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Der moderne Horrorfilm - Gemetzel ohne Sinn ?

Saw 3 muss ich mir mal anschauen, aber was ist an dem Film denn so schlimm?
Ist es von den Splatterszenen vergleichbar mit "Dawn of the Dead", oder etwas härter?
 
Willy_Wonka schrieb:
Vielleicht stecken die Medien (mit ihren Übertreibungen) unter einer Decke mit Hollywood, um mit den Horrorfilmen das dicke Geld zu verdienen. Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.
Aber wer weiß? :rolleyes:

Das bezweifle ich doch mal sehr. ;)
 
Ich hätte nicht gedacht , das es doch soviel Zustimmung an der Grundthese , das der moderne Horrorfilm mitlerweile etwas zu brutal ist , gibt. Ich hatte echt schon Angst , als Weichei dazu stehen , als ich das Thema formuliert habe. ;)

Zum Thema Interpretation. Ich weiß , ich bin da mit meiner Meinung ein kleiner Hardliner , aber das war ich schon zu Schulzeiten. Ich hatte bis zur Abiturprüfung immer & immer wieder recht hitzige Diskussionen mit meinen diversen Deutschlehrer bezüglich dieser Art von Analyse. Die Argument von Vince sind sehr schön , ich bin teilweise aber anderer Meinung.

Es klingt immer wieder an , das die Macher dieser Filme bewußt / unbewußt gewisse Gesellschaftliche Strömungen in Ihren Filmen verarbeiten.

Wie sieht es aber beim Konsumenten aus ?
Schaut man sich die Filme deshalb im Moment gerne an , weil eben (unbewußt) die Gesellschaftliche Ordnung uns danach drängt ?
 
gelini71 schrieb:
Wie sieht es aber beim Konsumenten aus ?
Schaut man sich die Filme deshalb im Moment gerne an , weil eben (unbewußt) die Gesellschaftliche Ordnung uns danach drängt ?

Nunja, ich würde die These von Vince etwas plumper formulieren: Wir Horrorfans sind alle kleine Masochisten, das ist ja wohl klar. ;) Also schauen wir uns jene Filme an, auf die wir besonders ängstlich reagieren. Dieses Empfinden für Angst ist eben auch geprägt von der jeweiligen gesellschaftlichen Situation. Heutzutage bereitet uns eben der überregionale Terror Angst, der Einzug in unser allgemeines Leben hält; uns sogar ganz privat (in Schulen, auf der Straße...) treffen kann. Filmemacher orientieren sich an dieser Situation; wie gesagt, wenn auch eher unbewusst. Und wir Konsumenten springen auf diese Welle an; erfreuen uns an dem Grusel/-Ekeleffekt, den der Film in uns auslöst.
Wie genau dieser Effekt ausgelöst wird, liegt tatsächlich an unserem Umfeld, welches unser Bewusstsein für die Horrorfilme empfindlich beeinflusst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Willy_Wonka schrieb:
Vielleicht stecken die Medien (mit ihren Übertreibungen) unter einer Decke mit Hollywood, um mit den Horrorfilmen das dicke Geld zu verdienen. Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.
Aber wer weiß?
Das kann ja wohl auch nicht annähernd dein Ernst sein, denn sonst fehlen mir jetzt echt die Worte. Alle Meldungen in den Medien sind Übertreibungen? Das mag ja für so manche Terrorvorwarnstufen gelten, die von diversen Regierungen immer wieder lanziert werden. Aber alle andere wie die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels, die unzähligen Kriege (mal zur Abwechslung das unmenschlische Abschlachten in Darfur erwähnt, welches in den Medien so gut wie kein Echo findet), Irans mehr als bedrohliche Atompolitik und so vieles mehr - alles mediale Übertreibung. Tut mir leid, aber für ein derartiges Statement fehlt mir dann wohl doch der hierfür notwendige humoristische Hintergrund. Zumal du diese Aussage zumindest in Teilen tatsächlich für möglich hälst. :uff:

gelini71 schrieb:
Es klingt immer wieder an , das die Macher dieser Filme bewußt / unbewußt gewisse Gesellschaftliche Strömungen in Ihren Filmen verarbeiten.
Das mag für den einen oder anderen eventuell zutreffen, aber keinesfalls für das Groß der Filmmacher des Genres. Das ist eher ein intuitives Wechselspiel zwischen Filmmachern, Produzenten und Publikum, die allesamt "spüren" das der Zeitpunkt reif ist. Bei den Machern stehen natürlich vor allem handfeste finanzielle Interesse im Vordergrund. Was vor allem für die Produzenten gilt. Diese wissen, daß man mit relativ geringen Budgets in diesem Segment fast garantierte finanzielle Erfolge herausholen kann, wenn man es nur einigermaßen richtig anpackt. Die Regisseure wiederum wissen, daß bei den Produzenten, gerade in Blütezeiten solcher Wellen, das Geld relativ locker sitzt. Die Intention der Regisseure ist aber zumeist nicht politisch, sondern durch das Ausloten immer neuer (verstörender oder ekelerregender) Grenzen neue Duftmarken zu setzen, bis diese vom nächsten wieder neu deffiniert werden. Doch um diese Wellen überhaupt zu ermöglichen, bedarf es in der Gesellschaft erst eines hierfür notwendigen Bodens, auf dem diese filmischen Auswüchse auch gedeihen können. Womit wir zu deiner nächsten Frage kommen.

Wie sieht es aber beim Konsumenten aus ? Schaut man sich die Filme deshalb im
Moment gerne an , weil eben (unbewußt) die Gesellschaftliche Ordnung uns danach drängt ?
Ganz grob pauschalisiert: JA! Natürlich spielen hier eine Unmenge an Faktoren mit hinein, die längst nicht alle diese Deffinition zulassen. Hardcore-Horrorfans wie z.B. ich sehen diese Filme ohnehin an, da es ihr Hobby ist und sie diesem immer fröhnen werden. Doch Leute wie dax und ich bilden nicht die breite Masse und könnten solch lukrative Wellen niemals derart stützen, daß sie nicht sehr rasch wieder abebben. Kommen wir also zur breiten Masse, die das Geschäft erst profitabel machen. Da spielt natürlich die Multimediale Begleitmusik eine sehr wichtige Rolle. Die Filme werden gepusht, kontrovers diskuttiert und auch Otto Normalverbraucher möchte ab einen gewissen Zeitpunkt endlich mitreden können und macht sich auf den Weg ins Kino oder die Videothek. Doch all das wäre, zumindest in diesem Ausmaß und Länge nicht möglich, wenn nicht eine bestimmte Grundvorausetzung gegeben wäre. Das (oftmals auch sehr unterbewußte) Gefühl der Bedrohung und Zukunftsängste. Es ist doch ein bekannter Fakt, daß sich die Menschen vom Film Abwechslung, Zerstreuung und Ablenkung vom Alltag erhoffen. Was liegt da näher, als sich in "unwohlen" Zeiten seinen Ängsten in einem klar kalkulierbaren Rahmen zu stellen, in dem sicheren Gefühl, daß gleich gegenüber der Notausgang ist und einem selbst nicht das geringste passieren kann? Und genau das ist es, was momentan die Entwicklung der sogenannten Terrorfilmwelle begünstigt. Dies geschieht für die meisten völlig unterbewußt. Dies alles bis ins letzte Detail auszuführen, würde viel Platz und Zeit beanspruchen. Es ist jedoch ein wissenschaftlich erwiesener Fakt. Wenn du mal einen Blick auf die wirklich großen und nachhaltigen Wellen des Horrorfilms wirfst und dann die gesellschaftlichen Probleme des jeweiligen Zeitraums betrachtest, wirst du sehr schnell zahlreiche Duplizitäten entdecken. Einige Beispiele hat Vince ja bereits angeführt. Wenn dann allerdings wirklich der Ernstfall eintritt, z. B. ein Krieg im persönlichen Einzugsgebiet, dann ändert sich das Sehverhalten schlagartig. Horrorfilme sind dann das Letzte, was gefragt ist. Da dominieren dann lockere Komödchen, an das Herz gehende Romanzen, Heimatfilme. Kurz gesagt Filme, die eine heile und intakte Welt suggerieren.
 
