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  1. #16
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    Avatar von crizzo silverblue
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    Zitat Zitat von dax Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich Vince, soviel Gedanken wie Du hat sich Tarantino sicher nicht zu diesem Film gemacht.
    Bitte was? Meinst du, die ganzen Filmfehler sind zufällig in den Film gewandert? Ich bitte dich, dax! Ok, du findest den Film scheiße, aber jetzt Tarantino die filmtechnische Genialität abzusprechen, finde ich es etwas überzogen.

    Zitat Zitat von dax Beitrag anzeigen
    Die von Dir gelobten Punkte sind oft sicherlich nur zu entdecken, wenn man Sie entdecken will.
    Wenn man nach Gründen sucht diesen Film nicht als das zu sehen was er ist, ein absolut verkorkster Streifen.
    Für dich vielleicht, ich finde ihn ganz bezaubernd. Und so sehr ich mich anstrenge, ich finde nahezu keine Kritikpunkte in "Death Proof". Und das, was du als langweilig und öde abhandelst, empfand ich als wunderbar authentisch erzählte Geschichte. Wenn man mit Freunden einen Roadtrip macht, schleppen sich die Geschehnisse nunmal so träge und gammelnd vor sich hin. Die Eine pennt noch im Auto, die Andere kauft im Supermakrt was ein. Fand ich alles prima locker und ehrlich erzählt. Auch die geniale Barszene meißelte sich mir in die Erinnerung. Ein Traum!

    Also ich kann - so sehr ich es auch versuche - dich hierbei wirklich nicht verstehen. Kam noch nicht so oft vor, weshalb das eine ziemlich neue Erfahrung für mich ist.

  2. #17
    Avatar von stanleydobson
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    Dem kann ich nur zustimmen...

    bisher fand ich alle tarantinos sehr gut bis gut,aber deathproof entäuschte einfach... vielleicht war es der trailer der mich auf was anderes einstellt was er eigentlich ist

    Ich hab aufgrund des trailers eine art roadmovie erwartet,also mit wesentlich mehr action und spannungsanteil
    Dann einen derartig dialoglastigen film vorzufinden,dessen dialoge IMO nicht mal ansatzweise an die von pulp fiction oder Reservoir Dogs herankommen, war schon mehr als eine negativüberraschung.

  3. #18
    SAB
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    Zitat Zitat von crizzo silverblue Beitrag anzeigen
    Und das, was du als langweilig und öde abhandelst, empfand ich als wunderbar authentisch erzählte Geschichte. Wenn man mit Freunden einen Roadtrip macht, schleppen sich die Geschehnisse nunmal so träge und gammelnd vor sich hin. Die Eine pennt noch im Auto, die Andere kauft im Supermakrt was ein. Fand ich alles prima locker und ehrlich erzählt.

    Gerade das empfand ich auch als überaus authentisch! Als ich den Film im Kino sah (natürlich alleine, weil meine Frau sich so einen "Schund nicht ansehen wollte), war das für mich ein grandioses Erlebnis! Trotz der langen Dialoge fand ich den Film zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise langweilig! Mir ging der Film sogar zu schnell vorbei, weil der Film einfach nur Spaß machte! Köstlich sind auch für mich die eingestreuten "Filmfehler", die das ganze Erlebnis noch mehr aufwerten!
    Werde ihn mir möglichst bald dann auch auf DVD wieder ansehen! Freue mich schon darauf!

    Also Crizzo, mit mir hast du bei diesem Film auf jeden Fall einen Verteidiger bis aufs Blut gefunden!
    "Lache und die ganze Welt lacht mit Dir. Weine und Du weinst allein."
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  4. #19
    SAB
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    "Death Proof" vermittelt dank all dieser Dinge, was der Begriff "Grindhouse" für Tarantino eigentlich bedeutet. Und wir dürfen daran teilhaben.
    8/10

