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Raubkopie-Charts 2011: Die am häufigsten heruntergeladenen Spiele und Filme des letzten Jahres

Raubkopierer werden mit DRM- und Gesetzen nicht bekämpft - sie suchen sich nur neue Wege. Es trifft meist den ehrlichen Kunden, der immer neue Einschränkungen seiner Rechte hinnehmen muss. Der ehrliche Kunde regt sich über Origin auf. Raubkopierer beförderten Battlefield 3 trotzdem in die Charts. Der ehrliche Kunde wird mit ewig langen Copyright-Hinweisen, -trailern auf BDs und DVDs genervt - nicht die Kopierer, die den Film trotzdem rippen.
Das dürfte den meisten Leuten schon klar sein, aber was soll man sonst gegen Raubkopierer unternehmen? Selbst die Industrie hat ja keine Patentlösung. Digitale Distribution wäre derzeit der einzig sinnvolle Weg, aber dagegen spreche ich mich ganz vehement aus, denn auch hier wird man einen Weg finden, an kostenlose Inhalte zu gelangen.
Solche Zahlen wie hier können einen ehrlichen Kunden ganz schön runterziehen.
 
Solche Zahlen wie hier können einen ehrlichen Kunden ganz schön runterziehen.

was ist denn an den zahlen so überraschend?
oder hast du gedacht, dass es nur um maximal ein paar hundert exemplare geht, die durchs torrent-netzwerk rauschen?

digitale Distribution wäre derzeit der einzig sinnvolle Weg

nein, das stremen von spielen, siehe onlive/ gaikai.
gibt es heute schon, in einigen jahren wird es perfekt funktionieren.
ohne leak der kompletten version KANN es dann eigentlich keinerlei softwarepiraterie mehr geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Branche erleidet keinen Schaden, weder wird ihr was weggenommen, noch macht sie Verluste und erst Recht initialisiert sie keine Kopierschutzmassnahmen. Was den Verbraucher kontrolliert dient genau diesem Zweck. Nicht der Raubkopierer ist das Subjekt auf das man zielt sondern der Verbraucher. Der Kollateralschaden wenn man so will ist die Absicht, nicht etwa ein nötiges Übel. Raubkopierer sind keine Naturkatastrophe, sie sind ein Dauerzustand und je nach der Zugkraft eines Namens sind es mehr oder weniger Downloads, man möchte fast sagen das ganze verhält sich proportional.
 
Was den Verbraucher kontrolliert dient genau diesem Zweck. Nicht der Raubkopierer ist das Subjekt auf das man zielt sondern der Verbraucher.

was genau hat denn ein publisher von dieser angeblichen verbraucher-kontrolle?

Raubkopierer sind keine Naturkatastrophe, sie sind ein Dauerzustand

den man einfach so hinnehmen sollte?

und je nach der Zugkraft eines Namens sind es mehr oder weniger Downloads, man möchte fast sagen das ganze verhält sich proportional.

das ist sicher richtig.
nur bezweifelt das wohl auch keiner so wirklich.
 
Von Kundenbindung hat ein Publisher eine Menge, eine Menge Geld nämlich. Nicht umsonst investiert man in vielen Branchen in diesen Bereich, allerdings verkneift man sich Halsbänder, Leinen und Maulkörbe.

Dass man Raubkopien einfach hinnehmen sollen sage ich nicht, nur dass man sie nicht als
Pseudo-Argument heranziehen um zu verschleiern dass man den Verbraucher nicht drangsalieren muss sondern will. Zudem
das Gewese eben impliziert Raubkopien waren einzeln auftretende, große Ereignisse mit spürbaren Auswirkungen - was nicht der Fall war und nicht ist.
 
Das dürfte den meisten Leuten schon klar sein, aber was soll man sonst gegen Raubkopierer unternehmen? Selbst die Industrie hat ja keine Patentlösung. Digitale Distribution wäre derzeit der einzig sinnvolle Weg, aber dagegen spreche ich mich ganz vehement aus, denn auch hier wird man einen Weg finden, an kostenlose Inhalte zu gelangen.
Solche Zahlen wie hier können einen ehrlichen Kunden ganz schön runterziehen.

Ich habe schon mehrfach gesagt, dass das Raubkopierproblem zum Teil ein Provider-Problem ist. Sofern die Industrie gewisse Angebote startet, löst sich ein Raubkopie-Problem teilweise von selbst.

Die am meisten raubkopierten Serien waren nicht die, die sich die User legal auf Streaming-Portalen anschauen konnten. Wie so etwas aussehen kann, zeigt auch crunchyroll. Einst eine Fansub-Gruppe für Animes, hat man sich mit den Studios zusammengetan um zeitnah nach der japanischen Ausstrahlung eine Serie auch online anbieten zu können. Die Animes können auf dem Portal kostenlos in SD angeschaut werden, teilweise mit Werbung. Bezahlt man einen monatlichen Betrag, bekommt man die Folgen eine oder zwei Wochen früher und auch in HD. Das Modell funktioniert. Crunchyroll hat zahlende Mitglieder, die zuvor lieber die Fansubs auf dem Netz gezogen haben.

