Umfrageergebnis anzeigen: Soll das Punktesystem bei der Bewertung von Spielen abgeschafft werden?

Teilnehmer
37. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, bestimmt!

    11 29,73%
  • Nein, weil es sinnvoll ist.

    14 37,84%
  • Ja, weil ich dem sowieso nicht glaube.

    3 8,11%
  • Nein, weil es ein Identifikationsmerkmal ist.

    9 24,32%
Seite 1 von 2 12
  1. #1
    djm
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    Standard Punktesystem bei Spielen abschaffen

    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne mal die Überlegung in den Raum stellen, was denn wäre, wenn es keine Punktebewertung bei Spielen mehr gäbe. Natürlich muß man am Ende eines Berichtes ein Resumee ziehen können, doch ganz ehrlich: Ist das Punktesystem bei Spielen sinnvoll? Bei Hardware verstehe ich es eher, als bei den Spielen. Im Grunde würde doch eine Liste mit Pro und Kontra Einträgen ausreichen, oder?! Habt Ihr Euch darüber schon mal Gedanken gemacht? Könnte man nicht unterscheiden zwischen bspw. "grottenschlecht", "kaufwert ok" und "ausgezeichnet"?! Hat ein Spiel zu viele Bugs, bekommt es je nach Schwere derselben "schaurige Punkte" aufgedrückt. Irgendwie muß man über diesen Punktehype doch Herr werden können. Auf eine Punkteanzahl kann man sich bei einem Spiel denke ich am aller Wenigsten verlassen, da diese je nach Magazin und Webseite oft zu verschieden ausfallen, um sich darauf verlassen zu können. Man müsste im Grunde immer wieder einen Mittelwert suchen. Das macht keinen Spaß..

    Was meint Ihr dazu?

    Grüsse,

    Martin

  2. #2
    Avatar von Duck-Master
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    Finde ich eigendlich auch, einfach jeden Test wie eine vorschau bewerten, nur eben mit schlechteren Wertungen, Aber ich bezweifel, dass das druchgesetzt wird, weil wertungen nunmal einfach dazugehören, und manche Fanboys nur hefte kaufen, die ihrem Spiel ne hohe wertung geben
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  3. #3
    Avatar von Crizzo
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    auch wenn ich meine Kaufentscheidung auf das Geschriebene beschränke und die Wertung nur ein Anhaltspunkt ist, soll sie auf jedenfall dabei bleiben.
    Victorypoint.de, garantiert werbefrei! :)

  4. #4
    Avatar von b.erry
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    Zitat Zitat von djm
    ... Auf eine Punkteanzahl kann man sich bei einem Spiel denke ich am aller Wenigsten verlassen, da diese je nach Magazin und Webseite oft zu verschieden ausfallen, um sich darauf verlassen zu können. Man müsste im Grunde immer wieder einen Mittelwert suchen. Das macht keinen Spaß ...
    Warum müsste man denn einen Mittelwert berechnen? Selbst wenn es für ein Spiel nur einen einzigen Wert geben würde, hat dieser doch auch noch lange keinen Anspruch auf Richtigkeit. Was dem testenden Redakteur gefällt, muss ja noch lange nicht mir als Spieler gefallen. Selbst wenn er dem Spiel 95% oder so geben würde. Wobei man einem solchen Mittelwert natürlich auch etwas gutes abgewinnen könnte. Dieser Wert entsteht dadurch, dass ein Spiel durch noch viel mehr Spieletester getestet worden ist. Im Idealfall könnte man also sagen, dass der Durchschnitt aller Wertungen für ein Spiel viel repräsentativer ist als jetzt nur die Wertungen eines 3-Personen-Test-Teams. Andererseits kann man aber auch einfach darauf achten was der ein oder andere Spieleredakteuer, bei dem man im Laufe der Zeit gemerkt hat, dass er vielleicht einen ähnlichen Geschmack besitzt, zu einem bestimmten Spiel schreibt.

    Da ich persönlich aber noch nie etwas von diesen Prozentwertungen gehalten habe, ist mir das mal so relativ egal, ob da nun eine Zahl drunter steht oder nicht. Persönlich sinnvoller würde ich eine einfache Einteilung in kaufenswert, bedingt kaufenswert und nicht kaufenswert erachten. Das geht für mich aber auch schon aus den Texten hervor. Und Charts interessieren mich jetzt auch nicht sonderlich und mir ist es jetzt auch egal, ob Spiel X nun einen Punkt mehr bekommen hat als Spiel Y oder umgekehrt.

  5. #5
    djm
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    Danke für die bisherigen Antworten und Meinungen.