    Bei diesem Film war ich schon sehr gespannt, wie du ihn findest! Einerseits dachte ich, das du all seine Facetten, Dialoge, Action und auch die "Filmfehler" zu schätzen weißt, wie du es ja auch tatsächlich tust!
    Andererseits hatte ich aber auch befürchtet, das du das ganze als langweilige Belanglosigkeit mit "Filmfehlern mit dem Holzhammer aufgetischt" abtust!
    Puh, Glück gehabt! *schweißvonderstirnwisch*
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  5. #20
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    Avatar von Travis Bickle
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    Ich empfand ihn als allgegenwärtig. Letztendlich muss man nämlich sämtliche Dialogszenen unter diesem Subtext betrachten.
    Natürlich kann man das und dann mit dem Interpretieren beginnen. Wenn man sich, wie du die Mühe macht und dann bei jedem Dialog die Phantasie spielen läßt, kann man durchaus zu deinen Schlußfolgerungen gelangen. Das verstehe und respektiere ich. Dennoch ist Tarantino mit diesem Film meilenweit am Ziel vorbeigallopiert. Wenn er all diesen Subtext, den du teilweise mit sehr viel guten Willen in den Film hineininterpretierst tatsächlich im Sinn hatte, dann hat er sich hierzu aber definitiv das falsche Retro-Medium ausgewählt. Denn der Grindhouse-Film ist, gleichgültig ob als Imitat oder Hommage absolut nicht dafür geeignet, ein derartiges Kopfkino zu veranstalten, wie du es in dem Film siehst. Gindhousefilme sind der Archetyp des einfachen, simplen Kinos, der nur eines will. Sein Publikum möglichst einfach und ohne große Denkakrobatik kurzweilig zu unterhalten. Und genau dies gelingt Tarantino mit dieser für mich völlig verquasten Dialogflut eben nicht. Jedenfalls nicht auf der Art, wie Grindhouse-Filme zu funktionieren haben. Und wenn ich mich dann daran mache, ein simples Genre retrospektiv zu huldigen, dann sollte ich dies auch auf Grundlage dessen Spielregeln machen. Sollte Tarantino nun tatsächlich all die von dir gefundenen Subtext-Feinheiten mit Vorsatz und Bedacht eingebaut haben, dann ist "Death Proof" ein glatte Themaverfehlung, da er an seinem eigentlichen Zielpublikum vorbeiproduziert wurde. Viel zu viel Dialog, über dessen bedeutungsschwangeren Hintergrund wir geteilter Meinung sind, gepaart mit einer viel zu langen Laufzeit, in dem die für das Genre so wichtigen Horror/Action-Szenarien anteilsmäßig viel zu kurz kommen, ergibt in der Summe einen Langweiler. Grindhouse muß gradlinig, unkompliziert und ohne große Hintergedanken funktionieren und einzig einem Sinn huldigen - der reinen simplen Unterhaltung, ohne große Hintergedanken. Deshalb sehe ich bei einigen deiner Gedanken die Sache ähnlich wie dax:

    Zitat Zitat von dax
    Die von Dir gelobten Punkte sind oft sicherlich nur zu entdecken, wenn man Sie entdecken will.
    Das trifft es ganz gut. Denn wenn Grindhouse-Filme eines nicht erreichen wollen, dann gewiß nicht, daß sein Publikum sich den Subtext erarbeiten soll. Wenn du dann dennoch zu diesen Schlußfolgerungen gelangst, die man bei gaaanz nahem Hinschauen und sehr viel guten Willen tatsächlich hineininterpretieren kann, dann frage ich mich, weshalb macht der Rezensent sich diese Mühe? Die Erklärung hierfür lieferst du mit diesem Satz:

    Zitat Zitat von Vince
    Aber dieses Redundante, das Zufallsbasierte, das wird wiederum mit Bedacht inszeniert, halt eben wie wir es von Master Quentin kennen (...)
    Master Quentin. Das zeigt, welchen Stellenwert der Regisseur für dich hat und erklärt, weshalb du Willens bist, die Stecknadeln im Heuhaufen zu suchen und diese zu Zaunpfählen aufzupusten. Für mich ist Tarantino mittlerweile allerdings ein Regisseur, dem ich nicht mehr huldigen kann und ihm sehr neutral gegenüber stehe. Zu sehr imitiert und reproduziert sich dieser Mann mittlerweile selbst. Da ist jede Menge Blendwerk oder Selbstplagiat und immer weniger wirkliche Innovation zu erkennen, für die Tarantiono einst stand. Genau hierfür ist Death Proof für mich ein Musterbeispiel.