Meine Meinung:

Filme wie Hostel, Chainsaw-Massaker, The hills have eyes oder letztens Wolfs Creek verfehlen in meinen Augen den "Horror".
Denn Splatter und Blutorgien ohne Spannung und Nervenkitzel sind für mich dem Genrè Horror nicht würdig.

Ganz im Gegenteil hierzu SAW. SAW ist ein echter Reißer, der überaus intelligent aufgebaut ist, mit Überraschungen und Unvorhersehbarkeiten punktet. Wie Sieben, Saw, Cube usw. alles Spektakel sind, wo einem die Spannung die Fingernägel aufbiegt, sind Splatter-Filme abtörnent und langweilig.

Der intelligente Horrorfilm ist tot. Nur Ausnahmen wie Saw oder Skeleton Key erheben sich aus den Gräbern und überzeugen durch Intelligenz, Tücke und satter Spannung.
 
Travis Bickle schrieb:
Wenn dann allerdings wirklich der Ernstfall eintritt, z. B. ein Krieg im persönlichen Einzugsgebiet, dann ändert sich das Sehverhalten schlagartig. Horrorfilme sind dann das Letzte, was gefragt ist. Da dominieren dann lockere Komödchen, an das Herz gehende Romanzen, Heimatfilme. Kurz gesagt Filme, die eine heile und intakte Welt suggerieren.

Wofür dann zB. die "Roaring Twenties", die 1920er Jahre, ein Beispiel wären (natürlich nicht nur im Film, sondern allgemein in der Kultur). Oder die Doris-Day-Komödien... oder die Filmne von Frank Capra ("Ist das Leben nicht schön?").

Wunderbar erläutert, Travis. Da bleibt mir nichts mehr hinzuzufügen.

Nun ist der Horrorfilm ja vielleicht auch ein bisschen abstrakter und es mag auch verständlich sein, dass man den Zusammenhang nicht direkt erkennt, aber er ist eben da. Viel platter und offensichtlicher ist der Zusammenhang aus heutiger SIcht vielleicht bei Tierhorrorfilmen wie "Tarantula" oder "Formicula", die zu Giganten mutiertes Kleingetier zeigten... da ist es ja wohl mehr als offensichtlich, dass damit die Angst vor der Atombombe ausgedrückt wird (in diesem Zusammenhang empfehle ich mit Nachdruck Joe Dantes "Matinee", der diesen Zusammenhang teilweise sehr schön herausstellt).

In heutiger Zeit ist der Zusammenhang vielleicht in einem anderen Genre und einem anderen Format offensichtlicher: TV-Serie und Thriller. "24" versteckt nichts hinter Metaphern wie der Horrorfilm, sondern entwirft denkbare, realistische Szenarien (gut, mit der Zeit wurden sie immer unrealistischer, aber das hat einfach was mit der Qualität der Drehbücher zu tun) und verdeutlicht durch das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Regierungsebenen bis hoch zum Präsidenten sogar die organisatorische Verknüpfung der amerikanischen Politik auf globaler Ebene. "24" ist diesbezüglich ein Musterbeispiel dafür, wie die Ängste konkret angesprochen werden. Ähnliches gilt für die "Traffic"-Miniserie, aber eben auch für den "Traffic"-Film oder die dokumentarischen und cineastischen Auseinandersetzungen mit 9/11.

Dass es diese Zusammenhänge im Thrillergenre aber auch konkret gibt, heißt nicht, dass sie im Horrorfilm gar nicht existierten - sie sind eben nur latent eingebaut, meistens nicht intentional, sondern unbewusst.Hinter Metaphern versteckt, von denen die Macher oft nicht einmal selbst wissen, dass es Metaphern sind.
 
