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  1. #1
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    Standard Severance - Ein blutiger Betriebsausflug

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Severance - Ein blutiger Betriebsausflug:

    #02 11.05.07 Vince
    #08 15.05.07 crizzo silverblue
    #12 17.05.07 Travis Bickle
    Geändert von Travis Bickle (17.05.2007 um 13:04 Uhr)

  2. #2
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    SEVERANCE - EIN BLUTIGER BETRIEBSAUSFLUG

    Humor? Eine Sache, die die Menschheit vielleicht niemals unter einen Hut bringen können wird. Der möglicherweise einzige Querschnitt ist "die Nackte Kanone", und selbst da meinen die Geister oft noch, sich unbedingt scheiden zu müssen; darüber hinaus wird man selten einer Meinung sein.
    Wobei der britische Humor ja über eine besonders große Klientel verfügt. Was haben die Pythons, zuletzt Simon Pegg der Welt beigebracht zu lachen.
    Peggs "Shaun of the Dead" bietet sich auch als Bezugspunkt an, denn genau wie "Severance" kombiniert er Britcom mit der momentanen Welle von Splatter- und Terrorfilmen, bricht sie ironisch und trifft damit den Zahn bei seiner Wurzel. Doch während ich bei Shaun teilweise Tränen lachen konnte, blieben meine Mundwinkel bei den Versuchen, die Christopher Smith ("Creep") unternimmt, ungeregt. Woran liegt's?
    Nun, zum einen nimmt sich "Severance" nicht des phantastischen Genres an wie "Shaun" des Zombiefilms, sondern er beackert die Terrorfilmwelle mit menschlichen Bösewichten. Das nimmt ihm von vornherein die ironische Breitseite.
    Zum anderen spielt es dieser Situation unpassend in die Karten, dass man Smith' Schirmherrschaft an dem bierernsten wie ironiefreien "Creep" nur allzu deutlich erkennt. Sein neues Werk ist unausgewogen in dem Versuch, die brutale Atmosphäre eines Terror-Slashers mit der Persiflage unter einen Hut zu bringen. Mehr als einmal schlittert der Film unbeholfen selbst in die Terrorfilmecke, denn Smith schafft es nicht, sich von seinem Talent, düstere Szenarien zu konstruieren, zu lösen. Der persiflierenden Exaggeration nimmt er damit jeden Boden; als ironische Brechung gedachte Szenen musste ich ohne die kleinste Regung eines Lächelns über mich ergehen lassen.
    Dass "Severance" trotz allem sehr frisch wirkt und auch ein paar nette Ideen zu bieten hat (der Drogentrip und der Traum sind sehr einfallsreich umgesetzt), rettet das Gesamtwerk leider nicht mehr über den Durchschnitt.
    5/10

    Wenn mich nicht alles täuscht, müssten jetzt ordentlich Einsprüche kommen.

  3. #3
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    Hab den Film noch nicht gesehen. Nach dem grandiosen "Shaun of the Dead" habe ich natürlich auch hohe Erwartungen. Nach deiner Kritik zu urteilen wird diese jedoch wohl nicht ganz erfüllt werden - obwohl ich gespannt bin, ob ich den Film letztendlich nicht doch noch stärker sehe, als du... du oller Punktesparer du...
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
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  4. #4
    dax
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    Einspruch Euer Vince!

