original heranreichten. Erst in den letzten Jahren entstanden im Rahmen der aktuellen Terrorfilm-Welle einige Werke, die in Intensität und Anspruch dieser jahrzehntelangen Meßlatte nahe kommen. Ist auch das Motiv des psychopathischen Killers nicht unbedingt neu, siehe zum Beispiel „Psycho“, so erschließt Carpenter dem Genre eine neue Dimension. Stand bei Hitchcock noch der langsame Spannungsaufbau im Vordergrund, so reduziert Carpenter den Plot auf ein knackiges Minimum und liefert dafür die Schocks am Fließband. Gleiches gilt auch für die Charakterzeichnung des Täters. Bemühte sich Hitchcock noch dem Publikum noch ein möglichst tiefgreifendes Bild des Norman Bates zu liefern, so dezimiert Carpenter seinen Michael Meyers auf eine völlig profillose, stumme, absolut bösartige und zudem hinter einer bleichen Maske verborgene Bestie. Dies alles geschieht jedoch in derart beängstigender Perfektion, daß der Zuschauer unweigerlich im Strom seiner Ängste schonungslos mitgerissen wird und dabei kaum über die diversen Drehbuchschwächen zum Nachdenken kommt. Bestes Beispiel: Wieso kann ein Mann, der (seit seinem 6. Lebensjahr !!!) die letzten 15 Jahre seines Lebens völlig apathisch in seiner Isolationszelle verbrachte, derart routiniert Autofahren!?!?
    Die den Spannungsaufbau perfekt unterstüzende Schnittechnik und vor allem Carpenters genial-minimalistischer Score tragen entscheidend dazu bei, dieses völlig neuartige Erlebnis eines Horrorschockers perfekt abzurunden und den Zuseher angsterfüllt an seinen Kinosessel zu fesseln. Ein Meisterwerk, daß wohl auch noch in Jahrzehnten zu den großen Meilensteinen des Genres zählen wird.
    Halloween kostete nur 300.000 $ und wurde in 22 Tagen abgedreht. Ein wahrlich glänzendes Geschäft. Haddonfield wird übrigens von einem Vorort von Los Angeles „gedoubelt“. Und wer es bis heute noch nicht weiß. Bei Michaels Maske handelt es sich um eine bleiche Captain-Kirk-Maske, die man je nach Wunsch selbst „schminken“ kann.
    Gesamtwertung 10/ 10

    Bei dieser Kritik handelt es sich, wie bei einigen anderen die in nächster Zeit von mir noch folgen werden, um eine Retrorezension, die aus der Sicht zum Zeitpunkt des Kinostarts geschrieben wurde. Lediglich durch ein paar kleinere aktuelle Anmerkungen ergänzt. Aus heutiger Sicht würde ich wohl nicht mehr zur Höchstwertung greifen, aber eine mehr als solide 7/10 wäre mir Halloween immer noch wert.

  3. #3
    Avatar von bluie
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    Mein Lieblings Horror Klassiker.
    M. Myers der Teufel in Person hat mich doch schon schaudern lassen. Auch nach so vielen Jahren kommt nocht absolut Spannung auf.
    Halloween und Myers sind einfach Kult. Auch manche Drehbuchschwächen,
    wo man Myers seine Fähigkeiten bei weitem nicht abnehmen kann, nehmen dem Film nicht die Spannung und den Gruseleffekt.
    Von mir bekommt der streifen immer wieder und wieder 10/10

  4. #4
    SAB
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    Großes Lob an Travis für die tolle Kritik!

    Auch ich finde den Film immer wieder klasse! Allein die Titelsequenz (mit deren überraschender Auflösung) ist schon der Hammer!
    Michael Myers ist immer präsent und lässt einen erschaudern!
    Donald Pleasance und Jamie Lee Curtis finde ich einfach nur stimmig und überzeugen vollends!
    Ganz abgesehen vom Score, der ja nur als absolut genial empfunden werden kann!
    Auch für aktuelle Sehgewohnheiten immer noch ein klasse Horrorfilm!

