The Bard?s Tale I ? Tales of the Unknown GA Community

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StHubi

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Über 20 Stunden ist es nun her, dass die sechsköpfige Heldentruppe der GamesAktuell Community in die Stadt Skara Brae aufgebrochen ist und nun ziellos, aber immerhin noch nüchtern, durch den Weinkeller einer Kneipe im Südosten der Stadt irrt. Der manchmal etwas viel SPAM verzapfende Barde der Gruppe LORDOUZO will gerade in einem epischen Lied die Begebenheiten zusammenfassen, die unsere Helden in diese Situation brachten. Zumindest hätte er das getan, wenn ihm die Herren d.night und AzziPerlenSound nicht klar gemacht hätten, dass Gesang das letzte ist, was sie hören wollten und ihnen Schmerzensschreie eines Barden viel besser gefallen würden...


Wer sich jetzt wundert, warum die beiden jungen Frauen aus unserer Community hier als Herren bezeichnet werden, sollte wissen, dass im 1985 erschienen The Bard?s Tale I nur männliche Helden erstellt werden können. Frauen in der Gruppe gab es erst ab The Bard?s Tale III ? Thief of Fate. Die Schuld daran trägt bestimmt wie so oft ein böser Zauberer!
Da unser SPAM-Barde LORDOUZO nicht singen darf, fasse ich mal kurz die Geschichte von The Bard?s Tale I ? Tales of the Unknown ganz unmusikalisch zusammen:
Der richtig schön fiese und schlecht draufiglich seiende Magier Mangar the Dark hat beschlossen die Stadt Skara Brae zu erobern. Durch einen mächtigen Zauber schließt er die Stadt in einem ewigen Winter ein und verwandelt anschließend die Bevölkerung der Stadt in Monster (zumindest kann ich mir nicht anders erklären, warum jetzt mehr Monster als Zivilisten die Stadt bewohnen). Nur wenige Einwohner entgehen dem Zauber und formieren sich zum Widerstand bzw. scharen sich in der Abenteurer-Gilde um eines der letzten warmen Feuer im Kamin. Dort sitzt aber auch zufällig ein endloser Vorrat an Helden (es ist halt eine sehr große Gilden-Halle), von denen sich sechs Recken aufmachen Mangar zu besiegen und die Heizkosten in Zukunft wieder niedriger zu halten (Öko-Botschaften waren 1985 offensichtlich schon voll angesagt!). Diese und beliebig viele andere Helden erschafft der Spieler und steuert dann sechs Stück von ihnen in seiner Gruppe im Kampf gegen Mangar und seine Heerscharen von Monstern.
Alle Helden kann der Spieler aus einer Kombination von 7 Rassen und 8 Klassen erstellen. Wobei ein paar Klassen nicht für alle Rassen verfügbar sind. Wie der Name The Bard?s Tale schon sagt, ist ein Barde besonders nützlich für das Abenteuer der kleinen Gruppe. Er ist ein Veteran des Nahkampfes, kann aber auch mit seinen Barden-Liedern ganz einzigartige Magie wirken, vorausgesetzt man hat ihm ein Instrument gegeben. Die Lieder kann er dann entweder im Kampf oder beim Durchwandern der insgesamt 16 Karten des Spiels (1 Stadt und 15 Dungeon-Etagen) spielen. Jede der Karten ist 22x22 Schritte groß und lässt sich daher leicht kartografieren, auch wenn Teleporter, Antimagie und Dunkelzonen das gerne erschweren würden.
Ein Barde kann allerdings nur eines seiner sechs Lieder pro Erfahrungsstufe singen. Danach muss er in einer Kneipe in der Stadt ein alkoholisches Getränk trinken. Das kostet Geld, aber der Barde braucht das und einer der Leitsprüche des Spiels lautet nicht umsonst:
"When the going gets tough, the Bard goes drinking." (siehe The Bard?s Tale Manual Seite 23, ich mache immer noch keinen Doktor-Titel, dafür aber weniger Fehler!)
Beim Durchlaufen der Dungeons und der Stadt sieht man in einem kleinen 3D-Fenster die Umgebung vor der Gruppe. Wichtige Dinge, wie z.B. Inschriften in Wänden oder auf Schildern, werden im Text-Fenster direkt daneben beschrieben. Momentan aktive Zauber werden als Symbole zwischen diesen beiden Elementen angezeigt. Die untere Hälfte des Bildschirms zeigt die wichtigsten Werte der Gruppenmitglieder auf einen Blick an. Ganz besonders wichtig sind natürlich Lebens- und Zauberspruchpunkte. Logischerweise haben nur Charaktere von magisch aktiven Klassen Zugriff auf Zaubersprüche. Im ersten Teil der Serie gibt es für neu erstellte, magisch aktive Charaktere nur die Klassen Beschwörer und Magier zur Auswahl.
Beispielsweise kann die Halb-Elfen-Beschwörerin IndianerWoman in diesem Spiel zwar keine großartigen Community-Specials erschaffen, dafür aber ebenso effektvolle Dinge wie Licht oder für die Gruppe kämpfende Monster. Licht braucht man logischerweise in den Dungeons, damit man etwas sehen kann. Außer durch Magie kann man Licht auch durch Fackeln oder Laternen erzeugen. Wie ihr vielleicht schon merkt, ist das Spiel recht komplex und kann mit annähernd jeder Kombination von Rassen oder Klassen gespielt werden. Es ist allerdings ratsam, eine ausgewogene und vor allem im Nahkampf starke Gruppe zu bilden, da gerade die Kämpfe eine wichtige Rolle spielen. Allerdings werden magisch aktive Charaktere später im Spiel ungleich mächtiger, weswegen ein Umstellen der Gruppe in der Abenteurer-Gilde nach einiger Spielzeit auch eine beliebte Strategie ist.

