Mir fehlt der Zugsimulator. Hab mal einige Zeit damit verbracht, Städtelandschaften und Schienennetze zu bauen, um danach dann während einer Zugfahrt mein Werk zu genießen. Mir hat es Spaß gemacht – eigentlich ist es mit Sim City zu vergleichen, nur ohne Wirtschaftssimulation (Häuser bauen geht ja ohne Geld usw.). Aber immerhin kann man im Simu den Zug fahren, was bei Sim City nicht geht.
Der Reiz ist wahrscheinlich zum einem, dass man eine eigene Welt erschafft und man diese Welt auch fast real (eben Simulation) nachspielen kann, zum anderen die Beschäftigung mit irgendetwas – Spiel halt. Schaut mal bei Wiki nach, was Spiel ist, es ist nichts weiter als ein Drang, etwas zu tun.
Deswegen muss ich HeyDu völlig zustimmen.
Klar, die Leute, die Simus zocken, sind arme Typen in der Midlifecrisis. Und Leute, die täglich Menschen virtuell abballern sind normal, oder was? Da fehlt die Logik. Welchen Sinn hat es, bzw. welchen Unterschied macht es, ob ich ’nem Nazi virutell in den Kopf schieße oder virtuell den Boden ausgrabe? Keinen! Das nennt man Spiel!
‚Spaßfaschismus‘ passt da wirklich, schöner Begriff. Spaß an Gewalt, Unverständnis gegenüber gewaltfreie Spiele, dafür dann in der nächsten Gewaltspiele-Diskussion dummes Zeugs rumjammern. Völker der Welt richtet eure Blicke auf Cynamite und sehet da, was Spielekonsum aus dem Menschen macht.