    Von mir 8/10 Punkten
    "Lache und die ganze Welt lacht mit Dir. Weine und Du weinst allein."
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  5. #5
    Avatar von Despair
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    "Halloween" mag ja ein Klassiker des Horrorfilms sein, mich konnte er allerdings nie wirklich überzeugen bzw. erschrecken. Ok, der Anfang ist gut gemacht, und gegen Ende zieht die Spannungskurve etwas an. Leider passiert dazwischen nicht wirklich viel, bei mir kam recht schnell Langeweile auf. Liegt vielleicht daran, dass ich die Figur des Michael Myers mit seiner weissen Maske nicht sonderlich furchteinflössend, sondern eher etwas lächerlich empfinde.

    5/10 Punkte

    Bei John Carpenter ergeht es mir ähnlich wie bei Wes Craven: beide haben einige ansprechende Filme gedreht, werden insgesamt aber überschätzt.

  6. #6
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von Despair
    Bei John Carpenter ergeht es mir ähnlich wie bei Wes Craven: beide haben einige ansprechende Filme gedreht, werden insgesamt aber überschätzt.
    Craven und Carpenter kann und darf man keinesfalls in einen Topf werfen. Dazu sind deren Karrieren viel zu unterschiedlich verlaufen. Während Craven zu Beginn seiner Karriere meist nur minderwertigen (aber oft überbewerteten) Trash drehte (Last House on Dead End Street, Hills Have Eyes und ähnliches mehr), sorgte Carpenter zu Beginn für echte Innovationen. Schon seine Abschlußarbeit zur Filmhochschule, Dark Star, ließ das große Potential des Mannes erkennen. Mit "Assault" gelang es ihm in perfekter Weise, Western-Motive in einen extrem düster-spannenden Actionthriller 1:1 zu übersetzen. "Halloween" war zu seiner Zeit extrem innovativ und bahnbrechend. Ich verstehe es natürlich, wenn man den Film nicht zu senem Kinostart gesehen hat, daß einem dieser viele Jahre später nicht mehr in diesem Maße in seinen Bann ziehen konnte, wie es eben zum damaligen Zeitpunkt der Fall war. Auch danach hatte Carpenter noch eine ganze Reihe guter bis sehr guter Filme, die allesamt (zumindest) über einen überdurchschnittlich hohen Unterhaltungswert verfügten. Zudem waren Carpenters Scores der Leim, der all seine Werke in dieser Ära verband.

    Deshalb ist es ja so erschreckend und frustriend mitanzusehen, wie dieser Mann in den letzten Jahren massiv abbaute und im Prinzip seit "Vampires" kein ordentliches Werk mehr zuwege brachte. Noch schlimmer ist es allerdings, wie er mit diversen Remake-Produktionen (The Fog) die letzten Reste seines guten Namens für ein paar Dollar ruiniert. Wirklich traurig.

    Craven seit seine spärlichen Highlight dafür wesentlich geschickter plaziert und hat demzufolge bei der heutigen Kinogeneration einen wesentlich besseren Ruf, als er ihn aufgrund seines Gesamtwerkes eigentlich verdient.

  7. #7
    Avatar von Despair
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Craven und Carpenter kann und darf man keinesfalls in einen Topf werfen. [...]
    Das mag sein. Ich habe nur festgestellt, dass mir nur wenige Filme aus dem Schaffen dieser beiden immer noch hochgehandelten Horror-Regisseure wirklich gefallen haben. Daher der Vergleich.

    Ich fürchte, dass mir einige "Halloween"-Nachfolger den Spass am ersten Teil (den ich erst viel später sah) verdorben haben. Bezeichnenderweise ist mein Lieblings-Carpenter-Film "The Fog", den ich als Kind gesehen und mich zu Tode gegruselt habe. "Das Ding aus einer anderen Welt" gefällt mir ebenfalls, ansonsten kann ich mit seinen Werken aus dem Horrorbereich wenig anfangen. Aber es gibt ja noch "Big Trouble In Little China" und "Die Klapperschlange"...

  8. #8
    Avatar von Vince
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    Ich bin ja überhaupt kein Freund von Slashern - mir ist das in aller Regel zu stereotyp und plump. "Halloween" hat mir aber auf Anhieb gefallen, auch unabhängig von der filmhistorischen Komponente, die ihn dann nochmal ein Stück besser dastehen lässt. Ich habe das Pionierhafte an diesem Film immer darin verstanden, dass es so eine Art Gegenentwurf zu Hitchcocks Suspense war und die Surprise-Effekte, die dann auch stilprägend für den Slasher im Speziellen und den amerikanischen Horrorfilm der Folgezeit im Allgemeinen war, empfinde ich hier als ausgesprochen gelungen. Besonders die Sequenz mit dem Schrank ist sehr bedrückend.

