• Forum geschlossen!
    Das Forum befindet sich im Nur-Lese-Modus. Das Erstellen neuer Themen und Beiträge ist nicht mehr möglich.

Videospiele als Wegwerfprodukt? DRM, DLCs und Free2Play in der Zukunft

Als leidenschaftlicher Retro-Gamer verstehe ich den Grundsatz des Artikels natürlich.Auch mich nervt das ganze Microtransactions-Buisness und DLC-Zeug.
Ich liebe die Klassiker,wünsche mir die eine oder andere Spielserie zurück und nehme auch gern mal wieder ein SNES-Pad in die Hand.
Wünsche ich mir die alten Zeiten zurück?Mit Sicherheit.Manchmal.Man konnte einfach in den Laden gehen und sich ein Spiel kaufen und hat das komplette Spiele erhalten,Grafik war nicht sonderlich wichtig und selbst die größte Gurke hat man so lange gespielt bis man sie durch hatte.
Es geht aber nicht ohne ein ABER: Damals waren die Spiele meistens nicht selten kürzer als 4 Stunden,wenn es Bugs (oder gar "gamebreaking Bugs") gab war es ein riesiger Kampf Workarounds zu finden oder gar Patches.Soetwas ist heute meistens kein Problem und so sehr mich entfernte Inhalte nerven,heute ist kaum ein Spiel unter 10 Stunden Spielzeit und wird meistens nur durch unwichtige Inhalte erweitert.

Auch was die Onlinefähigkeiten anging war es damals eher eingeschränkt,bei älteren Titeln überhaupt nicht vorhanden.Natürlich kann man sich darüber aufregen das CoD,BF & Co sich neue Karten ordentlich bezahlen lassen aber früher hätte es dann einfach keine Karten gegeben oder sich die Publisher entschieden das die Kosten für die Server irgendwie doch zu hoch sind.Von Balance-Patches und Performance-Patches konnte man sowieso träumen.Wenn du die falsche Graka hattest,hast du einfach Pech gehabt.Selbst schuld.

An einem großen Teil der Entwicklung sind wir als Kunden aber auch schuld: Es muss immer größer,besser und schöner werden.Ein gutes aktuelles Beispiel dafür ist Borderlands 2 welches so einige spielerische Verbesserungen bot,größer war und trotzdem vielerorts als Borderlands 1,5 beschimpft wurde weil es nicht signifikant besser aussah.

Dieses "größer,besser,schöner!"-Prinzip ist allerdings nicht ewig zu halten ohne das der Spieler an irgendeiner Stelle zur Kasse gebeten wird.Hat damals ein "100 Mark"-Spiel noch ein paar tausend Euro in der Entwicklung gekostet sind es heute mehrere Millionen.Es wird nicht mehr in irgendeinem Keller mit 4 Leuten 6 Monate auf Heimcomputern an einem Spiel gearbeitet,sondern mit Hundertschaften 2 Jahre an Technik die wiederum mehrere Millionen verschlingt.Allein die Entwicklung einer aktuellen Grafikengine frisst dreistellige Millionenbeträge und nicht selten mehrere Jahre Entwicklungszeit um uns Spielern das zu bieten was wir offensichtlich haben wollen,

Also,so unschön ich das ganze auch ist: Viele Genres würden ohne die Weiterentwicklung garnicht exestieren,vorallendingen Onlinespiele wären undenkbar in der heutigen Form und die Größe des Gamings von heute wohl kaum möglich.
Dachte jemand ernsthaft das alles kommt umsonst?

Deshalb sage ich: Retro ist gut,ich wünsche es mir manchmal auch zurück,aber es hat sich auch schon gezeigt das mehr oder weniger beides geht.Möchte ich aber dafür auf das Gaming wie wir es heute kennen verzichten?Auf keinen Fall!
 
