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  1. #16
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    wenn John Godmann unter der Brücke mit Billy redet, achte mal Links auf die Brückenwand. Da lächelt jemand...

    Death Sentence ist wie Du sagtest mit Streetfighters durchaus zu vergleichen und ganz wenig Ein Mann sieht Rot. Die Gestaltung des Films wirkt für mich wie ein Comic, was auch den übernatürlichen Durchhaltewillen von Kevin Bacon erklären würde. Trotzalledem ist die von ihm verkörperte Figur ein Dummkopf, der mit seiner undurchdachten Vorgehensweise seine Famile auf dem Gewissen hat. Die Aussage Gewalt fördert Gegengewalt, dafür brauch man keinen Death Sentence obwohl der Film dies schon recht gut aussagt, aber nicht so gut rüberbringt.
    Den erhobenen Zeigefinger hab ich in keinen der Filme gespürt, denn sicherlich ist jede Form dieser Selbstjustiz eine Hinrichtung ,-> dies wurde im Dialog in Die Fremde in Dir sehr gut bedacht. Die Frage ob man Gott spielen darf ist für mich seit jeher eine Heuchelei,- denn was war zuerst? Hat Gott den Menschen geschaffen oder der Mensch seinen Gott?
    Vergleicht man beide Filme mit ihren Anfängen, sind beide Filme realistisch auf Augenhöhe. Beide Personen erleiden schlimme Schicksale,- nur Foster wird noch selber Seelisch reingezogen. Nicht das der Verlust schon Brutal genug ist,- sie wird noch Gedemütigt und es wird auf Video festgehalten. Wohlgemerkt eine Frau die vorher einen Job hatte, also ein normales Leben. da wird sie brutal rausgerissen und verändert ihre Psyche. Dies kommt intensiv rüber in Fosters Schauspiel. Ebenso wie Jordan die Szenerie einfängt.
    Dann sind beide Filme fast identisch wie die Protagonisten ihre Waffen erhalten und diese erforschen. Dies macht Death Sentnce einen Zacken besser denn Bacon baut und studiert die Waffen,- schießt aber trotzdem kurz danach wie ein Profi.
    Foster benötigt auch nur einen Anlauf ehe sie ne Meisterschützin wird, während man in der Realität ne Chance hat von nem Amateur nicht getroffen zu werden. Ich weiß noch wie ich das erste Mal mit ner Pistole in der Wachausbildung geschossen hatte...da hätte ich besser mit der Waffe einen erschlagen als getroffen :-)
    Fazit ,- ich versteh nicht warum man bei Die Fremde in Dir von Doppelmoral reden kann, denn es ist eher ein fiktives Psychogram was ich zumindest nachvollziehen kann. Ich finde die Off Stimme sehr durchdacht, daher nen Pluspunkt an Die Fremde in Dir..

    genug geschrieben :-)

  2. #17
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    genug geschrieben :-)
    Och, nö --- noch nicht. ;-)

    Death Sentence ist aus meiner Sicht ein schnörkelloser Rachethriller, der sich fast einen Dreck um Moral schert, diese aber dennoch fast beiläufig und trotzdem voller Wucht in den Film integriert. Das finde ich schon extrem gekonnt inszeniert.
    "Die Fremde in Dir" hat sicherlich keine Doppelmoral, das werfe ich dem Film auch nicht vor, sondern er ist einfach Inkonsequent.
    Ständig wird rumgenölt das diese böse Rache doch nicht gut ist, ständig wird alles hinterfragt: "Wieso zittern meine Hände nicht" und schlußendlich läßt sogar der Bulle sie laufen.
    Das paßt alles einfach nicht zusammen.
    Außerdem bringt sie sogar willkürlich Leute um, z.B. in der U-Bahn:
    Vielleicht wollte der Typ ja nur nen miesen abgefuckten Scherz machen, weil er als Randnotiz der Gesellschaft diese aus seiner Sicht spießige Frau mal schocken wollte und schon knallt sie ihn ab.
    Mit ihrem persönlichen Rachetrieb hat dieser Typ rein garnix zu tun.
    Kavin Bacon aber übt seine Rache erst mehr oder weniger ungewollt, ja schon fast aus Versehen, wird dann aber immer weiter in diese Gewaltspirale reingezogen, hier gibt es für ihn kein Entrinnen, ja schon fast keine andere Wahl, keinen anderen Ausweg mehr.
    Jodie aber rennt rum und knallt jeden ab der mal schief unter der Mütze hervorlugt.
    Außerdem habe ich noch 2 persönliche Probleme mit "Die Fremde in Dir"
    1. Hasse ich Stimmen aus dem Off und
    2. Kann ich Jodie Foster nicht aufs Fell gucken.
    Das kann vielleicht sogar zu geringfügigem Objektivitätsverlust führen, macht es mir aber zumindest nicht schwerer (subjektive) Schwachstellen in "Die Fremde in Dir zu finden".
    Ich empfinde Death Sentence einfach als den ehrlicheren Film.
    Das er auch mehr rockt ist noch ein anderer Vorteil den ich sehr schätze. ;-)
    Geändert von dax (25.03.2008 um 19:57 Uhr)