    @Duck-Master

    Finde ich eigendlich auch, einfach jeden Test wie eine vorschau bewerten, nur eben mit schlechteren Wertungen, Aber ich bezweifel, dass das druchgesetzt wird, weil wertungen nunmal einfach dazugehören, und manche Fanboys nur hefte kaufen, die ihrem Spiel ne hohe wertung geben
    Man kann sich hierbei viel kreativer beteiligen, indem man ein neues Wertungssystem ohne Zahlen und Prozenten erfindet. Was ist schon 100% ?
    Der Wert setzt immer ein bestimmtes Verhältnis voraus und ist daher nichtssagend auf einer "virtuellen" Wertungsskala. Es kann nur eine Art Ahnung vermitteln, die einem sagt, dieses und jenes Spiel ist den Kauf wert.

    @ich98
    auch wenn ich meine Kaufentscheidung auf das Geschriebene beschränke und die Wertung nur ein Anhaltspunkt ist, soll sie auf jedenfall dabei bleiben.
    Selbst wenn zwei oder mehrere Moderatoren ein Spiel bewerten, führt das meiner Ansicht nach zu einem Spinn-Effekt. D.h. einer begeistert den Anderen, wobei jeder seine Eindrücke rechtfertigt und sein Ergebnis auf der Skalapunkteliste 0-100 in Summe bewertet.Deshalb hat wohl auch jedes Magazin so seine Klischeewertung, aus deren Bewertungsergebnissen man eigentlich ein recht brauchbares Ergebnis erreichen könnte, wenn es nicht wiederum zu einer Prozentzahl kommen würde. Wenn man einen elektronischen Bauteil, bzw. eine Hardware testet und dabei eine Prozentanzahl da ist, weiß ich, daß es tatsächlich physikalische Benchmarks gibt. Man sagt einfach, daß eine bestimmte Engine unter bestimmten Bedingungen bestimmte Werte liefert. An der Harmonie von Soft- und Hardware scheitert es, wenn die Zeit zum Entwickeln fehlt.

    Bei Spielen gibt es zudem auch noch die sog. Referenztitel. Oder die momentanen Verkaufszahlen aus denen Werte errechnet werden. Natürlich sieht man immer nur die obere momentane Spitze, aber das ist halt so. Damit wird der Hype und die Kauflust geschürt. Soll mich nicht stören, ich sammle Spiele und gerade deshalb finde ich auch, daß ich als Konsument einen Ehrenkodex der Hersteller fordere. Ich möchte ein Recht darauf haben, daß die Spiele in einem unbeschränkt lauffähigen Zustand funktionieren, wenn ich mir ein Spiel kaufe.

    @b.erry
    Zitat Zitat von b.erry
    Da ich persönlich aber noch nie etwas von diesen Prozentwertungen gehalten habe, ist mir das mal so relativ egal, ob da nun eine Zahl drunter steht oder nicht. Persönlich sinnvoller würde ich eine einfache Einteilung in kaufenswert, bedingt kaufenswert und nicht kaufenswert erachten. Das geht für mich aber auch schon aus den Texten hervor. Und Charts interessieren mich jetzt auch nicht sonderlich und mir ist es jetzt auch egal, ob Spiel X nun einen Punkt mehr bekommen hat als Spiel Y oder umgekehrt.
    Es ist schwer zu sagen, man könne einfach darüber hinweg sehen. Dafür stehen die Zahlen zu deutlich als Fazit. Wenn die Wertungen sehr unterschiedlich zum internationalen Vergleich ist, vermute ich nicht nur, daß es an der Mentalität der einzelnen Länder liegt, sondern am Marketing, daß dort betrieben wird. Wenn ein Nachfolger eines weltbekannten Spiels verbugt erscheint, schreien alle laut auf. Aus diesem Grund möchte ich gerne ein möglichst ehrliches Preview lesen können und wenn es möglich ist auch ansehen. Welchen Grund soll es geben, die Bewertungspunkte nicht abzuschaffen? Sie sind m.E. Grund- und Zwecklos. Im Gegenteil verführen sie sogar zu einem übereilten Einkauf. Andererseits warnen sie mich auch davor, Spiele zu kaufen, die eben grottenschlecht sind. Zumindest hätte ich das mal angenommen. Zunehmend bin ich jedoch als Konsument bei den Wertungen vorsichtiger, zweifle sie an und stelle sie kritisch in Frage.

    Wer macht mit?

    Grüsse,

    Martin

  6. #6
    Avatar von steve_82
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    Die Wertung mit dem Punktesystem hat sich in den Köpfen verankert. Wegzudenken ist sie kaum mehr. Wie schon in einem anderen Thread von mir geschrieben steht, könnte ich persönlich darauf verzichten, aber die Mehrheit will schlicht und ergreifend am Ende jedes Tests eine bewertende Zahl. Ob das nun in Prozent oder 1-10 steht ist wahrscheinlich egal, aber die Zahl muss bleiben.

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: ein Spielemagazin das vom gewohnten System umstellt auf ein reines "Testfazit", wird sicherlich einige Kunden einbüßen, die lieber bei einem Konkurrenten "ihr" gewohntes Testende (in Form der xx%) lesen wollen

    Eine Alternative ist für mich derzeit nicht in Sicht. Wobei ich das System auch nicht schlecht finde. Bei uninteressanten Spielen erkennt man auf einen Blick, ob es vielleicht doch in Frage kommen könnte. Bei niedriger Wertung spar ich mir das Durchlesen des Texts.