    Klar ist der Film nicht das Non-Plus-Ultra der bissigen Horrorkomödien, aber genau das was Du kritisierst, nämlich das die Herkunft des Regisseurs deutlich erkennbar ist, gefällt mir besonders gut.
    Ich habe eine richtige Abneigung gegen Fun-Splatter, ich kann auch nicht wirklich was mit BrainDead anfangen, aber dieser Film hat mir richtig Spaß gemacht.
    Warum? Nun, ich denke es liegt genau daran, das der Film oft sehr düster daherkommt und der Humor nicht immer sehr offensiv ist.
    Viele Szenen sind so dermaßen komisch, obwohl diese kaum auffallen, das ich mich vor Lachen nicht mehr halten konnte.
    Z.B. Bär, niedriger Raum u.s.w.
    Und dieser Humor war oft leise und nicht plakativ inszeniert und das war der Grundstimmung des Films sehr zuträglich. Manchmal wirkte das ganze schon leicht surreal.
    Und all das in einer Mischung aus Hostel, TCM und ner Prise Shaun of the Dead verpackt, hat wunderbar gezündet.
    Auch wenn mich nicht immer alles vollständig überzeugen konnte.
    An manchen Stellen hätte ich mir mehr Horror gewünscht, an manchen Stellen wieder mehr Humor.
    Aber das ganze ist so gut verrührt worden, das die enstandene Filmmischung mir richtig gut geschmeckt hat.
    Komischerweise haben mich wieder nur die Träume genervt, die fand ich absolut überflüssig.
    Der Film bekommt von mir
    (mittlerweile habe ich ihn 2 x gesehen)
    ne klare
    8/10
    für die tolle Unterhaltung.
    Geändert von dax (11.05.2007 um 14:20 Uhr)

  5. #5
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    @LD: Ich glaube, du musst dir keine Sorgen machen. Schau dir mal den Notenspiegel in der ofdb an...

    @dax: Versteh ich auch. Ich habs ja im ersten Satz in der Kritik angedeutet: Humor hat irgendwie jeder Mensch einen eigenen. Ich glaube, sowas ist auch nur schwer rational auseinanderzudröseln. Ich hab mich jetzt mal in einem anderen Forum mit einem unterhalten, der nannte exemplarisch drei Punkte, wo er sich kaputtgelacht hat: Die Sache mit dem Kopf ab, die Sache mit dem Käse im Netz und die Sache mit dem Stein auf Kopf. An die Sache mit dem Käse konnte ich mich spontan nicht einmal mehr erinnern (obwohl es grad mal ne Stunde her war, dass ich den Film gesehen hatte) und das mit dem Stein, da ist mir kaum in den Sinn gekommen, dass das ironisch gemeint sein sollte. Bei "Incident on and off a Mountain Road" wurden solche Mißgeschicke des zurückschlagenden Opfers noch ganz ernstgemeint eingebaut; hier soll es Parodie sein. Toll. Ich weiß nicht, der Humor in solchen Passagen ist komplett an mir vorbeigegangen.

  6. #6
    dax
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    Zitat Zitat von Vince
    @LD: Ich glaube, du musst dir keine Sorgen machen. Schau dir mal den Notenspiegel in der ofdb an...

    @dax: Versteh ich auch. Ich habs ja im ersten Satz in der Kritik angedeutet: Humor hat irgendwie jeder Mensch einen eigenen.
    Ich weiß nicht, der Humor in solchen Passagen ist komplett an mir vorbeigegangen.
    Bei den von Dir genannten Beispielen ist der Humor auch an mir vorbeigerauscht.
    Ich sehe die nur immer vor mir bei der Besprechung nach der Ankunft in dem Schuppen
    in diesem unglaublich niedrigen Raum, das hatte schon was von TwinPeaks.
    (Keine Sorge der Vergleich zwischen Lynch und dem Creep-Man ist nicht angedacht)
    Diese Stellen waren es die eine leise Komik mitbrachten, die so wenig plakativ aber dennoch absurd daher kam, das sie schon fast wieder real hätte sein können.

  7. #7
    Avatar von The Maggot
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    Ok ich werde jetzt nicht so ne guten Bericht bringen wie Vince oder Dax. (Übrigens gut gemacht)
    Aber werde trotzdem ein paar Worte zum Film.
    Ich fand ihn auf jedenfall gut,klar ein knüller war er net aber auf jedenfall lustig.
    Da es so und so relativ wenig Fun-Splatter Filme gibt schaue ich mir jeden gerne an.
    Das Szenario war vielleicht zu realistisch ,das hat mich persöhnlich aber nicht gestört.
    Ich stimme Dax zu das der Witz so im ,sag ich mal im " Hintertgrund" ablief und man schon richtig aufpassen musste um ihn zu erkennen.
    Aber nicht desto trotz waren die Characktere sehr witzig und sehr unterschiedlich im Auftretten und Charackter( was auch zum Witz beitrug).
    Ich geb ihm eine 7/10
    Rechtschreibfehler zeugen von Individualität,
    also beschwert euch nicht!!!!!