An meist zufälligen und manchmal auch vorgegebenen Stellen trifft man in der Stadt oder in den Dungeons auf schier endlose Scharen von Gegnern. Dafür wird ein Portrait eines Gegners statt der 3D-Sicht eingeblendet und das Text-Fenster informiert zu Beginn der Begebnung über die möglichen Handlungen. Vermutlich werdet ihr jetzt wie unser Hobbit-Krieger Dr. Calcolon (Kurzform für Dragon) schwer überrascht sein, dass ihr euch sogar zwischen Kämpfen und Flüchten entscheiden könnt! Beginnt man den Kampf, wählt man für jeden Charakter eine Handlung.

Wie ich gerade sehe, hat sich der Zwerg-Paladin AzziPerlenSound dazu entschlossen eine "Party Attack" auf die eigene Gruppe zu starten (sie hat das Kommando vermutlich ein bißchen falsch verstanden), während der Elf-Schurke d.night sich im Schatten versteckt. Letzteres ist das besondere Kampf-Manöver des Schurken. Gelingt diese Aktion, kann kein Gegner im Kampf den Dieb attackieren. Andere Vorteile bringt diese Aktion leider erst in späteren Teilen der Serie mit sich, aber so lange kann d.night ja in den Schatten auf die eventuelle Fortsetzung dieses Blogs warten. Außerhalb der Kämpfe entschärft der Dieb Fallen im Dungeon oder an Schatzkisten.
LORDOUZO ist total verdutzt wegen der "Party Attack" und steht nicht in einer der ersten drei Positionen der Gruppe. Denn nur in einer dieser Positionen kann man Nahkampfangriffe starten oder von ihnen getroffen werden, weswegen "Verteidigen", "Zaubern" oder "Gegenstände einsetzen" die einzig sinnvollen Optionen sind. LORDOUZO beschließt einen Gegenstand zu missbrauchen und kräftig in sein Fire Horn zu blasen, das er in seinem Inventar von maximal 8 Gegenständen trägt.

Der Ablauf des Kampfes wird in Form eines Textes (auf manchen Systemen mit Soundeffekten zur Untermalung) nach und nach etwa so ausgegeben:

d.night versteckt sich erfolgreich in den Schatten und lacht dreckig.
LORDOUZO bläst in sein Horn und röstet AzziPerlenSound für 124 Schaden.
StHubi verteidigt sich - er rechnet mit offensiven Blog-Kommentaren seiner Leser und Gruppenmitglieder.
AzziPerlenSound brüllt "PARTY! PARTY! PARTY!" und knabbert an LORDOUZO für 2014 Schaden. LORDOUZO stirbt. AzziPerlenSound weint.
IndianerWoman schlägt sich die Hand vor den Kopf für 0 Schaden und benutzt die Schriftrolle "Nach dem Tod" auf LORDOUZO. LORDOUZO steht wieder auf und trägt jetzt ein weißes Gewand und Sandalen.
Dr. Calcolon überblickt mit den wehenden Haaren seiner Perücke das Schlachtfeld und zitiert den ersten Conan Film: "What is best in life? To crush your enemies, see them driven before you, and to hear the lamentation of their women.? ? kann aber auch sein, dass er sich einfach nur verteidigt.


