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  1. #61
    Avatar von SethSteiner
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    Nein, das bist du auf keinen Fall Indianerwoman. Ich finde es ehrlich gesagt sogar immer etwas schade, wenn Eltern die Hobbies ihrer Kinder nicht im geringsten Teilen. Wenn sie es aber tun, ist das doch schon eine viel bessere Voraussetzung für einen besseresn Austausch und sei es das die vierzigjährige Mutter nur Adventures und ihr 14 Jähriger Sohn hauptsächlich Shooter spielt. Das ist doch besser als wenn das Elternteil oder die Eltern gar nichts mit ihren Sprößlingen gemein haben und am Ende aufgrund des fehlenden Interesses, sich von ihnen entfernen.
    Wahre Heldinnen besitzen noch mehr als nur einen geilen Körper

  2. #62
    Gelöscht
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    Zitat Zitat von derEgglfinger Beitrag anzeigen
    Das Alter spielt schon eine Rolle, da Jugendliche einfacher zu beinflussen sind als ein im Leben stehender, sozial und moralisch gefestigter Erwachsener.
    Wenn jemand solch eine Tat plant, dann ist es egal ob jemand 15 oder 50 ist.


    Zitat Zitat von derEgglfinger Beitrag anzeigen
    Und nochmal zu den Waffen: Es macht einen haushohen Unterschied, ob ich mit einem Messer oder von mir aus nem Baseballschläger auf jemanden einsteche/-dresche bis derjenige sich nicht mehr bewegt, oder ob ich nur einen Finger krümme. Da ist die moralische, ethische Hürde bei weitem nicht so groß.
    Aber hast schon Recht: Wenn ich töten will, dann mach ich das auch. (also ich jetzt nicht!!! PEACE!!!!)
    Was soll denn das für ne Rolle spielen?
    Wobei ich aber gerade finde, dass der Baseballschläger als Waffe wesentlich brutaler ist wie eine Pistole.
    Aber lassen wir das Thema, dass sieht so und so jeder anders.


    Zitat Zitat von zocker III Beitrag anzeigen
    Also ich würde mich über das "Experiment Killerspiele Verbot" freuen. Weil wenn einer in ein paar Jahren wieder Amokläuft und keine Killerspiele gespielt hatt dann stehen die Politiker so richtig dämlich da!
    Jede Wette das es dann dennoch heißen würde,...der Amokläufer hat Counter Strike gespielt...
    Wie dem auch sei, so ein Verbot kann man nicht durchbringen ohne gegen die Grundrechte zu verstoßen.
    Die Debatten werden bis nach den Wahlen so weiter gehen und dann ein schlagartiges Ende finden.
    Wetten?

  3. #63
    GenX66
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    Der Mann repräsentiert unser Land wirklich gut. Er ist nicht klüger als der Rest der Bevölkerung.

  4. #64
    Avatar von Indianerwoman
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    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    Nein, das bist du auf keinen Fall Indianerwoman. Ich finde es ehrlich gesagt sogar immer etwas schade, wenn Eltern die Hobbies ihrer Kinder nicht im geringsten Teilen. Wenn sie es aber tun, ist das doch schon eine viel bessere Voraussetzung für einen besseresn Austausch und sei es das die vierzigjährige Mutter nur Adventures und ihr 14 Jähriger Sohn hauptsächlich Shooter spielt. Das ist doch besser als wenn das Elternteil oder die Eltern gar nichts mit ihren Sprößlingen gemein haben und am Ende aufgrund des fehlenden Interesses, sich von ihnen entfernen.
    Siehst Du das will ich eben nicht erreichen, das mir mein Sohn entgleitet. Aber ich kenn das auch in meiner eigenen Familie da ist es auch nicht anders, meine Eltern können es auch nicht verstehen, warum ich mich dazu begeistere und interessiere und sie verstehen weder meinen Sohn noch mich. Mit meinem Sohn werden nur Spiele gespielt die für ihn relativ geeignet sind, ansonsten zocke ich mit meinem Freund widerrum im Coop sehr gern rum. Die älter Generation wird und kann dieses wohl eben einfach nie verstehen, nicht mal den Sinn dahinter. Weil es aber leider auch wenig Interesse zeigt und vor allem im Fernsehen immer wieder falsch dargestellt wird. Und dies ist definitiv eben auch falsch. Wir wollten es meinen Eltern erklären aber da geht Hopfen und Malz und gute Nerven verloren.

  5. #65
    Avatar von balthier9999
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    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    Dann ist aber die Frage, ob eine gewisse Scham überhaupt richtig ist? Das Beispiel Pornos finde ich da sehr gut. Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft in der man mit Sexualität viel offener umgeht, Mini-Röcke und Bikinis sind völlig normal, sogar die Geschlechtsreife tritt etwas früher ein. Die Ächtung der Nacktheit ist also eigentlich entgegen der Fortschrittlichkeit unserer Kultur. Jugendliche kommen öfter in Kontakt mit Sex, werden in ihrer natürlichen Sexualität durch die 18ner Freigabe aber eingeschränkt.
    Es ist jedoch, wie auch bei Pornos, auch bei Gewalt schon immer cool gewesen das als junger Mensch schon irgendwie zu haben. Die Coolheit entsteht gerade aus dem Verbot, aber auch aus dem Drang sich weiterzuentwickeln und seine Grenzen auszuloten. Es ist natürlich das unter 18 Jährige Gewalt und Sex konsumieren, das gehört zur Findung der Identität dazu.

