1. #1
    Gelöscht

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    Standard King Kong

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    Gesamtübersicht aller Kritiken zu King Kong (2005)
    # 02 25.03.08 The Count
    Geändert von The Count (25.03.2008 um 16:28 Uhr)

  2. #2
    Gelöscht
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    King-Kong (2005)

    Nachdem Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie ein überwältigender Erfolg wurde, bekam er die Möglichkeit sein Wunschprojekt, ein Remake von King Kong, zu realisieren. Der erste Versuch eines Remakes wurde seitens Universals im Jahr 1997 abgebrochen, nachdem durch Godzilla und Mighty Joe Young zwei Filme ähnlichen Themas auf die Zuschauer losgelassen wurden. Jacksons damaliges Drehbuch war zu dem damaligen Zeitpunkt mehr auf Funmovie konzentriert und soll, laut Aussage der Macher, dem Skript von Die Mumie geähnelt haben.

    Ende 2005 erschien dann Jacksons Wunschprojekt. Leider erreicht Jackson mit diesem Film nicht das Niveau seines Ring-Epos. Der Grund ist grob gesagt, dass der Film ein unausgegorener Mix aus packenden Drama und grottenschlechten Monsterfilm ist, der außerdem noch zu lang geraten ist.

    Im Detail:

    Die Tricktechnik war wohl eindeutig zu überlastet gewesen mit Jacksons Wünschen. Das konnte man auch schon bei Herr der Ringe sehen, wo es sich aber nur ein paar schlechte Rückprojektionen belief. Bei Kong ist es aber weitaus mehr, denn außer Kong selber und dem New York der 30er Jahre sehen die Effekte bestenfalls mittelmäßig aus. Die Dinosauerier-Stampede erinnert stark an den Angriff der Olifanten in Die Rückkehr des Königs ohne dessen Intensität zu entwickeln. Außerdem sehen die Darsteller wie ins Bild eingeklebt aus.
    Die Dinoeffekte verlieren imo gegen die Effekte des Klassikers Jurassic Park (und der ist von 1993).

    Das Design von Skull Island ist auch furchtbar. Neben den Dinos sind auch die Eingeborenen schlecht designt worden und sehen aus, als ob WETA einfach nicht verwendete Ork-Entwürfe recycelt hätte.

    Das Hauptproblem ist aber das Skript. Es lässt sich zuviel Zeit mit der Entwicklung von Characteren, die aber für den Film total nutzlos sind. Die Vater-Sohn-Beziehung zwischen Billy und Mr. Hayes ist zwar ne nette Idee, am Ende war sie aber unwichtig weil sie sich eigentlich nicht entwickelt. Außer Anne, Kong, Jack und Carl sind von den Figuren am Ende sowieso nicht mehr zu sehen.
    Der Skull-Island-Part ist auch total daneben. Neben dem oben erwähnten Eingeborenen- und Dino-Design kommen noch total überladenene und überlange Action-Szenen noch dazu. Der absolute Tiefpunkt ist dabei die Spinnengrubenszene, die wohl zurecht aus dem Original gestrichen wurde. Sie einfach nur eklig und sinnfrei und hat noch eine total unglaubwürdige Stelle drinnen.
    Spoiler:

    Die einzig gute Stelle ist die, in der Anne und Kong sich den Sonnenuntergang anschauen.
    Das New-York-Finale zeigt dagegen wie der Film hätte sein können, wenn der erwachsene Jackson den ganzen Film gemacht und auf sein inneres Kind nicht gehört hätte. Sie ist nämlich ein kleines Meisterwerk.
    Die Darsteller sind auch sehr gut. Der Score ist nur in den ruhigen Szenen gelungen.

    Der Extended Cut macht den Film nicht wirklich besser, aber auch nicht schlechter.

    7 von 10 Punkten
    Geändert von The Count (25.03.2008 um 16:27 Uhr)

  3. #3
    Avatar von Willy_Wonka
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    Ich habe King Kong bis jetzt erst einmal gesehen und zwar im Kino, deswegen kenne ich immer noch nicht den Director's Cut (obwohl ich ihn seit der Veröffentlichung besitze) sowieso habe ich große Lücken, wie die Entwicklung der Charaktere etc. waren.
    Doch der Film hat mir sehr gut gefallen und von mir damals auch die Höchstwertung bekommen, da durch die Länge die Charaktere vielschichtiger wurden und Peter Jackson ist eine gute Mischung aus feinfühliges Drama und Abenteuer/Action gelungen, trotz der Laufzeit habe ich keine Langeweile oder langamtigkeit gespürt.
    Es waren faszinierdene Bilder, denn meiner Meinung nach waren die Effekte herrausragend, dass Gefühl das die Schauspieler nur an manchen Stellen ins Bild "geklebt" wurden empfand ich auch teilweise, aber das hat mich nicht wirklich gestört, denn das habe ich eigentlich bei verdammt vielen Filmen, welche CGI verwenden.

    Ein großes Epos. 10/10

    Wenn ich denn Extendet Cut gesehen habe werde ich mich auf jeden Fall nochmal zu Wort melden.

  4. #4
    Avatar von Vince
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    Zu dem Streifen hab ich nach Kinosichtung ein 5-Seiten-Pamphlet verfasst, das ich hier nicht unbedingt in 15 Zeilen rekonstruieren möchte... auf jeden Fall hat Peter Jackson aber wieder gezeigt, wie ein Blockbuster auszusehen hat. Der Mann nimmt sich Zeit für seine Kreatur und umsorgt sie, als wäre sie sein eigen Fleisch und Blut. Dass infolgedessen die Dinoeffekte eher schwach waren (zumindest die Brontosaurier-Stampede), wie Count anspricht, nehme ich dafür gerne in Kauf. Ein Michael Bay hätte die Effektarbeit vielleicht gleichmäßig auf alle Szenen verteilt, dafür hätte er das Wichtigste am Film, nämlich den Affen, in tausend Jahren nicht so brillant eingefangen wie Jackson. Dabei geht es nicht nur um die Effektearbeit (obwohl Kong das bis zu diesem Moment faszinierendeste CGI-Geschöpf überhaupt ist), sondern vor allem um die Inszenierung. Eine "Anatomie eines Affenportraits" sozusagen. Absolut brillant.
    Zu den Dinoeffekten muss ich relativierend noch sagen, dass ein Realismus à la "Jurassic Park" ja nie angestrebt worden war. Die T-Rex sehen mit Absicht derart spartanisch aus, sie sollen einfach wie Fabelwesen rüberkommen (vergleichbar mit den Dinos von Ray Harryhausen). Leider passt die Brontosaurierszene trotzdem nicht, das ist einfach too much.

    Die Extended Version vom Film kenne ich noch gar nicht...

    Ansonsten haben mir übrigens beide Vorgängerfilme auch gefallen, ja, auch der mit Jeff Bridges. Ist natürlich der schwächste der drei Filme, aber ich mag ihn trotzdem.

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