    Tests von Spielen, die mich wirklich interessieren lese ich ja sowieso immer durch, unabhängig von der Wertung.

  7. #7
    Avatar von SethSteiner
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    Ich brauch keine Punkte, Prozente oder Sternchen, mir reicht der bloße Text. Denke auch das ein Magazin problemlos sowas einführen könnte ohne gleich unterzugehen, brauch man halt geschicktes Marketing ect. Und hum...aaalso bei der EDGE war mir Anfangs die Punktezahl ja nichtmal aufgefallen und nu hab ich ein Abo. Und was die Mehrheit will weiss hier sowieso keiner^^
    Wahre Heldinnen besitzen noch mehr als nur einen geilen Körper

  8. #8
    Avatar von Anbei
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    Zitat Zitat von SethSteiner
    ....Und was die Mehrheit will weiss hier sowieso keiner^^
    Doch, die Marktforschung
    Der Rülpser ist eine Magenwind, der nicht den Weg zum Arschloch find.

  9. #9
    Avatar von SethSteiner
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    Zitat Zitat von Anbei
    Doch, die Marktforschung
    Die will ich mal kennenlernen, scheint ja viel zu wissen, macht ja Newton, Tesla, Einstein und Hawkings konkurrenz, ich kauf mir nie wieder ein Lexikon, ich kauf die Marktforschung!!!
    Wahre Heldinnen besitzen noch mehr als nur einen geilen Körper

  10. #10
    Avatar von b.erry
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    Zitat Zitat von djm
    Es ist schwer zu sagen, man könne einfach darüber hinweg sehen. Dafür stehen die Zahlen zu deutlich als Fazit. Wenn die Wertungen sehr unterschiedlich zum internationalen Vergleich ist, vermute ich nicht nur, daß es an der Mentalität der einzelnen Länder liegt, sondern am Marketing, daß dort betrieben wird. Wenn ein Nachfolger eines weltbekannten Spiels verbugt erscheint, schreien alle laut auf. Aus diesem Grund möchte ich gerne ein möglichst ehrliches Preview lesen können und wenn es möglich ist auch ansehen. Welchen Grund soll es geben, die Bewertungspunkte nicht abzuschaffen? Sie sind m.E. Grund- und Zwecklos. Im Gegenteil verführen sie sogar zu einem übereilten Einkauf. Andererseits warnen sie mich auch davor, Spiele zu kaufen, die eben grottenschlecht sind. Zumindest hätte ich das mal angenommen. Zunehmend bin ich jedoch als Konsument bei den Wertungen vorsichtiger, zweifle sie an und stelle sie kritisch in Frage.
    Also ich finde schon, dass man Prozentwertungen schon sehr gut überlesen bzw. sie nicht beachten kann. Gerade wenn man schon mal schlechte Erfahrungen mit Spielekäufen gemacht hat, bei denen man vielleicht hauptsächlich auf die Wertung geachtet hat, sollte es einem mit der Zeit doch eher leichter fallen diese Zahl links liegen lassen zu können. Wer nach solchen Erfahrungen immer noch blind nach der Wertung geht, ist in meinen Augen eh selbst Schuld. Zumal es ja auch immer einen Text gibt, den man sich durchlesen kann. Ist ja nicht so, dass dort nur die Wertungen stehen.

    Natürlich kann man sie abschaffen, aber wenn mal so überlegt, wenn man sie beibehält kann man beide Fraktionen bedienen. Diejenigen, die sie möchten haben sie weiterhin und diejenigen, die sie nicht möchten, sollten dann einfach lernen sie zu überlesen bzw. ihnen keine Bedeutung zukommen zu lassen.

    Das mit dem internationalen Vergleich verstehe ich aber nicht so ganz. Ist mir doch im Endeffekt Hupe, wie ein Spiel in Amerika oder sonstwo bewertet wird. Wenn es dabei um die angesprochenen Mittelwerte geht, dann sollte man natürlich dann nur die Publikationen und Wertungen aus einem Land nehmen, da wie Du ja geschrieben hast Sachen wie Marketing oder auch generell in manchen Bereichen ein anderer Geschmack vorherrscht.

  11. #11
    djm
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    Hallo!

    Erstmal wiederum vielen Dank für die Anteilnahme an dem Thema.
    Der Artikel von StethSteiner über Marktvorschung hat mich beinahe unter die Tischkante versenkt. Zu Tesla fiel mir etwas ein. Er war wohl auch bei dem Adventure "Geheimakte Tunguska" mit ein Anlaß für die Idee des Spiels. Immerhin war er für die Explosion in Tunguska verantwortlich. Das Spiel nahm sich anscheinend den Hype der darum gemacht wurde zum Thema und legte eine eigene Story drüber. In Wirklichkeit war es wohl viel spannender als dieses Adventure der "alten Schule". Siehe Link.

