1. #1
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    Standard Glück im Spiel

    Gesamtübersicht aller Krtiken zu Glück im Spiel:

    http://www.ofdb.de/images/film/102/102333.jpg

    #02 21.01.08 Travis Bickle
    Geändert von Travis Bickle (21.01.2008 um 13:05 Uhr)

  2. #2
    Gelöscht
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    Glück im Spiel

    Huck Cheever, ein leidlich erfolgreicher Poker-Profi, leidet unter dem großen Schatten seines Vaters, von dem er sich immer wieder zu befreien versucht. Durch die Teilnahme am kommenden „Word Series of Poker“-WM-Turnier, an dem auch sein Vater teilnimmt, hofft er sich hiervon endgültig lösen zu können. Doch diverse Finanzprobleme und die unerwartete Liebe zur der Sängerin Billie machen das Vorhaben nicht gerade einfacher.

    Mit „Glück im Spiel“ liefert Curtis Hanson seinen eindeutig schwächsten Film der letzten Jahre ab, der in keiner der angestrebten Disziplinen wirklich zu überzeugen versteht. Highlight ist mit Sicherheit der in vielen Phasen recht ordentlich herausgearbeitete Vater-Sohn-Konflikt, der vor allem von den guten Leistungen seiner Darsteller profitiert. Wirklich Neues zum Thema, was man in anderen Filmen nicht schon wesentlich besser und intensiver herausgearbeitet vorgefunden hätte, bietet Hanson hier allerdings nicht. Die teilweise arg in die Länge gezogenen Pokersequenzen können nur Zuschauer leidlich unterhalten, die zumindest über ordentliche Grundkenntnisse des „Texas Hold’em Poker“ verfügen. Eindeutiger Tiefpunkt des Films ist allerdings die mit dem Dampfhammer eingeflochtene Liebesgeschichte, deren Motivation sich auch für unverbesserliche Romantiker nicht erschließen wird. Alles in allem ein höchst seichter Film, der wenig wirklichen Unterhaltungswert bietet und nur sehr kurz im Gedächtnis haften bleibt.

    5 / 10

  3. #3
    Avatar von Willy_Wonka
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    Ja genau so habe ich mir den Film auch vorgestellt, denn irgendwie wirkt der Film, als wolle er nur auf dem Poker Hype mitschwimmen und so noch ein bisschen Geld reinspielen.
    Einen Blick werde ich bei diesem Film, aber wagen, da ich sehr großer poker Fan bin, aber mehr als eine 6/10 wird er von mir sehr wahrscheinlich nicht bekommen. Ist eigentlich der Pokerfilm Rounders mit Matt Damon auf dem selben Niveau oder ist er qualitativ besser?

  4. #4
    Avatar von deadlyfriend
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    Ich kenne "Glück im Spiel" nicht. Nach der Rezi von Travis werde ich ihn wahrscheinlich auch nicht kennenlernen. Aber "Rounders" kann ich dir empfehelen. Guter Film der selbstverständlich schon im Regal steht. Für Pokerfans ist er zumindest sehr empfehlenswert.

  5. #5
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    Bei "Rouunders" kann ich deadlyfriend zustimmen. Der ist um Welten besser als "Glück im Spiel". Der klare Vorteil von "Rounders" ist, daß der eine interessante Geschichte erzählt und seinen Schwerpunkt auf die Ausarbeitung derselbigen setzt. Bei "Glück im Spiel" fragt man sich hingegen öfters, was das nun wirklich sein soll? Ein Spielfilm. mit drei nicht sonderlich befriedigenden Handlungssträngen, oder doch eher ein Werbefilm für die "World Series of Poker", mit eingestreuter Handlung. Auch darstellerisch versteht "Rounders" deutlich mehr zu überzeugen. Habe an dem Wochenende mit "Glück im Spiel" und "Find Me Guilty" ja zwei Filme angesehen und besprochen, bei denen die darstellerische Ausgangslage eigentlich klarer hätte nicht sein können. "Glück im Spiel" hat Eric Bana, der hier entgegen der vorherigen Erwartung in keinem Moment auch nur annähernd überzeugen kann. "Find Me Guilty" hat Vin Diesel, von dem man nichts erwartet und der geradezu sensationell (bezogen auf die Erwartungshaltung ihm gegenüber) zu überzeugen versteht. Mann, das war ein Kontrastprogramm, auf die Hauptdarstellerr bezogen.

    Was an "Glück im Spiel" extrem enttäuschend ist, sind die optisch und inszenatorisch schlecht umgesetzten Pokerpartien. Da muß man schon über ein gutes Backgroundwissen des Spiels verfügen, um überhaupt den Überblick zu behalten und selbst dann wird man nicht befriedigend bedient. Da ist jede Pokerübertragung bei DSF und Konsorten spannender.

  6. #6
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    Feine Kritik, Travis!