  8. #8
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    Avatar von crizzo silverblue
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    Severance - Ein blutiger Betriebsausflug

    "Ein blutiger Betriebsauflug"... selten passte ein Untertitel so gut wie in dieser bitterbösen Horror-Komödie von Christopher Smith. Sieben Angestellte eines Waffen-Konzerns machen einen Betriebsausflug nach Ungarn, um das Teamwork zu stärken und vor allem Paintball zu spielen. Und ja, blutig wird es allemal.

    Smith führt hierbei intelligent Regie. Überlegte Schnitte verknüpfen die Geschehnisse miteinander und erhöhen so die Spannung. So wird ein schleifendes Messergeräusch in der aktuellen Szene bereits hörbar, bezieht sich aber erst auf die kommende. Auch einige Kameraeinstellungen lassen grundsätzlich Unsichtbares erahnen oder zwingen dem Zuschauer gar ein Gedankenspiel über eine andere, verdeckte Perspektive auf. Das macht Laune und erhöht den Blutdruck!

    Ebenso wird der britische und größtenteils pechschwarze Humor, der sich bis zum Ende hin durch den Film zieht, mit zunehmender Filmdauer forciert. Vor allem wird mit der Situationskomik gekonnt gespielt, wenn sich die Protagonisten in Lebensgefahr befinden. Was rational gesehen eigentlich ein Paradoxon darstellt, ist für diese gelungene Horror-Komödie das Salz in der Suppe. So muss man in der einen Sekunde das Gesicht verziehen, weil jemand äußerst brutal abgeschlachtet wird, und in der anderen schon wieder schmunzeln, weil irgendwas furchtbar Dämliches passiert. Manchmal passiert sogar beides zeitgleich und das ist dann wirklich die allererste Klasse der Horror-Komödien.

    Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert... und schauderhaft geekelt. Eine Mischung, die mir "Severance" richtig sympathisch macht. Diesen Film muss man jedenfalls gesehen haben, wenn man auf das Genre steht. Vor allem bei einer abendlichen Männerrunde mit ein paar Bierchen dürfte dieser Film ein richtiger Spaß werden, sofern man dem schwarzen Humor nicht abgeneigt ist. Absolut empfehlenswert!


    Wertung: 8/10

  9. #9
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    Danke für die Ergänzung, crizzo!
    Tja, was soll ich machen... bei diesem Film werde ich mit meiner Meinung wohl alleine bleiben.

  10. #10
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    Zitat Zitat von dax
    Viele Szenen sind so dermaßen komisch, obwohl diese kaum auffallen, das ich mich vor Lachen nicht mehr halten konnte.
    Z.B. Bär, niedriger Raum u.s.w.
    Und dieser Humor war oft leise und nicht plakativ inszeniert und das war der Grundstimmung des Films sehr zuträglich. Manchmal wirkte das ganze schon leicht surreal.
    Und all das in einer Mischung aus Hostel, TCM und ner Prise Shaun of the Dead verpackt, hat wunderbar gezündet.
    Eine treffende Beschreibung des latenten Humors im Film! Sehe ich ganz genauso, dax.

    Ich möchte im Folgenden auf ein paar lustige Szenen eingehen, Spoiler sind also dabei!

    Der Bär war wirklich der Brüller! Auch der Typ im Hintergrund, der den einbeinigen Kollegen wegzerrt, während im Vordergrund locker-flockig gequalmt wird. Dann der Albtraum vom Chef, der nachts zu Maggie ins Zimmer schleicht. Auch die Inszenierung des alten Schauermärchens über die Psychatrie war klasse gemacht. Zum Wegschmeißen, dieser Stummfilmcharakter! Des Weiteren der abgetrennte Kopf von Harris, der seinen eigenen Körper noch sieht und mit einem Lächeln stirbt, weil er nun weiß, dass er Recht hatte. Und auch die Panzerfaust, die nicht die letzten fünf Bösewichter, sondern ein Passagierflugzeug am Himmel trifft...