  3. #18
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    hi Dax,- das mit genug geschrieben war auch nur gegen mich selbst gerichtet. Sonst hätte ich noch weiter ausgeholt und wäre vom Ästchen aufs Stöckchen gekommen. Und nimm bloss nie was persönlich, auch was ich gleich schreibe denn um so unterschiedlicher Sichtweisen sind, umso interessanter kann ein Gespräch wirken :-)

    Moral. um Moral schert sich Death Sentence wirklich nicht. Muss der auch nicht weil er ein räudiger Rachebastard ist ohne Hirn. Sicherlich gut gemacht für Actionfans, ich weiß den Film auch durchaus zu schätzen aber für mich hat dieser Film kein Niveau. Wenn man denn von Niveau reden kann wenn jemand Gott und Henker spielt. Aber wie ich schon sagte, in der Sache scheiß auf die Moral denn ich weiß es nicht ob Gott zuerst den menschen machte oder der Mensch seinen Gott.
    Aber man hat ein Gewissen was einen meist zurückruft. daher bin ich manchen Filmen dankbar wenn die was aufzeigen, was mich auch an mir stört. Und trotzdem mach ich dann und wann inkonsequent weiter.
    Kevin Bacon ist ohne Schuld in die Situation geraten das er seinen Sohn verlor. Genau wie Jodie Foster ohne Schuld in diese Situation geriet. Nur sie wurde noch vergewaltigt und die Tat wurde gefilmt. Gehts noch Menschenunwürdiger? Brauch man da noch mehr Argumente das ein Mensch, der vorher nie Gewalt mochte plötzlich austickt?
    Kevin Bacon hätte die Täter in den Knast schicken können und entschied sich für Blutrache.
    Foster entschied sich nicht für Blutrache, sie kaufte die Waffe zuerst nur zum Schutz. Die Situation in der U-Bahn nenne ich nicht willkürliches Opfersuchen. Sie saß in der Ecke,-> wäre sie von dort an die Typen vorbeigekommen? Dann hält ihr einer der beiden ein Messer an die Kehle, einer Frau die zuvor derbst vergewaltigt wurde. Wenn Du das für nen miesen Scherz hälst um ne Spießertussi zu schocken, dann wunder dich nicht wenn so ne Spießertussi abdrückt... Was würdest du tun wenn dir einer mit nem Messer an der Kehle rumfuchtelt? ;-)
    Hättest du die Szene mit der Drogentussi angesprochen, würde ich dir sogar bedingt recht geben. Auf den ersten Blick war es sinnlos, auf den zweiten Blick kann man sagen,-> das Mädchen ist von der "Rückbank" weg und bekommt nen Entzug. Was sie danach draus macht ist ihre Sache und ihr Schicksal.

    Kevin Bacons Rolle dagegen hat seine gesamte Familie geopfert, weil er zuerst der kleine Spießer war der den Richter spielen wollte und es nicht richtig drauf hatte. Daher vergleich ich auch Death Sentence mit nem Comic. Er ist eher Punisher als Ein Mann sieht Rot.

    Das der Bulle Jodie laufen ließ hat zwei Gründe, sogar zwei gute Gründe. Es wurde was persönliches und er sah das Video. Und ich würde lügen, würde ich behaupten so ner Frau nicht ne Waffe zu geben um so ne Sau zu killen!

    Definitiv was Action betrifft ist Death Sentence klar im Vorteil,- aber nicht was Authenzität betrifft
    Geändert von kelte (26.03.2008 um 15:37 Uhr)

  4. #19
    dax
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    kelte hi Dax,- das mit genug geschrieben war auch nur gegen mich selbst gerichtet
    Das hatte ich auch so verstanden, wäre Deinen Ausführugen aber gern noch länger gefolgt.
    Das kann ich ja jetzt! ;-)

    um Moral schert sich Death Sentence wirklich nicht. Muss der auch nicht weil er ein räudiger Rachebastard ist ohne Hirn.
    Death Sentence ein räudiger Bastard? Definitiv: JA!
    Ohne Hirn? Nein, da er seine Botschaft schon seher leise in diesen doch sehr lauten Film einbringt.

