Willy_Wonka schrieb:Vielleicht stecken die Medien (mit ihren Übertreibungen) unter einer Decke mit Hollywood, um mit den Horrorfilmen das dicke Geld zu verdienen. Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.
Aber wer weiß?![]()

gelini71 schrieb:Wie sieht es aber beim Konsumenten aus ?
Schaut man sich die Filme deshalb im Moment gerne an , weil eben (unbewußt) die Gesellschaftliche Ordnung uns danach drängt ?
Also schauen wir uns jene Filme an, auf die wir besonders ängstlich reagieren. Dieses Empfinden für Angst ist eben auch geprägt von der jeweiligen gesellschaftlichen Situation. Heutzutage bereitet uns eben der überregionale Terror Angst, der Einzug in unser allgemeines Leben hält; uns sogar ganz privat (in Schulen, auf der Straße...) treffen kann. Filmemacher orientieren sich an dieser Situation; wie gesagt, wenn auch eher unbewusst. Und wir Konsumenten springen auf diese Welle an; erfreuen uns an dem Grusel/-Ekeleffekt, den der Film in uns auslöst. Das kann ja wohl auch nicht annähernd dein Ernst sein, denn sonst fehlen mir jetzt echt die Worte. Alle Meldungen in den Medien sind Übertreibungen? Das mag ja für so manche Terrorvorwarnstufen gelten, die von diversen Regierungen immer wieder lanziert werden. Aber alle andere wie die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels, die unzähligen Kriege (mal zur Abwechslung das unmenschlische Abschlachten in Darfur erwähnt, welches in den Medien so gut wie kein Echo findet), Irans mehr als bedrohliche Atompolitik und so vieles mehr - alles mediale Übertreibung. Tut mir leid, aber für ein derartiges Statement fehlt mir dann wohl doch der hierfür notwendige humoristische Hintergrund. Zumal du diese Aussage zumindest in Teilen tatsächlich für möglich hälst.Willy_Wonka schrieb:Vielleicht stecken die Medien (mit ihren Übertreibungen) unter einer Decke mit Hollywood, um mit den Horrorfilmen das dicke Geld zu verdienen. Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.
Aber wer weiß?
Das mag für den einen oder anderen eventuell zutreffen, aber keinesfalls für das Groß der Filmmacher des Genres. Das ist eher ein intuitives Wechselspiel zwischen Filmmachern, Produzenten und Publikum, die allesamt "spüren" das der Zeitpunkt reif ist. Bei den Machern stehen natürlich vor allem handfeste finanzielle Interesse im Vordergrund. Was vor allem für die Produzenten gilt. Diese wissen, daß man mit relativ geringen Budgets in diesem Segment fast garantierte finanzielle Erfolge herausholen kann, wenn man es nur einigermaßen richtig anpackt. Die Regisseure wiederum wissen, daß bei den Produzenten, gerade in Blütezeiten solcher Wellen, das Geld relativ locker sitzt. Die Intention der Regisseure ist aber zumeist nicht politisch, sondern durch das Ausloten immer neuer (verstörender oder ekelerregender) Grenzen neue Duftmarken zu setzen, bis diese vom nächsten wieder neu deffiniert werden. Doch um diese Wellen überhaupt zu ermöglichen, bedarf es in der Gesellschaft erst eines hierfür notwendigen Bodens, auf dem diese filmischen Auswüchse auch gedeihen können. Womit wir zu deiner nächsten Frage kommen.gelini71 schrieb:Es klingt immer wieder an , das die Macher dieser Filme bewußt / unbewußt gewisse Gesellschaftliche Strömungen in Ihren Filmen verarbeiten.
Ganz grob pauschalisiert: JA! Natürlich spielen hier eine Unmenge an Faktoren mit hinein, die längst nicht alle diese Deffinition zulassen. Hardcore-Horrorfans wie z.B. ich sehen diese Filme ohnehin an, da es ihr Hobby ist und sie diesem immer fröhnen werden. Doch Leute wie dax und ich bilden nicht die breite Masse und könnten solch lukrative Wellen niemals derart stützen, daß sie nicht sehr rasch wieder abebben. Kommen wir also zur breiten Masse, die das Geschäft erst profitabel machen. Da spielt natürlich die Multimediale Begleitmusik eine sehr wichtige Rolle. Die Filme werden gepusht, kontrovers diskuttiert und auch Otto Normalverbraucher möchte ab einen gewissen Zeitpunkt endlich mitreden können und macht sich auf den Weg ins Kino oder die Videothek. Doch all das wäre, zumindest in diesem Ausmaß und Länge nicht möglich, wenn nicht eine bestimmte Grundvorausetzung gegeben wäre. Das (oftmals auch sehr unterbewußte) Gefühl der Bedrohung und Zukunftsängste. Es ist doch ein bekannter Fakt, daß sich die Menschen vom Film Abwechslung, Zerstreuung und Ablenkung vom Alltag erhoffen. Was liegt da näher, als sich in "unwohlen" Zeiten seinen Ängsten in einem klar kalkulierbaren Rahmen zu stellen, in dem sicheren Gefühl, daß gleich gegenüber der Notausgang ist und einem selbst nicht das geringste passieren kann? Und genau das ist es, was momentan die Entwicklung der sogenannten Terrorfilmwelle begünstigt. Dies geschieht für die meisten völlig unterbewußt. Dies alles bis ins letzte Detail auszuführen, würde viel Platz und Zeit beanspruchen. Es ist jedoch ein wissenschaftlich erwiesener Fakt. Wenn du mal einen Blick auf die wirklich großen und nachhaltigen Wellen des Horrorfilms wirfst und dann die gesellschaftlichen Probleme des jeweiligen Zeitraums betrachtest, wirst du sehr schnell zahlreiche Duplizitäten entdecken. Einige Beispiele hat Vince ja bereits angeführt. Wenn dann allerdings wirklich der Ernstfall eintritt, z. B. ein Krieg im persönlichen Einzugsgebiet, dann ändert sich das Sehverhalten schlagartig. Horrorfilme sind dann das Letzte, was gefragt ist. Da dominieren dann lockere Komödchen, an das Herz gehende Romanzen, Heimatfilme. Kurz gesagt Filme, die eine heile und intakte Welt suggerieren.Wie sieht es aber beim Konsumenten aus ? Schaut man sich die Filme deshalb im
Moment gerne an , weil eben (unbewußt) die Gesellschaftliche Ordnung uns danach drängt ?