    Ich kenne den Film und mir hat er ganz gut gefallen, weil die Poker-Atmosphäre recht ansprechend rüberkam. Zudem fand ich die Vater-Sohn-Geschichte eigentlich recht unterhaltsam. Dass Drew Barrymore und dieses schnulzige Subplot da nicht wirklich reinpassen, empfinde ich genauso. Das nimmt dem Film viel Atmosphäre und reichert in ihn mit unnützer Duselei an. Immerhin 6 von 10 Pokerkarten würde ich dennoch dafür springen lassen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von crizzo silverblue Beitrag anzeigen
    Ich kenne den Film und mir hat er ganz gut gefallen, weil die Poker-Atmosphäre recht ansprechend rüberkam.
    Genau da sah ich ein gewisses Manko. Gespielt wurde viel und gefilmt wurde dies sehr ordentlich. Doch was fehlte war die Übersicht über den Spielablauf. Das war teilweise schon ziemlich konfus arrangiert und durch diese fehlende Übersicht ging einiges des möglichen Spannungspotentials verloren. Da hätte man, gerade bei "Texas Hold'em"-Poker mehr daraus machen können, was die diversen TV-Sender mit ihren Pokersendungen ja deutlich aufzeigen.

    Zudem fand ich die Vater-Sohn-Geschichte eigentlich recht unterhaltsam.
    Ganz klar das Highlight des Films. Getragen von Bana und vor allem Duvall eine durchaus passable Umsetzung des bekannten Themas. Habe zwar schon bessere Variationen gesehen, aber auch schon wesentlich schlechtere.

    Dass Drew Barrymore und dieses schnulzige Subplot da nicht wirklich reinpassen, empfinde ich genauso. Das nimmt dem Film viel Atmosphäre und reichert in ihn mit unnützer Duselei an.
    Dickes Dito. Vor allem, weil dieser Strang völlig unmotiviert aufmontiert wurde. Über die meiste Zeit ist es doch eher ein Spiel, wie werde ich den Gegenüber bloß so schnell wie möglich wieder los, um dann in diesem lächerlich-schnulzigen Finale zu münden. Hoher Gähnfaktor, der den kompletten Film deutlich abwertet.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Travis Bickle Beitrag anzeigen
    Getragen von Bana und vor allem Duvall eine durchaus passable Umsetzung des bekannten Themas.
    Jo, das machen die beiden ganz gut. Duvall ist halt auch klasse!

    Zitat Zitat von Travis Bickle Beitrag anzeigen
    Vor allem, weil dieser Strang völlig unmotiviert aufmontiert wurde. Über die meiste Zeit ist es doch eher ein Spiel, wie werde ich den Gegenüber bloß so schnell wie möglich wieder los, um dann in diesem lächerlich-schnulzigen Finale zu münden. Hoher Gähnfaktor, der den kompletten Film deutlich abwertet.
    Ein passendes Filmbeispiel, wo das prima funktioniert, ist allerdings "The Cooler" mit William H. Macy und Maria Bello. Dort ist das Liebesplot unabdingbar.

  9. #9
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    Zitat Zitat von crizzo silverblue Beitrag anzeigen
    Ein passendes Filmbeispiel, wo das prima funktioniert, ist allerdings "The Cooler" mit William H. Macy und Maria Bello. Dort ist das Liebesplot unabdingbar.
    Sehr gutes Beispiel. In "The Cooler" ist die Liebesgeschichte das zentrale Thema, mit all den raffinierten Wendungen die sich daraus ergeben. Ohne die wahrlich herrlich verzwickte Liebesgeschichte wäre "The Cooler" auch nur ein relativ belangloser Spielerfilm, wie es über weite Strecken eben leider "Glück im Spiel" ist. Im direkten Vergleich gewinnt für mich "The Cooler" mit einem Königs-Drilling gegen ein 10er-Pärchen von "Glück im Spiel".

    Gibt noch einen weiteren ähnlichen Film wie "The Cooler". LAST EXIT RENO, so sein deutscher Verleihtitel. Mit einem phantastischen Philip Baker Hall in einer seiner ganz seltenen Hauptrollen, sowie die ihm ebenbürtig agierenden John C. Reilly und Gwyneth Paltrow in den weiteren Hauptrollen. Das war das Regiedebüt von Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights"). Da stehen auch die Liebe, ein sehr verzwickt angelegtes quasi Vater-Sohn-Verhältnis und das Spielerszenario im Mittelpunkt einer phantastischen Schuld und Sühne-Story. Wenn du den noch nicht kennst und du "The Cooler" gemocht hast, wirst du den lieben. Ein genialer Film aus dem Spielermilieu, dem leider nie seine verdiente Aufmerksamkeit zuteil wurde, die er verdient hätte. Um beim obigen Händchenvergleich zu bleiben gewinnt "Last Exit Reno" den obigen Zweikampf zu einem Dreikampf ausgebaut durch einen Full-House mit Assen.

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