    Wenn also über Waffen und Videospiele diskutiert wird, muss man auch bedenken wie weit unsere Kultur eigentlich fortgeschritten ist und was unsere Jugend wirklich verträgt und braucht. Und brauchen tut sie nicht nur Grenzen sondern auch Möglichkeiten. 18ner Freigaben sind daher natürlich vollkommen in Ordnung, allerdings nur als Empfehlung, eben um den Eltern zu ermöglichen ihre Kinder anständig zu erziehen.

    Eine Art von Ächtung der virtuellen Gewalt, besonders Gesellschaftlich, ist eine komplette Heuchelei, ebenso wie sie es bei den Pornos ist. Einerseits ist unsere Gesellschaft mittlerweile davon geprägt, das man Boxkämpfe im Fernsehen sieht und damit auch Blut, das Brüste etwas alltägliches sind, andererseits kommt die Pseudomoral der staubigen Vergangenheit wieder auf.
    Boxen nach Schlag den Star anzupreisen aber Counterstrike zu verteufeln und bloß niemanden zeigen zu lassen, lässt sich auf der Basis der Vernunft schlicht nicht miteinander vereinbaren.
    Wenn keine Grundscham vorhanden ist, werden Kinder in eine gewalt- und pornografisch-orientierten Welt geboren. Den Umgang mit Sex und Gewalt erfahren Jugendliche auch so, richtig auch, dass sie dies früher erfahren. Aber deshalb muss es nicht allgemein als eine öffentliche, schamlose Angelegenheit gesehen werden. Da kann man Sendungen zum Zweiten Weltkrieg vorlegen: Eigentlich nicht gern gesehen, schlimmes ist passiert, dennoch wird es gezeigt. Dadurch, dass aber mit diesem Thema relativ sensibel umgegangen wird, wird in Zukunft auch kein zweiter Hitler an die Macht kommen.
    Dass Gewalt und Sex (und auch der WWII) trotzallem weiter ohne Sensibisierung im TV vorkommen, gehört zu den angesprochenen Problemen der Gesellschaft.

    Das hört sich alles sehr prüde an, es soll ja auch nicht bedeuten, dass wir in Zukunft nur noch arte schauen. Ich will ja nur ein eventuelles Problem aufweisen.

    Ein anderes ist, wie ich es schon im letzten Post einleiten wollte, der Medienrummel um die Amokläufe. In Der Zeit hab ich einen interressanten Artikel dazu gelesen. Es ging darum, dass Jugendliche, die ähnlich aussehen, ähnliche Probleme haben, und ähnlich veranlagt sind, wie vorige Attentäter, selbst eher Amoklaufen. Dabei wurde eine Zeitleiste mit Fotos der Amokläufer gezeigt, die rein charakterlich durchaus Ähnlichkeiten hatten.
    Außerdem wurde Pfeiffer kritisiert, aber trotzdem auch Videospiele. Denn diese seien sehr wohl beeinflußend, bei bestimmen Gruppen, nur nütze kein Verbot, sondern Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle^^

    Dennoch bin ich persönlich der Meinung (und das ist tatsächlich meine Meinung, unabhängig von der Diskussion hier), dass Gewalt in Spielen nicht sein muss. Kürzlich wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass Spieler viel mehr oder genauso viel Spaß haben, wenn sie gewaltämere/freie Spiele spielen. Mal ehrlich, warum muss es vorallem so viele Killerspiele geben?! Über das ein oder andere Spiel kann ich ja hinwegsehen, aber die Gameswelt, besonders bei Core-Gamern, besteht ja nur aus Töten, Nachladen, Laufen, Töten. Ein bisschen eintönig.
    Außerdem verliert das Genre dadurch wieder die Verbindung zur Öffentlichkeit, denn wer sein Hobby erklären möchte »Virtuell morden«, bekommt Probleme
    Dann lieber Lil Big Planet
    NYANNYANNYANNYANNYANNYAN

  6. #66
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    Zitat Zitat von Kratos666 Beitrag anzeigen
    Das Alter spielt doch im Grunde gar keine Rolle, es gibt in jeder Altersstufe Amokläufe und Gewalttaten.
    In unserem Nachbarort hat vor gut 2 Monaten ein 58 jähriger seine Frau erschossen und anschließend seine Bude abgefackelt.
    Er hat sogar auf die Feuerwehr und Polizei geschossen, die versucht haben ihn zu retten, bzw. das Feuer zu löschen.
    Der Grund war Eifersucht, weil die Frau was mit einem anderen hatte.
    Solche Sachen werden immer und ewig passieren und nichts und niemand kann dem mit irgendeinem Gesetz oder Verbot Einhalt gebieten.
    Schuld an solchen Sachen sind die Gefühle der Menschen, wenn es der Staat wie in dem Film Equilibrium schafft, dass die Menschen keine mehr haben, dann gibts auch viel weniger Gewalttaten.
    Amokläufe sind schlimm, keine Frage, aber die würde es auch in einer Welt ohne Gewaltfilme und Spiele geben.
    Gewalt gehört halt in die Geschichte des Menschen und wird uns auch eine sehr lange Zeit begleiten. Da kann man Zensieren wie man will.

