The Great Raid
Die ersten, dialoglastigen 70 Minuten ziehen sich stellenweise wie Kaugummi. Richtig spannend wird es erst gen Ende, wenn die Amis und Phillipinos zur großen Befreiungsaktion blasen.
Doch auch ansonsten bleibt der Film erschreckend substanzlos: Zwar versucht Regisseur John Dahl seinen Charakteren Leben einzuhauchen, doch oft bewegen sich die Dialoge auf unterstem (Soap-)Niveau, woran vorallem das schlechte Drehbuch Schuld trägt. Technisch gesehen hat Dahl aber alles richtig gemacht, obwohl der Soundtrack von Trevor Rabin (Eindeutig von "Der Soldat James Ryan" inspiriert) ziemlich langweilig ist.
Ein weiterer Kriegsfilm, der weder den Schrecken der Gefangenenlager reflektiert, noch wirklich zu unterhalten weiß. Belanglos und langweilig driftet der Film ins Mittelmaß ab - Schade.
5/10
Lord of War
Krasser Film, der einerseits auf satirische Weise das Leben eines Waffenschiebers dokumentiert, doch auch nicht davor zurück schreckt, bei allem Zynismus, äußerst dramatische Elemente mit einzuflechten, durch welche mancher Lacher schlicht im Halste stecken bleibt. Ein Film, der genau zur richtigen Zeit in die Kinos kam und das brisante Thema adäquat für die Kinos aufarbeitete.
8/10