Obihörnchen
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Klingt seltsam, aber gerade beneide ich die Chinesen um eines ihrer Internetfeatures. Ich meine nicht die vielerorts angekreidete Internetzensur, auf die können wir uns ja demnächst auch in Deutschland freuen, ich rede von einem Deal, den Google dort abgeschlossen haben soll.
Wie zweipunktnull berichtet, gibt es demnächst bei Google-China rund 350.000 Gratis-Lieder - und das vollkommen legal. In Zukunft soll diese Menge sogar auf über eine Million ausgeweitet werden. Man mag sich fragen wie so etwas in Zeiten ohnehin schrumpfender Einnahmen der Musikunternehmen überhaupt möglich ist. Die Erklärung ist einfach wie überraschend: Es ist so viel raubkopierte Musik im Umlauf, dass die Unternehmen scheinbar kaum noch Einnahmen mit ihren Originalen machen. Google hingegen wird in China durch die Suchmaschine Baidubedrängt. Baidu soll gerade wegen der Möglichkeit gezielt nach MP3-Dateien suchen zu können so beliebt sein. Alexa listet die Suchmaschine derzeit auf Rang zehn der Internetseiten, die weltweit am häufigsten aufgerufen werden.
Diese beiden Parteien haben nun beschlossen zusammenzuarbeiten um sich nicht das Wasser abgraben zu lassen. Google erhofft sich von dem Angebot eine Verbesserung der eigenen Position gegenüber Baidu, die Musikindustrie lässt sich die Gratismukke mit Werbeeinnahmen vergüten. Ein Modell für den Rest der Welt?
Wohl eher nicht. Derzeit sind Raubkopien in westlichen Ländern schlicht zu rar. In China scheint dagegen nicht einmal mehr ein Unrechtsbewusstsein vorhanden zu sein, wenn es um kopierte Versionen jeglicher Produkte geht. Laut eines Artikels in der Online-Ausgabe des Tagesspiegels wussten im Jahre 2006 nur rund 40 Prozent der Chinesen was das Wort "copyright? bedeutet. Auch Microsoft musste im letzten Jahr mit den chinesischen Verhältnissen kämpfen. Eine MS Office-Version gibt es dort für etwa einen Euro an jeder Ecke, das Originalprodukt kostete dort ursprünglich etwa 70 Euro. Im September senkte Microsoft den Preis schließlich auf 20 Euro, da scheinbar sogar Firmen nicht davor zurück schrecken geklaute Software zu nutzen. China ist sich dem Problem bewusst, dass ausländische Unternehmen durch so etwas abgeschreckt werden und geht gegen Raubkopien vor.
Ich bin gespannt, ob das Projekt Erfolg haben wird. Gerade in Anbetracht des allgemeinen Rückgangs von Werbeausgaben ist das wohl nicht unbedingt sicher. Sollte es zu einem überragenden Erfolg der Zusammenarbeit kommen, könnte aber auch auf dem hisigen Musikmarkt ein Umdenken in Gang gesetzt werden.
Wie zweipunktnull berichtet, gibt es demnächst bei Google-China rund 350.000 Gratis-Lieder - und das vollkommen legal. In Zukunft soll diese Menge sogar auf über eine Million ausgeweitet werden. Man mag sich fragen wie so etwas in Zeiten ohnehin schrumpfender Einnahmen der Musikunternehmen überhaupt möglich ist. Die Erklärung ist einfach wie überraschend: Es ist so viel raubkopierte Musik im Umlauf, dass die Unternehmen scheinbar kaum noch Einnahmen mit ihren Originalen machen. Google hingegen wird in China durch die Suchmaschine Baidubedrängt. Baidu soll gerade wegen der Möglichkeit gezielt nach MP3-Dateien suchen zu können so beliebt sein. Alexa listet die Suchmaschine derzeit auf Rang zehn der Internetseiten, die weltweit am häufigsten aufgerufen werden.
Diese beiden Parteien haben nun beschlossen zusammenzuarbeiten um sich nicht das Wasser abgraben zu lassen. Google erhofft sich von dem Angebot eine Verbesserung der eigenen Position gegenüber Baidu, die Musikindustrie lässt sich die Gratismukke mit Werbeeinnahmen vergüten. Ein Modell für den Rest der Welt?
Wohl eher nicht. Derzeit sind Raubkopien in westlichen Ländern schlicht zu rar. In China scheint dagegen nicht einmal mehr ein Unrechtsbewusstsein vorhanden zu sein, wenn es um kopierte Versionen jeglicher Produkte geht. Laut eines Artikels in der Online-Ausgabe des Tagesspiegels wussten im Jahre 2006 nur rund 40 Prozent der Chinesen was das Wort "copyright? bedeutet. Auch Microsoft musste im letzten Jahr mit den chinesischen Verhältnissen kämpfen. Eine MS Office-Version gibt es dort für etwa einen Euro an jeder Ecke, das Originalprodukt kostete dort ursprünglich etwa 70 Euro. Im September senkte Microsoft den Preis schließlich auf 20 Euro, da scheinbar sogar Firmen nicht davor zurück schrecken geklaute Software zu nutzen. China ist sich dem Problem bewusst, dass ausländische Unternehmen durch so etwas abgeschreckt werden und geht gegen Raubkopien vor.
Ich bin gespannt, ob das Projekt Erfolg haben wird. Gerade in Anbetracht des allgemeinen Rückgangs von Werbeausgaben ist das wohl nicht unbedingt sicher. Sollte es zu einem überragenden Erfolg der Zusammenarbeit kommen, könnte aber auch auf dem hisigen Musikmarkt ein Umdenken in Gang gesetzt werden.