  7. #67

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    Standard Politik

    Ein Weiser Sprach einst : wenn du sehen willst wie Schlau ein mensch wirklich ist dann gebe ihm die macht Gesetze zu machen, wenn die von ihm gemachten gesetze sinnvoll und durchdacht sind so ist er intelligent. wenn nicht ist er der geborene Politiker.


    irgendwie find ich diesen spruch angesichts der killerspieldikussion sehr passend

  8. #68
    Avatar von SethSteiner
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    Zitat Zitat von balthier9999 Beitrag anzeigen
    Wenn keine Grundscham vorhanden ist, werden Kinder in eine gewalt- und pornografisch-orientierten Welt geboren. Den Umgang mit Sex und Gewalt erfahren Jugendliche auch so, richtig auch, dass sie dies früher erfahren. Aber deshalb muss es nicht allgemein als eine öffentliche, schamlose Angelegenheit gesehen werden. Da kann man Sendungen zum Zweiten Weltkrieg vorlegen: Eigentlich nicht gern gesehen, schlimmes ist passiert, dennoch wird es gezeigt. Dadurch, dass aber mit diesem Thema relativ sensibel umgegangen wird, wird in Zukunft auch kein zweiter Hitler an die Macht kommen.
    Dass Gewalt und Sex (und auch der WWII) trotzallem weiter ohne Sensibisierung im TV vorkommen, gehört zu den angesprochenen Problemen der Gesellschaft.
    Eine Welt die medial keine Gewalt oder Sex kennt, ist doch aber keine Utuopie, wir kennen sie alle aus den Geschichtsbüchern, geändert hat sie allerdings nichts, im Gegenteil. Diese Teile der Geschichte sind gezeichnet von einer viel höheren Abstumpfung als wir sie uns je erträumen könnten, die Mär der Abstumpfung bei uns hingegen meint immer noch, damals wäre alles besser gewesen. Das dies nicht sitmmt, dürfte auch leicht mit den Zahlen der Gewalttaten zu vergleichen sein (die natürlich hochgerechnet werden müssen, aufgrund der unterschiedlichen Anzahl lebender Menschen).
    Nur weil man mit Gewalt und Sex offener umgeht, ist das ja noch lange keine Annahme, das sie damit in eine komplett darauf fixierte Welt hineingeboren werden würden. Stattdessen kommt das Gesetz nur dem gesellschaftlichen Niveau entgegen und das liegt nicht tiefer, sondern im Hinblick auf die Vergangenheit viel höher. Gerade die großen Zivilisationen der Vergangenheit liegen doch eben nicht in der Zeit der Kirche, sondern in Rom oder Griechenland. In ihnen war Gewalt und sexueller Konsum etwas viel alltäglicheres als zu späteren Zeiten, trotzdem berufen wir uns heute als Europa immer noch oft auf die Antike, eben weil geistig fortschrittlicher war. Und zu dieser Fortschrittlichkeit gehört auch ein offenerer Umgang in der Sexualität und Gewalt.

    Wieso soll man denn nur bedrückende Weltkriegsdokus zulassen, wenn man genauso auch seinen spaß haben kann? Jugendliche müssen ihre Grenzen austesten, erst so finden sie wirklich zu ihrer Identität und können herausfinden was sie mögen und was nicht. Sie besorgen sich irgendwie Spiele oder schauen Nachts einen Horrorfilm, manchmal gefällt es ihnen und sie kommen auf den Geschmack, manchmal nicht und sie hören halt auf. Ein Problem ist hier einzig und allein der Coolheitsfaktor, aber bei Videospielen und Filmen haben es junge Menschen noch gut, denn die werden oft nicht auf gemeinsamen Veranstaltungen konsumiert oder auf der Straße. Ganz anders als bei Drogen, denn während man eine Konsole zuhause stehen hat, werden Zigaretten und Alkohol überall hin mitgenommen, man redet miteinander und lacht und konsumiert. Hier geht die Verbotsübertretung und daraus resultierende "Gefahr" Hand in Hand mit dem Gruppenzwang. Schlußendlich kann es hier tatsächlich zu ernsten, physischen Schäden kommen.
    Bei den Videospielen ist das was anderes, hier ist das natürliche Try and Error-Verfahren noch gegeben aber die unvernünftige Gesetzeslage steht dem in Weg, genauso wie eben diese Ächtung.

    Eine Grundscham ist selbstverständlich richtig, das Problem ist aber wenn sie unnatürlich wird und der Konsum ist eben nicht unnatürlich. Der Einschnitt des Gesetzes ist hier nicht ein einfacher Einschnitt in die persönliche Entfaltung der Persönlichkeit, sondern in die natürlichen Bedürfnisse des Menschen. Es ist so wie ihm ohne Grund in Friedenszeiten vorzuschreiben, wieviel er denn zu essen hat oder wann aufs Klo.


    Das hört sich alles sehr prüde an, es soll ja auch nicht bedeuten, dass wir in Zukunft nur noch arte schauen. Ich will ja nur ein eventuelles Problem aufweisen.

    Ein anderes ist, wie ich es schon im letzten Post einleiten wollte, der Medienrummel um die Amokläufe. In Der Zeit hab ich einen interressanten Artikel dazu gelesen. Es ging darum, dass Jugendliche, die ähnlich aussehen, ähnliche Probleme haben, und ähnlich veranlagt sind, wie vorige Attentäter, selbst eher Amoklaufen. Dabei wurde eine Zeitleiste mit Fotos der Amokläufer gezeigt, die rein charakterlich durchaus Ähnlichkeiten hatten.
    Außerdem wurde Pfeiffer kritisiert, aber trotzdem auch Videospiele. Denn diese seien sehr wohl beeinflußend, bei bestimmen Gruppen, nur nütze kein Verbot, sondern Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle^^
    Der Medienrummel um die Amokläufe dürfte sicherlich eher einer der Hauptgründe sein, der Einfluß von Videospielen ist aber bisher eben nicht bewiesen, daher darf er auch gar nicht angeführt werden. Hingegen ist aber eine Veränderung der Medien zusehen zwischen den Amokläufen des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts. Die Medienlandschaft ist größer, der Kommunikationsaustausch schneller. Direkt werden Opfer und Zeugen befragt, die Tat wird um die ganze Welt in einem Schlag bekannt, er kommt auf das Cover des Spiegels. Würde man mit einem gesetzlichen Presserat, der auch einschneidende Kompetenzen besitzt dagegen vorgehen, wäre mehr geholfen. Denn hiermit würde man auch die Opfer endlich schützen, etwas das bei mehr "Kontrolle"-Gelaber eines Herrn Pfeifers gar nicht passiert.
    Denn mehr Kontrolle würde bedeuten, es gäbe schon ein Problem. Es gibt aber keins.

