Das Leben der Ewigen Existenz

Phuindrad

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Oder: Wieviel Fluch oder Segen birgt die ewige Existenz eines nicht endenwollenden Lebenskreises auf dieser Erde unter Menschlichen Lebensansprüchen?

"Unsterblichkeit ist das Konzept, das zeitlich unbegrenztes Leben in physischer oder spiritueller Form ermöglicht."

DIeser Satz laut Wikipedia erläutert kurz und gut eben diesen Zustand welche in der Geschichte der Menschheit so oft erreicht werden wollte und welcher niemals erreicht wurde... Eine Tatsache welche positive wie Negative Konsequenzen nach sich zieht.

Ob durch Schaffung unsterblicher Kunst oder Kultur, Spiritueller Unsterblichkeit oder Materieller Physischer Unsterblichkeit, es gab viele Indeen und Gedankenspiele welche noch ins Reich der Fiktion gehören.
Zwei Formen der Unsterblichkeit sind die welche ich "Wahre" Unsterblichkeit nenne und "Bedingte" Unsterblichkeit ist. Bedingt Unsterblich sind Wesen welche durch die Macht eines Sterblichen Menschen oder anderen Wesens doch vernichtet werden können.
Beispiele dafür sind Vampiere als Geschöpfe der Nacht ist ihre Existenz kein echtes "Leben" im Näheren Sinne, sonder nur ein Zustand zwischen Tod und Leben, Untoten Lebens also. Als solche Kreaturen müssen diese das Blut der Lebenden in der Nacht trinken um ihre eigene Unheilige Existenz zu verlängern. Potentiell können sie so ewig leben. Allerdings kann man sie durch einen Pflog durch dass Herz, sowie Sonnenlicht oder Knoblauch vernichten.
So bleibt meistens nur ein Haufen Asche von dieser Illusorischen Art des Ewigen Lebens...

Wahre Unsterblichkeit erlangte noch kein Menschliches Wesen, Fabelwesen wie der Phönix oder das Einhorn sollen solche Unsterblichkeit besitzen, auch solche Wesen welche wir als "Götter" bezeichnen, also Wesen welche ein Normalsterblicher nicht töten vermag.
Das Leben als Göttliche Existenz weilt wahrlich ewig.

Unsterblichkeit jedoch muss nicht das gesamte Paket bilden das man braucht, denn das ewige Unsterbliche Leben schließt das Altern nicht aus, welches einen ungeachtet des ewigen Lebens weiter auszehrt bis man schließlich nach Äonen zu Staub zerfällt und so zwischen der Welt der Lebenden und der Toten eingekerkert ist, auf ewig.
Ewiges Leben und ewige Jugend erfüllen das Begehren nach der Ewigen Unversehrtheit des Körpers, ob die Seele des jenigen Altert ist bisher noch unbekannt. Die Spirituelle Energie welche für mich die Seele bildet, die Erinnerungen aufnimmt, durch Erfahrungen wächst und sich durch den Gang durch das Leben wandelt kann vermutlich ewig leben. Denn dieser Teil des Menschen wird Wiedergeboren, die Erinnerungen an das Alte Leben jedoch werden abgestreift wie die verbleichende Körperliche Hülle...

Soviel zum Theoretischen, was wäre wenn es Möglich wäre durch eine Fügung des Schicksals diede Wahre Unsterblichkeit welche auch die ewige Jugend einschließt zu besitzen?
Diese Situationen sollten nun beleuchtet werden.
Anschauungsmaterial ist ein Durchschnittlicher Mensch welchen wir aus Ideenmangel einfach den Namen Phuindrad geben.