    Ich könnte noch mehr aufzählen, was mich köstlich amüsiert hat. Der Humor ist eben schwarz wie die Nacht, angenehm unaufdringlich und überraschend subtil für eine Horror-Komödie. Das macht den Film aber auch so unterhaltsam!
    Geändert von crizzo silverblue (15.05.2007 um 14:07 Uhr)

  11. #11
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    Avatar von AmrasSeregorn
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    Zitat Zitat von Vince
    Wenn mich nicht alles täuscht, müssten jetzt ordentlich Einsprüche kommen.
    Euer Ehren,

    in diesem Fall kommt von mir kein Einspruch! Ich habe dem Film mittlerweile zwei Chancen gegeben, komme bei Severance [(Hostel minus Sex) + Backwood + eine Prise schwarzer Humor] wertungstechnisch aber nur auf eine wohlwollende 6/10. Irgendwie kann ich mich nicht mit dem Humor anfreunden, man muss dem Film aber zugute halten, dass der Humor nicht so flach wie z.B. bei der Scary Movie-Reihe ist.

  12. #12
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    Avatar von Travis Bickle
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    Severance - Ein blutiger Hochzeitstag

    Gestern endlich dazugekommen den Film anzusehen und meinen Senf zur Diskussion draufzupacken.
    Ich saß ja schon vor Einlegen des Films zwischen zwei Stühlen. Einerseits erwartete oder besser erhoffte ich mir ein Werk vom Kaliber "Shaun of the Dead", andererseits befürchtete ich aufgrund des "Creep"-Regisseurs eher eine Witzverkrampfung und gleichzeitig eine zu starke Hinwendung zum "Ernsten". Beide Vermutungen sind eingetroffen und beide letztendlich nicht befriedigend gelöst worden, so daß ich aus meiner unbequemen Sitzposition zwischen den Stühlen während der kompletten Laufzeit nicht rauskam.
    Der eher subtile aber ist den meisten Phasen prägnant treffende Humor im ersten Drittel des Films war für mich persönlich das Highlight. Smith nimmt hier das Gebaren von Firmenangehörigen, die von ihrem Arbeitgeber zwecks Brainstorming, und Zusammenwachsen des Gemeinschaftsgefühls, auf einen Survival-Light-Ausflug geschickt werden, ganz herrlich auf die Schippe. All diese kleinen Nickligkeiten und Hahnenkämpfe die deratige Veranstaltungen nahezu zwangsläufig aus Profilierungsgründen annehmen, persifliert er hervorragend. Um all die Feinheiten die in diesem Teil des Films vorhanden sind richtig einordnen zu können. Man muß an so etwas wohl mal teilgenommen haben, um all Feinheiten erkennen zu können. Doch gerade als ich mich aus meiner unbequemen Sitzposition auf den Humorstuhl setzen wollte, wurde mir dieser jäh weggerissen. Denn plötzlich, ohne wirklich zwingenden Grund, wird spätestens ab der zweiten Häfte des Films dieses so profunde Standbein abgesägt und der Film kippt zu einem lupenreinen Terrorfilm, der sich mit makaberen Witzen weiterhin "lustig" zu geben versucht. Was dann aber auch nur mehr sporadisch gelingt. Zum Terrorfilmteil möchte ich mich jetzt nicht weiteräußern, da ihr dies hier bereits ausführlich getan habt. Nur zählt "Severance" als Terrorfilm betrachtet, gewiß nicht zur Oberliga. Da hat mir ja sogar die zweite Hälfte von "Creep" fast besser gefallen.

    Für mich persönlich ist der Film also eine leichtfertig vergebene Chance. Wäre Smith bei der Marschrichtung des ersten Drittels geblieben und hätte diesen Weg konsequent weiterbeschritten, nur unter weiterer Zuhilfenahme des stetig steigenden Horroranteils (ähnlich wie in "Shaun...so blendend vorexerziert), hätte dieser Film durchaus das Potential gehabt, in meine Hall-Of-Fame dieses Subgenres aufzusteigen. So bleibt am Ende aber nur ein zerrissener Eindruck haften, der einen etwas unangenehmen Nachgeschmack hat. Zu unlustig für eine Horrorkomödie, zu wenig bedrohlich für einen Terrorfilm und zu unentschlossen für einen witzigen Terrorfilm bzw. Terrorfilm mit Witz.