Das kann ja wohl auch nicht annähernd dein Ernst sein, denn sonst fehlen mir jetzt echt die Worte. Alle Meldungen in den Medien sind Übertreibungen? Das mag ja für so manche Terrorvorwarnstufen gelten, die von diversen Regierungen immer wieder lanziert werden. Aber alle andere wie die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels, die unzähligen Kriege (mal zur Abwechslung das unmenschlische Abschlachten in Darfur erwähnt, welches in den Medien so gut wie kein Echo findet), Irans mehr als bedrohliche Atompolitik und so vieles mehr - alles mediale Übertreibung. Tut mir leid, aber für ein derartiges Statement fehlt mir dann wohl doch der hierfür notwendige humoristische Hintergrund. Zumal du diese Aussage zumindest in Teilen tatsächlich für möglich hälst. :uff:

Natürlich war diese These nicht all zu ernst gemeint.
Sonst hätte ich das ja nicht da hinter geschrieben:
Ob das jetzt so stimmt mag ich jetzt auch bezweifeln.

Zu den Übertreibungen:
Natürlich weiß ich das Krieg grausam ist und Oper fordert usw. und ich will mich über diese auch nicht lustig machen. (Falls du dies dachtest)
Aber mit dem Kilmawandel übertreiben die trozdem jetzt. Vor Jahren gab es schon diese Thesen und fast kein Schwein hat sich dafür interessiert und jetzt rüttelt z.B. Al Gore die Leute mit seiner Dokumentation auf (was ich gut und richtig finde) und sofort springen die Fernsehnachrichten mit auf. Das geht ja auch noch, aber nach einer Zeit kramen sie immer mehr über das Thema raus(um Einschaltqoten bzw. Leser zu gewinnen) und verbreiten eigentlich nur noch Angst und das machen dann alle Medien und das wirkt sehr bedrohlich auf die Bevölkerung.
Fast die komplette Weltbevölkerung bekommt die Nachrichten aus den Massenmedien und woher soll man wissen ob das alles so richtig ist man war ja selbst nie da oder?

MFG
WW
 
Willy_Wonka schrieb:
Aber mit dem Kilmawandel übertreiben die trozdem jetzt.
Vielen Dank, jetzt hast du mich echt beruhigt. Ich war wirklich schon fast so weit, den weltweiten Klimaforschern und ihrer einhelligen Meinung zu glauben. Zumal diese Dosiers in den offiziell freigegebenen Versionen für die Allgemeinheit auf Druck der diversen Regierungschefs immer noch deutlich abgeschwächt werden müssen. Sonst würden diese so übertrieben negativen Zukunftsszenarien wohl nochmal deutlich drastischer ausfallen, was nicht sehr Wählerwirksam ist. Das selbst Mr. Dabbelju die Lage als sehr Ernst betrachtet, hat mich doch tatsächlich zu glauben verleitet, daß es schon längst kurz nach eins ist.
Nun ja, lassen wir das hier mit der Politik und bleiben wir besser beim Thema. Dir und uns allen wünsche ich natürlich, daß der für mich als unbestreitbarer Fakt feststehende extreme Klimawandel nur ein laues Lüftchen bleibt. Da sehe ich allerdings schwarz und würde mir in deinem Alter noch wesentlich mehr Sorgen machen. Du mußt das Ganze wahrscheinlich noch viel länger und intensiver aussitzen als ich. Und wenn du mal Kinder in die Welt setzen möchtest.....
 
Willy_Wonka schrieb:
Das geht ja auch noch, aber nach einer Zeit kramen sie immer mehr über das Thema raus(um Einschaltqoten bzw. Leser zu gewinnen) und verbreiten eigentlich nur noch Angst und das machen dann alle Medien und das wirkt sehr bedrohlich auf die Bevölkerung.
Fast die komplette Weltbevölkerung bekommt die Nachrichten aus den Massenmedien und woher soll man wissen ob das alles so richtig ist man war ja selbst nie da oder?

MFG
WW

Da gebe ich dir recht, jetzt aber zum Thema: ich muss leider Kingmaker recht geben wenn er sagt:
Der intelligente Horrorfilm ist tot. Nur Ausnahmen wie Saw oder Skeleton Key erheben sich aus den Gräbern und überzeugen durch Intelligenz, Tücke und satter Spannung.