Dieser Normalbürger lebt sein Normales Leben, sich nicht im Klaren als Auserwählter im Spiel der Götter zu dienen, als Bauer im Schachspiel des Schicksals, was es auch immer war das es tat, dieser Normale Mensch ist ohne es zu ahnen unsterblich.
Mit den Jahren fällt es noch nicht auf, bis zu seinen 30. Geburtstag altert dieser Mensch normal, dann allerdings beginnt diese Unsterblichkeit zu wirken. Als dieser Phuindrad einen Schrecklichen Unfall als einziger überlebt, nahezu unverletzt kommt es ihn seltsam vor, doch noch ist es erträglich.
Dieser Mensch hat Familienangehörige, Verwandte, Freunde, Bekannte. Doch mit den Jahren und Jahren werden alle Bekannten und Angehörigen älter. Älter und älter, die Alten sterben hinweg, ihre Seelen kehren zurück in den Kreislauf des Lebens, doch der Verlusst fügt den Unsterblichen Phuindrad erste Schmerzen des Abschieds zu.
Mehr und mehr scheiden die Sterblichen dahin, lichtet sich der Kreis um diesen Menschen welcher sieht wie der Tod den Wald gnadenlos auslichtet bis schließlich nach vielen Jahren auch der Letzte stirbt welcher ihn Nahe war.
Dieser Mensch ist nun alleine, umgeben von anderen Menschen, welche Leben und Sterben und im ewigen Kreislaufe des Lebens gefesselt sind. Er, der als einziger aus diesem Kreise ausgeschieden ist, steht daneben wie ein Aussätziger.
Phuindrads Leben währt ewig und so braucht dieser etwas um sich abzulenken, etwas die Unendlichkeit des Seins zu erfüllen. Liebe, Heirat, Frau und Kinder erhalten... Kurzweilige Freuden in der Endlosigkeit, vorbeiziehende Erinnerungen im Strom der Zeit und zum Ende weiterer Schmerz diese Zeugnisse der Sterblichkeit zu Grabe zu tragen...
200 Jahre lebt dieser Mensch bereits, seine Familie die er begründete existiert noch, doch bereits sein Urururururenkel lebt, kennt ihn nicht und hat auch keinerlei Ähnlichkeiten zu ihn, er besucht das Kind nicht das sich wie seine Eltern nicht an ihn erinnert.
Er sucht diesen Kontakt nur selten, die Sterblichkeit und den Schmerz fürchtend sucht er etwas anderes... Was soll man tun wenn die Menschen flüchtig sind? Man kann die Geschichte der Menschheit erahnen, als ständiges kommen und gehen, des Aufblühens und Vergehens und kann im Hintergrund dessen seinen Sinn suchen.
Phuindrad durchreist die Welt, jeden Ort, jedes Land, jede Stadt, jedes Dorf, es eilt nicht denn er hat alle Zeit der Welt, keine Probleme und lebt ewig. 100 Jahre lang reist der nun 300 Jährige durch die Welt, hatt alles kennengelernt und erforscht und Millionen Fotos und Erinnerungen Erschaffen welche im Unterbewusstsein gespeichert wurden.
Nun da die Welt durchreist wurde, macht sich Phuindrad in der Kultur bemerkbar, jedoch nur 45 Jahre bis dieser mit 345 Jahren das Interesse verliert und so aus dem Bilde der Menschheit verschwindet, für 100 Jahre.
Dieser Mensch ist das Jammertal der Menschen leid in das diese sich freiwillg begaben als sie ihre Moderne Zivilisation erschufen. Doch alleine dieses Tal des Leides, des Jammers und der Armut nicht selbst verlassen können...
Er nimmt sich wie es seine Art ist Zeit, viel Zeit als er mit 445 Jahren wiederkehrt ist er bereit die Menschen zu einen, alle Menschen, aller Hautfarben zu einem Wahren Volk, dem Volke Mensch...
20 kurze Jahre braucht er um eine Nation zu erreichen welche ihn als Herrscher akzeptiert und unterstützt. Demokratisch ist Phuindrad an die Macht gekommen und beginnt diesen Staat umzuformen, seine Erfahrung welche Jahrhunderte umfasst soll nicht durch enge Regierungszeiträume beengt werden... So endet die Demokratie und ergeht in einer Autokratischen Herrschaft, so beginnt der Mensch das Land zu verbessern, Menschliche Fehler auszumerzen und so den Wege in die Modernität zu öffnen...
Jahrzehnt um Jahrzehnt vergeht, das Land wird befreit von Fehlern und beginnt zundehmend zu Wachsen, Moderner zu werden. Dieser Fortschritt erreicht enorme Ausmaße, Ausmaße welche den anderen Staaten zu dubios und gefährlich werden, doch Spionageversuche scheitern, alles deutet auf eines hin... Invasion... 515 Jahre lebt Phuindrad nun als seine Nation die Welt in einen neuen, einen vierten Weltkrieg stürzt und selbst an der Front kämpft, kann er ja nicht sterben und hofft doch in diesem Kampf zu fallen.
Land um Land fallen wie Korn von der Sense und nach 100 Jahren Krieg hat diese Nation die Welt besetzt auf diese Besetzung folgen 1000 Jahre Gewaltsame Umformung, Unterdrückung, aber auch Fortschritt, Heilung, Einigung und das Ende der Kriege.
1520 Jahre lebt Phuindrad nun als er die Menschheit so leitet wie diese sein soll, ungeachtet ihrer Hautfarbe unter einer Sprache, einer Kultur und Religion in einer Nation vereint, bereit den Weltraum zu erforschen, sowie die Erde zu erforschen und zu heilen.
Weitere 1000 Jahre später sind die Terraformisierung von Mond und Mars in vollem Gange und selbst die Venus wird verschoben um belebt zu werden und so mit 2550 Jahren macht sich Phuindrad auf in die Unendlichen Weiten, auf Fremde Wesen zu finden und durch einen nahezu unbegrenzten Ionenantrieb sowie ewiger Zeit will er diese Wesen finden, ob diese den Tod kennen oder wie er dazu verdammt sind ewig zu sein...
2000 Jahre nach dieser Zeit erreicht Phuindrad einen fremden Planeten, dessen Volke ihn aufnimmt und erforschen kann. 4600 Jahre existiert der Mensch nun, reist mit eingefrorenen Vertretern dieses fremden Volkes zurück zu den Kolonien der Menschen, weitere 2000 Jahre zurück...
Für die Menschheit vergingen 4000 Jahre ohne ihren Unsterblichen Gebieter, als dieser 6606 Jährig dort angelang sind die Planeten verwüstet und alles Verfallen, die Menschheit ist ausgestorben, ihre Knochen bleichen im Weltall im Sonnenlicht und nun ist Phuindrad völlig alleine, dazu verdammt als letzter Mensch auf ewig auf der Erde zu weilen...
Der Fluch der ewigen Existenz hohlte ihn ein, ihn der alles wollte und schließlich alles verlor...

