1. #1
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    Standard The Flock - Dunkle Triebe

    Gesamtübersicht aller Kritiken zu The Flock - Dunkle Triebe:

    http://www.ofdb.de/images/film/109/109107.jpg

    #02 03.02.08 Travis Bickle
    Geändert von Travis Bickle (03.02.2008 um 13:46 Uhr)

  2. #2
    Gelöscht
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    The Flock - Dunkle Triebe

    Als Mitarbeiter im Amt für öffentliche Sicherheit ist es der Job von Erroll Babbage, sich um freigelassene Sexualstraftäter zu kümmern und zu überprüfen, ob diese keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit bedeuten. Als der durch seinen Job reichlich desillusionierte Babbage kurz vor seiner Pensionierung steht, soll er mit Allison Lowry seine Nachfolgerin einarbeiten. Als just in diesem Moment ein junge Frau als vermißt gemeldet wird, geht Babbage sofort einen Entführungsfall aus und vermutet den Täter innerhalb seiner „Kundschaft“. Für Babbage und Lowry der Anfang einer verzweifelten Suche, die sie zudem mit ihren innersten Dämonen konfrontiert.

    Der spätestens durch „Infernal Affairs“ auch weltweit zu Bekanntheit gelangte Regisseur Wai Keung Lau legt unter seinem für die weltweite Vermarktung eingängigeren Namen Andrew Lau mit „The Flock“ sein etwas zwiespältiges US-Debüt vor. Eine grundlegend düstere Atmosphäre, einen soliden Spannungsbogen und eine gradlinige mit gut agierenden (Star)schauspielern solide inszenierte Storyline kann man „The Flock“ kaum absprechen, so daß der Film Thrillerfans, speziell jene die auf „Serientäter“-Filme stehen, jederzeit zufriedenstellen und bestens unterhalten dürfte. Diese werden wohl auch am ehesten bereit sein, diverse doch arg konstruierte Plottwists billigend in Kauf zu nehmen. Doch Zuseher, die auf politische korrekte Filme großen Wert legen, wird die eindeutige Schwarz-Weiß-Zeichnung des Themas nicht gefallen. Denn Lau bezieht hier eindeutig Stellung, schlägt sich völlig zweifelsfrei auf die Seite der Opfer und attestiert sexuell motivierten Straftätern keinerlei Aussicht auf „Heilung“. Eine Meinung, die diverse forensische Psychiater durchaus teilen, die aber Anhängern der Philosophie, das jeder Mensch resozialisierbar sei, schwer im Magen liegen dürfte. Wer über diesen Umstand jedoch hinwegsehen kann, wird mit einem jederzeit spannenden Thriller zufriedengestellt, dessen starkes Finale zusätzlich zu punkten vermag.

    7 / 10

  3. #3
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    Avatar von crizzo silverblue
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    Interessanter Beitrag, Travis!

    Da ich aber noch nicht einmal "Infernal Affairs" (liegt hier immer noch auf dem Bald-mal-ansehen-Stapel) gesehen habe, kann ich mir von dem Talent des Regisseurs Lau kein Bild machen. Aber das ist bei mir auch so eine Sache mit dem Asia-Kino...

  4. #4
    Avatar von deadlyfriend
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    Grrr, den wollte ich gerade auf die Ausleihliste setzen und stelle fest das ein 18er ist. Eine vernünftige 18er online Videothek habe ich bislang immer noch nicht gefunden.

  5. #5
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    Avatar von kelte
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    The Flock ist ein Film, den ich so einfach nicht empfehlen würde für einen Blindkauf. Auf mich wirkte die Vorschau aber nicht der Film. Die Punkte die Travis anspricht sind treffend und trotzdem kommen bei mir nur 5,5 Punkte raus. Vielleicht hätte der Film etwas weiter gehen müssen oder länger,- genau genommen bin ich auch wie Lau der Meinung das solche Täter in den meisten Fällen nicht resozialisierbar sind und man eher die potentiellen Opfer schützen sollte als jemanden der schonmal ausgeklingt ist. Aber so richtig kam in mir keine innere Diskussion auf nach dem Film. Denn letztlich hat man selber seine Meinung zu dem Thema und da bietet dieser Film einem selber keine Möglichkeit für eine neue Sicht der Dinge...
    Schauspielerisch hat mir Gere gut gefallen mit seinem inneren Kampf und auch die Stimmung ist eher Dunkel und Grau. Da ist einfach kein Licht zu finden, was bei dem Thema auch nicht verwundert. Da geh ich lieber Hand in Hand mit Jodie Foster und freu mich auf Bacon, was Selbstjustiz betrifft

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