Ich fand selbst hochgelobte Horrorfilme wie Hills have eyes noch Eli Roth´s Erstlingswerk (hab den Namen wohl verdrängt;) ) weder gut noch spannend. Spannung ist sowieso ein Begriff, den die Horrorfilmregisseure mal nachschlagen sollten. Suspense erzeugt Spannung, Splatter sehe ich einmal und das wars dann auch. Sowas bleibt bei mir nicht in Erinnerung. Gut erinnere ich mich allerdings an den Kinobesuch von Signs (ja SIGNS!!!): selten war ein voll besetztes Kino so ruhig (und die Augen der Besucher waren offen;) ) das war bis zu einem gewissen Zeitpunkt hervorragende Suspense, nur durch das, was man nicht sieht und Musik hervorgebracht.
Auch ein gutes Beispiel für immer stumpfsinnigeres Weiterführen von Splatter ist Final Destination.
Teil 1 war ein atmosphärisch hervorragender Film, während Teil 2 schon anfing in Richtung Partyfilm zu mutieren, bei dem bei jedem derberen Todesfall laut mitgegröhlt bzw. gejubelt wird.
Ich wäre froh, wenn die (übertriebenen) Splatterfilme langsam wieder abnehmen würden.
mfG

Castor Troy
 
Also ich habe nichts gegen Blut oder Innereien und Gemetzel in Horrorfilmen aber wo ich gesehen habe dachte ich" Wie übel". Hills have Eyes ist da schon wieder ein bißchen Klassischer aber trotzdem Heftig. Bei Saw 2 war bei mir schon die Schmerzgrenze fast erreicht und bei Hostel war sie erreicht und als ich einen Arbeitsunfall mit einem Bohrer hatte dachte ich aufeinmal ganz anders über diese Geschichte bzw. das Geschen nach. Was ich damit sagen will,ist das die Horrofilme sich immer mehr an der Realität ein Beispiel nehmen und dadurch uns immer weiter in den Sumpf des Geschmacklosen und der Stumpfheit hinein ziehen. Die Japanischen Horrofilme gehen wieder zurück mehr in den klassiche Horror aber mit neuen Errungenschaften und etwas Modifiezierter. Man sieht nicht viel aber es trotzdem Spannend und und Unheimlich. Das ist bei diesen Realitätshorrorfilmen nicht so. Irgendwie kommen mir diese Filme ein bißchen vor wie die Reihe "Gesichter der Todes" die ich mir Nie angesehen habe, weil ich so etwas Ekelhaft finde.

Schaut man sich doch mal unsere Gesellschaft an, wie Kaputt und Krank manche Menschen sind dann die modernen Horrorfilme garnicht soweit her geholt. Schau doch einfach nur mal ins Fernsehprogramm oder die gewisse Zeitung mit den vier Buchstaben. Dann sieht man dass mit nackter Haut und Gemetzel das meiste Geld zu machen ist und die Gesellschaft ist da nach auch noch Gierig. Die Gesellschaft macht sich sekber immer Stumpfer und die Filmemacher nutzen das für sich und Präsentieren uns das was wir sehen wollen: BLUT aus der Realität.

Ich finde auch der der klassiche Horror ist tot. Früher hieß es auch noch Grusel oder Horrorfilme und heute nur noch Horrorfilme.

Die Linke Hand zum Gruß

Chisum
 
Ehrlich gesagt, muss ich zugeben, dass mir diese sinnlosen Metzelorgien schon seid einiger zeit gehörig auf den Geist gehen.
Es ist ja nichts schlimmes daran, wenn in einem Film Blut fließt, aber wenn in schöner Regelmäßigkeit Menschen in Kellern festgekettet werden und dannach zerstückelt, hört bei mir der spass auf!
Etwas anderes ist das bei Filmen, die sich selber nicht zu ernst nehmen (land of the Dead, Kill Bill vol. 1).
Auch dort fließt viel Blut, dennoch kann man teilweise sogar darüber schmunzeln.
Der einzige Film seid langem, wo ich das gefühl hatte, dass ich wieder einen echten Horrorfilm sehe, war The Grudge.
Dort haben die grade mal EINE Ketchupflasche eingesetzt, aber trotzdem ist der Film sehr viel spannender, und vor allem gruseliger, als ein Film wie Hostel.