    Mich freut es immer wenn Eltern selbst Initative ergreifen und ihre Kinder erziehen wie sie es für richtig halten, denn Kontrolle von Händlern ist nur die halbe Arbeit, die ganze müssen Eltern erledigen und die sollen sich bloß nicht an die Freigaben der USK halten, damit handeln sie alles andere als pädagogisch, die machen sich die Arbeit einfach, in dem sie nicht nachdenken und nur auf eine Nummer gucken. Richtige Erziehung hingegen sieht so aus, das man dem Kind Spiele spielen und Filme sehen lässt, wo sie selbst wissen oder denken es schadet ihm nicht. Das sie sich selbst informieren, was denn jetzt eigentlich Far Cry 2 ist und ob der Tochter oder dem Sohn jetzt zuzumuten ist diese neue Erfahrung zu machen oder noch nicht. Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle hingegen nützt gar nichts.

    Dennoch bin ich persönlich der Meinung (und das ist tatsächlich meine Meinung, unabhängig von der Diskussion hier), dass Gewalt in Spielen nicht sein muss. Kürzlich wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass Spieler viel mehr oder genauso viel Spaß haben, wenn sie gewaltämere/freie Spiele spielen. Mal ehrlich, warum muss es vorallem so viele Killerspiele geben?! Über das ein oder andere Spiel kann ich ja hinwegsehen, aber die Gameswelt, besonders bei Core-Gamern, besteht ja nur aus Töten, Nachladen, Laufen, Töten. Ein bisschen eintönig.
    Außerdem verliert das Genre dadurch wieder die Verbindung zur Öffentlichkeit, denn wer sein Hobby erklären möchte »Virtuell morden«, bekommt Probleme
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    Du hast recht, es muss nicht nur Gewalt sein. Aber du hast nicht recht, wenn du von vielen gewalthaltigen Spielen redest, denn die machen doch in der Realität nur einen geringen Teil des Marktes aus. Der größte Teil besteht aus Rollenspielen, Sportspielen (da zähle ich nun Fußball, Tennis, Rennspiele mit rein, aber auch Boxen und Co. die zwar Gewalttätig sind, aber Kulturell lustigerweise so tief drin, das sie ja total korrekt sind), Abenteuerspiele/Jump`n Runs, Simulationen, Rätselspiele und was ich noch so vergessen habe.
    Ich finde es im übrigen nicht korrekt die Kernspieler auf eben Shooter zu pauschalisieren, das ist alles andere als Korrekt. Ich empfinde mich auch als ein Spieler dieser Art, aber hinter mir steht ein BloodRayne 2 in einer Reihe mit Geheimakte Tunguska, Supreme Commander und Tomb Raider. Bei vielen dürfte das ähnlich aussehen, Menschen sind ja oftmals nicht Monogepolt. In meiner DS Sammlung befindet sich neben Contra 4 auch ein Elite Beat Agents.
    Zudem denke ich, das ein Mensch sich nicht zu rechtfertigen hat, selbst wenn er nur Splatterfilme und Goregames hat. Wenn sie nur Nachladen, Ballern, Nachladen wollen, bitte sehr. Soetwas kann man persönlich nicht mögen, aber den Menschen soll man doch ihre Hobbies lassen.
    Wenn soetwas nicht passiert, ist das nämlich auch ein Faktor für Amokläufe.
    Wahre Heldinnen besitzen noch mehr als nur einen geilen Körper

  9. #69
    Avatar von mellich
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    Standard Politiker

    Der Amoklauf ist wirklich eine schlimme Sache das weiß glaub ick wirklich jeda hier und überall ,aba das es am Ende wieder auf den Schultern der Spieler ausgetragen wird war ja sowieso klar.Wie viele Killerspiele sind denn 08 erschienen 1,2...gar keins?mir fällt spontan zumindest keins ein außer Postal nur das es das schon ziehmlich lange gibt.
    Und das die USK in Deutschland alles dran setzt die Spiele so übertrieben zu verändern oder bzw am besten gleich imma zu verbieten das ist hier so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Aba das merken die Herr`n Politiker ja eh nich, die hauen lieber schlaue Sprüche ohne Sinn raus und denken dann die Sache sei geklärt.Ein Schuldiger muss ja her im Zweifelsfall imma die Spieler...warum schwer wenns auch einfach geht!
    So das musste einfach mal raus denke ick habe im Interesse der meisten hier was dazu beigetragen greez
    -mellich-

  10. #70
    Gelöscht
    Avatar von tikiwuku
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    Weil wie immer nur Filme und Spiele dafür verantworlich sind.

