Enslaved, Fall und Aufstieg der Motivation

f42425

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Ein sehr gutes Spiel, jedoch wird hier der Schwierigkeitsgrad Hard beschrieben. Auf Normal, ist das Spiel ein Hochgenuss, jedoch wenig fordernd.

UPDATE ab Punkt 4

Das wird jetzt mein erster Blog.
1. Möchte ich die Funktion mal ausprobieren
2. Habe ich in den ersten 3. Kapiteln von Enslaved ein Wechselad der Gefühle erlebt
3. Wird das Spiel wohl sehr polarisieren
4. Endbosse und Zwischengegner
5. Fazit

1. Erledigt
2. Da stecke ich noch mitten drin.

Es fing alles super an. Direkt am ersten Tag, an dem man vorbestellen konnte, habe ich die CE vorbestellt. Super, dachte ich mir, bis die Mail von Amazon kam, der der bestellte Artikel nicht mehr erhältlich sei und ich dann auf einmal 10,00 EUR mehr bezahlen sollte. Nach 2 E-Mails an den Kundendienst habe ich einen Gutschein über 10,00 EUR erhalten und war wieder glücklich.

Als dann das Spiel auch noch zum Release eintraf war alles Perfekt. Damit das Spiel nicht so schnell durchgespielt ist, gleich auf Hard gespielt und es hat gut Spass gemacht.

Ja, bis ich zum ersten Endboss im 2 Kapitel kam. Ich hoffe das ändert sich noch, aber die Kameraführung bei dem Endboss war direkt aus der Hölle programmiert. Mit dem linken Stick laufen, mit dem Rechten Stick die Kamera justieren und dann das Timing lernen, wann man ausweichen muss. Auf Hard ist das dann auch alles noch ein wenig schwieriger, aber ich liebe ja die Herausforderung.

Da war ich zum ersten mal enttäuscht. Das hat mir, zusammen mit der 2 Schlag ein Schuss (2 Stück für den Gegner, mehr gibt es nicht) den Rest gegeben. Ich liebe Ninja Theory seit Heavenly Sword aufgrund des guten Charakterdesigns und Storyentwicklung. Das war mir aber zu viel. Enslaved wir definitiv zuendegespielt. Platin werde ich mir auch holen. Nach jetzigem Stand jedoch, wird es dann umgehend verkauft.

Sollte dieser Kamera Faux pas der einzige bleiben, dann ok. Dann ist meine Welt wieder schön, vom Kampfsystem mal abgesehen. Denn genau das, ist das was Monkey´s aufgabe ist, vom Klettern mal abgesehen. Das, kann er aber. Und zwar so gut, dass er nicht abstürzen kann. Ein gelungenes Feature wie ich finde....

Bis hier hin, denn den Rest muss ich ja erstmal erspielen. Ich hoffe, ich kann den Blog auch erweitern.... Siehe Punkt 1.

3. Vielen wird das Spiel aufgrund der o.g. Punkte bestimmt ein Dorn im Auge sein. Es ist auch wirklich nicht leicht zu akzeptieren, wenn man schon wesentlich bessere Kampfsysteme gespielt hat (Bayonetta sei hier mal beispielhaft genannt). Wenn man nicht so Storyaffin ist wie ich, kann es schon zu einer missbilligen Wertung führen. Ich gebe bis jetzt 78%.

4. Endbosse und Zwichenbosse sind leider sehr Anspruchslos. Beim ersten Berserker, kämpft man noch mit der Kamera, beim zweiten Wiedersehen kann man den schon gut Händeln und beim dritten Treffen ist dieser nur noch nervig, da noch 2 Mechs mit rumlaufen... Zudem, läßt sich bei der dritten Begegnung die Einleitungssequenz nicht überspringen.

Der Dog, auf den habe ich mich riesig gefreut habe, enttäuscht auf ganzer Gameplaylinie. Stun-Schuss, Schlag, Schlag, Schlag, Schlag, Schlag - Stun-Schuss, Schlag, Schlag, Schlag, Schlag, Schlag - noch 2 - 3 mal und fertig? Kurz 2x auf der Cloud hinterher, draufgehaun und fertig. WIE BITTE, eine Gruppe von 3-4 popeligen Mechs bringen mich an den Rand des Wahnsins und der Dog...