Die Filmemacher sollen wieder auf gute Gruselszenen setzen und nicht auf ihren Filmpackungen Sätze wie "dieser Film ist härter als Hostel" stehen haben!
Ich rede hier von dem Film H6, den ich mir wohl nie ansehen werde...

Ach warum bin ich kein blutrünstiges kiddy? Alles wäre so viel leichter^^!
 
haarkrebs schrieb:
Ich rede hier von dem Film H6, den ich mir wohl nie ansehen werde...!
Ich kenne dich und deine Wahrnehmung von Horrorfilmen natürlich nicht. Jeder empfindet bestimmte Szenarien ganz individuell, so daß man unbekannterweise schwer einen Rat geben kann. Doch was H6 anbetrifft mußt du dir, denke ich mal, keine großen Sorgen machen. Der Film spielt, was die an Brutalität gezeigten Szenarien anbetrifft, längst nicht in der Hostel-Liga. Er ist eher geschwätzig-langweilig, da ein guter Teil des Films darin besteht, sich durch die ermüdenden pseudo-intelektuellen Monologe des Tagebuch schreibenden Serienkillers zu quälen. Die Gewalt selbst spielt sich eher im Kopf des Zusehers ab, als wirklich sichtbar zu sein. Diese Aussage gilt schon für die ungeschnittene Verleihfassung. Mein Kommentar gilt aber absolut nicht als Aufforderung den Film anzusehen, sondern nur als Erklärung. Denn wenn du ihn nicht gesehen hast, hast du absolut nicht verpaßt.
 
Ich muss zu diesem Thema sagen, das auch ich natürlich ein großer Horrorfan bin!
Klassiker wie die Nightmare-Reihe stehen bei mir selbstverständlich in der Sammlung! Aber auch die ganzen Freitag, der 13.-Filme kenne ich!
Aber richtig aufgeflammt ist meine "Liebe" zum Horrorfilm eigentlich mit der Teeny-Slasher-Welle ab Scream über Ich weiß, was..., Faculty,usw...! Für meine damaligen Sehgewohnheiten waren diese eigentlich auch schon recht gewalttätig!
Doch mit der seit einigen Jahren erfolgreich laufenden Terror-Welle sind wir doch in einem neuen Zeitalter der gezeigten Gewalt angekommen (Wobei ich jetzt von der Mainstream-Tauglichkeit spreche! Harte Splatterfilme gibt es ja schon ewig!)!
Filme wie The Devil's Rejects, Saw 2 oder The Hills have Eyes empfand ich schon als extrem hart!
Doch mit Saw 3 und TCM-The Beginning wurde diesem Gewaltpegel nochmal ordentlich einen draufgesetzt! Der von Gelini am Anfang des Threads angesprochene gefühlte Wettbewerb von wegen, wer hat die härteste Szene in seinem Film, hat sich mir auch schon erschlossen!
Wo Saw 3 durch seine schnellen Schnitte noch etwas von seiner Explizitheit nimmt, hält TCM-The Beginning gnadenlos drauf und übertreibt vielleicht sogar etwas!
Ich finde jedenfalls, das es ab hier nicht mehr brutaler werden sollte, da es mir wirklich langsam so vorkommt als würde nicht mehr auf Spannung sondern nur noch auf die Brutalität abgezielt!

MfG

SAB
 
SAB schrieb:
Der von Gelini am Anfang des Threads angesprochene gefühlte Wettbewerb von wegen, wer hat die härteste Szene in seinem Film, hat sich mir auch schon erschlossen!