  6. #21
    dax
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    Crizzo silverblue aber jetzt Tarantino die filmtechnische Genialität abzusprechen, finde ich es etwas überzogen.
    Wenn ich die bei diesem Film doch nur entdecken würde.
    Da war doch nichts genial. Das war das typische Tarantinomuster nur diesmal mit dem Holzhammer und voller Eigenzitate. Nicht innovativ, sondern halt typisch Tarantino. Allerdings ohne wirklich Innovation. Tarantino zitiert sich fast nur noch selbst, hier fehlt mir der "AHA-Effekt", einfach alles was Tarantino sonst ausmacht. Dieser Film ist eine kalkulierte Gelddruckmaschine, die seine Fans zu schätzen wisse, weil sie es einfach wissen wollen.
    Ich war bis zu Death Proof auch ein Tarantino-Jünger, diesen Bonus hat er nun bei mir verspielt.
    Zu selbstverliebt, zu innovationslos, zu sehr nach seinem Schema F ist mir das Ganze.


    Und das, was du als langweilig und öde abhandelst, empfand ich als wunderbar authentisch erzählte Geschichte.
    Bei den zwanghaften Dialogen? Crizzo, ich bitte Dich, wirklich...

    Also ich kann - so sehr ich es auch versuche - dich hierbei wirklich nicht verstehen.
    Das geht mir bei Dir jetzt auch so!

  7. #22
    dax
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    Zitat Zitat von Travis Bickle Beitrag anzeigen
    Master Quentin. Das zeigt, welchen Stellenwert der Regisseur für dich hat und erklärt, weshalb du Willens bist, die Stecknadeln im Heuhaufen zu suchen und diese zu Zaunpfählen aufzupusten. Für mich ist Tarantino mittlerweile allerdings ein Regisseur, dem ich nicht mehr huldigen kann und ihm sehr neutral gegenüber stehe. Zu sehr imitiert und reproduziert sich dieser Mann mittlerweile selbst. Da ist jede Menge Blendwerk oder Selbstplagiat und immer weniger wirkliche Innovation zu erkennen, für die Tarantiono einst stand. Genau hierfür ist Death Proof für mich ein Musterbeispiel.
    Das kann ich zu 100 Prozent unterschreiben.
    So sehr ich mich auch bemühe, so sehr ich auch will, ich kann diesem Film nichts abgewinnen.
    Ich habe ihn mir jetzt schon 2 x angesehen, gestern erst wieder, aber meine Meinung kann ich einfach nicht revidieren.
    Wenn da damnächst nichts besseres vom "Master" kommt, ist er für mich mit seiner inszenatorischen Kraft am Ende angelangt. Verdammt dazu sich nur noch neue Zitate zu suchen und sei es schlußendlich bei sich selbst.

  8. #23
    Avatar von Vince
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    Ich bin enttäuscht, dass diese uralte "du siehst darin, was du sehen willst"-Masche ausgerechnet von euch kommt, dax und Travis, da ich euch als konstruktive Diskussionspartner kenne und dieses unbegründete Abwinken meiner Argumentation als sehr enttäuschend empfinde. Wenn ihr diskutieren wollt, widerlegt meine Argumente, aber befördert sie bitte nicht mit einer Handbewegung ins Abseits. Wobei ich Travis zumindest ansatzweise da rausnehmen muss, weil er zumindest versucht, meinen Standpunkt nachzuvollziehen (auch wenn es ihm nicht gelingt).