    Danke auch für die anderen Beiträge, die ich gut nachempfinden konnte.

    @steve_82

    Die Wertung mit dem Punktesystem hat sich in den Köpfen verankert.

    Ein Ritual also. Nun, wenn ich an Rituale denke, dann an Kultur. Im Bereich der Computerspiele zeichnete sich wohl in den letzten Jahren besonders der Hype ab, Spiele unzureichend getestet auf den Markt zu bringen. D.h. es gab Spiele, die im Grunde ohne Patches nicht lauffähig verkauft wurden. Ein besonders schönes Beispiel war hier bei mir B.O.S. mit seinem über 600MB großen ersten Patch. Freilich kennt jeder halbwegs erfahrene User zahlreiche Spiele, wo man ohne dem gepatchten Programm nicht weiter kommt. Die Patches muß man sich dann selbst oft entgeltlich herunter laden wie bei den großen Vorbildern der Softwareindustrie. Der Markt ist erwachsen geworden, so könnte man meinen, doch die hohe Anzahl an solchen unfertigen Spielen wächst und hier hat man als Verbraucher seine Wahl, sich vom PC zu entfernen und zur Konsole zu wechseln. Dabei weiß jeder, daß ein gut performierter PC immer mehr leisten kann, als so eine Box. Kaufe ich mir aber ein PC-Spiel, muß ich mind. mit einem Patch rechnen. Ohne Voraussicht auf einen Patch, braucht man sich gar kein Spiel mehr zu kaufen. Patches sind trivial. So wie auch Wertungspunkte trivial geworden sind. Dabei frage ich mich, ob ein Faktor der mir als Anreiz für einen Spielekauf dienen soll, eine Verhältniszahl ausdrücken kann. Irgendwie sehen die Quotienten dann so aus, wie die impulsgesteuerten Lichterleds einer Soundanlage.

    Meine Vorstellung ginge wohl eher in Richtung Plus / Minus Punkteliste und das übersichtlich auf einer oder zwei A4 Seiten zu jedem Spieletest. Mehr Einzelwertungen, dafür aber mehr Spiele. Immer nur die, welche auch von den anderen Magazinen seitenweise gehyped werden ist öde, wenn eigentlich nur spärliche Informationen mitkommen. Der Fokus liegt fast ausschliesslich auf den Previews der gepushten Spiele. Neue Engines prellieren, Spiele werden komplexer und man kann es kaum noch erwarten, bis man wieder patchen darf. ... Sorry, doch ich sehe wie auch die Redakteure oft betonen, daß hier und dort viel verschenkt worden ist. Zwar werden die Spiele teils intuitiver und ausgefeilter, doch das gewisse Etwas lässt sich den Berichten im Grunde nie entlocken. Den Videos kann man folgen, Demos kann man anspielen, doch Patchen muß man. Eine Idee wäre zB. eine gewisse Patchwarnstufe den Spieletests mitzugeben. Warum durch die Blume? Der Konsument hat nichts davon, wenn er patchen muß. Die Spielfreude ist im Eimer durch Bugs. Mein bestes Beispiel ist dzt. die UK Version von Dark Messiah, doch möchte ich hierzu nicht weiter eingehen. Der fatale Mittelwert bei Dark Messiah wurde mit 61% ermittelt. ...und wie bewerten deutsche Magazine das Spiel? Oder das ebenso unter Steam erschienene Spiel The Ship, was mir persönlich sehr gut gefällt, wird lapitar von PC PP mit 53% bewertet. Auf Gametab erreicht es 74%. Bei Battlefield 2142 hingegen, findet sich sogar ein Mittelwert von 75%. Die schlechteste Wertung von 1UP ist 60%. Was bitteschön bedeutet das?

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: ein Spielemagazin das vom gewohnten System umstellt auf ein reines "Testfazit", wird sicherlich einige Kunden einbüßen, die lieber bei einem Konkurrenten "ihr" gewohntes Testende (in Form der xx%) lesen wollen
    Dem Marketing der Hersteller ist es doch egal, ob sie nur einen Satz aus einem Testbericht auf die Verpackung setzen oder eine Punkteanzahl. Manchen ist es wichtig, als würde der Pegel für Stimmung sorgen. Was ist ein gutes Spiel? Wann ist ein Spiel gut? Ein Spiel kennt einen Verlierer und das ist hoffentlich der Rechner. Wenn mich jedoch das Spiel bereits im Gameplay linkt, weil es abraucht und gleich mit dem ganzen System verschwindet, was habe ich dann noch vom "guten Spiel"?

    Eine Alternative ist für mich derzeit nicht in Sicht. Wobei ich das System auch nicht schlecht finde. Bei uninteressanten Spielen erkennt man auf einen Blick, ob es vielleicht doch in Frage kommen könnte. Bei niedriger Wertung spar ich mir das Durchlesen des Texts.
    Einen Versuch ist es wert, wenn man anstelle der Punkte etwas neues einbringt, was eine funktionelle Treffsicherheit garantiert.