Das Eingeben von Befehlen und Abhandeln der Aktionen wird dann so lange durchgeführt, bis die Gruppe flieht, den Kampf gewinnt oder alle Gegner gestorben sind. Im Falle eines Kampfes innerhalb der Gruppe, kann man den Kampf auch freiwillig beenden, wie es unsere Helden jetzt auch getan haben. Kämpfe innerhalb der Gruppe sind für Probleme mit dem Spezial-Mitglied der Gruppe vorgesehen. Es kann vorkommen, dass Monster sich der Gruppe als Mitglied auf der Position S anschließen. Wird das Monster im Kampf durch ein Gruppenmitglied aus irgendeinem Grund verletzt (Hypnose oder ähnliches), greift es die Gruppe an und der Spieler muss es gewaltsam aus der Gruppe entfernen.
Nach dem siegreichen Kampf gegen Monster bekommen alle überlebenden Gruppenmitglieder Erfahrungspunkte und Schätze. Je stärker die Gegner waren desto höher fallen beide Belohnungen aus.
Haben die Charaktere genug Erfahrungspunkt gesammelt, muss man das "Review Board" in Skara Brae besuchen und die Charaktere dort für eine kleine Gebühr aufsteigen. Alle zwei Level-Aufstiege ist es auch möglich neue Zauber für die Zauberer zu erlernen. Mit einigen neuen Zaubern können die magisch aktiven Charaktere sogar ihre Klasse wechseln und die Sprüche anderer, höherer magisch begabter Klassen wie dem Zauberer oder Hexers lernen. Schafft man es einem Charakter alle Sprüche aller magisch aktiven Klassen beizubringen, erreicht er die Klasse des Erzmagiers. Allerdings ist der Standort des so wichtigen "Review Board" ein Geheimnis, das gesprächige Barmänner für ein paar Goldstücke lüften können. Auch der erste Dungeonzugang zu einem Weinkeller wird auf ähnliche Weise geöffnet...
Stufe 2 zu erreichen, ist bereits eine sehr schwere Aufgabe, da die Stadt nur so vor Monstern strotzt und selbst auf dem kurzen Weg zum Waffenhändler, der vuer Schritte von der Abenteurer-Gilde entfernt liegt, kann es passieren, dass man ungeschützt und unbewaffnet von einer Übermacht niedergemäht wird.

Das Spiel enthält auch das eine oder andere Rätsel. In den Dungeons trifft man Personen oder sprechende Monster, die dem Spieler Rätsel stellen und deren Antwort man dann ohne große Hilfestellung eintippen muss. Ein Rätsel ist zum Beispiel die Inschrift über einen verrückten Gott. Irgendwo kann man den Namen dieses Gottes nennen, um in die Katakomben der Stadt zu kommen.

Aus heutiger Sicht ist The Bard?s Tale I ? Tales of the Unknown wohl nur noch Hardcore-Rollenspielern oder historisch interessierten Gamern zu empfehlen. Das Spiel basiert auf einem gut durchdachten Rollenspiel- bzw. Hack ´n´ Slay-System, was zumindest früher niemanden gestört hat und mich heute auch nicht wirklich abhalten konnte. Denn die vielseitigen Möglichkeiten eine Gruppe zu erschaffen, zu modifizieren und das Spiel sowie die Kämpfe strategisch anzugehen, machen das Spiel für mich zu einem wahren Evergreen. Dank eBay bin ich kürzlich in den Besitzer aller drei Teile der Serie in ihren ursprünglichen Verpackungen gekommen und spiele nun wieder mit großer Begeisterung den ersten Teil der Reihe.
Mein alter Kumpel Benny hat das Spiel etwa 1990 in der Deutsch übersetzten Version auf C64-Kassette auf einem Flohmarkt ergattert. Die Grafik war auf diesem System noch ein wenig gröber, die Ladezeiten eine Katastrophe, Zauber mussten per Codes aus dem Handbuch eingegeben werden (wie auch in der PC-Version, wenn man mit Tastatur spielt), aber die deutschen Übersetzungen der Kampfmeldungen waren einfach ein großer Spaß. Das war mein erster Kontakt mit Computer-Rollenspielen und es hat meine Spielvorlieben bis heute beeinflusst.
Etwa zwei Jahre danach konnte ich das Spiel auf dem Amiga 500 und noch ein paar Jahre später auf dem PC monatelang weiter spielen. Geschafft habe ich es bisher noch auf keinem System und starte nun einen weiteren Versuch auf meinem PC in der DOSBox.