    Was würdest du tun wenn dir einer mit nem Messer an der Kehle rumfuchtelt? ;-)
    Keine Ahnung? Ich habe aber auch keine Waffe bei mir. ;-)

    Kevin Bacons Rolle dagegen hat seine gesamte Familie geopfert,
    Stimmt, aber so war das ja nicht von ihm gewollt. Das ganze hat sich explosionsartig anders entwickelt als er es in seinen schlimmsten Träumen hätte vermuten können.

    Das der Bulle Jodie laufen ließ hat zwei Gründe, sogar zwei gute Gründe. Es wurde was persönliches und er sah das Video. Und ich würde lügen, würde ich behaupten so ner Frau nicht ne Waffe zu geben um so ne Sau zu killen!
    Da ist schon was dran. Ich finde nur das paßt einfach nicht zur Grundaussage des Films.

    Definitiv was Action betrifft ist Death Sentence klar im Vorteil,- aber nicht was Authenzität betrifft
    Wenn es um Authenzität geht sind beide Filme nich zwingend realistisch.
    Vielleicht ist "Die Fremde in Dir" sogar ein Stück realistischer, bleibt aber in seiner Grundaussage dennoch inkonsequent.

    Einigen wir uns darauf, das du "Die Fremde in Dir" favorisierst und ich Death Sentence besser finde?


  5. #20
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    ich wills mal so sagen
    ich würde beide Filme empfehlen,- aber an ein unterschiedliches Publikum. Der geneigte Actionfan wird Die Fremde in Dir nichts abgewinnen können. Denn wirklich schlecht finde ich death Sentence nicht, der hat schon starke Momente aber auch Momente wo ich mit den Augen rolle.
    Aber ich verstehe wenn man die Off Stimme oder Jodie Foster nicht mag, das man dem Film nichts abgewinnen kann. So würde es mir ergehen wenn ich 24 Stunden Dawsons Creek gucken müsste,- da mutiert jeder zum Moralapostel mit Benzinkanister... *ironisch gemeint*

    Zitat:
    Kevin Bacons Rolle dagegen hat seine gesamte Familie geopfert,
    Stimmt, aber so war das ja nicht von ihm gewollt. Das ganze hat sich explosionsartig anders entwickelt als er es in seinen schlimmsten Träumen hätte vermuten können

    Daher meinte ich ja, das der Film irgendwie Hirnlos ist. Womit hat Bacons Charackter gerechnet? Das er mit ner Basebeulkeule seine Familie schützen kann? Das die Gang nur dumme Jungen sind? Damit musste man rechnen und dem Drehbuchautoren müsste man an der Stelle das Skribt um die Ohren hauen, so ne Familie zu verheizen. Anstelle der ruhigen Vorgehensweise hätte ich dort aufs Tempo gedrückt. In dem Moment wo Bacon den karton bekommt, ohne Chance seine Familie direkt zu warnen,- wäre bei mir die Gang dort sofort einmarschiert...

  6. #21
    dax
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    In dem Moment wo Bacon den karton bekommt, ohne Chance seine Familie direkt zu warnen,- wäre bei mir die Gang dort sofort einmarschiert...
    Das ist ne coole Idee!
    Aber, it`s not reality, it`s only a movie.
    Und das muß dann nunmal mit nen bißchen Dramatik angefüttert werden.

    Immerhin ist es auch nicht gerade logisch, das ausgerechnet Jodie Foster nach ihrem schlimmen Erlebnis in einer U-Bahn schon wieder von Gangstern überfallen wird. Wie oft passiert einem schon son Unglück im Leben? Und dann so kurz nacheinander. Ich bin schon extrem oft U-Bahn gefahren, mir ist das noch nie passiert. Hätte ich das Drehbuch geschrieben, hätte sie sich auf die Rache focussiert, der Rest ist nach einem Erlebnis dieser Art dann doch zuviel Unglück, sprich Zufall auf einmal.

  7. #22
    Gelöscht
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    das sie wieder in eine gefährliche Situation gerät mit den Typen fand ich wesentlich unlogischer, als das sie überhaupt in ne U-Bahn steigt. Die New Yorker hat ja nicht gerade den besten Ruf. Daher denke ich schon das sie darauf aus war in so eine Situation zu geraten.
    Das Paradoxe bei mir mit beiden Filmen ist, das mir Die Fremde in Dir besser gefallen hatte aber Death Sentence wohl öfters in den Player eingelegt wird. Death Sentence ist Old School ala Exterminator.

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