  11. #71
    Gelöscht

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    Ich bin auch der Meinung,das der Amoklauf wirklich sehr sehr schlimm ist und ich kann
    solch eine Aktion nicht im geringsten nachvollziehen,aber genauso wenig kann ich es verstehen
    das jedes mal (wie auch damals in Erfurt) Spiele oder auch Filme dafür verantwortlich gemacht werden.Da müssten doch täglich Tausende von Menschen Amok laufen und wild um sich schiesen.
    Es ist ja nun auch nicht gerade so,das Filme oder Spiele,die Gewalt beinhalten oder teils auch explizit zeigen (z.B.Splatterfilme oder eben Ego Shooter) einen geringen Absatz haben.
    Im Gegenteil,sie erfreuen sich großer Beliebtheit und haben eine riesige Fangemeinde.
    Wie kann man dann all diese Menschen mit einzelnen schwarzen Schafen auf eine Stufe stellen,
    wobei es bis heute nicht erwiesen ist ob solche Medien überhaupt ein aggresieveres Verhalten
    hervor rufen (jedenfalls wüsst ich es nicht).

    Ich bin auf jeden Fall der Meinung das solche Spiele/Filme nicht in Kinderhände gehören.
    Aber diese Medien und ihre Konsumenten dafür gerade stehen zu lassen,wenn bei einem
    17jährigen die Lampen durchbrennen find ich absolut lächerlich.

  12. #72
    Avatar von balthier9999
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    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    …Gerade die großen Zivilisationen der Vergangenheit liegen doch eben nicht in der Zeit der Kirche, sondern in Rom oder Griechenland. In ihnen war Gewalt und sexueller Konsum etwas viel alltäglicheres als zu späteren Zeiten, trotzdem berufen wir uns heute als Europa immer noch oft auf die Antike, eben weil geistig fortschrittlicher war. Und zu dieser Fortschrittlichkeit gehört auch ein offenerer Umgang in der Sexualität und Gewalt.
    Ja, aber damals herrschten nicht gerade Friedenszeiten. Frieden anzustreben; so richtig ernst meinte es unsere Kultur erst nach Ausklang des Kalten Kriegs. Grund: Atoombombe^^ Seit der Krieg plöd ist, wird Gewalt auch sinnlos. Der Ruf nach Freiheit und Gleichheit wurde laut, der einzelne Mensch ist wichtig. Nicht wirklich zu vergleichen mit der Antike, höchstens im Ansatz mit dem Demos-Prinzipdingens^^ Schlichtweg: Wir leben in neuen Zeiten, die Menschen haben Angst vor Gewalt, da erwarten sie Gewaltlosigkeit. Kein schlechtes Ziel, Gewalt ist sinnlos. Pornografie passt dann auch nicht mehr zum Vergleich (sollte nur das Problem der Scham und Sensibilität darstellen), denn im Gegensatz zu Gewalt hat sie ja noch Sinn. In einer Gesellschaft die auf gewaltfreie Handlung ausgelegt ist, braucht man kein Training dafür. Huh, da hab ich ja noch ein bisschen was zusammengekriegt, an Argumenten
    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    Wieso soll man denn nur bedrückende Weltkriegsdokus zulassen, wenn man genauso auch seinen spaß haben kann? Jugendliche müssen ihre Grenzen austesten, erst so finden sie wirklich zu ihrer Identität und können herausfinden was sie mögen und was nicht. Sie besorgen sich irgendwie Spiele oder schauen Nachts einen Horrorfilm, manchmal gefällt es ihnen und sie kommen auf den Geschmack, manchmal nicht und sie hören halt auf. Ein Problem ist hier einzig und allein der Coolheitsfaktor, aber bei Videospielen und Filmen haben es junge Menschen noch gut, denn die werden oft nicht auf gemeinsamen Veranstaltungen konsumiert oder auf der Straße. Ganz anders als bei Drogen, denn während man eine Konsole zuhause stehen hat, werden Zigaretten und Alkohol überall hin mitgenommen, man redet miteinander und lacht und konsumiert. Hier geht die Verbotsübertretung und daraus resultierende "Gefahr" Hand in Hand mit dem Gruppenzwang. Schlußendlich kann es hier tatsächlich zu ernsten, physischen Schäden kommen.
    Bei den Videospielen ist das was anderes, hier ist das natürliche Try and Error-Verfahren noch gegeben aber die unvernünftige Gesetzeslage steht dem in Weg, genauso wie eben diese Ächtung.
    Eine Indendität als Prügelknaben kann man nicht gebrauchen, genauso wenig jemanden, der Gewaltfantasien hat. Nicht etwa, dass dieser in der Gegend rumballern könnte, das geht natürlich an folgende Generationen weiter! Super-Nanny!!!
    Spiele spielt man aus eigenem Antrieb, richtig. Meistens macht es ja auch Spaß. Und es schadet sicher weniger der physischen Gesundheit, aber eventuell der psychischen. Eventuell, ja, genauso eventuell stirbt ein Raucher an Lungenkrebs. Dafür ist Rauchen gesünder für das soziale Miteinander, wie schon nachgewiesen wurde.

    Ein Bedürfnis für Gewalt muss der Mensch nicht besitzen. Notfalls bedient man sich Sport oder wer nicht kann nimmt die Wii . Mit Wut umzugehen ist eine der Dinge, die man als Jugendlicher lernt. Ist es da besser, die Wut mit der virtuellen Waffe abzulassen, stattdessen dann doch lieber real, aber dann mit Konsequenzen rechnen. (Die bekannte Hand ins Feuer, die Kinder lehrt, nie ins Feuer zu fassen)

    Passend bleibt da noch der von dir un-gequotete Satz von mir immer noch:^^
    Das hört sich alles sehr prüde an, es soll ja auch nicht bedeuten, dass wir in Zukunft nur noch arte schauen. Ich will ja nur ein eventuelles Problem aufweisen.