    Zitat Zitat von Travis Bickle Beitrag anzeigen
    Wenn er all diesen Subtext, den du teilweise mit sehr viel guten Willen in den Film hineininterpretierst tatsächlich im Sinn hatte, dann hat er sich hierzu aber definitiv das falsche Retro-Medium ausgewählt. Denn der Grindhouse-Film ist, gleichgültig ob als Imitat oder Hommage absolut nicht dafür geeignet, ein derartiges Kopfkino zu veranstalten, wie du es in dem Film siehst. Gindhousefilme sind der Archetyp des einfachen, simplen Kinos, der nur eines will. Sein Publikum möglichst einfach und ohne große Denkakrobatik kurzweilig zu unterhalten. Und genau dies gelingt Tarantino mit dieser für mich völlig verquasten Dialogflut eben nicht.
    Travis, sowas nennt man schlicht und einfach Postmodernität! Von einem Tarantino-Film sollte man niemals eine Kopie erwarten, der Regisseur hat noch nie in seinem Leben einfach nur kopiert, er hat auch immer kombiniert. Natürlich steht "Death Proof" strukturell über und nicht neben den Grindhouse-Filmen, auf die er anspielt. Wieso also sollte man von einem Film wie diesem allen Ernstes Simplizität erwarten?

    Jedenfalls nicht auf der Art, wie Grindhouse-Filme zu funktionieren haben. Und wenn ich mich dann daran mache, ein simples Genre retrospektiv zu huldigen, dann sollte ich dies auch auf Grundlage dessen Spielregeln machen. Sollte Tarantino nun tatsächlich all die von dir gefundenen Subtext-Feinheiten mit Vorsatz und Bedacht eingebaut haben, dann ist "Death Proof" ein glatte Themaverfehlung, da er an seinem eigentlichen Zielpublikum vorbeiproduziert wurde.
    Da frage ich doch jetzt mal ganz forsch: wer ist denn hier das Zielpublikum? Althippies, die in der Zeit stehen oder seit Jahrzehnten im Grindhouse-Kino ihres Vertrauens sitzen geblieben sind? Oder nicht doch eher Cineasten, die ähnliche Vorlieben wie Tarantino haben und diese reflektieren? Denn das ist es, was "Death Proof" tut - er reflektiert.

    Master Quentin. Das zeigt, welchen Stellenwert der Regisseur für dich hat und erklärt, weshalb du Willens bist, die Stecknadeln im Heuhaufen zu suchen und diese zu Zaunpfählen aufzupusten.
    Interessante psychologische Analyse von meinereiner, aber in Wirklichkeit sollte das "Master Quentin" lediglich eine kumpelhaft wirkende Anrede sein, die darauf hinweisen soll, dass der gute Quentin kein Geheimtipp unter Filmkennern ist, sondern Teil des Mainstreams. Mit einer qualitativen Aussage hat das nichts zu tun. Ich schätze Tarantino sehr, halte ihn aber weder für Gott noch glaube ich, dass auch nur einer seiner Filme wirklich an den Stellenwert mancher Werke wirklich großer Regisseure - Kubrick, Bergman, Antonioni, Lynch, um ein paar exemplarisch zu nennen - heranreicht. Auch nicht die von mir mit der Höchstnote eingestuften "Pulp Fiction" und "Jackie Brown".

  9. #24
    Avatar von stanleydobson
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    Ich bin enttäuscht, dass diese uralte "du siehst darin, was du sehen willst"-Masche ausgerechnet von euch kommt, dax und Travis, da ich euch als konstruktive Diskussionspartner kenne und dieses unbegründete Abwinken meiner Argumentation als sehr enttäuschend empfinde. Wenn ihr diskutieren wollt, widerlegt meine Argumente, aber befördert sie bitte nicht mit einer Handbewegung ins Abseits.

    fängt das jetzt wieder an? ohne stressen zu wollen...aber war das im transformersthread nicht direkter rollentausch? ich war vince und vince und living dead waren travis + dax... jetzt verteidigst du deinen film und siehst dich solchen aussagen gegenüber und bist darüber entäuscht ebenso abgestempelt zu werden wie ich im anderen thread?

    ich muss kurz offtopic werden,aber wir kommen hier schon wieder an den punkt den ich im TF thread erwähnt habe...alle seiten haben ihren standpunkt und keiner will davon abweichen...leute das führt doch zu nichts...disskutieren schön und gut,aber wo soll das jetzt noch hinführen?



