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  1. #16
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    Bei der Wertung 10/10 muss (für mich) einfach alles stimmen!

  2. #17
    Avatar von Farman
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    Zitat Zitat von Travis Bickle
    Das ist wirklich mal eine gute und interessante Frage. Gerade dieses Thema stößt mir immer wieder auf, wenn mal wieder ein User für einen absolut durchschnittlichen aber gerade aktuellen Film überschwenglich mit "Super, toll, von mir glatte !0/10" postet und damit lediglich seine momentane Euphorie zum Ausdruck bringt. Gleiches gilt aber auch für die "dunkle Seite" der Wertungsskala. Da sind sehr viele auch zu schnell mit der 1/10 bei der Hand, wenn mal ein aktueller Film nicht gerade der Überflieger ist. Da ich mich mit diesem Thema aus vielerlei Gründen schon seit Jahren intensiv beschäftige / beschäftigen muß, könnte ich dazu jetzt seitenweise referieren, was ich aber im allgemeinen Interesse unterlasse. Deshalb hier nur ein paar generelle Sätze:

    Man sollte mit den Bewertungen 9/10, 10/10, sowie die Negativnoten 0/10 und 1/10 gaaanz sparsam umgehen, um wirklich differenziert zu bewerten. Diese beiden Eckpunkte der Notenskala sollten wirklich den ganz besonderen Highlights, bzw. "Lowlights" vorbehalten bleiben. Bei einem 10er muß natürlich ALLES stimmen: Umsetzung, darstellerische Leistung, Drehbuch, Story, Kameraführung, Musik, Regie und so vieles mehr. Genauso sollte man auch bedenken, ob eine aktuell gegebene Bewertung für einen aktuellen Film auch wirklich eine lange "Haltbarkeitszeit" hat. Das dies nicht so einfach ist, ist mir klar. Aber mit einer gesunden Portion Filmwissen im Hntergrund ist dies keine Zauberei. Wenn man z.B. der "Herr der Ringe"-Trilogie einen 10er gibt, ist dies absolut berechtigt, da dieser Film in seinem Genre vermutlich noch in vielen Jahren die unerreichte Meßlatte sein wird. Aber "Running Scared" mit 10/10 zu bewerten ist absoluter Unfug. Der Film ist schon jetzt in seinem Genre nicht das Maß aller Dinge. Also käme hier bestenfalls eine 8/10 in Frage, wenn man das Ganze in einen richtigen Konsenz setzen und sich für später evtl. nachfolgende "bessere" Filme noch einen Spielraum bewahren möchte.

    Gleiches gilt für die Wertungen 0/10 und 1/10. Da kann man dann nicht für ein wirklich in die Hose gegangenes Remake wie z.B. "The Fog" diese Note ziehen, sondern muß, wenn auch zähneknirschend wenigstens 3/10 werten. Denn die unteresten Ränge müssen wirklich den absoluten Niederungen des Films vorbehalten werden. Zum Beispiel den "Werken" von Schnaas und Konsorten, Machwerken wie die "Guinea Pig"-Reihe und vielen mehr. Denn verglichen mit diesen "Produktionen" ist selbst ein minderwertiges Remake wie "The Fog" immer noch nett.

    Wenn man sich an diese Eckpunkte hält, kann man imo zwischen 3/10 und 8/10 relativ freizügig operieren, da in diesem Fall auch persönliche Geschmäcker und bestimmte Genre-Vorlieben eine ausschlaggebende Rolle spielen. Und über Geschmack kann, soll und darf man nicht streiten. Aber die beiden letzten Werte am oberen und untereren Rand der Bewertungsskala sollte man wirklich nur mit äußerster Bedacht vergeben. Dabei sollte man sich stets klar sein, daß 7 oder 8/10 immer noch hervorragende Filme charakterisieren und 2 oder 3/10 beileibe kein Qualitätssiegel darstellen.