Logisch... dem Volke wird gegeben, was es verlanget. War schon im alten Rom so - wenn die richtige Stimmung da war, ging der Daumen runter und der besiegte Gladiator bekam den Dolch in den Nacken. An dem Prinzip hat sich im Grunde nicht viel verändert... die Filmproduzenten sind heute der populistische Imperator, der das Volk füttert; und das Volk bestimmt nach Gemütslage, ob es gerade mehr Lust auf Kaltblütigkeit oder auf Gnade hat.
Wie schon gesagt, das wird sich wieder selbst regulieren, wenn der Massenmarkt die Blutorgien irgendwann überdrüssig ist. Dann werden solche Filme zwar immer noch produziert, aber eben im Independentkreis für spezielle Interessengruppen. Der Mainstream hat sich bis dahin vielleicht wieder dem Mysteryfilm zugewandt... oder der Gruselkomödie... oder was sonst momentan noch außer der Mode ist.
 
Ich muss euch zustimmen.
Es ist im Moment nun mal so - dass die Gesellschaft- warum auch immer - auf solche extremen Filme steht.
Hostel ist hier ein schönes Beispiel - die Story ist ja nicht gerade der reißer (Kranke reiche Menschen zahlen Geld um Leute zu quälen - hätte eigentlich auch Saw 4 sein können von der Story her) und im Endefekt kommt es ja ehe nur darauf an, wie die Protagonisten dann zu Grunde gehen - ob mit Kettensäge oder Bohrer durchs Bein - solche Sachen.
Man könnt ja sagen - Gewalt, ja - wenn die Story gut ist - aber das ist ja nun auch noch nicht mal der Fall - die Stories lassen ebenfalls einiges zu wünschen übrig.
Wenn man da an Freitag der 13, Nightmare oder Halloween denkt - da hatten die Storys noch etwas tiefgründiges, ich meine jetzt nicht direkt die Filme (wie viel Schlechte Freitag der 13 oder Halloween Teile gibts eigentlich?), sondern das drum herum, um diese Filme haben sich ganze Universen aufgebaut.
Natürlich muss man auch hier sagen, dass sie ganz ohne Gewalt nicht unbedingt auskommen - aber ihren wirklichen Schrecken durch die Szenen bekommen.
Oder nehmen wir doch Stephen King's Shining - der Film ist nicht direkt brutal - die Story fasziniert und die Schreckmomente - okay, hier kann man vielleicht auch als Argument nehmen, dass es eine Buchvorlage gibt - aber das heißt nicht, dass automatisch der Film gut wird.

Mit The Grudge ging es ja wieder mehr in die Richtung Schock Momente anstatt Gewalt und ich denke dort sollte man weiter machen, weil die Horror Legenden (Shining, Psycho, Nightmare) nicht allein von Gewalt leben - und von den heutigen Filmen hat sich eigentlich in diese Reihe noch niemand eingegliedert!
 
Horrorfilme, die mir immer noch Angst machen sind "Shining" und "Das Grauen" mit George C. Scott!!!
 
Das Problem der heutigen so genannten Terriorfilme ist, daß diese wieder mehr oder weniger auf ein völlig unvorbereitetes Publikum der heutigen Generation treffen, die von den Filmen der ausgehenden 70er und beginnenden 80er Jahre bestenfalls peripher etrwas mitbekommen haben. Mir ist schon klar, daß diese Filme für die "Scream"-Generation und in ihrer heutigen drastischen Umsetzung starker Tobak sind. Viele eurer hier bisher aufgeführten Vergleiche hinken stark, da sie sich ausschließlich auf die auch heute noch populären Filme des Mainstream beziehen. Wie eben die bekannten Reihen rund um Jason, Michael Myers und Freddy Krueger. Auch die Vergleiche zu den bekannten Splatter-Größen sind bestenfalls bedingt tauglich. Denn auch die Splatter-Filme zählten in diesem Zeitraum zum "hart aber herzlich" Fun-Spektrum, auch wenn es hier zahlreiche Indizierungen und teilweise sogar Beschlagnahmungen gab. Daneben gab es in dem angesprochenen Zeitraum eine weitere Spielart des Horrorfilms, welche der einzig legitime Vorgänger der heutigen Terrorfilme ist: den Gore-Film.