    ICH fand den film auch nicht gut,wie mehrmals erwähnt habe ich was anderes erwartet. und im gegensatz zu den bay hassern,fand ich bis jetzt die tarantinos ganz ok.
    Trotzdem war ich entäuscht... ich weiß nicht ob 20-30 minuten weniger den film besser machen,aber etwas weniger dialoge wären nicht schlecht.


    für mich boten die tarantinos bisher mehr oder weniger action...selbst die dialoglastigsten seiner filme hatten einen gewissen pep,die charaktere waren meistens was besonderes,waren interessant...die situationen hatten meist eine gewisse "tarantino" komik... ich vermisse das alles bei deathproof...für mich waren wirklich nur die szenen interessant in denen kurt russel mitwirkte,da wurde man fast jedesmal wie aus dem schlaf gerissen
    Geändert von stanleydobson (14.01.2008 um 13:23 Uhr)

  10. #25
    SAB
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    Ich schätze Tarantino sehr, halte ihn aber weder für Gott noch...
    Genau! Über ein "Es ist alles super geil genial, was Tarantino anpackt" sind wir ja wohl alle hinaus, aber dennoch geht von seinen Filmen immer eine Art Faszination aus! Ich freue mich auch immer, wenn endlich wieder etwas neues von ihm herauskommt (warte immer noch auf "Inglorious Bastards" mit Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger in den Hauptrollen oder auf "The Vega Brothers")! Was mich nur immer aufregt ist der Satz: "Der neue Kultfilm von Tarantino!" Ich frage mich dann immer, wie etwas Kult sein kann, wenn es noch niemand kennt!
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  11. #26
    Avatar von Vince
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    Zitat Zitat von stanleydobson Beitrag anzeigen
    fängt das jetzt wieder an?
    Hallo? Das sollte ich jetzt dich fragen. Mir geht es hier schlicht und ergreifend um Argumente. Und auf meine Argumente sind die beiden nun mal kaum eingegangen. Ich habe damals deine Position argumentativ widerlegt (für mich persönlich, ich betone das nochmals, weil es sonst womöglich wieder Mißverständnisse gibt) und selbiges gestehe ich auch Travis und dax zu. Aber dieses "Klappe zu, Affe tot" kann ich nicht gelten lassen, das ist mir ein bisschen zu einfach.

    ich muss kurz offtopic werden,aber wir kommen hier schon wieder an den punkt den ich im TF thread erwähnt habe...alle seiten haben ihren standpunkt und keiner will davon abweichen...leute das führt doch zu nichts...disskutieren schön und gut,aber wo soll das jetzt noch hinführen?
    LOL mit dieser Einstellung können wir hier sofort dicht machen. Ich finde, dieser Thread hat die allerbesten Anlagen zur Diskussion, weil wir hier so wunderbar konträre Standpunkte haben. Und um auch dieses Mißverständnis nochmals aus dem Weg zu räumen: ich verstehe, dass man den Film schlecht finden kann. Ich sage nicht, jeder MUSS den Film gut finden. Ich versuche nur, euch meine Sicht der Dinge begreiflich zu machen. Und wenn DIE dann von der Gegenseite unbegründet als Hirngespinst dargestellt wird, ist es ja wohl klar, dass ich mich dagegen wehre. Solange keine vernünftigen Argumente kommen, die mir tatsächlich beweisen, dass das nur Hirngespinste sind, empfinde ich das als ziemlich gehaltlos und kann es nicht ernstnehmen.

    @SAB:
    Danke, das meine ich. Wenn ich "Master Quentin" sage, ist doch wohl heutzutage offensichtlich, dass da auch ein bisschen Ironie drinsteckt.