    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    [...], der Einfluß von Videospielen ist aber bisher eben nicht bewiesen, daher darf er auch gar nicht angeführt werden. [...]
    Alles klar, stimmt. Nur der Satz oben: Es ist nicht bewiesen, rein wissenschaftlich. Das ist richtig. Allerdings wird es wohl nie Beweise geben, weil keiner sich für diese Forschung interressiert, allerhöchstens die Industrie. Zumindest nicht die Forschung des lapidaren Ziels, Spiele seien ›gefährlich‹.
    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    Mich freut es immer wenn Eltern selbst Initative ergreifen und ihre Kinder erziehen wie sie es für richtig halten, denn Kontrolle von Händlern ist nur die halbe Arbeit, die ganze müssen Eltern erledigen und die sollen sich bloß nicht an die Freigaben der USK halten, damit handeln sie alles andere als pädagogisch, die machen sich die Arbeit einfach, in dem sie nicht nachdenken und nur auf eine Nummer gucken. Richtige Erziehung hingegen sieht so aus, das man dem Kind Spiele spielen und Filme sehen lässt, wo sie selbst wissen oder denken es schadet ihm nicht. Das sie sich selbst informieren, was denn jetzt eigentlich Far Cry 2 ist und ob der Tochter oder dem Sohn jetzt zuzumuten ist diese neue Erfahrung zu machen oder noch nicht. Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle hingegen nützt gar nichts.
    Wo wir wieder bei Sensibilisierung wären. Kontrolle bietet im Falle der USK zumindest ein Mindestmaß an korrekter Entwicklung des Kindes. Das können die Eltern auch nicht entscheiden, denn der Körper befindet sich wie man weiß im Bau, Nervenzellen wachsen zusammen, und werden ihr Leben lang zusammenbleiben.
    Vielleicht werden zukünftige Elterngenerationen, die mit Videospielen viel mehr vertraut sind, sensibler auf das Thema reagieren.


    Zitat Zitat von SethSteiner Beitrag anzeigen
    Ich finde es im übrigen nicht korrekt die Kernspieler auf eben Shooter zu pauschalisieren, das ist alles andere als Korrekt. Ich empfinde mich auch als ein Spieler dieser Art, aber hinter mir steht ein BloodRayne 2 in einer Reihe mit Geheimakte Tunguska, Supreme Commander und Tomb Raider. Bei vielen dürfte das ähnlich aussehen, Menschen sind ja oftmals nicht Monogepolt. In meiner DS Sammlung befindet sich neben Contra 4 auch ein Elite Beat Agents.
    Zudem denke ich, das ein Mensch sich nicht zu rechtfertigen hat, selbst wenn er nur Splatterfilme und Goregames hat. Wenn sie nur Nachladen, Ballern, Nachladen wollen, bitte sehr. Soetwas kann man persönlich nicht mögen, aber den Menschen soll man doch ihre Hobbies lassen.
    Wenn soetwas nicht passiert, ist das nämlich auch ein Faktor für Amokläufe.
    Sicher, aber es muss trotzdem nicht immer Gewalt sein. Das ist meine eigene Meinung. Ich hab auch etliche nette aber auch schlimme Sachen im Regal. Ich hab sie mir gekauft, weil sie mir empfohlen worden. Annähernd die Hälfte der schlimmen Spiele war einfach nur Standardgedöns, aber eben halt viel Gewalt. GTA 4 ist erfolgreich, da will ich nichts sagen, es hat nunmal die freie Welt. Resident Evil ist mir dann schon wieder zu sehr in Richtung Brutal, aber es wird nunmal erwartet und gekauft. Meinungssache
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  13. #73
    Avatar von SethSteiner
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    Zitat Zitat von balthier9999 Beitrag anzeigen
    Ja, aber damals herrschten nicht gerade Friedenszeiten. Frieden anzustreben; so richtig ernst meinte es unsere Kultur erst nach Ausklang des Kalten Kriegs. Grund: Atombombe^^ Seit der Krieg plöd ist, wird Gewalt auch sinnlos. Der Ruf nach Freiheit und Gleichheit wurde laut, der einzelne Mensch ist wichtig. Nicht wirklich zu vergleichen mit der Antike, höchstens im Ansatz mit dem Demos-Prinzipdingens^^ Schlichtweg: Wir leben in neuen Zeiten, die Menschen haben Angst vor Gewalt, da erwarten sie Gewaltlosigkeit. Kein schlechtes Ziel, Gewalt ist sinnlos. Pornografie passt dann auch nicht mehr zum Vergleich (sollte nur das Problem der Scham und Sensibilität darstellen), denn im Gegensatz zu Gewalt hat sie ja noch Sinn. In einer Gesellschaft die auf gewaltfreie Handlung ausgelegt ist, braucht man kein Training dafür. Huh, da hab ich ja noch ein bisschen was zusammengekriegt, an Argumenten
    Die Aufklärung selbst, also der Umschwung vom Glauben an die Vernunft begann ja schon vor einigen Jahrhunderten, allerdings mit Hinweis auf keine andere Zeit als eben die Antike, das große Griechenland mit seiner Vielzahl an klugen Geistern. Von daher, ist unsere aufgeklärte Zivilisation durchaus mit der Antike zu vergleichen, denn sie prägte unsere moderne Auffassung nachdem wie wir handeln sollten. Das keine Zivilisation, auch nicht die Griechen immer ernstgenommen haben mit der Logik ist natürlich klar und das der beinahe mechanische Gedanke irgendwann auch zu weit ging ebenso, weswegen man ja irgendwann auch daraus wieder ausgebrochen ist (Werther). Es braucht eben ein gutes Zwischending, ein Hybrid aus Ratio und Gefühl. Und genau in dem Punkt ist eine komplette Ächtung von Gewalt unnatürlich und schädlich. Der Krieg hat damit wenig zutun, doch sinnlos ist Gewalt keineswegs. Der Mensch ist und bleibt nun einmal ein Gefühlswesen, er ist bestimmt von einem Wechsel der Hormone. Wenn wir also anfangen, Gewalt aus der Gesellschaft tatsächlich zu entfernen, dann ist das für unsere Gesellschaft alles, aber nicht gut. Wir haben es unserer Geschichte eigentlich immer wieder gut kompensiert, wir haben den Sport erfunden, der nicht nur dazu dient uns für den Kampf zu stählern, heutzutage gibt es keine Kriege mehr für die wir uns stählern müssen aber es hilft im Alltag Wut und Aggressionen rauszulassen bzw. diese Gefühle, umzuwandeln. Dabei will ich gar nicht mal unbedingt von Wut und Aggression sprechen, denn die Gefühlswelt unserer Spezies geht ja viel weiter und der Mensch hat auch einfach einen Bewegungsdrang.

