Silent Hunter 4

ernie

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Mhhh.. Also mit SH 4 hatte ich keine nennenswerten Probleme. :ugly: SH 4 finde ich ein geiles Spiel, und besser als seinen Vorgänger.:hoch:
 
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wuddi

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Andere Meinung!

Ich gebe da ernie Recht! SH4 ist ein klasse Spiel, wenn auch leider mit vielen Bugs "versehen". Das war aber beim Erscheinen des dritten Teils nicht anders, der erst nach drei Patches die gröbsten Schnitzer überwunden hatte.

Zur Grafik: Die Grafik ist doch deutlich besser als in SH3! Das Wasser sieht einfach toll aus, vor allem bei strahlendem Sonnenschein und unterschiedlichen Blauschattierungen, U-Boote und Mannschaft sind viel detaillierter gestaltet, in den Häfen ist viel mehr los, der Meeresboden ist in Küstennähe dicht bewachsen, an den Stränden stehen Palmen, usw. SH4 ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Spiel, das vom Spielenden allerderings einiges an Geduld, Einarbeitungszeit (wegen mäßigem Handbuch) und eine gewisse "Leidensfähigkeit" (gelegntliche Abstürze und andere kuriose Ereignisse) verlangt.
 

Mudder

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Ich will das mal nicht als eigenständige Vorschau oder als Test posten, da es mehr nen Frustreport ist..



Silent Hunter 4

Die Mannschaft begibt sich unter Deck und wir fahren mit halber Kraft voraus aus dem Hafen. Die Sonne scheint und ein laues Lüftchen sorgt für seichten Wellengang. Und während wir den Kurs aus dem Hafen suchen kann man die anderen Schiffe und Gebäude begutachten welche in der Heimat zurück bleiben. Klingt schön und sieht auch schön aus. Doch das der Hafenauslauf trotz Zeitbeschleunigung zwischen 5 und 10 Minuten dauert, ehe man Kurs auf sein eigentliches Missionsziel nehmen kann, sorgt für den ersten Unmut. Dieser wird auch erstmal nur langsam abgebaut, denn auch mit 8000facher Beschleunigung dauert die Fahrt von Hawaii in die Küstenregionen Japans doch schon seine Zeit.

Der eintönige Spielverlauf wird aber jedoch recht plötzlich unterbrochen - die Deckwache meldet Fliegeralarm. Voller Erwartung lässt man die Flakgeschütze bemannen und sucht den Himmel nach den feindlichen Aufklärungsfliegern ab. Nach einer halben Minute Suche stellt sich dann aber schon irgendwo die Frage wie die Wache nur diesen winzigen Pixel am Horizont entdecken konnte. Aber was solls.. ab ans Flakgeschütz und bereit machen den Flieger runter zu holen. Das sich dies jedoch als schwieriger herausstellt als im Übungsszenario lässt den Spaß wieder schnell trübe werden und man überlässt es doch lieber der Mannschaft, welche den Flieger nämlich mit wenigen Schuss runter holen. Anschließend noch eine schnelle Meldung ans Hauptquartier und weiter geht die Fahrt.

Einen halben Spieltag später wieder Alarmmeldung. Offenbar hat der japanische Pilot ebenfalls Meldung gemacht und ein weiterer Aufklärungsflieger hat Kurs auf uns genommen. Ok kein Problem die Mannschaft hat ja schon Erfahrung damit und nach wenigen Salven ist der nächste Flieger auf dem Weg Richtung Meeresgrund. Die Freude darüber verfließt jedoch recht schnell denn am nächsten Spielemorgen ist auch schon der nächste Flieger, mit direktem Kurs auf uns, in Sicht. Um künftig etwas ruhiger in Richtung Japan schippern zu können lasse ich das Boot auf Periskoptiefe gehen. Der Flieger dreht trotzdem noch einige Runden über uns, ehe er den Rückweg antritt. Dieses Fliegerspielchen nimmt leider immer mehr zu, je weiter man sich der japanischen Küste nähert. Es geht sogar so weit das man im japanischen Meer tagsüber nur getaucht voran kommt da man im halben Stunden Takt (Spielzeit) Besuch von Patroullienfliegern bekommt.

Nichts desto trotz ziehe ich mehrere Tage einen wilden Zick-Zack Kurs durch die japanischen Hoheitsgewässer und hoffe meinem Missionsziel – japanische Konvois zu versenken – etwas näher zu kommen. Schade nur das auch nach einer Woche, außer Flugzeugen keinerlei Feinde in Sicht kamen oder gemeldet wurden. Aus Frust begab ich mich an Tag 8, Nachts in den Hafen von Yokohama. Die 3 Zerstörer welche den Hafeneingang bewachten schienen nur wenig Interesse an unserem Sonarkontakt zu haben und auch nachdem unser Boot ein Zerstörer in einer großen Explosion versenkten verließen die anderen beiden nicht Ihren vorprogrammierten Kurs. Wir konnten somit in aller Gemütlichkeit in den Hafen fahren und Freude machte sich breit als man im Hafen neben zwei Geleit-Flugzeugträgern auch ein Schlachtschiff sowie mehrere Kreuzer entdeckte.

Jeder Schuss ein Treffer und irgendwo muss man die japanischen Ingenieure schon loben.. So viele Torpedotreffer haben unsere Schiffe bei Pearl Harbour nicht ausgehalten. Am Horizont begann sich langsam der Himmel zu erhellen und auch der letzte Torpedo wurde abgeschossen, ohne diesen dämlichen Träger zu versenken. Langsam machten wir uns auf den Weg aus dem Hafen und die beiden Zerstörer fuhren weiter brav Ihre Wege. Kaum aus dem Hafen raus begann aber auch schon wieder der lästige Fliegeralarm.