    Die 5er Wertungsskala ist imo völlig nutzlos, da man hier keinen wirklichen Spielraum hat. Ist ja im 10er-System schon schwer genug. Das hat ja auch die Vision eingesehen und unterschwellig auf einen 10er-Schlüssel umgestellt. Denn wenn man in 0,5 Schritten bis fünf bewertet, ist dies ja im Endeffekt eine 10er-Skala. Eine 3,5 ist nichts anderes als eine 7/10. Da hat Cinema mit seinen fünf Daumensymbolen immer noch Nachholbedarf, da dieses Wertungssystem das Spektrum Film höchst ungenügend abdeckt.
    Sehr interessanter Post. Aus meiner subjektiven Sicht heraus ein Essay darüber, warum ich diesen sich wie einen Virus verbreitenden Zahlenwertungskult zutiefst ablehne, der Text ist quasi schon eine Impfung, nichts für ungut
    Die Frage, die mir automatisch ohne langes Nachdenken ob ihrer Angebrachtheit den Schädel bevölkert nach deinem letzten Satz ist folgende: Das Wertungssystem mit zehn Punkten ist ein System, dass das "Spektrum Film genügend abdeckt"? Kein Wertungssystem kann das Spektrum Film abdecken (zumindest einen guten Film nicht, einige Filme kann man zynisch in Wertungskategorien einordnen, um sie niederzumachen), ein Wertungssystem in abstrakten Zahlen funktioniert nicht, weil Zahlen die falsche Sprache sind, um Gefühle, Gedanken oder Eindrücke auszudrücken. Dann lieber abstrakte Wöter wie "schön", "cool", die treffens immer noch besser. Zahlenwertungen sind höchstens praktische Helfer zur Ausführung einer Umfrage (wie z.B. auf imdb), wenn ich mir aber vorstelle, wie sehr Leute ihre Eindrücke in einem so knappen Wertungsschema zu bündeln versuchen, krieg ich Mitleid. Das bringt einen auf völlig falsche Fährten.

    Was in dieser Hinsicht ja hier erwähnt wurde, der innere Konflikt zwischen subjektiv und objektiv (a la "objektiv gebe ich 10, subjektiv gebe ich 6, ziehn ma nen Mittelwert, dat ding bekommt ne glatte Acht! Hey, ich hab meinen Taschenrechner gar nicht rausgeholt!"), das ist doch schizophren. Was bringt ne objektiv "gute", handwerklich gekonnte Regie, wenn du den Film langweilig findest? Bei mir kommts auf zwei simple Dinge an: fühlen und denken. Und die zwei schließen sich nicht aus. Ob du nun in nem Satz sagst was du von nem Film hälst oder auf nem zwanzig-seitigen Dossier, kommt ganz auf die Situation an, simpel zu sagen "ich find den Film geil" ist imo viel besser als "Hmmm, ich vergebe 10 von 10 punkten!".

    Deutschland und die restliche industrialisierte Welt sind von einem Bewertungswahn heimgesucht und umnachtet, von Schule und Jobfindung bis zu Filmen und Kunst. Alles ein schreckliches Vakuum, eine leere Angelegenheit.

  3. #18
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    Zitat Zitat von Farman
    Was in dieser Hinsicht ja hier erwähnt wurde, der innere Konflikt zwischen subjektiv und objektiv (a la "objektiv gebe ich 10, subjektiv gebe ich 6, ziehn ma nen Mittelwert, dat ding bekommt ne glatte Acht! Hey, ich hab meinen Taschenrechner gar nicht rausgeholt!"), das ist doch schizophren. Was bringt ne objektiv "gute", handwerklich gekonnte Regie, wenn du den Film langweilig findest? Bei mir kommts auf zwei simple Dinge an: fühlen und denken. Und die zwei schließen sich nicht aus.
    Der Meinung kann ich mich nicht anschließen. Für Leute mit einem einigermaßen gesunden Filmverstand sollte es immer noch möglich sein von der objektiven und der subjektiven Seite an einen Film heranzugehen.

    Man kann doch unmöglich einem Herr der Ringe, oder dem Paten 1 Punkt geben nur weil man den Film Scheiße findet.

  4. #19
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    Zitat Zitat von Agent Orange
    Der Meinung kann ich mich nicht anschließen. Für Leute mit einem einigermaßen gesunden Filmverstand sollte es immer noch möglich sein von der objektiven und der subjektiven Seite an einen Film heranzugehen.

    Man kann doch unmöglich einem Herr der Ringe, oder dem Paten 1 Punkt geben nur weil man den Film Scheiße findet.
    Zum Begriff "gesunden Filmverstand" erst einmal: lol!
    Und ansonsten finde ich stimmst du mir zu, anstatt mir zu widersprechen. Du sagst selbst: Wenn du gezwungen bist, nen pompösen prunkvollen Film in der Ehrengalerie der Filmgeschichte "objektiv" zu bewerten, dann hast du diese Last des bereits Gesagten auf den Schultern, da objektiv festgelegt wurde, dass der Film gut ist. Sicherlich kann man objektiv an einen Film rangehen, da will ich dir gar nicht widersprechen. Warum begeistert der Film so viele Leute? Nur wenn du ihn für DICH bewertest, solltest du subjektiv bleiben. Die Filme sind nicht dazu gemacht, dass du sie "objektiv" bewertest, es sei denn sie sind schlecht. Man sollte aber durchaus ein gewisses Grad an Objektivität, sprich Logik aufweisen wenn man über nen Streifen nachdenkt, da bin ich gleicher Meinung.