    Die Ächtung von Gewalt, würde also auch eine Ächtung von vielen sportlichen Disziplinen bedeuten, nur um ein Pseudomoralisches Weltbild in die Tat umzusetzen. Für mich wäre das ehrlich gesagt nicht mit meinem Gewissen vereinbar, insbesondere weil du leider keinen Zusammenhang erkennen lässt, inwiefern denn die Gewalt aus Sport und Medien denn einen Einfluß auf kriminelle Gewalt hat.

    In einem insektoiden gleichenden Kollektiv würde das was du sagst sicher hinhauen, bei dem Menschen mit seiner extrem vielschichtigen Individualität ist das aber nicht möglich.
    Eine Indendität als Prügelknaben kann man nicht gebrauchen, genauso wenig jemanden, der Gewaltfantasien hat. Nicht etwa, dass dieser in der Gegend rumballern könnte, das geht natürlich an folgende Generationen weiter! Super-Nanny!!!
    Spiele spielt man aus eigenem Antrieb, richtig. Meistens macht es ja auch Spaß. Und es schadet sicher weniger der physischen Gesundheit, aber eventuell der psychischen. Eventuell, ja, genauso eventuell stirbt ein Raucher an Lungenkrebs. Dafür ist Rauchen gesünder für das soziale Miteinander, wie schon nachgewiesen wurde.
    Wenn Menschen Masochisten (Prügelknaben) sein wollen, ist das genauso in Ordnung wie Menschen mit Gewaltfantasien. Willst du tatsächlich für eine Art von Euthanasie eintreten in denen wir Menschen wegen ihrer Fantasien ächten, weil sie nicht Konform sind mit denen der Gesellschaft, solange sie jedoch keine Gefahr darstellen? Dann wäre ein Clive Barker ja auch unwert, nur weil er soviele Perversionen in seinem Kopf hat oder H.R. Giger, dabei haben sie ja niemanden wehgetan. Wobei ich auf Extreme eigentlich gar nicht hinauswollte, es ging mir bei der Entwicklung des Geistes und der Identität viel mehr darum, das jemand schlicht erkennt was für ein Mensch er ist, was er aushält, was ihm gefällt und nicht gefällt, was er will usw. daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Charaktere, es fördert die Vielfalt. Ich halte es nicht für richtig, diesen natürlichen Prozess durch Gesetze derartig einzuschneiden, das verschiedenste Persönlichkeiten dadurch letzten Endes eben als etwas schlechteres bezeichnet werden. Genau dies führt doch zu Mobbing und Amokläufen.

    Du hast recht, nach einer extrem geringen Wahrscheinlichkeit könnten die Videospiele einen schlechten Einfluss haben. Wenn man sich anschaut wie lange es sie nun gibt, kann der Einfluss aber nicht gerade hoch sein, wenn er sich immer noch so schwer nachweisen lässt. Bei Drogen sieht das anders aus und da hilft auch die soziale Komponente nicht, die du erwähnt hast. Denn die existiert auch bei Videospielen und allem anderen was man gemeinsam Teilen kann. Bevor wir aber eine lange Drogendiskussion beginnen, möchte ich noch kurz erwähnen das ich gar nichts gegen sie habe und sie nur anbringe um aufzuzeigen das ihre Auswirkungen existieren.

    Ein Bedürfnis für Gewalt muss der Mensch nicht besitzen. Notfalls bedient man sich Sport oder wer nicht kann nimmt die Wii . Mit Wut umzugehen ist eine der Dinge, die man als Jugendlicher lernt. Ist es da besser, die Wut mit der virtuellen Waffe abzulassen, stattdessen dann doch lieber real, aber dann mit Konsequenzen rechnen. (Die bekannte Hand ins Feuer, die Kinder lehrt, nie ins Feuer zu fassen)
    Ein Bedürfnis nach Gewalt hat der Mensch aber, dafür gibt es ja eben den Sport. Aber wie willst du eine Ächtung von Gewalt aber das erlauben von Sport im Einklang bringen? Das geht Hand in Hand oder du willst, wie oben erwähnt, auch noch Sportarten verbieten. Für die Gewaltfrage an sich hast du aber immer noch kein Argument.

