• Forum geschlossen!
    Das Forum befindet sich im Nur-Lese-Modus. Das Erstellen neuer Themen und Beiträge ist nicht mehr möglich.

Brauchen wir Kriege?

Sind Kriege sinnvoll?

  • Kriege sind nie sinnvoll.

    Stimmen: 9 27,3%
  • Um Menschenrechte zu schützen, ja.

    Stimmen: 1 3,0%
  • Sinnlos, aber unvermeidlich.

    Stimmen: 9 27,3%
  • Kriege sind aus gewissen Gründen sinnvoll.

    Stimmen: 14 42,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    33

balthier9999

Bekanntes Gesicht
Mitglied seit
26.02.2007
Beiträge
7.598
Reaktionspunkte
0
headkriegkopie.png


Ein Krieg ist der Gipfel eines Konflikts, bei dem Kollektive durch Gewalt versuchen, die Überlegenheit über andere zu erlangen. Er tötet gezielt Individuen, schadet Lebensgrundlagen und zerstört Kultur. Allein die Definition des Kriegs führt zu der Frage, warum wir sie überhaupt austragen.

In der Vergangenheit waren Machtstreben, Ressourcenmangel, Dogmatismus, Religion oder Nationalismus (u.v.m.) Ursachen für einen Krieg, wobei man die Gründe nie monokausal erklären kann.
Krieg ist auch kaum ein Ausnahmezustand; Frieden ist nur dann wenn es keine Kriege gibt – in dieser Zeit bereitet man sich auf einen neuen Kriegsbeginn vor. Mir wurde mal erzählt, dass in der gesamten Geschichte seit Christi eine Woche die längste Zeit ohne Krieg war (wann das war und ob das stimmt, weiß ich nicht).

Die westliche Welt strebt heute nach eine friedlichen Welt, jedoch bewerkstelligt sie dieses mit kriegerischen Handlungen (UNO, UN). Sie greift in fremde Konflikte ein und verursacht häufig noch schlimmere Folgen. Sollte man eingreifen, wenn ein Militärstaat seine Bevölkerung verhungern lässt? Ist ein Krieg für solche Zwecke doch sinnvoll?

Sind allein Angriffskriege verwerflich? Laut GG sind diese in Deutschland verboten: [Artikel 26 (1)] „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Ist diese Ansicht völlig korrekt? Gerade wenn eine überlegene Macht in einen Konflikt einschreitet?

Dieser Thread soll Fragen über den Krieg klären und diskutieren. Ist Krieg ein angeborener Instinkt? Gibt es realen Frieden? Welche Rolle spielt das Geld? Wer darf Krieg führen? Wie erreicht man Frieden? Brauchen wir Krieg?
gray.gif
 
Tja, schwierige Frage!Eine angeborene Tendenz, Konflikte mit Gewalt zu lösen gibt es sicher.In der Geschichte wurden große Erfindungen/Entdeckungen immer zuerst dazu benutzt um möglichst viele Menschen zu töten (z.B. Kernspaltung - Atombombe, Kernfusion - H-Bombe)
 
Tja, schwierige Frage!Eine angeborene Tendenz, Konflikte mit Gewalt zu lösen gibt es sicher.
Ja, die gibt es. Zumindest habe ich das mal gelesen – ist aber schon ein Weilchen her. Man hatte herausgefunden, dass sich Urwaldvölker wegen Nichts quasi bekriegen. Allein, dass es Gruppen gibt, also unterschiedliche Kulturen, würde ausreichen, dass sich die Angehörigen der Gruppen gegenseitig als fremd und somit als Gefahr betrachten. Egal wie minimal die Unterschiede sind.

Betrachtet man es aus wissenschaftlicher Sicht, ist das Verhalten sogar logisch: Es ist nichts weiter als eine Selektion der Kulturen. Die beste Kultur überlebt.

Jedoch – und jetzt springen wir in die heutige Welt – macht dieses Verhalten denn mit fortgeschrittenen Mitteln, einer gigantischen Bevölkerung und aufgeklärten Menschen überhaupt Sinn? Kriege können auch virtuell ohne Menschenverluste ausgetragen werden (was auch gemacht wird, siehe Börse). Doch auch solche kulturellen Kriege bringen Verluste – und da der Mensch intelligent ist und vernünftig, fragt man sich schon: Selbst im virtuellen Rahmen ist so ein Konflikt gar nicht nötig, um Fortschritt zu erzielen. Es ist nur das System, dass festgefahren ist.