Travis Bickle schrieb:Wenn dann allerdings wirklich der Ernstfall eintritt, z. B. ein Krieg im persönlichen Einzugsgebiet, dann ändert sich das Sehverhalten schlagartig. Horrorfilme sind dann das Letzte, was gefragt ist. Da dominieren dann lockere Komödchen, an das Herz gehende Romanzen, Heimatfilme. Kurz gesagt Filme, die eine heile und intakte Welt suggerieren.
Das kann ja wohl auch nicht annähernd dein Ernst sein, denn sonst fehlen mir jetzt echt die Worte. Alle Meldungen in den Medien sind Übertreibungen? Das mag ja für so manche Terrorvorwarnstufen gelten, die von diversen Regierungen immer wieder lanziert werden. Aber alle andere wie die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels, die unzähligen Kriege (mal zur Abwechslung das unmenschlische Abschlachten in Darfur erwähnt, welches in den Medien so gut wie kein Echo findet), Irans mehr als bedrohliche Atompolitik und so vieles mehr - alles mediale Übertreibung. Tut mir leid, aber für ein derartiges Statement fehlt mir dann wohl doch der hierfür notwendige humoristische Hintergrund. Zumal du diese Aussage zumindest in Teilen tatsächlich für möglich hälst.![]()
Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.
Vielen Dank, jetzt hast du mich echt beruhigt. Ich war wirklich schon fast so weit, den weltweiten Klimaforschern und ihrer einhelligen Meinung zu glauben. Zumal diese Dosiers in den offiziell freigegebenen Versionen für die Allgemeinheit auf Druck der diversen Regierungschefs immer noch deutlich abgeschwächt werden müssen. Sonst würden diese so übertrieben negativen Zukunftsszenarien wohl nochmal deutlich drastischer ausfallen, was nicht sehr Wählerwirksam ist. Das selbst Mr. Dabbelju die Lage als sehr Ernst betrachtet, hat mich doch tatsächlich zu glauben verleitet, daß es schon längst kurz nach eins ist.Willy_Wonka schrieb:Aber mit dem Kilmawandel übertreiben die trozdem jetzt.
Willy_Wonka schrieb:Das geht ja auch noch, aber nach einer Zeit kramen sie immer mehr über das Thema raus(um Einschaltqoten bzw. Leser zu gewinnen) und verbreiten eigentlich nur noch Angst und das machen dann alle Medien und das wirkt sehr bedrohlich auf die Bevölkerung.
Fast die komplette Weltbevölkerung bekommt die Nachrichten aus den Massenmedien und woher soll man wissen ob das alles so richtig ist man war ja selbst nie da oder?
MFG
WW
Der intelligente Horrorfilm ist tot. Nur Ausnahmen wie Saw oder Skeleton Key erheben sich aus den Gräbern und überzeugen durch Intelligenz, Tücke und satter Spannung.
) weder gut noch spannend. Spannung ist sowieso ein Begriff, den die Horrorfilmregisseure mal nachschlagen sollten. Suspense erzeugt Spannung, Splatter sehe ich einmal und das wars dann auch. Sowas bleibt bei mir nicht in Erinnerung. Gut erinnere ich mich allerdings an den Kinobesuch von Signs (ja SIGNS!!!): selten war ein voll besetztes Kino so ruhig (und die Augen der Besucher waren offen
) das war bis zu einem gewissen Zeitpunkt hervorragende Suspense, nur durch das, was man nicht sieht und Musik hervorgebracht.Ich kenne dich und deine Wahrnehmung von Horrorfilmen natürlich nicht. Jeder empfindet bestimmte Szenarien ganz individuell, so daß man unbekannterweise schwer einen Rat geben kann. Doch was H6 anbetrifft mußt du dir, denke ich mal, keine großen Sorgen machen. Der Film spielt, was die an Brutalität gezeigten Szenarien anbetrifft, längst nicht in der Hostel-Liga. Er ist eher geschwätzig-langweilig, da ein guter Teil des Films darin besteht, sich durch die ermüdenden pseudo-intelektuellen Monologe des Tagebuch schreibenden Serienkillers zu quälen. Die Gewalt selbst spielt sich eher im Kopf des Zusehers ab, als wirklich sichtbar zu sein. Diese Aussage gilt schon für die ungeschnittene Verleihfassung. Mein Kommentar gilt aber absolut nicht als Aufforderung den Film anzusehen, sondern nur als Erklärung. Denn wenn du ihn nicht gesehen hast, hast du absolut nicht verpaßt.haarkrebs schrieb:Ich rede hier von dem Film H6, den ich mir wohl nie ansehen werde...!
SAB schrieb:Der von Gelini am Anfang des Threads angesprochene gefühlte Wettbewerb von wegen, wer hat die härteste Szene in seinem Film, hat sich mir auch schon erschlossen!
timo 3:16 schrieb:Und Herr Roth kündigt für Hostel 2 an, nochmal eins draufzusetzen- GOTT Bewahre, was will er damit beweisen??? Gibt es einen Preis für den blutigsten Film aller Zeiten???