    @Travis: Den Werdegang von Craven und Carpenter hast du sehr schön veranschaulicht. Es ist natürlich schade, dass Carpenter inzwischen derart kommerziell geworden ist und sich selbst derart verkauft, aber zumindest ist er ehrlich dabei und versucht das gar nicht erst zu leugnen. Vielleicht hat er ja irgendwann genug von dem Ausverkauf und noch mal richtige Ambitionen, einen künstlerisch wertvollen Beitrag zur Filmgeschichte zu leisten. Wenn der Wille da ist, traue ich ihm durchaus noch mal einen guten Film zu. Ist eine recht ähnliche Situation wie die von Dario Argento. Die Frage ist, ob der Wille jemals zurückkehrt...

  9. #9
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von Despair
    Daher der Vergleich.
    Der Vergleich war, wenn von dir auch unbeabsichtigt, schon sehr passend. Beide haben ja in etwa dieselben Dekaden bedient. Deshalb ja auch meine Erklärung, weshalb man diese nicht in einen Topf werfen soll.

    Ich fürchte, dass mir einige "Halloween"-Nachfolger den Spass am ersten Teil (den ich erst viel später sah) verdorben haben.
    Das mußt du nicht befürchten, daß ist ein Fakt. Wenn man zuerst die allesamt schwachen bis unerträglichen Nachfolger sah und dann erst das Original, haben diese Nachfolger die Imagination des Originals bereits nachhaltig zerstört. Deshalb ja meine Retro-Kritik, um die Faszination des Originals zum Startzeitpunkt zu visualisieren.

    Zitat Zitat von Vince
    Es ist natürlich schade, dass Carpenter inzwischen derart kommerziell geworden ist und sich selbst derart verkauft, aber zumindest ist er ehrlich dabei und versucht das gar nicht erst zu leugnen.
    Das ist wahr. Als man ihn in einem Interview zu seiner Intention zum Fog-Remake befragte, stellte er ganz lapidar und offen fest, daß für ihn hier einige Dollar drin waren und er diese gern mitgenommen hat. Ob man diese Einstellung nun gut findet oder nicht, ist er zumindest ehrlich.

    Wenn der Wille da ist, traue ich ihm durchaus noch mal einen guten Film zu. Ist eine recht ähnliche Situation wie die von Dario Argento. Die Frage ist, ob der Wille jemals zurückkehrt...
    Sehr guter und extrem passender Vergleich. Ich denke mal, daß bei beiden das gleiche Problem vorhanden ist. Der Wille wird zwar da sein, aber ich befürchte das beide den Biss verloren haben. Wenn es wirklich anders wäre, hätten wir in den letzten Jahren nicht von beiden Seiten derartige Offenbarungseide miterleben müssen. Ich wünsche mir aber nichts sehnlicher, als mich mit dieser Aussage gründlich zu täuschen.

  10. #10
    Avatar von deadlyfriend
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    Bei Argento habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Erstens gefiel mir "Do you like Hitchcock? " und zweitens beendet er gerade seiner "Mütter" Trilogie und da erwarte ich einiges.

    Bei Wes Craven muß ich allerdings sagen das gerne mal ein paar Perlen unterschlagen werden. Die Schlange im Regenbogen beispielsweise oder natürlich auch mein Namensgeber: "Der tödliche Freund" der leider immer noch nicht auf DVD erschienen ist. Allerdings hatte er zwischendrin immer wieder Aussetzer. Bei Carpenter sehe ich es ähnlich, werden mir doch zu viele Filme von ihm einfach verkannt. Gerade "Die Mächte des Wahnsinns" oder auch "Die Fürsten der Dunkelheit" sind für mich Granaten die ein Schattendasein führen.