Ich finde die Entwicklung insgesamt alles andere als gut. Beispielsweise kann man heute noch den C64 hervorholen und die alten Spiele vor 25-30 Jahren spielen. Mit wie vielen der heutigen Generation das noch in 30 Jahren geht? Ich weiß nicht. Vor allem ist für einen Spielefreak das Zocken nicht nur einfach ein Zeitvertreib, sondern auch Leidenschaft und man sieht die Spiele als eine Art Kulturgut. Deshalb ist es doch eigentlich wichtig, dass man diese noch in 20, 30 Jahren spielen kann. Einfach schon alleine um sie nachfolgenden Generationen zu zeigen und damit sie nicht in Vergessenheit für immer geraten.
Man stelle sich nur mal vor, das wäre bei Filmen so. Sie wären damals mit "Immer-Online"-Zeug gegeißelt worden und man könnte heute nicht mehr die alten Hitchcock Filme schauen. Das wäre doch ein irrsinniger Kulturverlust, oder? Leider droht uns genau das in der Spielewelt.
Ich versuche dem schon etwas entgegen zu treten, in dem ich keine Free-2-Play Spiele zocke und jeglichen "Immer-Online" spielen mittlerweile den Stinkefinger zeige. Nur ob das allein reicht? Die einzige Hoffnung ist, dass es weiterhin solche Plattformen wie gog.com gibt, die auch in 20, 30 Jahren die alten Spieleklassiker "retten" werden, sonst gehen ganze Generationen an Spiele verloren.
Ein weiterer Nachteil des Ganzen ist auch, dass man so extrem abhängig vom Hersteller ist. Man kann selbst gar nicht mehr bestimmen, was mit dem gekauften Produkt passiert. Wenn der Hersteller die Server abdreht, dann ist es vorbei, selbst wenn man noch so Bock auf ein Spiel hat, es ist weg und du kannst nichts machen. Irgendwie schon eine gruselige Vorstellung. Da müsste es für den Spieler irgendwelche rechtlichen Absicherungen geben, so ist er dem schutzlos ausgeliefert.
 
Schöner Artikel.
Die Zukunft des Gaming wird wohl immer schlimmer.
Ich hole heute gerne noch Spiele raus die ich schon von 20 Jahren gezockt habe. Die selben Spiele werde ich wahrscheinlich auch in 20 Jahren noch immer mal wieder zocken. Ob ich das von aktuellen Spielen auch behaupten kann? Wir werden sehn. Solange ich meine Disk und die dazugehörige Konsole habe sollte dem ja nichts im Wege stehen. Kann man nur hoffen dass es noch lange Retailspiele und richtige Konsolen geben wird.
 
Für mich sieht es so aus:

1. Wieder Old School Gaming
2. Keine DLC's mehr sondern wieder vernünftige Addons
3. Weg mit dem F2P Mist

Ich hole gerne mal wieder ältere Games raus, da diese mehr boten, als heutzutage. Selten gibt es nur noch neue Spiele, die mich hinter dem Ofen hervorlocken.

Die Entwicklung, wie man sie derzeit beobachten kann, ist alle andere als gut, aber wird sich, wenn die Gamergesellschaft so bleiben wird, leider nicht mehr ändern. Traurig aber wahr. :(

Gruß
NF
 
Der Artikel gefällt mir auch sehr gut.
Die Gaming-Zukunft sieht wohl wirklich nicht so rosig aus. Diese F2P-Sache spricht mich schon jetzt nicht so an; zukünftig könnte das aber ein richtiger Killer wersen für die, die gerne (komplett!!!) offline und/oder im Sigelrplayer zocken.

Downloads, besonders die von SPielen finde ich persönlch auch nicht wirklich super; bin da eben ein wenig oldschool;)

Fakt ist, dass das Spielekomzept, das am meisten Gewinn brigt, auch gute Chancen hat, die anderen zu überdauern, die Zustimmung der Fangemeinschaft und Zocker natrlich vorrausgesetzt.
Hoffentlich kommt in Zukunft was Gutes dabei rum; auf "aleays on" und derartigen Müll kann ich auch getrost verzichen.
 
Naja heutzutage bringt man ja auch unfertige Spiele auf den Markt, nur um dann direkt nen 5 GB Day-One-Patch runterladen zu müssen, ist schon schade und viele DLCs sind den Preis gar nicht Wert ... Es gibt Ausnahmen, aber das sind nicht viele
 
Für mich sieht es so aus:

1. Wieder Old School Gaming
2. Keine DLC's mehr sondern wieder vernünftige Addons
3. Weg mit dem F2P Mist

Ich hole gerne mal wieder ältere Games raus, da diese mehr boten, als heutzutage. Selten gibt es nur noch neue Spiele, die mich hinter dem Ofen hervorlocken.

Die Entwicklung, wie man sie derzeit beobachten kann, ist alle andere als gut, aber wird sich, wenn die Gamergesellschaft so bleiben wird, leider nicht mehr ändern. Traurig aber wahr. :(

Gruß
NF

Stimme dir voll und ganz zu. Oldschool rules!!!;) :D
 
Es ist gar nicht lange her, dass ich mir ein altes SNES gekauft habe und wieder anfing darauf Spiele zu spielen. Viele der heutigen Titel schaffen es einfach nicht mehr meine Begeisterung zu wecken, da "schöner", "größer" oder "schneller" mich einfach nicht reizen. Im Kern haben sich die in den letzten 20 Jahren die Spielmechanismen nur langsam weiter entwickelt und eben ab dem Super Nintendo hat es mir technisch bereits mehr als genug geboten.

