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Rollenspiel-Special: Das sind die Wurzeln von WoW und Co.!

Viele Computerrollenspiele sind ja auch Umsetzungen von P&P-Regelwerken:
Bei D&D gab's z.B:
Baldur's Gate 1+2
Icewind Dale 1+2
Pool of Radiance
Neverwinter Nights 1+2
D&D Online
Dragonshard
Demonstone

Bei DSA kommen dazu:
Sternenschweif
Nordlandtrilogie
Schatten über Riva
Drakensang

Vampire: Masquerade würde ebenfalls als Computerspiel umgesetzt.

Über die aktuelle Versoftung von Shadowrun breiten wir besser den Mantel des Schweigens, aber für den SNES gab's da auch ein brauchbares Spiel.

Ohne P&P-Rollenspiele würde es keine Computerrollenspiele geben. Das ist Fakt. Die digitale Variante ist natürlich leichter zugänglich und an jeder Ecke erhältlich, deshalb vermutlich auch weiter verbreitet. Die Stimmung und die Handlungsfreiheiten von P&P-Rollenspielen wird aber nie ein Computer vermitteln können, nicht bis zu dem Tag an dem die Sonne ausgebrannt ist und die Menschheit ein ferne Erinnerung im Unterbewußtsein kosmischer Intelligenzen.

@Micheal Mingers: Als echtes Einsteigersystem hätte ich DSA auch nicht betrachtet. Diese Rolle würde ich eher D&D zuordnen, das ist vom Grundprinzip das einfachste Regelwerk. Levelbasiertes Aufsteigen, schnelle Charaktererschaffung, einfaches Kampfsystem. DSA ist sogar eines der kompliziertesten System, was die Charaktererschaffung angeht. Was allerdings Kämpfe und die Anwendung von Fertigkeiten betrifft, sind Shadowrun, die WoD und Exalted noch um einiges schwieriger, vor allem, wenn man sich bei Shadowrun viel mit der Matrix befasst.
 
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Als echtes Einsteigersystem hätte ich DSA auch nicht betrachtet. Diese Rolle würde ich eher D&D zuordnen, das ist vom Grundprinzip das einfachste Regelwerk. Levelbasiertes Aufsteigen, schnelle Charaktererschaffung, einfaches Kampfsystem. DSA ist sogar eines der kompliziertesten System, was die Charaktererschaffung angeht. Was allerdings Kämpfe und die Anwendung von Fertigkeiten betrifft, sind Shadowrun, die WoD und Exalted noch um einiges schwieriger, vor allem, wenn man sich bei Shadowrun viel mit der Matrix befasst.

Gerade bei D&D4 wird stark auf Miniatureneinsatz in Kampfsituationen gesetzt, wodurch der Sprung vom Brett- zum Rollenspiel nicht so extrem sein dürfte. Durch dein einzelnen Kräfte die jeder hat und die man auf Karten ausgehändigt bekommt, sollten auch Magic-Spieler sich heimisch fühlen. ;)
Ansonsten könnte ich noch Arcane Codex und Savage Worlds für Einsteiger empfehlen. Die World of Darkness ist in Deutschland tot und in Amiland auch nicht mehr so erfolgreich, Exalted finde ich viel zu kompliziert (was gerade dadurch schlimm wird, da es ja cineastische, schnelle Action verspricht). Bei SR spiele ich immer nur Streetsams, aus dem kompliziertem Kram halte ich mich da raus. ;) Durch die Augmented Reality aus SR4 sind Hacker zwar viel leichter in die Gruppe einzubinden, aber die Matrixregeln sind nach wie vor zu verwirrend.
 
Aber die WoD ist doch nicht tot, nur weil's keine deutsche Übersetzung mehr gibt. Das bisschen Englisch ist doch wohl zumutbar.

Exalted hat in der Tat ein recht komplexes Regelwerk, dafür aber auch eine sehr stimmungsvolle, schöne Spielwelt und interessante Charakterkonzepte. Ich bin eher zufällig über Exalted gestoplert. Ich war davor in erster Linie D&D-Fan. Aber die 4. Edition hat mir dieses System gründlich vergällt, weshalb ich auf der Suche nach einem High Fantasy - System war, das nicht nur ein erweitertes Tabletop ist. Zuerst wollte ich eigentlich Earthdawn oder Anima ausprobieren, wurde aber zunächst nicht fündig. Aber die Götter wollten es so, dass ich bei meiner Suche über Exalted gestolpert bin. Ich war vom ersten Überfliegen des Grundregelwerks begeistert: Großartige Illustrationen, neue Charakterideen, eine große und vielfältige Welt, die darauf wartet von den Helden erforscht, gerettet oder erobert zu werden, Magie deren Grenze allein die Vorstellungskraft ist. So stelle ich mir ein Rollenspiel vor!