    Zu Halloween brauche ich glaube ich nicht viel zu sagen. Dürfte jedem klar sein das das in meinen Augen ein 10 Punkte Film ist da hier einfach alles gepaßt hat. Gerade auch im Kontext mit dem Erscheinungsjahr ist das der Metropolis unter den Slashern. Übrigens: Der Film ist bei ersten Testvorführungen durchgefallen weil er da eine gänzlich andere Musik hatte. Erst durch das heute bekannte Thema ist der Film für gut befunden worden. Da sieht man mal was Filmmusik ausmacht. Allerdings finde ich die Sequels bei weitem nicht alle schlecht und nenne sie selbstverständlich alle mein Eigentum. Obwohl der letzte mich echt Überwindung gekostet hat. Die Sammlung mußte aber komplett sein

  11. #11
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von deadlyfriend
    Bei Argento habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Erstens gefiel mir "Do you like Hitchcock? " und zweitens beendet er gerade seiner "Mütter" Trilogie und da erwarte ich einiges.
    "Hitchcock" finde ich persönlich eher langweilig. Was die "Mütter"-Trilogie angeht, sehe ich dem Abschluß mit mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Eines ist sicher, es wird DER Knackpunkt, wie es mit Argento weitergeht. Entweder kann er nochmal an alte Stärken anschließen, oder er zertrümmtet seine Reputation endgültig. Beides halte ich für möglich. Was ich bisher gehört habe, soll der Abschluß inhaltlich und optisch eher mager sein, dafür jedoch extrem hart umgesetzt sein. Ich bin schon wahnsinnig gespannt.

    Bei Wes Craven muß ich allerdings sagen das gerne mal ein paar Perlen unterschlagen werden. Die Schlange im Regenbogen beispielsweise....
    ... und "Das Haus der Vergessenen". Das wäre es dann aber so ziemlich, was die wirklichen Highlights von Craven anbetrifft.

    Allerdings finde ich die Sequels bei weitem nicht alle schlecht und nenne sie selbstverständlich alle mein Eigentum.
    Klar, in der Sammlung stehen sie bei mir auch alle. Ich habe sogar die megaseltene Box, in der die ersten drei Teile von Astro/LP und der Rest bis H20 von LP/MAWA bzw. Universum drin sind. Aber wirklich mögen tue ich keine dieser Nachfolger. Sie reiten, abgesehen vom eigentlich nicht wirklich zur Reihe gehörenden 3. Teil, nur die Grundidee tot, ohne auch nur das geringste eigenständige Element hinzuzufügen.

  12. #12
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Was die "Mütter"-Trilogie angeht, sehe ich dem Abschluß mit mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Eines ist sicher, es wird DER Knackpunkt, wie es mit Argento weitergeht. Entweder kann er nochmal an alte Stärken anschließen, oder er zertrümmtet seine Reputation endgültig. Beides halte ich für möglich. Was ich bisher gehört habe, soll der Abschluß inhaltlich und optisch eher mager sein, dafür jedoch extrem hart umgesetzt sein. Ich bin schon wahnsinnig gespannt.
    Eine eher magere bzw. unlogische Handlung ist man von Argento ja gewohnt, damit könnte ich leben. Eine magere Optik wäre viel schlimmer, da bei beiden Vorgängern die Optik ein wesentliches Element ist. Leider kann man das nach dem Anschauen des Winztrailers noch nicht wirklich beurteilen. Ich hoffe inständig, dass aus "The Third Mother" kein austauschbares Splatterfilmchen von der Stange wird...

  13. #13
    Avatar von Vince
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    Da ja bald wieder Halloween ist und Rob Zombies Remake demnächst anläuft, befördere ich den Thread nochmal nach oben und möchte mal ein wenig mutmaßen, was Horrorfilm-Anarcho Zombie mit Carpenters Klassiker so angestellt hat. Ein ofdb-Kollege hat die Erwartung an das Remake wie folgt treffend zusammengefasst:

    Dabei versprach die Nachricht, dass ausgerechnet Zombie die Neuverfilmung des John Carpenter-Thrillers inszenieren würde, einen kleinen Aufbruch am Remake-Himmel – wie würde es wohl aussehen, wenn die formale Strenge der Vorlage einer psychedelischen Freakshow weichen müsste?
    nur um dann festzustellen, dass genau das nicht funktioniert hat. Als großer Fan der Vorlage und mit gutem Willen für das Remake hat es bei ihm noch für eine 3,5/10 gereicht.

    Sollte Rob Zombie etwa ausgerechnet hier sein Gespür für Kontroverses verloren haben, wo man bei Carpenters Vorlage doch so schön hätte das Innere nach außen drehen können?