    Passend bleibt da noch der von dir un-gequotete Satz von mir immer noch:^^
    Das hört sich alles sehr prüde an, es soll ja auch nicht bedeuten, dass wir in Zukunft nur noch arte schauen. Ich will ja nur ein eventuelles Problem aufweisen.
    Unzitierte Passage?
    Diese nach dem Doppelpunkt? Okay.
    Nun, eventuell ist Richtung, wir haben eventuell ein Problem. Aber faktisch haben wir bisher noch nichts für ein Problem. Wir haben nur einen Amoklauf nachdem wie wild rumdiskutiert ist, das wars.
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  14. #74
    Avatar von SethSteiner
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    Sorry mein Beitrag war 74 Zeichen zulang, daher den letzten Teil noch hier rein.

    Alles klar, stimmt. Nur der Satz oben: Es ist nicht bewiesen, rein wissenschaftlich. Das ist richtig. Allerdings wird es wohl nie Beweise geben, weil keiner sich für diese Forschung interressiert, allerhöchstens die Industrie. Zumindest nicht die Forschung des lapidaren Ziels, Spiele seien ›gefährlich‹.
    Forschungen gibt es genug und studien, auch im Fernsehen war das schon zusehen. Aber wie letztens auch als News rauskam, die Studien sind ziemlich schlecht und unterm Strich haben sie bisher keinerlei Belege für einen Zusammenhang zwischen Gewalt und Videospielen ergeben.
    Wo wir wieder bei Sensibilisierung wären. Kontrolle bietet im Falle der USK zumindest ein Mindestmaß an korrekter Entwicklung des Kindes. Das können die Eltern auch nicht entscheiden, denn der Körper befindet sich wie man weiß im Bau, Nervenzellen wachsen zusammen, und werden ihr Leben lang zusammenbleiben.
    Vielleicht werden zukünftige Elterngenerationen, die mit Videospielen viel mehr vertraut sind, sensibler auf das Thema reagieren.
    Die USK muss schon sein und ein Mindestmaß gewährleisten nachdem Händler erst einmal vorgehen, das ist richtig. Aber das muss weder auf dem Cover geschehen, noch muss man das tatsächlich noch mehr verschärfen. Dafür gibt es keine Grundlage.
    Die Eltern hingegen aber können sehr wohl entscheiden, sie entscheiden ja auch was ihre Eltern essen, trinken, ihre Verhaltensweisen ect. das ist das Recht der Eltern. Willst du ihnen nun genau diese Kompetenz tatsächlich absprechen? Willst du deinen eigenen Eltern diese absprechen?
    Sie sind die einzigen, die tatsächlich direkt das Kind vor sich haben, es einschätzen können, mit ihm reden können und aus diesem Grund sind sie auch die einzige Instanz die sagen darf ob Töchterlein nun Doom spielen darf oder nicht und nicht die USK. Die kann nämlich, wenn sie überhaupt nach irgendwelchen wissenschaftlichen Methoden vorgeht, ganz allgemein Empfehlungen aussprechen, da sie jedes Individuum nicht kennt. Diese Kompetenz haben aber Eltern, es gibt also keinen vernünftigen Grund die USK über die Eltern zu stellen.

    Sicher, aber es muss trotzdem nicht immer Gewalt sein. Das ist meine eigene Meinung. Ich hab auch etliche nette aber auch schlimme Sachen im Regal. Ich hab sie mir gekauft, weil sie mir empfohlen worden. Annähernd die Hälfte der schlimmen Spiele war einfach nur Standardgedöns, aber eben halt viel Gewalt. GTA 4 ist erfolgreich, da will ich nichts sagen, es hat nunmal die freie Welt. Resident Evil ist mir dann schon wieder zu sehr in Richtung Brutal, aber es wird nunmal erwartet und gekauft. Meinungssache
    Ich sag ja, es muss nicht immer Gewalt sein aber die meisten sind gar nicht mit Gewalt vollgestopft, daher kann man kaum sagen das es zuviele Spiele wären, wenn sie nur einen Teil darstellen und weder 25 noch 50%. Klar ist GTA IV erfolgreich, daran ist ja auch gar nichts schlimmes, das belegt ja eben nur den Drang der Menschen nach Freiheit, Satire, Gewalt und Unterhaltung. Aber wie sehen denn sonst die Tops aus? Singstars, Guitar Heros, Dr. Kawashimas, Sims. Friedliches geht in den Charts Hand in Hand mit Abenteuer und Gewalt, behält erstaunlicherweise aber sogar die Oberhand. Ich hab auch ein Dr. Kawashima und Sims 3 ist vorbestellt. Bei vielen dürfte es so aussehen, sogar bei dir gibt es ja Gewalt im Regal. Es ist eben normal.
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  15. #75
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    ohne alles gelesen zu haben, schreib ich einfach mal was mir dazu einfällt:

    gewaltspiele könne sich negativ auswirken, wenn Kinder damit spielen sind die Eltern zur Rechenschaft zu ziehen und nicht anderes

    die Menschen haben sich am Medium Computerspiel festgebissen und sehen nichts anderes mehr, solche die Art Menschen welche nicht objektiv denken und argumentieren können sind zu unserem Leid oft an Spitze vertreten *kotz*

    In einem Blog schließ ich mit dem Thema ab, wenn es interessiert:
    http://www.cynamite.de/index.cfm?pid...4137&fk=443131

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