1. #1
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    Standard Ratatouille

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu Ratatouille:

    #02 17.10.07 LivingDead
    #08 15.03.08 Ma(c)festus
    Geändert von Travis Bickle (16.03.2008 um 11:17 Uhr)
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
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  2. #2
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    Ratatouille

    Ausschnitte aus meinem ofdb.de - Review:

    Regisseur Brad Bird („Der Gigant aus dem All“; „Die Unglaublichen“) liefert hier seine dritte Arbeit ab, und schafft gleichzeitig das wohl beste Werk seiner kurzen Filmografie abzuliefern. Mit seiner Fähigkeit sich auf das Nötigste zu beschränken, die Geschichte ohne Schlenker und Umwege direkt zu erzählen, kann man Bird durchaus unterstellen, mit „Ratatouille“ eines der wohl besten computeranimierten Zeichentrickfilme geschaffen zu haben, das bisher in den Lichtspielhäusern lief.
    Wirkten viele Trickfilme in der Vergangenheit durch ihre Vielzahl an Charakteren überladen und die Geschichten zerfasert, so zieht Bird seine Storyline in „Ratatouille“ konsequent durch. Durch die geringe Anzahl an Figuren wirken diese auch durch die Bank weg glaubhaft und Charakterwandlungen innerhalb der Geschichte bleiben stets nachvollziehbar. Überhaupt lässt sich Bird erstaunlich viel Zeit für seine Figuren, wodurch sich auch die recht hohe Laufzeit von knapp 110 Minuten erklären lässt. Doch seiner erzählerischen Finesse ist es dann zu verdanken, dass es nie langweilig wird, sondern sich in genau den richtigen Momenten immer wieder ein feiner Witz offenbart oder eine wahnwitzige Actionsequenz für Tempo sorgt.

    Ein weiteres Plus für „Ratatouille“ ist der akkurate Humor, der sich, entgegen des Trends billigen Slapstick oder Anspielungen auf aktuelle Kinofilme zu verramschen, auf Feinsinnigkeit spezialisiert. Geistreiche Anspielungen auf Frankreich inklusive, durchziehen leise Humorspitzen den gesamten Film und schaffen es, dass der Zuschauer die gesamte Laufzeit über stets ein Lächeln im Gesicht behält. Vor allem das Spiel mit Gestik und Mimik (typisch Frankreich eben) sorgen durch die grandiosen Zeichnungen immer wieder für Lacher.
    Für die ganz Kleinen mag sich diese Art von Humor nicht immer offenbaren, doch auch für diese sind mehr als genügend lustige Szenen enthalten, sodass sich auch Kinder sehr gut unterhalten fühlen dürften. Doch schlägt „Ratatouille“ deutlicher als zuvor in die Kerbe „Trickfilm für die etwas Größeren“, da der Humor und einige Anspielungen doch eher für ein älteres Publikum konzipiert sind.

    Wie bereits erwähnt sind auch die Animationen wieder einmal absolut großartig gelungen und lassen die Grenzen zwischen Realität und Trickfilm des öfteren verschwimmen oder gar ganz verschwinden. Allein das Fell der Ratten ist schon ein Spektakel sondergleichen und in den rasanten Actionszenen kann man sich vor Details kaum retten. Hier hilft tatsächlich nur ein mehrmaliges Ansehen, um auch wirklich alles mitzubekommen.

    Doch eine Frage bleibt. Was unterscheidet „Ratatouille“ jetzt vom Gros der Trickfilme? Was macht ihn so gut? So besonders?
    Die Antwort ist leicht: „Ratatouille“ beschränkt sich auf das, was einen guten Trickfilm ausmacht. Eine einfache Geschichte, die sich Zeit für glaubhafte Charaktere nimmt, die man schnell in sein Herz schließt, und denen man in brenzligen Situationen nur zu gern helfen würde und letztendlich umso glücklicher ist, wenn alles gut ausgeht. Keine nervigen Musicaleinlagen, kein billiger Slapstick, keinerlei Peinlichkeiten oder negative Ausrutscher; einfach ein richtig unterhaltsamer Animationsspaß, der deutlich macht, dass ein computeranimierter Trickfilm durchaus Seele besitzen kann. Hoffen wir, dass Pixar und andere Animationsstudios diesen Trend beibehalten und uns wieder Qualität statt Quantität bieten.
    9/10
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
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  3. #3
    Gelöscht
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    Sehr schöne Kritik. Vielen Dank. Dennoch werde ich mir den Film wohl nicht ansehen. Auch wenn es noch so engstirnig sein mag, kann ich mit Trickfilmen partout nichts anfangen. Das geht schon seit Kindestagen so. Disney, dessen Produktionen ja so unheimlich beliebt sind, machte mich zum Trickfilm-Verweigerer, wenn nicht sogar Hasser. Während alle sich prächtig amüsierten, die Figuren liebten und jede Melodie mit Inbrunst trällerten, haßte ich die Filme genau aus diesen Gründen. Vor allem das ewige Gesinge, gerade wenn man sich mal an ein paar Dialogfetzen ergötzt hat, machte für mich alles kaputt. Davon habe ich mich bis heute nicht erholt. Und bitte nicht die "Simpsons" als Beispiel anführen, daß diese ja auch Trickfilm sind. Genau das ist der Grund, weshalb ich die nie am Fernsehen angeschaut habe und es einen sehr guten Freund jede Menge Überredungskunst und die 1. und 2. Staffel als Geburtstagsgeschenk benötigte, bis ich anfangs höchst unwillig einen Blick riskierte.