  12. #27
    dax
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    Vince Aber dieses "Klappe zu, Affe tot" kann ich nicht gelten lassen, das ist mir ein bisschen zu einfach.
    Ich habe meine Argumente in meinen Posts alle dargelegt.Ich kann es auch wirklich einfach nicht noch deutlicher begründen.
    Ich finde einfach das Du in den Film Dinge hineininterpretierst, die dort einfach nicht vorhanden sind und ich befürchte, die der Regisseur selbst noch nicht wußte.
    Ich kann es einfach nicht anders begründen das Death Proof auf mich absolut auf Kohle durchkalkuliert ist. Quasie Nummer sicher für die Fans, die genau das erwarten was er Ihnen bietet und wo er sich sagt, das wird denen reichen.
    Null Innovation, nur noch reiner Zitatenselbstzweck mit grauenhaften Dialogen und einer wirklich einfallslosen Handlung, das ist mir einfach zuwenig, gerade von Tarantino.
    Vince, ich kann es nicht mehr anders beschreiben, mein Gefühl sagt mir Tarantino ist einfach auf seinem Level stehengeblieben und beginnt wieder rückwärts zu gehen, weil er nicht mehr kann wie das was er uns schon geboten hat.
    Und Death Proof wirkt auf mich als hätte er seinen Zenit schon überschritten.
    Der Film wirkt als wäre Tarantino ausgelaugt, hat keine Kraft mehr für neue Ideen und bietet nur noch typische Tarantinokost ohne neue Zutaten, weil ihm nichts innovatives mehr einfällt.
    Futter für die Fans, die schon von einem Kultfilm sprechen bevor ihn einer gesehen hat, wie SAB schon sagte.
    Und diese Fans finden in jedem seiner Filme Dinge die Ihnen gefallen, weil sie einfach wollen das Ihnen der Film gefällt.
    Das hat mit Argumente abwürgen, aus meiner Sicht nichts zu tun, denn das ist mein gefühltes Argument für diesen Film und für die Art wie Tarantino ihn gedreht hat.

  13. #28
    Avatar von stanleydobson
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    Zitat Zitat von dax Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Argumente in meinen Posts alle dargelegt.Ich kann es auch wirklich einfach nicht noch deutlicher begründen.
    Ich finde einfach das Du in den Film Dinge hineininterpretierst, die dort einfach nicht vorhanden sind und ich befürchte, die der Regisseur selbst noch nicht wußte.
    genau wie im TF thread....es werden argumente verlangt,aber die mehr als ein dutzend mal aufgebrachten argumente werden ignoriert und umgangen..in die filme werden positive oder negative sachen hineininterpretiert ,die wahrscheinlich so den wenigsten auffallen würden / die wengisten so sehen würden


    sorry das ist keine disskusion.... man kann disskutieren warum welche szene gut/oder schlecht ist,was man da und da hätte anders machen können in einem film,aber doch nicht auf diesem level auf dem es jetzt schon wieder angekommen ist.


    Im ciefacts forum schrieb einer "ich wurde noch nie so stilvoll gelangweilt"


    Hallo,ich will unterhalten werden und nicht gelangweilt...bei welchem film schlafe ich mittags um 2 uhr fast ein? Ich bin schon bei einigen filmen weggenickt aber da war es spätabends....schon bei fluch der karibik2 bin ich wegen zu viel gelaber am stück fast eingeschlafen in der mitte des films....

    wäre die verfolgungsjagd am ende von DP nicht gewesen hätte ich das ende sicher nicht mitbekommen,denn erst da wurde ich aus meinem sekundenschlaf wieder rausgerissen

    Der film hat für mich nichts was alte tarantinofilme ausgemacht hat..jediglich das spiegelbild/die gegensätze der ersten filmhälfte und der 2ten filmhälfte sind für mich einigermaßen interessant zu verfolgen
    Geändert von stanleydobson (14.01.2008 um 14:44 Uhr)