Wirklich ärgerlich wurde es dann aber als auf halben Weg nach Haus plötzlich eine Fehlermeldung aufpoppte und man leider feststellen musste das das Spiel abgestürzt war. Ärgerlicher wurde es vor allem dann nachdem man ein alten Spielstand lud und nahezu an selber Stelle nochmals abschmierte. Spätestens hier ist der Spielspaß wirklich am Boden und die Lust es nochmal zu probieren ist doch recht niedrig.

Ich probierte insgesamt 3 Karriereanfänge. Wovon ich jedoch nicht einmal die erste Mission ohne Absturz beenden konnte. Auch einzelne Missionen ließen sich nur selten Fehlerfrei beenden.
Das allgemeine Gameplay ist auch mehr Frust als Lust. Flugzeuge wissen offenbar immer wo man sich gerade befindet und innerhalb des gegnerischen Luftraums kommt man tagsüber so gut wie gar nicht mehr vorwärts.. es sei denn man fährt unter Wasser und hat das Periskop eingefahren – womit man dann die Zeit beschleunigen kann.
Die KI hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Zerstörer die Hafeneinfahrten sichern interessiert es nicht wenn sie beschossen oder im Hafen Schiffe versenkt werden. Konvoigeleitschutz hingegen weiß selbst bei vorsichtigster Schleichfahrt wo man sich befindet. Die Missionen sind auch nur bedingt spielbar, da selbst eine 2 Wochen-Patrouille im Feindgewässer nicht ein feindliches Schiff aufbrachte und der Versuch abgeschossene Piloten oder Rettungsboote aufzunehmen (eigene wohlgemerkt) habe ich nach einer Stunde dann auch aufgegeben da sich die Flöße einfach nicht retten ließen. Nein teilweise verwinden die sogar direkt vor der eigenen Nase und tauchen 500m weiter wieder auf.

Ich habe es inzwischen aufgegeben das Spiel zu spielen bevor nicht min. Patch 1.2 erschienen ist. Schade denn in Sachen Grafik und Schadensphysik hat sich schon einiges zum besseren gewandt. Doch so schwerwiegende KI- und eigenartigen Absturzfehler versauen einem jeden Spielspaß.
 

wuddi

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Es geht auch anders...

Mhm, schön ausführlicher Beitrag vom Poster über mir :) ! Ich spiele momentan auch im Karriere-Modus (auf 82% Realismus) und habe schon 5 oder 6 Feindfahrten erfolgreich abgeschlossen! Unter anderem habe ich einen amerikanischen Agenten an der japanischen Küste abgesetzt, einige Flugzeuge vom Himmel geholt und allerlei Handelsschiffe versenkt. Das ich unterwegs (ganz egal wie das Einsatzziel lautet) nicht auf feindliche Schiffe oder auch größere Konvois treffe, ist mir während all der Einsätze nicht passiert. Die dichte Flugüberwachung lässt sich auch einigermaßen "umgehen", wenn man einen geschickten Kurs ins Zielgebiet wählt und bei Annäherung an die japanische Küste tagsüber getaucht fährt (möglichst tiefer als Periskoptiefe um ordentliche Horchkontakte zu bekommen, denn das Hydrophon funktioniert - wie in der Realität auch - nur ab einer bestimmten Tiefe) und nur des nächtens aufgetaucht seine Kreise zieht. Konvoi-Geleitschutz verhält sich auf hoher See meiner Meinung nach intelligent und herausfordernd, denn die Japaner lassen nicht so schnell locker und nehmen einen mit 2 oder 3 Zerstörern auch einmal gerne in die Zange! Da hilft meist nur tief tauchen, bis einem die thermische Schicht (oder wie auch immer das auf deutsch heißen mag, habe nämlich die UK-Version des Spiels) Deckung gibt oder der geschickte Einsatz von Täuschkörpern und Kursänderungen. In Häfen bin ich bisher noch nicht eingedrungen...

Allerdings gibt es natürlich auch Macken des Spiels, da es alles andere als bugfrei ist. Ein, zwei Abstürze hatte ich auch (ärgerlich, wenn man längere Zeit nicht gespeichert hat) und gelegentlich schwächelt das Schadenssystem (immer wieder kaputt gehende Flak inkl. verletzter Flakschützen). Viele vermeintliche Fehler des Spiels lassen sich auch auf das mangelhafte Handbuch zurückführen und stellen sich später quasi als "Fehlbedienung" des Benutzers heraus - ging mir anfangs auch so!

Aber im Allgemeinen ist die dynamische Kampagne von SH4 deutlich besser als in SH3 und auch etwas abwechslungsreicher, da mehrere unterschiedliche Ziele (also nicht nur Schiffe versenken) gegeben werden und man auch mal Funkmeldungen auf See empfängt!

Natürlich muss einem das Spielprinzip aber auch liegen! Man braucht viel Geduld (ist halt kein Actionspiel) und muss leider in Kauf nehmen, sich einzuarbeiten (hier sei nochmals auf das miese Handbuch hingewiesen) und im offiziellen SH4-Forum zu stöbern (da gibt es tolle Tipps und Anleitungen von Spielern).

- wuddi

P.S.: Der Kampf Flugzeug gegen U-Boot ist i. d. R. eher Selbstmord für das U-Boot (bei realistischer Betrachtung und SH4 setzt das teilweise auch so um). Da bleibt einem nur zu hoffen, dass man den Flieger rechtzeitig mit dem Radar ortet und dann für einige Zeit abtaucht...
 
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