    Und übrigens: Warum sind "Der Pate" und "Herr der Ringe" unbedingt unantastbar, da brauch ich aber Argumente. Und zwar welche, die völlig unwiderlegbar sind. Gibts aber keine, kann ich dir jetzt schon sagen, wenn du dir die Mühe machen willst. Über diese beiden Filme wurde auch schon genug gelästert, so ist es nicht. Ein FBI-Mitarbeiter bezeichnete den Paten als "die beste Werbung für die Mafia aller Zeiten" und Salman Rushidie nannte HdR "reaktionär" afaik... kannst denen natürlich fehlenden "gesunden Filmverstand" vorhalten. Die haben einfach ne andere Meinung als du. Ist auch legitim ihre Meinungen zu verachten. Doch Sachen wie "Der Pate ist gut inszeniert, HdR zählt einfach zu den besten Filmen aller Zeiten" ziehen da nicht.
    Geändert von Farman (05.09.2006 um 19:15 Uhr)

  5. #20
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    Zitat Zitat von Farman
    Und übrigens: Warum sind "Der Pate" und "Herr der Ringe" unbedingt unantastbar, da brauch ich aber Argumente. Und zwar welche, die völlig unwiderlegbar sind. Gibts aber keine, kann ich dir jetzt schon sagen, wenn du dir die Mühe machen willst. Über diese beiden Filme wurde auch schon genug gelästert, so ist es nicht. Ein FBI-Mitarbeiter bezeichnete den Paten als "die beste Werbung für die Mafia aller Zeiten" und Salman Rushidie nannte HdR "reaktionär" afaik... kannst denen natürlich fehlenden "gesunden Filmverstand" vorhalten. Die haben einfach ne andere Meinung als du. Ist auch legitim ihre Meinungen zu verachten. Doch Sachen wie "Der Pate ist gut inszeniert, HdR zählt einfach zu den besten Filmen aller Zeiten" ziehen da nicht.
    Und dennoch ist es lächerlich und einfach nicht haltbar, solche Filme mit der Tiefstnote zu beleidigen. Ganz einfach deswegen, weil man sie damit dem größten Dreck der Filmgeschichte gleichsetzen würde. Das ist doch genau der Punkt. Und wenn man schon Noten verwendet, muss man da auch differenzieren. Da sag ich dir auch ganz klar, wer einem solchen Film eine 1/10 gibt, ist bei mir von vornherein unten durch... es sei denn, er kann sie mir plausibel begründen, aber das ist nach meinem Verständnis schlicht nicht möglich.

    Und mit den Noten finde ich, du siehst das zu eng. Ich stimme dir wenigstens insofern zu, als dass es imo Schwachsinn ist, z.B. in den "Zuletzt gesehen"-Container zu schreiben:
    Running Scared
    8/10
    Und nichts weiter. Dann kann man die Note gleich weglassen, denn die 8/10 per se sagt überhaupt nichts aus.
    Im Gerüst eines Reviews finde ich das Zehnersystem dennoch sinnvoll, da es einen Richtwert gibt, demzufolge man das Besprochene einordnen kann. Man hat die beiden Extreme 1 und 10 und sieht eben anhand der Bewertung, wie weit entfernt der Wert vom jeweiligen Extrem ist. Es ist imo eine sinnvolle Orientierungshilfe, natürlich aber auch nichts weiter. Die Note ist kein Erstaz für eine Kritik, aber eine Unterstützung eines solchen doch allemal.

  6. #21
    dax
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    Wie sieht also euer eigener Benotungsschlüssel aus?
    Da entscheidet eigentlich nur mein Bauchgefühl.
    Es gibt Filme, da stimmt einfach alles, aber ich mag die einfach nicht, weil sie mich nerven oder schlichtweg nicht ansprechen.
    (z.B. Fight Club = Hier stimmt alles, aber ich hasse diesen Film)
    Wenn die Story stimmt (für das jeweilige Genre und meine Erwartungshaltung an den Film) und dann noch die Schauspieler gut sind, die Ausstattung toll, die Musik super u.s.w. und ich mich rundum zufrieden unterhalten fühle.
    Wichtig ist auch, das ich nicht der Meinung bin irgendetwas fehlt mir in diesem Film, oft aber auch nur ein Bauchgefühl.
    Ich habe keine Lust mit akribischer Logik an einen Film heranzugehen und ihn zu sezieren. Ein Film soll unterhalten und das ist schonmal die größte Erwartung die ich an den jeweiligen Film habe.

