Wunderbar passend kam gerade ein Artikel über ehemalige deutsche Soldaten, die in Gefechten verwundet wurden bei Punkt12. (kann man bestimmt im Netz auch anschauen), das wühlte doch mal wieder massig Emotionen in mir auf.
Hierzu möchte ich auch noch gerne etwas sagen. Balthi hat mir per PN geschrieben, dass eine moderne Gesellschaft (Stichwort Demokratie) einzig und alleine auf rationalen Denkansätzen basieren kann. Dies hatte er auf meine Aussage zu emotionalen Reaktionen bezogen.
Ich denke, dass diese Meinung schwer zu kritisieren ist. Denn eine Demokratie kann keinesfalls lediglich auf Basis rationallem Handelns aufgebaut werden. (wenn auch so in etwa unsere Judikative verfährt - was meiner Meinung nach jedoch ebenfalls falsch ist.) Wäre es so, würde unsere Gesellschaft schon sehr bald mit einer Demokratie nichts mehr gemeinsam haben. Das kommende Bsp erscheint im ersten Augenblick vielleicht anfangs bizarr, ist aber garnicht so wei hergenommen. Und zwar denke ich jetzt an diverse Zukunftsszenarios aus einigen Animes, in denen abstrakte Gesellschaftsformen vorherschen. Wenn die Emotionen zugunsten der rat. Handlungsweise in vollem Umfang weichen müssen, dann geht es letztendlich nur noch um das Überleben der Rasse und der Aufrechterhaltung der Ordnung (Stichwort Führungsideologie) und der bestehenden Wirtschaft auf Kosten der Menschlichkeit.
Ein Mensch, der aufhört Emotionen zu zeigen, verliert auch gleichzeitig seine Menschlichkeit. Dabei ist es mir egal, ob diverse Philosophen behaupten, dass Emotionen einzig aus Instinkten heraus entstehen (und dies mit animalen Wesen gleichsetzen). Natürlich sind wir keine Tiere, da wir auch die Gabe haben eben rat. zu denken. Doch sind wir auch keine Maschinen, da wir "echte" (nicht zu verwechseln mit vorprogrammierten) Emotionen aufweisen können.
Und wodurch lieber Balthi kommt es eigentlich zu deinen geliebten Konversationen? Das rat. Denken auf die Spitze getrieben würde irgendwann keinen Diskus mehr zulassen, da es letztendlich nur noch eine Wahrheit geben würde. Die relativ wahrscheinlichste und demnach logischste eine "Wahrheit". Die Frage ist hierbei wieder zu welchen Kosten diese eine "Wahrheit" in Kauf genommen werden sollte. Denn hier kommt der Knackpunkt. Verschiedene Menschen haben verschiedene Ansichten von richtig oder falsch, auch wenn es ein von Geburt aus gegebener Trieb ist, so will jeder Mensch überleben, egel welcher Rasse er angehört. Und das geht weiter in puncto "Leben" und "Lebensstandart". Aus den Instinkten folgen Emotionen, die zu unterschiedlichen Meinungen führen und letztendlich erst Diskussionen enstehen lassen.
Diese sind sind für eine Demokratie zwingend notwendig (das hat Balthi auch richtig erkannt) jedoch kommen sie ohne Emotionen nie zustande.
Überspitz gesehen ist es sogar so, dass bei aufhebung der Emotionen ein Wegfallen der Meinung eines jeden einzelnen Geistes die Folge wäre. Wichtig wäre nur das Kollektiv und Diskussionen mehr oder weniger überflüssig. Womit sich wieder der Kreis zu den Nazis schliessen würde.
...also ich denke nicht, dass Nazideutschland demokratisch war.
Bäääh...da habe ich gestern was verpasst.
Und bei dem Ganzen weiß ich wieder mal nicht, wo ich einsteigen könnte.
Es scheint, dass die Diskussion wieder am Ende sei.
5ka5s Links wurdern wiedermal gespeichert und warten darauf gelesen zu werden.
...hier haste neuen Stoff für eine Diskussion ^^