Arbeiter zweiter Klasse: Wieso Leiharbeiter gefährlich leben

Wer ist für die fehlende Sicherheit der Leiharbeiter schuld?

  • Die Bundesregierung, weil sie Ausnahmen in Tarifverträgen zuläßt.

    Stimmen: 5 62,5%
  • Die Arbeitsagentur, weil sie zu wenig kontrolliert.

    Stimmen: 2 25,0%
  • Der Leiharbeiter, weil er die Arbeit ja nicht annehmen muß.

    Stimmen: 1 12,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    8

Sternitzky

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Der deutsche Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Vor allem die Branche der Leiharbeit boomt. Aber leider etabliert sich dort klammheimlich eine Zweiklassengesellschaft, in der es schnell um Leben oder Tod gehen kann.

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Eure Meinung?
 

gelini71

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Was für ein Quatsch !

Ich habe selber fast 4 Jahre bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet & derartige Erfahrungen nicht gemacht. Im Gegenteil - Arbeitssicherheit stand an erster Stelle. Die PSA wurde direkt am ersten Arbeitstag ausgehändigt. Fehlte etwas oder gab es Probleme - ein Anruf & die Sache wurde geregelt. Einmal im Jahr gab es eine allgemeine Sicherheitsunterweisung.
Es ist zudem von den Firmen einfach engstirnig & schlichtweg dumm , das Thema Arbeitssicherheit nicht zu beachten. Den mit jedem Unfall steigen die Beiträge der Berufsgenossenschaft. Und die sind generell bei Zeitarbeitsfirmen hoch , da diese als Verwaltung gelten & Arbeiter in Industrie & Handwerk haben.

Jeder der Arbeiter sollte eigendlich auch wissen , was er darf & was nicht. Es sollte bekannt sein , das man als Leiharbeiter nur dann Stapler fahren darf , wenn man a) einen Staplerschein hat , b) diese Tätigkeit im Auftrag vermerkt ist & c) man im Betrieb eine Sicherheitsunterweisung gemacht wurde. Leider leider lassen sich viele Arbeiter durch blöde Sprüche verunsichern. Aber ist das dann die Schuld der Leihfirmen ?

Sicherlich gibt es in der Branche schwarze Schafe - keine Frage. Aber die Behauptungen , die in diesem Bericht gemacht werden sind sehr einseitig & teilweise falsch. Jeder Arbeiter ist persönlich für Seine PSA verantwortlich & hat auch auf Seine persönliche Sicherheit zu achten. Wenn die Leihfirma Ihn dabei nicht unterstützt , dann ist das ein Zeichen , das die Ihren Job nicht ernst nehmen & es Zeit ist , die Firma zu wechseln. Es gibt soviele Zeitarbeitsfirmen an jedem Ort , man ist als guter Arbeiter nicht auf eine bestimmte angewiesen.
 

Punisher

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Ich hab den Bericht nicht angeschaut und das Thema Arbeitssicherheit lasse ich jetzt mal aus.

Bei der ganzen Zeitarbeit Sache ist für mich das schlimmste das man auf lange Sicht null Zukunfts perspektiven hat. Man wird irgendwo hingeschickt und darf so lange da arbeiten bis es Arbeit für einen dort gibt. Im Grunde genommen gibt es immer Arbeit, aber eben nicht immer bei dem selben Arbeitgeber, somit auch null Rechte. Das man als Zeitarbeiter mehr wie nur schlecht bezahlt wird ist ja auch kein Geheimnis. Was soll man sich damit leisten? Ich sage nicht mal ein anständiges Auto, geschweige denn irgendwann ein Eigenheim. Es langt gerade mal für die Miete und den Kühlschrank. Da braucht sich keiner zu wundern das in Deutschland so wenig Kinder gezeugt werden. Von was soll man die den Groß ziehen? Das Kind wird dann nur ein weiterer Sklave der Zeitarbeit Firmen. Denn es gibt sehr wenige Ausbildungsplätze und an die kommt man ohne Vitamin B gar nicht mehr ran. Die Politik tut auch nichts dagegen, im Gegenteil ich denke das die Ungebildetheit so gewollt ist.

Schüler oder Leute die was dazu verdienen wollen, für die ist es Ideal. Für einen normalen Bürger ohne Ausbildung oder schlechter Ausbildung sind Zeitarbeitsfirmen eine Sackgasse. Mittlerweile schicken sogar die Arbeitsämter die Arbeitslosen dahin. Bei Langzeitlern ist das ok, aber die reichen jeden weiter oder man wird gesperrt. Das Arbeitslosengeld wird nach dem Gehalt der letzten 6 Monate berechnet, wenn man Pech hat und in der Zeit Zeitarbeiter war, kann man sich eigentlich gleich beim Sozialamt anstellen.

In der heutigen Zeit bleibt einem eigentlich nur noch der Weg in die Selbstständigkeit oder Carlitos Way.
 
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gelini71

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Die Zeitarbeit hat Vor & Nachteile - und ich habe beide erlebt.

OK - die Bezahlung ist schlecht , man wird automatisch dazu angehalten , immer mehr Stunden zu machen , damit man überhaupt einigermaßen etwas auf der Abrechnung hat. Zum Glück verdient meine Frau sehr gut sonst hätte ich mir den Spaß nicht gönnen können.

Das mit Mitarbeiter zweiter Klasse stimmt nur bedingt , den das kommt ganz auf den jeweiligen Betrieb an. Ich hatte Fälle , da war ich wie einer von den Festangestellten & wurde gleich behandelt. Es agb aber auch das andere Extrem - wo halt direkt gesagt wurde , Du bist Leiharbeiter , Du bist nix !

Mit der Übernahme ist das so eine Sache. Bei viele Firmen kommt man mitlerweile nur noch durch die Zeitarbeit rein. Die Firmen schauen sich halt die Arbeiter über eine längere Zeit anschauen , ob diese ins Team passen. Von meiner Seite spricht da nix dagegen , denn auch ich habe die Möglichkeit , mir mal den Betrieb über längere Zeit anzusehen. Letztendlich war es bei mir so , das die betriebe , wo ich anfangen wollte keinen über längere Zeit angestellt haben & die Betriebe , die mir nach 3 Tagen einen Übernahmevertrag auf den Tisch gelegt haben mir nicht gefallen haben. So habe ich mich halt knapp 4 Jahre in einem Zeitarbeitsverhältnis gehalten.

Was man aber als Vorteil sehen kann ist die Tatsache , das man als Arbeiter sehr viel lernen kann & auch mitbekommen kann , da man ja in verschiedene Arbeitsabläufe rein kommt. Und diese Erfahrungen sind wirklich Gold wert.
 
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