Heutigen Spielen fehlt einfach eine große Portion "hausgemachter Charme". Es ist schwer zu beschreiben, aber irgendwie merkte ich früheren Spielen noch an wie begeistert die Leute dahinter waren. Bei den heutigen Spielen wird das irgendwie immer seltener... Dinge wie Free 2 Play, DLC oder umständlicher DRM werden wohl dafür sorgen, dass nur die heutige Generation sich damit rum schlagen muss.

Allerdings bin ich DLCs an sich gegenüber nicht negativ eingestellt. Manche sind wirklich ihr Geld wert, aber dafür muss der Rest mir auch schon sehr gut gefallen haben und ich mache mir keine großen Hoffnungen, dass ich all die digitalen Besitztümer, die mir heute "gehören" noch in 20 Jahren nutzen kann oder werde. Denn ehrlich gesagt, denke ich, dass in der heutigen Zeit auch spielerisch wenig "Nachhaltiges" geboten wird, so dass ich in 20 Jahren gut auf die heutigen Spiele verzichten kann/werde.
Außerdem sind dann ja auch schon wieder andere Spiele verfügbar, die ich spielen kann. Denn allein um die gesamte SNES Bibliothek durch zu spielen, bräuchte ich bin bestimmt mehrere Jahrzehnte. Freizeit wird mit dem Alter auch irgendwie immer seltener...
 
Als erstes: Sehr schöner Artikel. Endlich etwas das einem nicht weißmachen will wie toll die Zukunft wird...

Man kann es so sagen, die Digitale Büchse der Pandora wurde geöffnet.
Die Plagen sind Onlinezwang, DRM, Microtransaktionen, Cloudgaming und Inkompatibilitäten.

Wer also eine Spielgeschichte mit den Vorgängern beginnen will lebt also angeblich in der Vergangenheit? Nun denn, so soll es wohl sein.Spiele verlieren an Identität, es hat bereits begonnen...

Schuld sind unter anderem Leichtbeeinflussbare Techniken, sowie aber auch die Videospielproduzenten. Denn ich denke nicht das der Wunsch nach besserer Grafik ausschließlich von den Spielern stammt. So wird es doch schon ewig vorgemacht; Bessere Grafik = Besseres Spiel. Und siehe da, es verkauft sich.

Die Zukunft ist eine große Zunahme an DLCs und Microtransaktionen, Spiele werden zu Vollpreisen angeboten, aber nur halb Entwickelt und dann durch das Nachladbare erweitert. Gegen bares, versteht sich. Wie schon gesagt fehlt auch ein gewisser Charm, etwas das den Spieler Sympathie für das Spiel empfinden lässt. Etwas das ich bereits auf der PS3 nicht mehr spüre.

Auch Cloudgaming wird irgendwann die Zukunft sein, wo man alles überall zocken kann, man hat keine Games mehr im Regal, wenn diese Daten sind die irgendwo auf der Cloud laufen ist man an diese auf Gedeih und Verderb gebunden. Offline spielen ist dann nicht mehr.

Wenn sich die Zukunft wirklich in diese Richtung entwickelt und so wie es aussieht tut sie das, bin ich raus aus der Daddelei der neueren Spiele... Zurück in die Vergangenheit wo Spiele noch Seele besaßen, keine Patches nötig waren oder eine Internetverbindung und man noch die Liebe der Entwickler fürs Detail gespürt hat. Fortschritt hin oder her.

Ich zieh die Bremsleine und springe vom Zug ab. Viel Spaß noch...


PS:
Zum Schluss merke ich an das diese Entwicklung mich an meinen älteren Blog erinnert...
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwann kommen Publisher noch einmal auf die Idee, daß ein Spiel sich nach 5 Jahren selbst zerstört und unspielbar wird. :( Zuzutrauen wäre es den Typen.

Ich will für mein Geld ein Spiel, daß ich auch noch in 10-15 Jahren spielen kann, wo ich nicht auf digitale "Services" angewiesen bin. Ich will auch in 10 Jahren noch sämtliche Bonis einer Special Edition haben Und nicht ein kastriertes Spiel, weil die Server aus unerfindlichen Gründen die DLC´s nicht freischalten oder nicht mehr zur Verfügung stellen.
 
Zurück