    Tests von Spielen, die mich wirklich interessieren lese ich ja sowieso immer durch, unabhängig von der Wertung.
    Ja, doch man möchte auch beim Durchblättern schnell etwas erfassen können, was einem in Erinnerung bleibt. Etwas, das immer gleich ist, wie das Kästchen mit dem Endverhältnis. Das Spiel XY hat sich 92% gegenüber den Redakteuren dargestellt. Also ist es einen Kauf wert. Noch dazu wenn drei Seiten Testbericht davor erfolgt sind.

    @b.erry

    Also ich finde schon, dass man Prozentwertungen schon sehr gut überlesen bzw. sie nicht beachten kann.
    Wenn man zum Fazit kommt und schnell mal lesen möchte, was das Spiel zu bieten hat, ist es nützlich wenn man einen deutlichen Verweis erkennt, auf den man sich verlassen kann. Dabei finde ich die pro/kontra Liste einfach zu wenig.

    Gerade wenn man schon mal schlechte Erfahrungen mit Spielekäufen gemacht hat, bei denen man vielleicht hauptsächlich auf die Wertung geachtet hat, sollte es einem mit der Zeit doch eher leichter fallen diese Zahl links liegen lassen zu können. Wer nach solchen Erfahrungen immer noch blind nach der Wertung geht, ist in meinen Augen eh selbst Schuld. Zumal es ja auch immer einen Text gibt, den man sich durchlesen kann. Ist ja nicht so, dass dort nur die Wertungen stehen.
    Spielspaß ist doch die Hauptsache. Wir er bei einem Spiel erreicht oder nicht? Wenn er nicht erreicht wird, warum nicht und daraus lässt sich denke ich eine lange Liste pro Spiel bilden. Zumindest zehn Punkte plus und minus pro Spiel wären grandios.

    Natürlich kann man sie abschaffen, aber wenn mal so überlegt, wenn man sie beibehält kann man beide Fraktionen bedienen. Diejenigen, die sie möchten haben sie weiterhin und diejenigen, die sie nicht möchten, sollten dann einfach lernen sie zu überlesen bzw. ihnen keine Bedeutung zukommen zu lassen.
    Man könnte sie freilich auch ersetzen. Vielleicht, wenn man ein logischeres Verhältnis als das einer Zahl findet, das noch dazu einprägsam ist. Dabei könnte etwa so eine länger ausgeführte Pro / Kontra Liste ein guter Anfang sein.

    Das mit dem internationalen Vergleich verstehe ich aber nicht so ganz. Ist mir doch im Endeffekt Hupe, wie ein Spiel in Amerika oder sonstwo bewertet wird. Wenn es dabei um die angesprochenen Mittelwerte geht, dann sollte man natürlich dann nur die Publikationen und Wertungen aus einem Land nehmen, da wie Du ja geschrieben hast Sachen wie Marketing oder auch generell in manchen Bereichen ein anderer Geschmack vorherrscht.
    Klar, wie ein Spiel ankommt ist vielfach von der Kultur abhängig. Andererseits auch vom Hype, der Arroganz vieler Hersteller, deren Etar wohl trotz hoher Einnahmen oft schlecht kalkuliert wird, sodaß zu wenig Zeit zum Testen bleibt. Ein altes Leiden, daß die Entwicklung und das Marketing oft nicht eins sind. Die Entwickler können ein Spiel nicht so bauen, wie sie möchten, weil von hinten das Zeitlimit droht und die Mittel beschnitten werden von den Managern, ..usw. Eigentlich ein sehr hoher Druck, unter dem leider selten etwas Neues zum Vorschein kommt. Ein Nachfolger jagt den Nächsten, wobei die Unterschiede eigenlich nur marginal bleiben, wie bei den aktuellen Vertretern der Spiele zu sehen ist, die in den Magazinen hauptsächlich lange bewertet werden.

    Nix Neues also....deshalb...wäre ein Zeichen der Änderung, durch ein Signal seitens der Kritiker ein Auflösen des Punktesystems.