In der Geschichte wurden große Erfindungen/Entdeckungen immer zuerst dazu benutzt um möglichst viele Menschen zu töten (z.B. Kernspaltung - Atombombe, Kernfusion - H-Bombe)

Die dann aber nützlich wurden. Argument der Kriegsbefürworter ist ja, dass die Menschen für Kriege besonders kreativ werden würden und aus den Erfindungen könnten dann nützliche Dinge entstehen. Jedoch ist das so nicht ganz richtig, es ist mehr oder weniger ein Wechsel zwischen Nützlichkeit für das Militär und für die gemeine Bevölkerung. GPS wurde vom Militär erfunden und wird nun für Autos eingesetzt. Autos, ursprünglich für die Bevölkerung gedacht, wurden schließlich für das Militär verwendet.

Zudem finden sich auch in friedlichen Zeiten große Erfindungen. Problem ist halt: Es ist NIE Frieden.
 
Wie war es doch bei MATRIX? Die erste Version bot ein wunderschönes Leben ohne Sorgen und Ängste, alles war perfekt, fast wie im Schlaraffenland. Aber DAS hat nicht funktioniert, die Menschen sind einfach gestorben.
Erst die "schmutzige" Version der Matrix hat den Erfolg gebracht.

In jedem steckt halt auch ein kleiner Teufel, es wird immer Konflikte geben und der stärkere setzt sich durch - oder der intelligentere mit den besseren Waffen.

Heutzutage geht es allerdings in den meisten Kriegen einfach nur ums Geld, der eigentliche Konflikt ist nur das Alibi. Die Waffenlobby verdient immer an jedem Krieg, hinterher wird wieder aufgebaut, die Baubranche verdient, für die Verletzten ist die Pharmaindustrie da ...


dest1ny49
 
Krieg ist scheiße...

Die Frage ist nur. Soll man wirklich tatenlos zusehen wenn sich andere gegenseitig niedermetzeln....ihre eigenen Völker versklaven. Oder brauchts dann doch eine "Weltpolizei" die eingreift? Zur Not mit Waffengewalt?

Ich weiß es nicht und ich bin froh dass ich das nicht entscheiden muss...
 
Oder brauchts dann doch eine "Weltpolizei" die eingreift? Zur Not mit Waffengewalt?

Naja wenn ich lese, dass in Afghanistan die NATO wieder zivile Opfer auf ihrem Gewissen hat, ist die Frage durchaus berechtigt, ob man solche "Friedensstifter" überhaupt braucht:rolleyes:

Zum Thema: Krieg ist scheiße, aber leider unvermeidlich.
 
Zivile Opfer gibts ein einem Krieg immer...

Ud vermeidbar wäre es schon. Von der Wirtschaft unabhängige Politiker und abschaffen aller Religionen und die Sache mit dem Krieg hat sich...

Ähh, ok, nach eingehender Prüfung ist das wohl...ziemlich unrealistisch.^^
 
Die Frage ist nur. Soll man wirklich tatenlos zusehen wenn sich andere gegenseitig niedermetzeln....ihre eigenen Völker versklaven. Oder brauchts dann doch eine "Weltpolizei" die eingreift? Zur Not mit Waffengewalt?
Eine Weltpolizei? Unter welcher Regierung? Wenn, dann wäre es ja die westliche Welt, die schließlich auch die Mittel verfügt, im Frieden zu leben. (In anderen Ländern ist Krieg ja gar kaum ausweichlich)
Wenn die westliche Welt sich dann in Konflikte anderer mit Waffengewalt einmischt, wie kann dann von Hilfe die Rede sein? Im Prinzip sind solche Einsätze doch nur ein Ventil für die westliche Welt – Waffen müssen ja auch mal eingesetzt werden, die Überlegenheit ausgenutzt werden.

Dumm nur, dass keine Waffenüberlegenheit bei asymmetrischer Kriegsführung nutzt. Ein Terroranschlag verursacht heute mehr Schaden, strukturell gesehen, als ein Krieg gegen ein Land.
Zum Thema: Krieg ist scheiße, aber leider unvermeidlich.
Warüüüm? :D
 
Eine Weltpolizei? Unter welcher Regierung? Wenn, dann wäre es ja die westliche Welt, die schließlich auch die Mittel verfügt, im Frieden zu leben. (In anderen Ländern ist Krieg ja gar kaum ausweichlich)
Wenn die westliche Welt sich dann in Konflikte anderer mit Waffengewalt einmischt, wie kann dann von Hilfe die Rede sein? Im Prinzip sind solche Einsätze doch nur ein Ventil für die westliche Welt – Waffen müssen ja auch mal eingesetzt werden, die Überlegenheit ausgenutzt werden.

