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GamesCom 2010 - Es kam irgendwie alles anders

Wallbreaker

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Sicherlich bin ich mit meinem Blog zur GamesCom ziemlich spät dran. Zu meiner Entschuldigung hab ich Stress auf Arbeit plus ein Seminar zur politischen Bildung für Zivildienstleistende vorzubringen. Nichtsdestotrotz möchte ich Euch meine Erlebnisse meines ersten GamesCom-Besuchs nicht vorenthalten, bei dem ich so einiges erlebt habe.

Die Planung begann bereits letzten Herbst, als ich im Internet meinen heute besten Freund aus Köln kennengelernt habe. Seitdem haben wir uns den Besuch der Messe vorgenommen gehabt, das Geld für meine Zugfahrt war seit meinem ersten Zivi-Sold beiseite gelegt. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bei der Bahn beim Thema Ticket buchen war dann alles soweit: Den Rucksack vollgepackt mit all den kleinen und großen Sachen die es braucht und dann ab zum Bahnhof.

Mit einigen Minuten Verspätung (und das war an dem Tag nur die Spitze des Eisbergs) kam meine Regionalbahn und fuhr mich zum Hauptbahnhof in Leipzig, ein sehr schöner Bahnhof, wenn man wie ich eine Umstiegszeit von einer knappen Stunde hat. Viele Geschäfte und Cafés laden zum Bummeln ein. Kurz vor der Abfahrt im ICE der erste Schreckmoment: Der Zug fuhr von einem anderen Gleis, weil sich ein anderer ICE um satte 2 Stunden verspätet hat. "Die armen Passagiere" dachte ich mir, bis ich in meinem ICE von einer freundlich klingenden männlichen Stimme mitgeteilt bekommen habe, die Abfahrt würde sich um 40 Minuten verzögern. Die Bahn macht... nein, nicht mobil, sondern aggressiv!

Meinen Anschluss-ICE würde ich damit defintiv verpassen. Die sehr komfortable Fahrt konnte ich ebenfalls nicht so richtig genießen, da ich bis zum Halt in Frankfurt nicht wusste, wie es weitergeht. ICE wars leider nicht mehr, sondern ein stickiger IC mit Menschen an Bord, die man wohl nie in einem ICE vermuten würde... Mit 2 Stunden Verspätung (jetzt brauchte ich selbst Mitleid) kam ich dann endlich todmüde in Bonn an, von wo mich mein Freund mit dem Auto abholte. Das einzige was ich nach der Ankunft noch gemacht habe, war, ins Bett zu fallen.

Samstag, 21. August

Geplant war eigentlich, bereits sehr früh die Messe zu besuchen, um lange Schlangen zu vermeiden (Andy Gray von Codemasters twitterte etwas von 1 Stunde Wartezeit am Stand von F1 2010). Daraus wurde leider erstmal nix: Meinem Freund ging es schlecht, er hatte Übelkeit und Kopfschmerzen. Irgendwann wurde es so schlimm, dass wir beschlossen, ins Krankenhaus zu fahren. Irgendwie lief das alles bis jetzt nicht so wie ich dachte. Doch wie ein Wunder verließ er nach etwa 20 Minuten das Krankenhaus, als wäre nix gewesen. Gut dachte ich mir, jetzt kann die Messe kommen.

Da es am Samstag erwartungsgemäß immer am vollsten ist, haben wir uns dazu entschieden, die Messe erst am späten Nachmittag zu besuchen. Vorher gabs noch einen schönen Ausflug in die Stadt Köln, einen Gang durch den Dom und über die Domplatte inklusive. Bei ziemlich heißen Temperaturen, die sich im August eh rar gemacht haben kamen wir nach gut einer halben Stunde endlich auf dem Messegelände an. Plötzlich kamen mir 3 sehr bekannte Gesichter aus der Cynamite-Redaktion entgegen. Die Szedlak-Brüder, von denen ich absolut keine Ahnung hatte, wer wer war sowie Katharina Reuß, die allesamt ein leckeres Eis aßen. Angesprochen hab ich sie nicht, mein Hirn hat in dem Moment einfach nicht schnell genug geschaltet.

Da mein Freund nicht so wirklich an den gezeigten Spielen interessiert war, gings gleich in Halle 7 wo meine Favoriten F1 2010, GT5 und Assassins Creed Brotherhood zu spielen waren. Letzteres hab ich mir aufgrund sitzender (!) Personen in der Warteschlange einfach mal geschenkt, aber F1 2010 musste trotz 1 Stunde Wartezeit angetestet werden. Wie ich mich dabei geschlagen hab, seht Ihr hier: F1 2010 Area . GT war für mich als Prologue-Besitzer natürlich nichts großartig neues, zumal aufgrund der Video-Flut auf Cynamite alles mehr oder weniger bereits bekannt war. Den 3D-Modus hab ich mir aber mal angeschaut. Es sah sehr schick aus, aber auf Dauer mit ner klobigen Brille zocken (bin ja selbst schon Brillenträger) ist eher nichts für mich.

Der viele Lärm und die Besuchermassen haben uns dann ziemlich schnell die Flucht ergreifen lassen: Es war nicht wirklich ein Ort, an dem man sich lange wohlfühlt. Schnell gings zurück nach Hause, wo wir uns erstmal vom Tag erholten und anschließend sämtliche gemachten Bilder und Videos austauschten.

Der Sonntag war gekommen, sprich: Tag der Abreise. Schweren Herzens bin ich in den ICE eingestiegen, trotz all der Schwierigkeiten wars ein tolles Wochenende, das ich mein Lebtag nicht wieder vergessen werde. Der Besuch der Messe 2011 ist bereits jetzt vorgemerkt ;)
 
Endlich mal kein ewig langer Messeblog. Trotzdem hoffe ich es war der Letzte für dieses Jahr.^^
 
ist extrem unterhaltsam. Bahn macht mobil-aggressiv. Du könnest für die als Werbeexperte anfangen. Jetzt weiß man auch wieso Fußballfans aggressiv werden, die sind bestimmt mit der Bahn angereist. Eine Theorie, die man überprüfen müsste. Oder noch einer: Nicht Videospiele, sondern die Bahn ist für Amokläufe und Gewalt verantwortlich. Ob die dann auch verboten wird?

Ansonsten ein schöner Blog und Du hattest ja noch einen tollen Tag, trotzt der Höhen und Tiefen. Dann viel Glück für 2011.

Schöne Grüße vom Schwarzen Kater

RMRacing
 
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