Von wegen Bioware, was sich Hudson und Walters gedacht haben wohl eher. Variablen sind ein unheimlich schlechtes Argument, weil Variablen nun mal genau das waren mit dem man Mass Effect drei Teile lang verkaufte. Von Teil 1 an hieß es, die Entscheidungen haben Auswirkungen. In Teil 2 war davon nichts zusehen, es blieb nur Teil 3. Da war es schon besser aber letztendlich hoffte man mit jedem fortschreiten auf etwas mehr, zumal man bei Bioware vieles ganz plumb ersetzte. Dass man dann nicht mal ganz am Ende eine richtige Varation anbieten kann, natürlich inklusive eines Happy Ends, ist ne ganz dreiste Verarsche.
Richtig schlimm sind die erwähnten War Assets. Ja, alles gibt mir PUNKTE und das ist es PUNKTE. Ich will keine verdammten PUNKTE, ich will Sequenzen, Dialoge, was festes, hartes, sichtbares. Ganz zu schweigen davon dass man ohne den MP nahezu keine Möglichkeit hat die benötigten Punkte überhaupt zu erreichen, so habe ich mir mit Gibbeds Save Game Editor selber die nötige Anzahl machen müssen. Verners Dissertation brachte so statt 5, 500. Es ist komplett lächerlich zu behaupten, das Spiel hätte bis 2014 gebraucht (wobei drei Jahre Entwicklungszeit gut gewesen wären, hätte man gleich mal eine moderne Technik mitinstallieren können). Wer über soviele Jahre verspricht, sollte sich Gedanken gemacht haben. Offenbar war das nie der Fall gewesen. Das waren auch keine PR Leute die das alles versprochen haben, das war Bioware und nein, Bioware arbeitet schon lange nicht mehr mit Herzblut, sonst würde man kein Mülltonnensymbol in ein Fantasy Rollenspiel packen anstatt Items zu designen. Die haben in einem Witcher oder Skyrim übrigens dann auch gleich noch irgendeinen Nutzen.
Das lässt sich bei allen Punkten so fortsetzen. Hier wurde einfach riesengroße scheiße gebaut und davon braucht sich Bioware nicht mehr zu erholen, die wären besser beraten aufzugeben und ihre Lizenzen an fähigere Leute abzugeben, gern mit dem Teil Biowares mit Anstand und Köpfchen und wahrem Herzblut.