    Grüsse,

    Martin
    Geändert von djm (30.11.2006 um 22:50 Uhr)

  12. #12
    Avatar von b.erry
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    Standard

    Zitat Zitat von djm
    The Ship, was mir persönlich sehr gut gefällt, wird lapitar von PC PP mit 53% bewertet. Auf Gametab erreicht es 74% ... Was bitteschön bedeutet das?
    Was heißt denn bitte lapidar? Wenn Du Dir den Test in der PC PP zu dem Spiel genau anschaust, dann siehst Du doch, dass das Spiel von Susanne Braun 73% erhalten hat und von Rüdiger Steidle 33%. Durch das Wertungssystem der PC PP ergibt sich dann halt diese Wertung von 53% insgesamt. Hatte ich ja schon weiter oben geschrieben, dass man sich als Leser am besten im Laufe der Zeit quasi seine Redakteure herauspickt von denen man durch Erfahrungen annehmen kann, dass sie einen ähnlichen Geschmack wie man selbst besitzen. Ich fand auch einige Spiele wirklich gut, die in der Wertung jedoch nicht so berauschend abgeschnitten haben. Das ist dann halt einfach der unterschiedliche Geschmack verschiedener Spieler und etwas anderes sind Redakteure ja nun eigentlich auch nicht. Im Prinzip könnte man auch fünf x-beliebige User hier im Forum nach ihrer Meinung zu einem bestimmten Spiel befragen und man würde ähnliche Ergebnisse erzielen.

    Dem Marketing der Hersteller ist es doch egal, ob sie nur einen Satz aus einem Testbericht auf die Verpackung setzen oder eine Punkteanzahl. Manchen ist es wichtig, als würde der Pegel für Stimmung sorgen. Was ist ein gutes Spiel? Wann ist ein Spiel gut? Ein Spiel kennt einen Verlierer und das ist hoffentlich der Rechner. Wenn mich jedoch das Spiel bereits im Gameplay linkt, weil es abraucht und gleich mit dem ganzen System verschwindet, was habe ich dann noch vom "guten Spiel"?
    Es ging wohl auch weniger um die Hersteller, sondern eher um die Leserschaft bzw. einem gewissen Prozentsatz von dieser, die einer Zeitschrift, die auf ein nicht prozentuales Wertungssystem umsteigen würde ihre Zuneigung entziehen könnte. Keine Ahnung, ob das wirklich so wäre. An bestimmten Forenbeiträgen kann man jedoch sehr gut erkennen, dass es doch Spieler gibt, die wirklich jedes Spiel mit einem anderen vergleichen und sich dann darüber auslassen warum Spiel X zwei Prozentpunkte weniger erhalten hat als Spiel Y. Sie wollen halt vergleichen und das bei einem solchen System halt am einfachsten. Anders wäre es auch schwer irgendwelche Charts zu machen (außer natürlich rein an den Verkaufszahlen, was aber noch lange nichts über die Qualität des Spiels aussagt).

    Einen Versuch ist es wert, wenn man anstelle der Punkte etwas neues einbringt, was eine funktionelle Treffsicherheit garantiert.
    Wie willst Du denn eine "funktionelle Treffsicherheit" (um in deinen Worten zu bleiben) gewährleisten, wenn es doch vielmals einfach um den persönlichen Geschmack des Einzelnen geht? Dem einen ist ein offenes Ende wie bei Runaway 2 ein Greuel und bedeutet massiven Spielspassfaktor im Nachhinein und der andere erfreut sich auschließlich an den Rätseln und die Story bzw. das Ende ist ihm eher egal oder er mag Geschichten mit einem offenen Ende. Einmal gibt es Abzüge in der Bewertung, beim anderen Mal keine oder vielleicht sogar Pluspunkte dafür. Das einzige was Du bei einem Spiel eigentlich in ein schematisches und nachvollziehbares Bewertungsraster pressen kannst, sind so Dinge wie Stand der Technik des Spiels. Egal ob es jetzt eine Grafik ist, die dem aktuellen Standard entspricht, Sound, der für aktuelle Hardware ausgelegt ist, Spielbarkeit ohne Lags oder auch Otto-Normal-Verbraucher-Rechnern oder halt ähnliches in der Richtung.

    Ja, doch man möchte auch beim Durchblättern schnell etwas erfassen können, was einem in Erinnerung bleibt. Etwas, das immer gleich ist, wie das Kästchen mit dem Endverhältnis. Das Spiel XY hat sich 92% gegenüber den Redakteuren dargestellt. Also ist es einen Kauf wert. Noch dazu wenn drei Seiten Testbericht davor erfolgt sind.
    Damit widersprichst Du Dir doch aber eigentlich. Du möchtest doch eher eine Abschaffung von solchen schnell erfassbaren Bewertungen, die Dich dann eventuell zu Fehlkäufen verleiten. Da bleibt doch nur ein Text zu einem Spiel, den man sich durchlesen muss und nicht mal so auf einen Blick eine Wertung verpasst bekommt. Also entweder so oder so ... beides ist wohl kaum machbar.

    Wenn man zum Fazit kommt und schnell mal lesen möchte, was das Spiel zu bieten hat, ist es nützlich wenn man einen deutlichen Verweis erkennt, auf den man sich verlassen kann. Dabei finde ich die pro/kontra Liste einfach zu wenig.
    Du kannst Dich doch nie auf eine Wertung von anderen verlassen. Genausogut könnte ich Dir ein paar Spiele empfehlen. Eine Garantie wirst Du dabei aber dann dennoch nie haben, dass sie Dir dann auch Spaß machen. Genauso umgekehrt. Was Dir Spaß macht muss mir ja noch lange keinen machen. Ich habe zB. unheimlich gerne Battlefield 1942 gespielt. Anderen wird es vermutlich eher zu langsam gewesen sein und sie waren lieber in Unreal Tournement unterwegs.