Ich muss zugeben, dass die Kampfregeln die Begeisterung wieder etwas relativiert haben, aber nicht wesentlich. Für Anfänger ist Exalted aber sich nichts, zum einen wegen der komplizierten Regeln, zum anderen ist die Charakterzusammenführung schwieriger zu bewerkstelligen: Ein Zwerg, ein Elf, ein Magier, ein Paladin und Gnom können sich ja noch halbwegs glaubwürdig in der Taverne treffen. Dass 5 göttliche Auserwählte zufällig gleichzeitig in die selbe Taverne reinschneien oder noch schlimmer, dass 5 Tavernenbesucher gleichzeitig in Halbgottstatus erhoben werden, ist allerdings schon etwas weiter hergeholt. ;)

Anima habe ich inzwischen auch in die gierigen Finger, respektive ins Bücherregal gekommen. Die Illustrationen sind auch hier atemberaubend, die Welt ist interessant, allerdings ist die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr an die reale Welt angelehnt. Hier hätte man entweder einen völlig neuen Schauplatz erfinden müssen oder aber das Spiel tatsächlich in einem irdischen Setting ansiedeln, hier wollte man wohl einen Mittelweg finden, der meiner Meinung nach fast zum Holzweg wurde. Vor allem das Einbeziehen realer Religionen könnte manchen Leuten sauer aufstoßen, auch wenn's mir persönlich weniger ausmacht. Die Idee der drei Geheimorganisationen, die aus dem Hintergrund die Geschicke der Welt steuern finde ich dagegen recht gut umgesetzt. Auch hier ist der Machtlevel der Spieler recht hoch, etwas unter dem von Exalted, allerdings haben sich die Macher von Anima dazu bemüßigt gefühlt, große Macht durch große Zahlen zu veranschaulichen. Das mag manchen Spielern eine geistige Stütze sein, aber dem Spielfuss... Muss man denn wirklich mit W100 auf eine Fertigkeitswert von 184 würfeln? Postiv sind die verschiedenen Klassen und Rassen zu vermerken, der Charakteraufbau lässt viele Möglichkeiten zu.

Zu Shadowrun: Ein Streetsam ist unkompliziert - solange, bis er sowohl Bioware als auch Cyberware hat, denn dann geht der mathematische Teil los. Aber natürlich: Verglichen mit Technomancern und Hackern ist das immer noch harmlos. In meiner Gruppen haben wir und entschieden, die Matrix den NSCs zu überlassen. Ich spiele am liebsten Magier oder Adepten. Letztere sind auch eher unkompliziert.

Von Savage Worlds habe ich in diesem Special das erste mal gelesen. Arcane Codex habe ich zwar schon gesehen, aber mich noch nicht näher damit befasst. Wenn ich das nächste mal nach Wien oder München komme, werde ich mal einen Blick drauf werfen.

Bei D&D ist der Anspruch ein offenes, sozusagen universelles System zu sein ein zweischneidiges Schwert, als dass die Regeln nicht auf die Eigenheiten des Settings eingehen. Sicher, bei der Verschiedenheit der Settings auch nicht möglich, aber oft eine gewisse Schwäche.
 
Das geht mir echt auf den Sack das fast alle Rollenspiele mit WOW verglichen werden, es gibt viel bessere als das langweilige WOW.
 
Leider hat WehOhWeh einen ziemlich weitreichenden Einfluss auf viele neuerscheinende Rollenspiele, unglückseliger weise auch im P&P-Bereich. Man betrachte nur mal die neueste Edition von D&D und in welche "Rollen" Charaktere hier eingeteilt werden, das ist WOW ohne Computer und nicht mehr. Ich denke nicht, dass D&D4 dermaßen schlecht geworden wäre, wäre es nicht von WOW beeinflusst.
 
Leider hat WehOhWeh einen ziemlich weitreichenden Einfluss auf viele neuerscheinende Rollenspiele, unglückseliger weise auch im P&P-Bereich. Man betrachte nur mal die neueste Edition von D&D und in welche "Rollen" Charaktere hier eingeteilt werden, das ist WOW ohne Computer und nicht mehr. Ich denke nicht, dass D&D4 dermaßen schlecht geworden wäre, wäre es nicht von WOW beeinflusst.

Ich les ja ganz gern die Mephisto, so eine Rollenspielzeitschrift und habe da die neue Edition gelesen und war erschreckt was man da geändert hat. Das war wirklich irgendwie ein rausnehmen jeglicher Details, als hätte man das ganze Rollenspiel weichgeklopft und wäre nun nur noch ein seichtes Etwas. Zugegeben, es war ein Artikel auf zwei Seiten ungefähr aber was man da so las war einfach nur erschreckend.
 
Also ich spiele sehr gerne und regelmäßig D&D4, aber eher als taktisches Brettspiel.

Die Mephisto habe ich seit Jahren abonniert. :)
 
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