Der CDU-Mann ist nicht nur Familienminister von NRW, sondern auch echt ein moderater Mensch. Sein Ministerium unterstützt auch zahlreiche Projekte für die Medienkompetenz von Eltern - was der da sagte in der Diskussion, meinte er auch wirklich. (z.B.
Neu beurteilt: - Spieleratgeber NRW) Und er ist einer der Verfechter der Zusammenarbeit mit der Elternbetreuung mit dem Kölner Forschungszentrum Spielräume, das Pfeiffer ja immer mit einem Gefälligkeitsinstitut wie für die Tabakindustrie vergleicht.
Ich fand sehr gut, dass Laschet sich nicht von dem pseudowissenschaftlichen Gebrabbel des Herrn Pfeiffer hat einschüchtern lassen und seine gutsherrnartige Diskussionsführung auch mal deutlich anging ("Führen Sie jetzt hier die Moderation, Herr Pfeiffer?"

). Er hat einige Mythen richtig gestellt, die zum Beispiel mit der angeblichen Unmöglichkeit staatsanwaltlichen Vorgehens gegen gewaltverherrlichende Spiele zusammenhingen, sobald sie von der USK eingestuft sind. Deutlich gemacht hat Laschet, dass Pfeiffer nicht nur mit moralischen Argumenten kommt, gleichzeitig aber behauptet, sein KFN hätte "objektiv" die Einstufungen der USK überprüft. Zudem hat Laschet mal aufgeräumt mit dem unsäglichen Quatsch, dass nach Meinung von Herrn Pfeiffer die USK von den Spieleherstellern gekauft sei. Sehr gut, echt. Der Laschet hat mich in dieser Form sehr überrascht.
Von dem Typen vom G.A.M.E. war ich allerdings sehr enttäuscht: "u-u-u-u-u-u-und" Ich fand ihn nicht sehr souverän in seiner Argumentation - der war Pfeiffer leider nicht gewachsen - und hat einmal auch echt den Faden verloren: Zitat Moderatorin "Das habe ich jetzt nicht verstanden - aber okay..."
Der Medizinstudent... ja dazu kann man wohl kaum mehr sagen als das, was Laschet dazu gesagt hat. "Finden sie nicht, dass sie ihre persönlichen Erfahrungen mit Computerspielen nicht ein bischen zu sehr auf die Allgemeinheit übertragen?" Anders gesagt: ER hat sich nicht im Griff gehabt, Er hat Aggressionen verspürt, ER wurde von seinen Eltern nicht beaufsichtigt, ER wurde süchtig. DAS sagt aber überhaupt nichts über ANDERE Spieler aus. Es sagt nur aus, dass er ein ernsthaftes eigenes Problem hat. (Wie kann so jemand nur Mediziner werden?)
Mir kam der Typ vor wie ein Alkoholiker, der auf einer Party damit nicht fertig wird, dass er als einziger nicht saufen darf, und daher jeden anderen verteufelt, der auch nur an einem Glas nippt.
SChade nur, dass solch eine Diskussionsrunde in dieser Besetzung nie auf der ARD bei hart, aber fair zu finden ist.