[bild10]
Es schwingt natürlich noch eine Menge Nostalgie bei mir mit, wenn ich über dieses Spiel schreibe, aber ich hoffe der Blog konnte euch diesen Klassiker ein wenig näher bringen. Wenn die Gruppe ihre "Party Attack" überleben sollte, erzähle ich euch in einiger Zeit von The Bard?s Tale II ? The Destiny Knight, allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Teil bisher nie gespielt habe und es daher schon eine Weile dauern könnte. Denn ich wollte immer erst den ersten Teil abschließen, um meine Helden in den zweiten Teil zu importieren. Immerhin habe ich jetzt für die Helden ein schier endloses Repertoire an Namen in Form der Namensliste der GA Community gefunden. Tobias Hartlehnert als Mensch-Barde liegt doch absolut nahe, oder nicht?
Jetzt muss ich aber erst einmal meine Kehle mit einem guten Tropfen Malzbier benetzen, denn das war mein 24. Blog für diese Seite seit dem letzten Schluck?
 

LORDOUZO

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was hab ich gelacht....ich und ein Barde allein das ist schon 6 likes wert......
Verdammt endlich wieder ein geiler Blog
 

Indianerwoman

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ich war natürlich die erste die bei uns online war. Natürlich konnte ich es kaum erwarten es zu lesen.

Und ich kann dem Lord nur recht geben auch ich hab tierisch gelacht. Stell mir gerade den Lord als Barde vor, da muss ich gleich noch mehr lachen.

Der Blog hat viele Highlights, die Herren Azzi und d.night einfach göttlich. Oder welche stelle ich ja auch verdammt klasse finde und mich weggeschmissen hab, ist als Du schriebst Dr. Calcolon überblickt mit den wehenden Haaren seiner Perücke loooooooool ne Perücke würde den bestimmt manchmal gut tun, so wie er seiner Haarpracht die sich dem Ende neigt hinter her heult.

Ich brech ab, der Blog ist einfach geeeeeeeeeeeeeil.

Darum gibt es noch diesen netten Link um natürlich beim Thema zu bleiben Beer Song
 

d.night

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Herr d.night?!?
An dieser Stelle habe ich natürlich sofort aufgehört zu lesen. Frechheit.

Nur Spaß. Lustiger Blog, dreckig lachen gefällt mir, gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Trotzdem hoffe ich das bleibt das einzige Mal dass ich als Herr bezeichnet werde. ^^
 

Indianerwoman

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d.night, ich kenne sogar noch ein anderes mal wo Du als männlich angesprochen wirst. Also wird es wohl nicht das einzige Mal sein oder bleiben.

Geniess es doch einfach, da kannst vielleicht noch a böse Ader raus lassen. *laaaaaaach*
 

AzziPerlenSound

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Zwerg-Paladin Azzi / Azzi weint...also ne,ne,ne soooo ja nicht meen Jung, aber nun gut, ich lasse mal Gnade vor Zorn ergehen und dich somit am Leben.

Ehrlich ich hab selten so viel in einem Blog gelacht wie in diesem, eine schöne Story zusammen geschustert haste da.
Mehr, Mehr, Mehr DAVON!!! LOS MACH HINNE, ICH WILL WEITERLESEN !!! :D
lg de Azzi
 
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StHubi

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Freut mich, dass der Blog euch so gut gefallen hat!
Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen eine Fortsetzung zu schreiben. Aber das kann, wie angedeutet, schon eine ganze Weile dauern. Vielleicht mache ich ja noch ein paar Episoden bzw. Kampfrunden "für zwischendurch" bevor "The Bard's Tale II - The Destiny Knight" an der Reihe ist...

@Azzi: Zum Glück habe ich das Verteidigen-Manöver gewählt! Aber glaubst du, der Papst würde JEHMALS auf die Idee kommen einen Zwergen-Paladin wegen Zombie-Daseins zu vernichten? Das wäre doch DIE Tarnidentität schlechthin für dich... ;)
 

Tobias Hartlehnert

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Die EGA-Version war ja mal richtig hässlich. Ich habe damals die C64- und später Amiga-Version durchgezockt, die war richtig hübsch und hatte tollen Sound :)
 
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StHubi

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Die Amiga-Version war grafisch wirklich fantastisch. Leider habe ich heute keinen funktionstüchtigen Amiga mehr und mit Emulatoren herum zu hantieren ist mir etwas zu kompliziert geworden, da ich ja die Charaktere auch in den zweiten Teil importieren will... Das Spiel an sich gefällt mir jedenfalls immer noch :)
 

Tobias Hartlehnert

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Charaktere von der Savedisk zu importieren sollte mit dem WinUAE eigentlich auch kein Problem sein.