Das Rhino ist zwar etwas schwerer zu töten, denn es rennt blöde auf einen zu und man muss ausweichen, eine vom Pigsy in die Ringmitte geworfene Bombe abschießen wenn das Rhino in der Nähe ist. Das ist ne ziemliche Fummelei und der Rest des Endkampfes ebenso...

Man kann sagen was man will, die Endbosse sind super designed, nur gameplaytechnisch stümperhaft umgesetzt.

Die Ehrenrettung bietet in der Tat der Endkampf. Das ist das einzige mal, wo ich von Anfang an begeistert war. Zwar kämpft unterbrechen einem immer mal die Mechs mit den schon vorher beschriebenen Kinderkrankheiten, aber die Lust, Inzenierung und Endbossdesign haben meiner Motivation noch einmal einen Schub gegeben. Wenn alle Endbosse ein wenig nach dem Muster gestrickt wären...

5. Fazit

Die grafische Umsetzung, die Settings und die Charaktere Bosse bzw. Zwischengegner sind auf absolutem (grafischen) Superniveau. Die Unreal-Engine gibt alles. Millionen Details, alles sehr liebevoll designed und sehr stimmig. Das Performance Capturing ist absolut atemberaubend. Nur einmal am Anfang zieht Trip ne komische Schnute, sonst ist alles Top. Emotionen kommen sehr gut rüber. Auf Easy ist es, als würde man einen Spitzenfilm sehen, wo man ein wenig interagiert.

Das Kampfsystem ist wie es ist und man könnte evtl. damit leben, wenn die Kameraführung besser wäre. Sehr oft, habe ich in Nahaufnahme eine Wand vor Augen gehabt und wurde noch von hinten angegriffen. Das ist sehr oft passiert. Stellenweise kam ich mir vor, als wäre ich Friseur, da ich nur noch Monkey´s Kopf von hinten in Großaufnahme hatte. Aber, es war kein Minispiel, sondern Ergebnis der sehr schlampigen Kameraführung.

Die Story packt einen am Anfang ganz langsam und ab Kapitel 3 ist man Mittendrin. Von da an, baut diese sich immer weiter aus und wird nie Kitschig. Als die beiden am Lagerfeuer sagten, und was machst du jetzt... kannst ja bei uns bleiben, da dachte ich kurz... Rosamunde Pilcher läßt grüßen. Aber die Story ist wirklich subtil und gewinnt besonders mit Pigsy noch einmal an Tiefe.

Was ich wirklich gut finde, ist dass man Trip tragen kann wann man möchte und nicht nur an vorgegebenen Punkten.

Ich empfehle das Spiel auf Normal zu spielen. Die Charaktere, die Story und die Grafik sind atemberaubend. Kaufen nein. Leihen ja, denn Enslaved muss man gespielt haben. Geht auch zweimal, wenn man nicht auf Hard spielt.

Wer hier wirklich Plantin machen möchte... viel Spaß. Montag geht mein Spiel meistbietend raus.

Und ich habe mir vor lauter Vorfreude die Special Edition geholt...

Bewertung:

95% ohne Kampfsystem und Kameraführung
-05% für das rudimentäre Kampfsystem
-15% für die Kameraführung
-02% für fehlenden Sammelobjekte (nur Techorbs)
-05% für die schlechten Endkämpfe (bis auf der letzte)
---------
=68% auf Hard ohne Normal vorher gespielt zu haben

=77% auf Normal, da es einfach zu einfach ist.

Ein sehr gutes Spiel, bei dem man wirklich in der Lage sein muss, über die wirklichen Probleme hinwegzusehen. Die Tatsache, dass man einen Gegner nicht einmal einloggen kann (seit Zelda standard) und das die Kameraführung trotz Andy Serkis so beschissen ist, läßt mich zu dieser Wertung kommen. Mehr Sachen zum suchen, die wirklich versteckt sind, Bonuslevel, Kampfarena, mehr Interaktion mit Trip oder was auch immer. Ist ja nicht so, das es nicht andere schon vorgemacht haben. Ninja Theory hat ein Händchen für Story und Grafik und wenn die sich auch um das Gameplay gekümmert hätten, wäre Uncharted nicht mehr Genreführer!
 
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