  7. #22
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    Zitat Zitat von Farman
    Zum Begriff "gesunden Filmverstand" erst einmal: lol!
    Was genau gibts daran zu lachen Finde eher es traurig wenn großartige Filme einfach als Mist angesehen werden nur weil man evtl. mit dem Genre nichts anfangen kann

    Und ansonsten finde ich stimmst du mir zu, anstatt mir zu widersprechen. Du sagst selbst: Wenn du gezwungen bist, nem pompösen prunkvollen Film in der Ehrengalerie der Filmgeschichte "objektiv" bewerten will, hat man diese Last des bereits Gesagten auf den Schultern, da objektiv festgelegt wurde, dass der Film gut ist. Sicherlich kann man objektiv an einen Film rangehen, da will ich dir gar nicht widersprechen.
    Richtig, man ist in gewisser Weise immer irgendwie vorbelastet durch andere Meinungen. Aber wenn diese Vorredner wirklich objektiv bewertet haben, dann schlägt doch die nächste objektive Wertung in aller Regel in die gleiche Kerbe. Nicht, weil diese Meinung vorher schon gesagt wurde, sondern weil man sich diese Meinung selbst gebildet hat.

    Warum begeistert der Film so viele Leute? Nur wenn du ihn für DICH bewertest, solltest du subjektiv bleiben.
    Gabz genau, deswegen such ich mir einen Film im DVD-Regal nicht nach Wertungskriterien aus sondern nach meiner aktuellen Vorliebe.

    Die Filme sind nicht dazu gemacht, dass du sie "objektiv" bewertest, es sei denn sie sind schlecht.
    Schlicht und einfach: Warum?

    Und übrigens: Warum sind "Der Pate" und "Herr der Ringe" unbedingt unantastbar, da brauch ich aber Argumente. Und zwar welche, die völlig unwiderlegbar sind. Gibts aber keine.
    Ich glaub, da kommste selbst drauf wenn du ehrlich bist

    Über diese beiden Filme wurde auch schon genug gelästert, so ist es nicht. Ein FBI-Mitarbeiter bezeichnete den Paten als "die beste Werbung für die Mafia aller Zeiten" und Salman Rushidie nannte HdR "reaktionär" afaik... kannst denen natürlich fehlenden "gesunden Filmverstand" vorhalten. Die haben einfach ne andere Meinung als du. Ist auch legitim ihre Meinungen zu verachten.
    Das sind deren Meinungen, ich hab nichts gegen andere Meinungen. Ich finde den Paten 2 auch langweilig, aber suche nicht nach Gründen um meine Meinung als die Ultimative darzustellen.

    Mich würde aber eines nun interessieren:
    Mal angenommen es gibt einen Film der das absolute Oberhaupt aller Filme ist. Er ist quasi der Gott unter den Filmen. Die Kritiker und du, ihr seid euch einig, das ist DER FILM. Und jetzt kommt einer an, und will dir erzählen wie absolut Kacke der Film doch ist, es ist nicht nur seine eigene Meinung über den Film, nein, er ist sich absolut sicher dass der Film den Bodensatz wiederspiegelt.

    Was denkst du dir dann?

  8. #23
    Gelöscht
    Avatar von Travis Bickle
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    Zitat Zitat von Farman
    Ob du nun in nem Satz sagst was du von nem Film hälst oder auf nem zwanzig-seitigen Dossier, kommt ganz auf die Situation an, simpel zu sagen "ich find den Film geil" ist imo viel besser als "Hmmm, ich vergebe 10 von 10 punkten!".