Da fällt mir grad ein, dass Bard's Tale auf dem C-64 tatsächlich mein allererstes Rollenspiel war. Ein Schulkamerad hatte es mitgebracht und mir dieses neuartige Spiel gezeigt. Charakterwerte, Aufleveln, Dungeons - das war eine völlig neue Welt. Diese erste Liebe hält bis heute :)
 
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StHubi

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Fehlt halt nur noch die Lizenz, wobei das Spiel so alt ist, dass es heute nicht mehr kommerziell erhältlich ist und wohl als Abandonware gelten kann. Außer natürlich ein Retro-Games-Anbieter nimmt es wieder ins Programm (ist ja mit Ultima 1-3 schon passiert).
Ich habe ja jetzt auch die PC-Version über eBay bekommen und spiele die dann auch :)

Im nächsten Blog über BT werde ich vielleicht mal ein paar Screenshots anderer Versionen zum Vergleich einbauen. Die Amiga-Version kam meines Wissens nach immer als letztes und war daher technisch stets überlegen. BT3 kam beispielsweise 3 Jahre (!) nach der C64 Version.

Nachtrag für Tobi:
Da du das Spiel ja auch in deiner Jugend gespielt hast, würde ich ja schon gerne wissen, als was für einen Charakter hast du dich selbst ins Spiel eingebracht? Ich war eigentlich meistens ein Mensch Paladin oder Krieger. Diese Klassen lagen mir in Fantasy-RPGs schon immer :)
 

Tobias Hartlehnert

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Hm, das ist schon 25 Jahre her, woher soll ich das noch wissen ;)

Generell ist es bei RPGs aber eher weniger so, dass ich mich mit einem bestimmten Charakter selbst ins Spiel einbringe. Das entscheide ich eher spontan, wobei ich aber meistens starke Nahkämpfer oder flinke Fernkämpfer bevorzuge; Zwerge oder Magier z.B. fallen da meistens durch, wenn das Spiel z.B. nur einen Charakter hat und keine Party.
 
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StHubi

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Heute bringe ich mich selbst auch nicht mehr ein. Aber The Bard's Tale war das aller erste Rollenspiel am Computer überhaupt, das ich je gespielt habe. Da lief noch einiges anders als heute :)
 

d.night

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Hab mir grade zum ausprobieren ganz böse die ADF's der Amiga Version geladen. Leider funzt es zumindest mit E-UAE nicht wirklich...die Steuerung zickt extrem.
Braucht btw. Kickstart 1.3, es muss also ein Amiga 500/2000 emuliert werden...wenns noch jemand ausprobieren will.
 

DigitalNoir

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Ich hab damals, in jüngsten Jahren, einen Brief mit einer handvoll Dollars an EA geschickt und ein Lösungsbuch für "The Bard's Tale II" bestellt. Die Lieferung steht bis heute aus.

Vermutliche wäre ein solches Buch mittlerweile Milliarden wert. Zumindest stehen die Originale noch im Schrank. Natürlich für den C64........
 

Pain217

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Die Perfekte Verbindung von Spiel und Community, hat echt Spaß gemacht es zu lesen. Jetzt dämmert es mir woher der Name mir so bekannt vor kam, früher in der Schule war glaube ich der 3 Teil das große Thema, habe das mal kurz beim Kumpel gespielt.
 
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StHubi

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@DigitalNoir: Tatsächlich kann man bei ebay.com die offiziellen Clue Books für The Bard's Tale noch ersteigern. Die Sofort-Kauf Preise sind wirklich alles andere als feierlich. Interessanterweise wurde der Inhalt des The Bard's Tale I Clue Books (vor allem die Karten daraus) in diversen deutschen Computerspiele-Magazinen (C64er, Happy Computer, Power Play, Joystick) abgedruckt... Ob das Lizenz technisch in Ordnung ging?

@Pain217: Teil 3 war auch eine echte BOMBE! So riesig und umfangreich war kein Rollenspiel der damaligen Zeit. Der Inhalt war dann auch noch absolut topp... Aber darüber schreibe ich ja vielleicht ein anderes mal ;)
 
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