Gomorrha - Eine Reise in das Reich der Camorrha
Wer wissen will, was die italienische Mafia abseits von all dem "Scarface"- und "Der Pate"-Hollywood-Tamtam bedeutet, dem sei dieser Film wirklich an's Herz gelegt.
Es ist kein richtiger Film, aber auch keine Doku, sondern viele kleine Geschichten von Menschen, die in Kontakt mit der Camorrha kommen oder sogar ein Teil von ihr sind.
Die Camorrha ist die Mafia, wie sie in der Gegend in und um Neapel heißt.
So wie die 'Ndrangheta in Kalabrien, die Sacra Corona in Apulien und die Cosa Nostra in Amerika.
In Gomorrha wird gezeigt, wie die Camorrha Kohle macht mit relativ neuen krummen Dingern, wie der illegalen Entsorgung von Giftmüll, illegalen Schneidereien und den üblichen miesen Geschäften wie Drogen und Prostitution.
Dabei hat sie nichts von dem ehrenvollen Touch, den die Corleones immer hatten, sondern wirken mehr, wie ein fieser Großkonzern.
Allerdings kann ich schwer abschätzen, wieviel wirklich davon rüber kommt, da ich das Buch vorher gelesen habe und schon wusste, worum es geht.
Der Autor des Buches ist ein Journalist aus Neapel, der für die Nachforschungen zu seinem Buch selbst für die Camorrha gearbeitet hat und seine ganzen Erfahrungen wider gibt.
Er selbst lebt nur noch unter Polizeischutz und musste Neapel für immer verlassen.