    Man könnte sie freilich auch ersetzen. Vielleicht, wenn man ein logischeres Verhältnis als das einer Zahl findet, das noch dazu einprägsam ist. Dabei könnte etwa so eine länger ausgeführte Pro / Kontra Liste ein guter Anfang sein.
    Diese Pro- und Kontraliste gibt es ja eigentlich schon, auch wenn sie im Verhältnis zur Prozentwertung doch arg klein ist. Aber ob eine längere Liste dieser Art einprägsam ist bzw. annähernd einprägsam wie eine Zahl oder ein Daumen nach oben oder nach unten? Das kann wohl wirklich bezweifeln.

    Klar, wie ein Spiel ankommt ist vielfach von der Kultur abhängig. Andererseits auch vom Hype, der Arroganz vieler Hersteller, deren Etar wohl trotz hoher Einnahmen oft schlecht kalkuliert wird, sodaß zu wenig Zeit zum Testen bleibt. Ein altes Leiden, daß die Entwicklung und das Marketing oft nicht eins sind. Die Entwickler können ein Spiel nicht so bauen, wie sie möchten, weil von hinten das Zeitlimit droht und die Mittel beschnitten werden von den Managern, ..usw. Eigentlich ein sehr hoher Druck, unter dem leider selten etwas Neues zum Vorschein kommt. Ein Nachfolger jagt den Nächsten, wobei die Unterschiede eigenlich nur marginal bleiben, wie bei den aktuellen Vertretern der Spiele zu sehen ist, die in den Magazinen hauptsächlich lange bewertet werden.
    Wobei ein Hype auch recht häufig von der Spielerschaft geschürt wird. Hier im Forum ist es zwar nicht so üblich, aber habe früher doch des öfteren irgendwelche Threads lesen müssen, in den es dann darum ging wie wohl der Nachfolgetitel zu einem Spiel wird, obwohl das aktuelle Spiele gerade einmal herausgekommen war. Als Beispiel fällt mir dabei Half Life 2 ein. Gerade erschienen, gerade durchgespielt, die Sache mit den nachfolgenden Episoden noch gar nicht öffentlich und schon wurde in den Foren über Half Life 3 diskutiert. Sollte man sich als Spieler auch mal seine Gedanken zu machen.

  13. #13
    Avatar von Looger
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    Auch dafür. Die Meinungen der Redakteure reichen mir, meine "Wertung" kann ich mir danach selbst zusammenbasteln.

    Aber irgendwie muss die PCPP ja auch irgendwelche Kleinkinder erreichen, die nicht lesen können und sich nur die großen bunten Bildchen und schicken Zahlen ansehen...

  14. #14
    Avatar von steve_82
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    Zitat Zitat von Looger
    Aber irgendwie muss die PCPP ja auch irgendwelche Kleinkinder erreichen, die nicht lesen können und sich nur die großen bunten Bildchen und schicken Zahlen ansehen...
    Na was für eine tolle Meinung. Welches Magazin soll ich mir kaufen, kann weder Zahlen noch Wörter lesen. Farbenblind bin ich auch noch...

  15. #15
    djm
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    Hallo, b.erry!

    Zitat Zitat von b.erry
    Was heißt denn bitte lapidar?
    kurz, knapp, bündig, gedrängt

    Zitat Zitat von b.erry
    Wenn Du Dir den Test in der PC PP zu dem Spiel genau anschaust, dann siehst Du doch, dass das Spiel von Susanne Braun 73% erhalten hat und von Rüdiger Steidle 33%. Durch das Wertungssystem der PC PP ergibt sich dann halt diese Wertung von 53% insgesamt.
    Der Test ist, um es in anderen Worten auszudrücken sehr kurz gehalten (1 Seite). Dazu testet der "Experte" Rüdiger Steidle das Spiel mit den erwähnten 33%. Das Spiel ist durchdacht, bietet eine sehr schöne Grafik und eine aussergewöhnliche und passende Hintergrundmusik. Dazu ist es eine Ausnahme zu den gewöhnlichen Shootern, da wohl auch ein paar Anteile von Sims darin enthalten sind. Das besonders Spannende an dem Spiel, was Rüdiger wiederum zum Gähnen findet, sind für mich die Momente, in denen mich jemand überrascht. Dabei ist diese Erfahrung weitaus beeindruckender als der Kill bei einem Shooter. Anstatt, daß der Action-Spezialist ein klares Verhältnis findet und argumentiert, reiht er sechs Sätze aneinander und macht seinen unerklärlichen Stempel mit 33%. Weitere Kritik sind das gemeinsame, spärliche drei Punkte Pro/Kontra der beiden Redakteure. Rüdiger bewertet hingegen eine Seite weiter Battlefield 2142 mit "91" Punkten. Dabei wird bei The Ship noch im Kästchen unnachvollziehbar erwähnt, das Spiel habe 60 Punkte im Bereich Grafik erreicht. Hm, ging sich ansonsten eine pausible Erklärung für die 33 Punkte von Rüdiger nicht mehr aus? Wie kommt er auf 33 Punkte? Ebenso interessiert mich, welche Aspekte für ihn das Spiel Battlefield 2142 im Vergleich zu The Ship so besonders macht. Die Nichtnachvollziehbarkeit macht die Endpunkte in den meißten Fällen so unglaubwürdig. Ist es dadurch widersinnig, sie in Frage zu stellen?