    Deutschland und die restliche industrialisierte Welt sind von einem Bewertungswahn heimgesucht und umnachtet, von Schule und Jobfindung bis zu Filmen und Kunst. Alles ein schreckliches Vakuum, eine leere Angelegenheit.
    Du hast Dich mit der Thematik ernstlich auseinandergesetzt und Dir Deine persönlichen Gedanken darüber gemacht. Das ist richtig und gut. In vielen Dingen hast Du absolut Recht. Natürlich kann man einen Film mit kaum einem Schema gerecht werden und schon gar nicht, wenn man einfach nur eine Bewertung in den Raum stellt und kein weiteres Wort darüber verliert. Zu jeder zahlenmäßigen Bewertung gehört eine aussagekräftige in Worten gefaßte Begründung. Erst beides zusammen ergibt einen Konsenz, der die persönliche Meinung reflektiert. Das dies auch bei noch so bemühter und persönlicher Selbstdiziplin letztendlich ein subjektiver Eindruck bleibt, der niemals objektiv gesehen Allgemeingültigkeit erlangen kann, liegt in der Natur der Sache.

    Somit ist und bleibt das Punktesystem in Verbindung mit dem wörtlichen Kommentar imo die stimmigste Alternative. Den nur ein Satz "Der Film ist geil" ist dann doch ein wenig dürftig und auch nicht von sonderlicher Aussagekraft. Ich weiß schon, wie Du es gemeint hast. Da hast Du Dich ja auch klar verständlich geäußert. Im Endeffekt ist es Dir ja aber nicht wirklich nur um das Bewertungssystem für Filme an sich gegangen, sondern um Gesellschaftskritik im Allgemeinen. Und da kommen wir dann auf ein Feld, daß sich vom bloßen Inhalt dieses Threads um Lichtjahre entfernt.

  9. #24
    Avatar von Vince
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    Zitat Zitat von dax
    Da entscheidet eigentlich nur mein Bauchgefühl.
    Es gibt Filme, da stimmt einfach alles, aber ich mag die einfach nicht, weil sie mich nerven oder schlichtweg nicht ansprechen.
    (z.B. Fight Club = Hier stimmt alles, aber ich hasse diesen Film)
    Ich find's ja schon gut, wenn man wenigstens die Diskrepanz zwischen Objektivität und Subjektivität erkennt. Ist auch nicht selbstverständlich.

  10. #25
    dax
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    Und nichts weiter. Dann kann man die Note gleich weglassen, denn die 8/10 per se sagt überhaupt nichts aus.
    Lieber Vince
    eine 8/ 10 sagt ne Menge aus.
    Nämlich das derjenigen den Film besser fand wie z.B. 6/10 oder schlechter wie 10/10.
    Nö, aber nunmal im Ernst. ich brauche nicht immer ellenlange Reviews um mich über den Film zu informieren.
    Dafür lese ich schon massenhaft Zeitschriften.
    Bie vielen Usern hier reicht mir deren Benotung, da ich mir dann schon sicher sein kann ob ich den Film mag oder nicht.
    Das trifft dann schon oft zu.
    Auch ein Review kann mir im Zweifellsfall nicht mehr sagen, nämlich dann wenn ich die Dinge völlig anders sehe.
    Wie z.B. bei Shining
    Bitte nicht falsch verstehen, ich lese schon gerne mal ein Review zu einem Film, aber auf die schnelle reicht es mir wenn ich mir die Benotungen einiger bekannter User meines Vertrauens anschaue.

  11. #26
    dax
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    Ich find's ja schon gut, wenn man wenigstens die Diskrepanz zwischen Objektivität und Subjektivität erkennt. Ist auch nicht selbstverständlich
    Wir daxe sind nunmal so.

  12. #27
    Avatar von Vince
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    Zitat Zitat von dax
    Lieber Vince
    eine 8/ 10 sagt ne Menge aus.
    Nämlich das derjenigen den Film besser fand wie z.B. 6/10 oder schlechter wie 10/10.
    Nö, aber nunmal im Ernst. ich brauche nicht immer ellenlange Reviews um mich über den Film zu informieren.
    Dafür lese ich schon massenhaft Zeitschriften.
    Bie vielen Usern hier reicht mir deren Benotung, da ich mir dann schon sicher sein kann ob ich den Film mag oder nicht.
    Das trifft dann schon oft zu.
    Auch ein Review kann mir im Zweifellsfall nicht mehr sagen, nämlich dann wenn ich die Dinge völlig anders sehe.
    Wie z.B. bei Shining
    Bitte nicht falsch verstehen, ich lese schon gerne mal ein Review zu einem Film, aber auf die schnelle reicht es mir wenn ich mir die Benotungen einiger bekannter User meines Vertrauens anschaue.
    Naja, mir sagt's halt wirklich NULL. Klar, wer ne 8 gibt, der findet den Film besser als einen Film, dem er ne 6 gibt und schlechter als einem, dem er ne 10 gibt. Nur: Woher weiß ich denn, was für denjenigen ne 6 ist? Was ist ne 8, was ne 1? Das ist doch total entfremdet und hat überhaupt keinen Aussagewert. Wenn da zB. ein Actionspezi ist, der dem neuen Seagal ne 8/10 gibt... läufst du aufgrund dessen gleich in die nächste Videothek und leihst dir den neuen Seagal in der Hoffnung, der könnte ganz gut sein? Nee, also für meinen Geschmack sollte man, wenn man was in den Zuletzt gesehen Container schreibt, zumindest nen kleinen Kurzkommentar abgeben, sonst hat das Ganze doch gar keinen Sinn. Ich meine, macht wie ihr denkt, aber mich interessieren in dem Thread nur die Postings von denen, die auch was zu sagen haben.