  14. #14
    SAB
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    Zitat Zitat von Vince
    Sollte Rob Zombie etwa ausgerechnet hier sein Gespür für Kontroverses verloren haben, wo man bei Carpenters Vorlage doch so schön hätte das Innere nach außen drehen können?
    Zombie hat die Geschichte auch nicht mehr so mysteriös angelegt, was vieles natürlich nicht mehr so unheimlich erscheinen lässt! Z.B. werden Michaels Eltern ziemlich negativ dargestellt (Vater trinkt, Mutter ist Stripperin)! Das nimmt den Schrecken wahrscheinlich etwas, da man im Original ja nur an eine idylische Vorstadtfamilie denkt! Michael wird so, nicht wie im Original, einfach als das ursprüngliche Böse gezeichnet, sondern in dem Sinne nur als "Opfer" seiner Eltern gesehen, die ihn vermutlich nicht gut behandelt haben und vielleicht auch geschlagen haben!
    Und dieses Manko (meiner Meinung nach) wird er vermutlich mit extrem drastischer Gewalt kompensieren versuchen!

    Ich werde allerdings versuchen ihn als eigenständigen Film zu sehen und ihn nicht allzu sehr mit dem Original zu vergleichen (wird denke ich sehr schwierig)!
    Der originale Halloween wird immer ein Meilenstein des Slasher-Genres bleiben, doch bei Rob Zombies Neuauflage werde ich einen guten, dreckigen und sehr spannenden Horror-Thriller mit einem sehr diabolischen Michael Myers erwarten! Ich denke, mit dieser Einstellung werde ich nicht enttäuscht werden!
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  15. #15
    Avatar von Willy_Wonka
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    Zitat Zitat von SAB
    Zombie hat die Geschichte auch nicht mehr so mysteriös angelegt, was vieles natürlich nicht mehr so unheimlich erscheinen lässt! Z.B. werden Michaels Eltern ziemlich negativ dargestellt (Vater trinkt, Mutter ist Stripperin)! Das nimmt den Schrecken wahrscheinlich etwas, da man im Original ja nur an eine idylische Vorstadtfamilie denkt! Michael wird so, nicht wie im Original, einfach als das ursprüngliche Böse gezeichnet, sondern in dem Sinne nur als "Opfer" seiner Eltern gesehen, die ihn vermutlich nicht gut behandelt haben und vielleicht auch geschlagen haben!
    Und genau das habe ich befürchtet. Wenn erklärt wird warum er böse ist und wie er dazu gekommen ist, ist die Person einfach nicht mehr interessant. Das Original bestach darin, dass es eine heile Vorstadt war und keiner hat mit etwas bösen gerechnet und dann lebt in der Nachbarschaft ein Serienkiller, genau das ist das faszierende an Michael Myers gewesen. Dann hätte man den neuen Halloween Teil gleich Halloween Rising nennen können.

    Zum Original muss ich sagen, dass ich ihn erst vor zwei Jahren das erste Mal sah und der Film wirkt aus meiner Sicht ein wenig angestaubt. Natürlich hat er etwas neues und ungewöhnliches geschaffen, aber als ich ihn sah ist es überhaupt nicht mehr ungewöhnlich noch neu und somit verliert er seinen Reiz. Das Thema wurde schon mehrfach in vielen verschiedenen Horrorfilmen ähnlich aufgegriffen. Der große Pluspunkt von Halloween ist weiterhin die Musik, welche den Film wahrlich super untermalt, aber dass reicht nicht mehr ganz. Außerdem bin ich kein Fan von Carpenters Inszenierungsstil, die Filme von ihm wirken ruhig, was ja nicht schlecht ist, aber es entsteht Langeweile, dies ist aber nicht unbedingt bei Halloween zutreffend, sondern eher bei Das Ding aus einer anderen Welt und Das Dorf der Verdammten.

    Ich werde mir dieses Halloween auf jeden Fall den zweiten Teil angucken und ich bin gespannt wie er mir gefallen wird, aber das Remake dürfte für mich kaum interessant sein, da ich eine seelenlose Slasher Orgie erwarte ohne neuen Ideen, sondern nur eine Aufwärumung von Klischees.
    Und das kann ich mir sparen.

    Das Orignal bekommt von mir 6/10

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