Nach dieser kleinen Fabel erschließen sich folgende Vor und Nachteile aus der wahren Unsterblichkeit:
Positiv:
+ Keine Sorgen um Gesundheit
+ Kann die Zukunft sehen
+ Kann Wissen und Ideen sammeln

Negativ:
- Man sieht geliebte Menschen sterben
- Man ist immer alleine

Man verliert über dies irgendwann den Respekt für den Zerbrechlichen Kreislauf des Lebens und das Interesse dies zu sehen.
Daher, ist es weniger ein Segen denn ein Fluch das ewige Leben zu erreichen. Ein Segen ist es die Augen zu Schließen und irgendwann wiedergeboren zu werden. Sterblich sein, doch leider entfallen die Erinnerungen an das alte Leben und so bleibt immer eine Angst, was mit uns nach dem Tode passiert...
Dieser Zustand vom Tod zur Wiedergeburt der Ewigen Spirituellen Energie welche die Seele ist kann Philosophisch äußerst rege disskutiert werden...
Vieles was dort zu sehen ist und nichts das zwingend falsch oder richtig ist. Etwas worauf die Religionen fußen, auf der Unerklärlichkeit dessen das einst jeden ereilt...
 
da kann man nur hoffen dass mich diese furchtbare Last von ewiger Gesundheit, Jugend und Schönheit trifft...ich würde diese Bürde gerne tragen. ^^

Merkwürdiger Blog...iwie. Vielleicht muss ich ihn noch mal lesen um ihn zu verstehen...aber net jetzt.
 
GenX:
Ein Blog ist das was man daraus liest.
Wenn du ihn Lustig findest ist es besser als wenn man ihn liest, sich sein Teil denkt und wieder geht. Drum ist es schön wenn ich einen Kommentar bewirkt habe, etwas das mehr Auszeichnung ist als 1000 "Mag ich". ;)
Nebenbei:
2012 endet ja auch etwas, die Sterblichkeit dieses Phuindrads und das als Beginn der Ewigkeit angesehene Ewige Leben ist in etwa das Ende der Welt, der Alten Welt...
Außerdem wollte ich vorsorgen falls wir 2012 doch irgendwie überleben...

@ d.night:
Ja, das denke ich ist keiner bereit gerne zu schultern.^^
Naja, ich wollte mal ein anderen Blog schreiben, etwas das nicht zum Üblichen Blogtenor passt.
 
Ach das mit dem Ende der Menschheit 2012, naja, selbst wenn sowas eintritt, ein kleiner Bruchteil wird immer überleben. Bis dahin heißt es hoffen und sich mit jemandem anfreunden, der nen Atombunker und massig Vorräte hat.

@Blog: Irgendwie anders, das stimmt. Wahrscheinlich, weil man sich zu einem Blog über dieses Thema nicht motivieren kann, geht mir zumindest so.
Witzig fand ich den kein bisschen, seltsam, dass da jemand heult vor lachen, aber nicht jeder hat denselben Humor.
 
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