  13. #28
    dax
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    Wenn da zB. ein Actionspezi ist, der dem neuen Seagal ne 8/10 gibt... läufst du aufgrund dessen gleich in die nächste Videothek und leihst dir den neuen Seagal in der Hoffnung, der könnte ganz gut sein?
    Nö, sicherlich nicht. Aber wenn mehere von mir geschätzte User den Film gut bewerten, bei denen ich auch weiß das sich deren Filmgeschmack mit meinem häufig deckt, dann ja.
    Auch ohne weitere Kommentare ihrerseits.
    Außerdem leihe ich mir sowieso fast jeden Film aus, weil ich Angst habe was zu verpassen.

  14. #29
    Themenstarter
    Avatar von deadlyfriend
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    Zitat Zitat von Vince
    Naja, mir sagt's halt wirklich NULL. Klar, wer ne 8 gibt, der findet den Film besser als einen Film, dem er ne 6 gibt und schlechter als einem, dem er ne 10 gibt. Nur: Woher weiß ich denn, was für denjenigen ne 6 ist? Was ist ne 8, was ne 1? Das ist doch total entfremdet und hat überhaupt keinen Aussagewert. Wenn da zB. ein Actionspezi ist, der dem neuen Seagal ne 8/10 gibt... läufst du aufgrund dessen gleich in die nächste Videothek und leihst dir den neuen Seagal in der Hoffnung, der könnte ganz gut sein? Nee, also für meinen Geschmack sollte man, wenn man was in den Zuletzt gesehen Container schreibt, zumindest nen kleinen Kurzkommentar abgeben, sonst hat das Ganze doch gar keinen Sinn. Ich meine, macht wie ihr denkt, aber mich interessieren in dem Thread nur die Postings von denen, die auch was zu sagen haben.

    Ich finde schon das das manchmal ausreicht die Bewertung zu sehen. Wenn Travis,der einen ähnlichen Geschmack wie ich hat einem Film eine 9 von 10 gibt und das dann kommentarlos stehen läßt werde ich in jedem Fall hellhörig weil das für mich dann einiges aussagt. Wenn ein absoluter Seagal Fan einem Megageilen Actioner die 8 gibt werde ich ihn nicht blind ansehen weil der User nunmal meinen Geschmack ganz und gar nicht trifft. In beiden Fällen nützt es mir nichts wenn der User noch was dazu schreibt weil alles was sie schreiben ihrem eigenen Geschmack entspringt was mir nicht weiterhilft.

    Es gab mal im Musik Express bei jedem Rezensenten die Rubrik "Zur Zeit auf meinem Plattenteller". Daran konnte man sich orientieren. Wenn der absolute Metalfan einer Elektronikpop Platte 0 Punkte gab konnte man sich nicht auf das Geschriebene verlassen. Umgekehrt genauso. Wenn man den Geschmack einer Person kennt kann eine pure Note schon sehr viel aussagen. Da braucht man keine Worte.

  15. #30
    Avatar von Vince
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    Nur muss man ja eigentlich, um den Geschmack von jemandem kennenzulernen, doch erstmal auch was von demjenigen hören. Also irgendwas außer Zahlen.
    Bei mir ist es jedenfalls so, ich habe zB. in der ofdb so ein paar Lieblingsautoren, denen ich ganz gut vertrauen kann, nur wenn ich in ne Wertungsskala von denen schaue und nur die Note sehe, dann will ich trotzdem immer ganz gerne wissen, wieso diese Note vergeben wurde. Note reicht mir eben nicht.

    Übrigens wirklich schöner Thread imo, der ist nochmal nach meinem Geschmack. Endlich noch mal ne richtige Diskussion.

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