  14. #29
    Avatar von Vince
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    @dax: Okay, jetzt verstehe ich dich zumindest etwas besser.
    Es ist eben nur so, dass mir dieses Argument viel zu oft kommt und viel zu pauschal verteilt wird, nur weil man irgendwie "im Gefühl" hat, dass das so ist. Dabei macht man sich gar keine Vorstellungen davon, welche Gedanken ein Regisseur - und dabei geht es nicht nur um Tarantino, sondern um praktisch jeden Regisseur - in sein Projekt steckt. Glaubst du denn wirklich, Tarantino säße da während der Dreharbeiten in seinem Stuhl und würde die Wolken am Himmel zählen? So läuft das nicht. Wenn man über Monate in ein Projekt involviert ist, bekommt man Perspektiven auf einen Film, die man als Zuschauer allenfalls dann erahnen kann, wenn man sich intensiv mit dem Film auseinandersetzt und ihn auf jeden erdenklichen Aspekt abklopft. Was dann aussieht wie eine "Überinterpretation" seitens des Zuschauers, der sich doch bitte einfach mal nur unterhalten lassen soll, ist in Wirklichkeit oft nur eine vage Annäherung daran, was der Regisseur in Wirklichkeit im Sinn hatte. ich glaube also nicht nur, dass meine Gedanken zu "Death Proof" angemessen komplex sind, sie sind mit großer Sicherheit wohl noch nicht einmal komplex genug - noch lange nicht. Ich will gar nicht wissen, wie viele Querverweise ich überhaupt nicht mitbekommen habe und was für ein schillerndes Farbenspiel sich ergäbe, würde ich alle Verweise erkennen.

    Ich darf hier übrigens mal auf eine Kritik von einem noch sehr jungen Kollegen (die 20 hat er glaub ich noch nicht erreicht) verweisen, der Tarantino generell für total überschätzt hält und erst in "Death Proof" von Tarantino überzeugt wurde - was deine These ja eigentlich widerlegen sollte, dass Tarantino stehenbleibt oder sich sogar zurückentwickelt. *Klick*

  15. #30
    Avatar von stanleydobson
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    Ich darf hier übrigens mal auf eine Kritik von einem noch sehr jungen Kollegen (die 20 hat er glaub ich noch nicht erreicht) verweisen, der Tarantino generell für total überschätzt hält und erst in "Death Proof" von Tarantino überzeugt wurde - was deine These ja eigentlich widerlegen sollte, dass Tarantino stehenbleibt oder sich sogar zurückentwickelt. *Klick*

    interessanter punkt...

    das review ist ganz ok..sicherlich sind mir davon einige (aktuellere) dinge auch aufgefallen,nahm sie aber eher mit einem schmunzeln hin...zbsp das klingeltontheme aus kill bill...aber solche winks mit dem zaunpfal sind nix neues...(transformers=der camero bumbleebee parkt neben einem gelben vw käfer,bumblebees form in der cartoons)

    zu den anderen dutzend genannten sachen aus dem review kann ich nur sagen,dass man dazu diese ganzen serien und themes erstmal kennen muss und ich weis nicht wie alte man dafür sein muss um diese zu kennen,damit sie einem auffallen.

    der strittige punkt ist aber nach wie vor folgender absatz und ich denke mal darum geht es ja auch bei den disskusionen um death proof

    Die wahre Kunst besteht hier im Nichts. Selten war es spannender, endlosen Lamentationen über die banalsten, uninteressantesten und trivialsten Dinge beizuwohnen und auf diesem Wege zu den Protagonisten zu finden die ihren eigenen verbalen Ergüssen in nichts nachstehen – eigentlich im negativen, hier aber positiven Sinn.
    Sie sind Puppen, ja. Aber gelegentlich sind ungewöhnliche oder besonders agile, spielende Puppen eben weit interessanter als echte Charaktere was sich beispielsweise auch an den Filmen Paul Verhoevens ausgezeichnet nachweisen lässt.
    daran finde ich nicht im geringsten etwas interessantes...ich will nicht stalker,spanner und/oder belauscher von einer gruppe von frauen sein,ich will unterhalten werden in einem film und eben nichts alltägliches sehen für mein geld

    wenn ich einen film sehe will ich persönlich abtauchen , "in eine andere welt" übertrieben gesagt, aber ich will nichts 0815 mäßiges präsentiert bekommen dass ich rein theoretisch jeden tag sehen könnte

    über diese aussage kann man wiederum auf bezug auf andere filme erneut disskutieren,aber ich hoffe doch mal das es klar war was ich damit meinte


    ich finde daher folgendes review ganz passend für meine ansicht: http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...259&rid=253541
    Geändert von stanleydobson (14.01.2008 um 15:15 Uhr)

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