Dumm nur, dass keine Waffenüberlegenheit bei asymmetrischer Kriegsführung nutzt. Ein Terroranschlag verursacht heute mehr Schaden, strukturell gesehen, als ein Krieg gegen ein Land.

Also einfach zuschauen? Finde ich auch nicht richtig...
 
Also einfach zuschauen? Finde ich auch nicht richtig...
Vieles, was in der Vergangenheit unternommen wurde, verursachte größere Konflikte. Bestes Beispiel ist ja die aktuelle Situation im Nahen Osten.

Besser wäre es zumindest, ohne Waffengewalt zu helfen. Und auf freiwilliger Basis. (nicht von der Regierung her gesehen, sondern von den Bürgern) Es ist auch eine Frage, ob man einem Land die Demokratie aufzwingen sollte.
 
Da ist schon was dran, ich sag ja jetzt auch nicht dass ich alles gut heiße was die Amis aufführen da drüben. Aber andererseits ist es halt auch nicht so dass die jetzt die bösen sind und die Iraker oder die Afghanen oder wo die sonst noch überall sind die Guten, unschuldigen Opfer. Ich weiß das sagst du jetzt nicht so, aber viele sagen das so...

Also nochmal...ich bin nicht wirklich dafür, aber auch nicht dagegen. Da sollen sich klügere Menschen den Kopf drüber zerbrechen.^^
 
1.) könntet ihr bitte das dämliche "natur des menschen" gerede unterlassen? ;D
2.) "Man kann nicht a priori Nein zum Krieg sagen. Die Konzentrationslager wurden auch nicht von Friedensdemonstrationen befreit, sondern von der Roten Armee"
paul spiegel.

dieses zitat bringt es meiner meinung nach auf den punkt. krieg ist scheiße, keine frage, aber oft gibt es keinen anderen weg. bestes beispiel ist wie oben genannt der NS.
ein weiteres beispiel ist israel - dieses land wäre, wenn es keinen krieg führen würde, schon längst von islamistischen barbaren überrannt worden.
in diesem kontext betrachtet sollte man sich auch ernsthaft gedanken machen, ob eine invasion gegen den iran nicht vllt doch angebracht wäre - in anbetracht der tatsachen, dass dort zum einem an einer atombombe gewerkelt wird und zum andern ernsthafte drohungen gegen israel ausgesprochen werden, diese auch einzusetzen...

Da sollen sich klügere Menschen den Kopf drüber zerbrechen.^^
auch ne interessante einstellung... xD
 
Islamistische Barbaren? Wow...

Ich sag mal lieber nix dazu sonst muss ich mich hier wieder als antisemitisch denunzieren lassen...
 
Islamistische Barbaren? Wow...

Ich sag mal lieber nix dazu sonst muss ich mich hier wieder als antisemitisch denunzieren lassen...
wie würdest du diese regression denn sonst nennen? und bitte komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen romantisierenden intifada-stories von iwelchen plo-spacken. :ugly:
 
Zum Krieg gehören immer zwei. Mehr sag ich dazu nicht. Ich finds nur zum kotzen wenn eine Seite dargestellt wird als Helden und die andere als Monster...
 
das ist eine seeeehr verkürzte sichtweise....
sag mir doch mal bitte, wie israel deiner meinung nach handeln sollte, wie es deiner meinung nach kriege verhindern sollte. :)
 
Ohne Kriege würde es uns wesentlich schlechter gehen. Und irgendwie muss man ja die Überbevölkerung ja wieder ausgleichen. ;)
 
das ist eine seeeehr verkürzte sichtweise....
sag mir doch mal bitte, wie israel deiner meinung nach handeln sollte, wie es deiner meinung nach kriege verhindern sollte. :)

Deeskalierend? Nicht immer mit zehnfacher Gewalt antworten? Endlich einen Weg suchen wie die Beiden gemeinsam in Frieden leben können?

@GenX: Traurig...aber leider hast du da nicht unrecht...
 
ein weiteres beispiel ist israel - dieses land wäre, wenn es keinen krieg führen würde, schon längst von islamistischen barbaren überrannt worden.

Ähem. Ich würde ja wirklich gerne widersprechen, weil ich selbst zur Hälfte arabischer Abstammung bin. Aber so ganz falsch ist das nicht. Nur politisch nicht sonderlich korrekt. Ich hätte eher von Fundamentalisten gesprochen, als von Barbaren.
 
Zurück