    6 / 10 ist meine Gesamtwertung. 8 /10 hätte es durchaus werden können, wenn der Anfangsweg nicht grundlos verlassen worden wäre.

  13. #13
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    Schön, dass du etwas näher auf die Grundkonstellation eingehst: den Betriebsausflug. Das ist nämlich genau der Punkt, der den Film bei mir nicht total absaufen lässt. So ein paar Krägen in so eine Situation zu befördern, hat etwas Erfrischendes. Ich habe auch gerade erst ein Seminar über Betriebsführung und -Kommunikation hinter mir und da kommt einem natürlich einiges bekannt vor. Aber leider ist das nicht konsequent durchgezogen worden. Die Shaun-Macher hätten wohl tatsächlich mehr aus dem Stoff herausgeholt.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Denn plötzlich, ohne wirklich zwingenden Grund, wird spätestens ab der zweiten Häfte des Films dieses so profunde Standbein abgesägt und der Film kippt zu einem lupenreinen Terrorfilm, der sich mit makaberen Witzen weiterhin "lustig" zu geben versucht. Was dann aber auch nur mehr sporadisch gelingt.
    Sehe ich ganz und gar nicht so. Was von Smith vorher behutsam und nahezu beiläufig aufgebaut wird, setzt unter Einwrikung des Terrors in der zweiten Filmhäflte fort. Beispielsweise erkennt Harris nach seiner Köpfung, dass er anfangs Recht hatte, oder als sie die wahre Waldhütte finden und darin romantisch getanzt wird, habe ich schon einige Schmunzler gehabt. Dann das im Bus vergessene Bein, der Flammenwerfer, der nicht mit Streichhölzern anging, oder das Messer im Arsch des Terroristen. Auch als der Waffenexperte die Panzerfaust mit Homing-Missile auspackt und das Flugzeug runterholt, liefen fast Tränen vor Amüsement.
    Trotz des brutalen und blutigen Terrors wird immer wieder Humor eingeflochten. Das macht den Film auch so gut, wenn man eben diese Art von Humor versteht.

  15. #15
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    Zitat Zitat von crizzo silverblue
    Das macht den Film auch so gut, wenn man eben diese Art von Humor versteht.
    Jetzt könnte ich doch glatt eine Retourkutsche für deine kleinen Tiefschläge im 300-Thread fahren und ein schönes Beil auspacken. In etwa so:

    Ach so. Das heißt also, daß ich von meinem bescheidenen Intellekt her nur nicht im Stande bin, die wahre Tiefe dieses geradezu genialen Humors auch wirklich in seiner vollen Bedeutung zu erfassen, gar vollends zu verstehen. Oder einfach gesagt, ich bin schlichtweg zu blöd, die komplette Dimension dieses Meisterwerks zu erahnen. Das ist in hohem Maße beleidigend und ich werde dir jetzt mal was sagen....
    Nein, mein Freund, das werde ich nicht tun. Denn um deswegen einen Streit vom Zaum zu brechen, ist dieser Film wirklich zu banal. Ich werte es eher mal so, daß du beim Tippen deines Textes nur die Worte verstehen und mögen verwechselt hast. Denn zu verstehen gibt es dabei eigentlich wirklich nichts. Die Erklärungen, weshalb die Kopfszene so lustig war, hättest du dir wirklich sparen können. Ich habe den Witz schon verstand - ganz ehrlich. Auch all die anderen. Zugegeben, da waren einige ganz nette Jokes dabei, wie eben die Kopfszene. Aber auch zahlreiche, die eben nur in der Brachialhumor-Liga spielen. Das war mir eben nicht schwarz genug, sondern teilweise eher quietschbunt. Da hat halt jeder einen anderen Sinn und Geschmack für Humor. Nur wurde eben zugunsten dieser Jokes die Anfangs wirklich schön aufgebaute "Betriebsausflug"-Komponente zunehmend aufs Abstellgleis gefahren und diesen eingestreuten Jokes geopfert. Das hätte nicht sein müssen und hat inHo dem Film mehr geschadet als genützt. So sehe, oder wenn du so willst, verstehe ich das.

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