  4. #4
    Avatar von Vince
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    @LD: Sehr gute Kritik. Im letzten Abschnitt fasst du treffend meine Erwartungen an diesen neuen Pixar zusammen: Endlich wieder eine legere, lockere, ungezwungene, ehrliche Komödie. Zuletzt herrschte auf dem Animationssektor ja eher der Zwang - selbst bei Pixars letztem Produkt ("Cars") war der Zwang zu spüren. Die einzige Ausnahme dahingehend bildete imo zuletzt "Happy Feet". "Ratatouille" gefiel mir schon in den ersten veröffentlichten Posterdrucken und Konzeptzeichnungen, der wird mich überzeugen, da bin ich mir sicher - aber erst auf DVD.

    @Travis: Oho, das ist mir jetzt neu, dass du Trickfilme kategorisch ablehnst. Und das nur wegen Disney? Das ist ja nahezu tragisch. Schön, dass du dich wenigstens bei den Simpsons durchringen konntest, letztendlich. Aber bei den Simpsons kann man eh sein Leben lang kämpfen, am Ende wird man ihrem gelben Charme sowieso nachgeben.

  5. #5
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    @ Travis:
    Mit notorischen Trickfilm-Verweigerern kenne ich mich bestens aus.
    Habe da selbst ein paar solcher Exemplare in meiner Familie und mit einigen Einschränkungen gehöre ich auch nicht unbedingt zu den Liebhabern gezeichneter Leinwandhelden; aber wenn dann doch mal ab und zu eine kleine Perle wie "Ratatouille" auftaucht, dann verliere ich mich auch komplett in dieser Welt und fühle mich gleich wieder 10 Jahre jünger...

    @ Vince:
    Jap, der dürfte dir zu 100% gefallen, denn wenn es in den letzten Jahren eine Charmebombe sondergleichen im Zeichentrick-Genre gab, dann die kleine Ratte Remy.
    "Happy Feet" steht bei mir auch immer noch in der Liste "Unbedingt ansehen"; da erwarte ich nämlich auch Großes. Bin gespannt.
    Mit freundlichem Gruß, LivingDead
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  6. #6
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    Für mich ist dieser Pixar-Film einfach perfekt!
    Eine schöne Geschichte, rasante Actionszenen und ein "Held" der knuffiger nicht hätte ausfallen können!

    Von mir definitiv 10 / 10 Punkte!
    "Lache und die ganze Welt lacht mit Dir. Weine und Du weinst allein."
    - Oh Dae-su (Oldboy)
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  7. #7
    Gelöscht
    Avatar von kelte
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    Ratatouille ist ganz grosse Küche! ich bin eh Fan von manchen Kochshows, mag das Kerner Format oder die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener. Kochen auf guten bis hohem Niveau ist wieder IN und genau diesen Zeitgeist nimmt diese Pixxar Perle gefangen mit einer sehr guten Geschichte. Mir tun die Trickfilmverweigerer ein wenig Leid, nicht wegen dem Kind im Erwachsenen,-- sondern weil man eine verdammt gute Geschichte verpasst. Paris glänzt zwar nicht ganz im Zauber einer Amelie,- aber trotzdem bleibt man fast 2STD. in der Stadt hängen ohne das Langeweile aufkommt.

    und zu Happy Feed oder König der Wellen ,-- was ne geile Philosophie! hätte ich von den beiden Filmen nie erwartet. da geht noch was :-)

  8. #8
    Gelöscht

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    Ratatouille

    Was da Pixar auf die Beine gestellt hat ist ein wahres Feuerwerk für die Augen und Ohren,noch nie waren die Bilder ( Farbe, Licht, Schatten, Atmosphäre und Einfallsreichtum) so realistisch animiert worden.Die Charaktere sind einfach nur brilliant gezeichnet,besonders das Gesicht von Remy man möchte es sofort knuddeln,genau das Gegenteil ist der Restaurantkritiker Ego der Tod auf 2 Beine diese Darstellung zwischen den Personen und Figuren macht den Film zu einem Genuss.Verglichen zu den anderen Pixar-Filmen,ist dieser jedoch kindlicher und damit auch auf das jüngere Publikum zugeschnitten,auch die Erwachsene kommen auf ihre Kosten doch es fehlen leider die Witze.Stattdessen wird dieses Mal die Moralkeule ausgemacht.

    Fazit: einfach nur köstlich

    Wertung:9 - 10 Punkten
    Geändert von Travis Bickle (16.03.2008 um 11:15 Uhr) Grund: ofdb-Link eingefügt

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