Lucio Fulci, Ruggero Deodato, Joe D'Amato und so einige mehr waren dort zum Beispiel auf italienischer Seite die Wegbereiter. Und in Japan gab es eine ganze Reihe extrem heftigster Kurzfilme, die allesamt das selbst heutige Gewaltniveau noch in den Schatten stellten. Auch die italienischen Kannibalenfilme legten Meßlatten auf, die teilweise sogar heute noch Gültigkeit haben. Es ist also nicht so, das die heutigen Terrorfilme eine Erfindung unserer Tage sind. Auch nicht was die Härte anbetrifft. Der primäre Unterschied sind allenfalls die technischen Möglichkeit, diese Gräuel heute noch schockierend realistischer zu simulieren und damit ein noch flaueres Gefühl in der Magengrube zu erzeugen. Ein weiterer Umstand ist, das die Gore-Filme der damaligen Zeit nur von einem stark interessierten Randpublikum wahrgenommen wurden und heute schon fast im Mainstream und den Blockbustern angekommen sind. Und das wiederum ist für mich ein ganz bezeichnendes Beispiel für den momentanen Status Quo unserer Gesellschaft. Womit sich der Kreis zu den Anfängen dieser Diskussion wieder schließt.
 
Darf ich grundsätzlich mal folgendes sagen:
Ich halte die These bzw. das Argument von einem "Filmemacher" wie Eli Roth für eine fadenscheinige Ausrede! Ich lese immer den Standartsatz, dass in den Medien auch schreckliche Sachen zu sehen sind, wie Tote, abgetrennte Extremitäten usw. Ich finde nicht, dass ein Regiesseur mit der Intention, dass es "in Echt" alles viel schlimmer sei, an seine " Werke" gehen sollte...
Ich halte einen "Fim", und ich muss wirklich dabei allen Mut zusammennehmen, um ihn als Film durchgehen zu lassen, wie HOSTEL einfach für unnötig brutal und blutig, denn es ist 1000 Mal reizvoller, mit dem zu spielen, was der Zuschauer nicht sieht...ich glaube Christopher Lee hat so etwas schon zu Zeiten von Scream 3 gesagt!
Ich kann auch bei HOSTEL keine politische Metaphorik erkennen und zu SAW III nur soviel:
Ich habe aus diversen Quellen nun gehört, dass die Story wohl unter Blut und Gedermen untergeht und das finde ich einfach nur bedauernswert! War der 1. Teil noch ein zwar durchaus harter, aber vor allem auf Grund des Storygerüsts und des Twists am Ende, ein intelligent gestrickter Horrorreißer.
Ist es nicht jammerschade, dass der Regieseur von Teil 3 zur Presse sagt, er will mit jedem weiteren Teil die Grenze der Gewalt nach oben schrauben, anstatt die Gewalt in den Dienst einer fesselnden Story zu packen?
Und Herr Roth kündigt für Hostel 2 an, nochmal eins draufzusetzen- GOTT Bewahre, was will er damit beweisen??? Gibt es einen Preis für den blutigsten Film aller Zeiten???
Ich will abschließend noch sagen, dass ich durchaus den Reiz von Horror-Thrillern wie TCM und SAW verstehen kann und ich fand SAW und das Remake von TCM durchaus gut, ich verteufle weiß Gott nicht das Genre des Horrorfilms, aber ich bin der Meinung, dass der Trend, es immer härter und blutiger zu machen, langsam vorbei sein sollte...
Auf Schnittberichte.com kann man ja mittlerweile alles sehen, was rausgeschnitten wurde und warum und beweist nicht auch dies, dass es sich mittlerweile wie David Fincher es formuliert hat, nur noch um Serienkiller- Pornos handelt, die die Lust an Blut etc. befriedigen???
Meine Ausführungen mögen etwas wild sein und auf viele Skeptiker und Contra- Sprecher treffen, aber es ist eine Meinung, die mir auf dem Herzen lag!!!
 
timo 3:16 schrieb:
Und Herr Roth kündigt für Hostel 2 an, nochmal eins draufzusetzen- GOTT Bewahre, was will er damit beweisen??? Gibt es einen Preis für den blutigsten Film aller Zeiten???

Ja sowas ähnliches, denn Peter Jackson hält den Weltrekord für das meiste Filmblut in einem Film, und zwar mit Braindead. :D
 
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