    Wenn ich schon Geld für Spiele ausgebe, dann sollen diese auch entsprechend vorher getestet und bewertet werden, damit ich Fehlkäufen wo möglich entgehen kann. In der Endwertung eines Testberichtes möchte ich entnehmen können, was das Fazit zu dem jeweiligen Titel ist.

    Titel, die Neuerungen bringen sollten automatisch einen Bonus bei Bewertungen genießen, denn das "Sonderbare" ist immer das Einprägsamere. Solche Titel verdienen eine aufmerksamere Betrachtung, als Spiele wo sich nur das Detail ändert. Findet ihr nicht? Welche Eigenschaft verleiht Battlefield 91 Punkte? ...Dann kommt die Antwort...da gibt es viele .... Ok, dann sag mir mal, was dich daran stört.... und schon ist eine Liste mit 10 Pro/ Kontra Punkten da. Und....erfolgreiche Praxis geht ihrer eigenen Theorie voraus. Einfach ausprobieren.

    Meine ersten Erfahrungen mit Computerspielen reichen auch auf "Pong" zurück.

    Hatte ich ja schon weiter oben geschrieben, dass man sich als Leser am besten im Laufe der Zeit quasi seine Redakteure herauspickt von denen man durch Erfahrungen annehmen kann, dass sie einen ähnlichen Geschmack wie man selbst besitzen.
    Abgesehen vom guten oder schlechten Geschmack eines Redakteurs, fallen persönliche Bewertungen nur zum Teil ins Gewicht. Ein Redakteur kann zwar eine möglichst prägnante oder persönliche Note finden, mit der er sich gegenüber den Lesern kundtut, doch im Mittelpunkt steht nunmal das Spiel, daß kritisch in Augenschein genommen werden will. Je mehr Aspekte in solchen Artikeln klar werden, desto besser. Eine Spielebeschreibung ist im Kauf des Spiels inbegriffen. Was den Leser interessiert, sind redaktionelle Beiträge, denen man nicht nur gut oder schlecht entnehmen kann, sondern die wesentliche Note dazwischen. Habe ich eine Liste mit einer Pro/Kontra Diktion vor mir, kann ich entscheiden, wohin mein Auge fällt und präge mir rasch ein, was mich anspricht oder mich warnt.

    Ich fand auch einige Spiele wirklich gut, die in der Wertung jedoch nicht so berauschend abgeschnitten haben. Das ist dann halt einfach der unterschiedliche Geschmack verschiedener Spieler und etwas anderes sind Redakteure ja nun eigentlich auch nicht. Im Prinzip könnte man auch fünf x-beliebige User hier im Forum nach ihrer Meinung zu einem bestimmten Spiel befragen und man würde ähnliche Ergebnisse erzielen.
    Hier greift wohl genau das Phänomen, das ich davor beschrieben habe. Eine übersichtliche Wertungsliste ohne Punkte. Wie könnte die aussehen? Das ist doch die eigentliche Frage. Das Punkte nichts aussagen, weil einfach die Zweckmäßigkeit fehlt, ist glaube ich klar. Wie macht man die Wertung also zweckmäßiger, als die jetzt ist? Sind wir damit zufrieden, wenn wir sie uns anschauen?

    Diese Umfrage lautet insofern: Punktesystem abschaffen - JA... / NEIN ...?

    Es ging wohl auch weniger um die Hersteller, sondern eher um die Leserschaft bzw. einem gewissen Prozentsatz von dieser, die einer Zeitschrift, die auf ein nicht prozentuales Wertungssystem umsteigen würde ihre Zuneigung entziehen könnte. Keine Ahnung, ob das wirklich so wäre.
    Bekommt ein Spiel einen PC Powerplay Button aufgedrückt, beinhaltet dieser eine deutliche Zahl. Die ganzen Listen, der vergangenen Zeit. Dh. Top 30, ... nix würde mehr greifen. Das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist eine Vision, sich weiter zu entwickeln und das tun sie auch. Es ist mir wichtig diese Moral zu hinterfragen und sie in Abrede zu stellen, damit die Qualität der Bewertungen angemessener wird. Wege zu diesem Ziel gibt es viele.
    Geändert von djm (02.12.2006 um 20:51 Uhr)

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