Man bekommt mit solchen Angeboten das Raubkopie-Problem nur teilweise in den Griff aber eine Allzwecklösung gibt es nun einmal nicht. Crunchyroll kann man zum Teil auch in Europa streamen. Das Angebot für Europa soll aber noch ausgebaut werden.

Ein anderes Beispiel wären die South Park Studios. Alle Folgen der Serie - legal - zum freien Ansehen verfügbar. Das kann aber je nach Budget nicht bei jeder Serie funktionieren.

Ich bleibe dabei: Würden die Studios ihre Filme/Serien offiziell (auch gegen angemessene Gebühren) im Netz anbieten, würde zumindest ein Teil der Kopierer/Downloader auf legale Angebote umsteigen.
 
du meinst ernsthaft, dass das diebstahl wäre?
jetzt komm! :huh:
Diebstahl geistigen Eigentums ist auch Diebstahl...

---------- Zusammengeführter Beitrag, 19:24 Uhr ----------

Raubkopierer werden mit DRM- und Gesetzen nicht bekämpft - sie suchen sich nur neue Wege. Es trifft meist den ehrlichen Kunden, der immer neue Einschränkungen seiner Rechte hinnehmen muss. Der ehrliche Kunde regt sich über Origin auf. Raubkopierer beförderten Battlefield 3 trotzdem in die Charts. Der ehrliche Kunde wird mit ewig langen Copyright-Hinweisen, -trailern auf BDs und DVDs genervt - nicht die Kopierer, die den Film trotzdem rippen.
Klar suchen sie sich neue Wege, aber dennoch wird die Industrie NIE aufhören gegen sie vorzugehen... Wie gesagt, verstehe ich deren teilweise extreme Ansätze, wenn ich aber auch denke, dass sie gerade mit SOPA viel zu weit gehen.
 
Diebstahl geistigen Eigentums ist auch Diebstahl...

vielleicht umgangssprachlich.
aber eigentlich ist es blödsinn.
genauso wie eine raubkopie an sich nichts mit raub zu tun hat (bei diesem begriff ist das allerdings -vermutlich- jedem klar).
 
Ich bleibe dabei: Würden die Studios ihre Filme/Serien offiziell (auch gegen angemessene Gebühren) im Netz anbieten, würde zumindest ein Teil der Kopierer/Downloader auf legale Angebote umsteigen.
Eben. Aber leider sind die Studios da alle noch zu weich in der Birne. Stellt man seine ganzen Filme online und würde für einen HD Film 2€ verlangen, dann würden garantiert die illegalen Downloads enorm abgebaut. Die Studios hätten so auch noch Gewinne durch Downloads. So macht man Leute halt einfach zu Verbrechern.
 
vielleicht umgangssprachlich.
aber eigentlich ist es blödsinn.
genauso wie eine raubkopie an sich nichts mit raub zu tun hat (bei diesem begriff ist das allerdings -vermutlich- jedem klar).
Dir ist klar, dass wir hier umgangssprachlich und nicht hochkarätig juristisch schreiben, oder? :D

---------- Zusammengeführter Beitrag, 20:28 Uhr ----------

So macht man Leute halt einfach zu Verbrechern.
Die Leute, die etwas illegal herunterladen, machen sich selbst zum Verbrecher. NIEMAND zwingt sie dazu, es zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dir ist klar, dass wir hier umgangssprachlich und nicht hochkarätig juristisch schreiben, oder? :D

das ist mir schon klar, nur wenn explizit nach dem delikt ("Und für was werden Leute angezeigt?") gefragt wird, dann geht es ausnahmweise eben schon um die juristische sichtweise.
zumal hier ja jeder auch weiss/ wissen dürfte, was ein diebstahl ist, ohne irgendwelche fachkenntnisse zu haben.

edit:
warum wird mein avatar eigentlich nicht mehr angezeigt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind schon sehr krasse zahlen.
Und sehr viel Geld, dass den Machern durch die Lappen geht.

Aber damit müssen die Firmen von Videospielen, filmen etc., einfach leben.
Abstellen, wird man das ganze nämlich nie können.
 
Das sind schon sehr krasse zahlen.
Und sehr viel Geld, dass den Machern durch die Lappen geht.

Ja. Weil wirklich jeder die Spiele bei funktionierenden Kopierschutzmechanismen auch kaufen würde. Die Zahle der illegalen Downloads ist nicht gleichzusetzen mit der Anzahl entgangener Spielkäufe.
 
Ja. Weil wirklich jeder die Spiele bei funktionierenden Kopierschutzmechanismen auch kaufen würde. Die Zahle der illegalen Downloads ist nicht gleichzusetzen mit der Anzahl entgangener Spielkäufe.
Weder die eine noch die andere Aussage ist wirklich bewiesen bzw. vermutlich überhaupt beweisbar. Man kann mit genau so großer Sicherheit sagen, dass es sich bei jedem Download um tatsächlichen Schaden handelt wie man es auch verneinen kann.

Ein Geschäftsmodell umzustellen oder komplett neu zu entwickeln, weil es "einfachere illegale Wege gibt" halte ich immer noch für eine ziemlich seltsame Ansicht, wie sie ja hier auch wieder aufkam. Denn Leute, die etwas illegal herunterladen, generieren keine echte, zuverlässige Nachfrage, auf die man mit einem Angebot zukommen kann. Es sind nämlich bereits jede Menge alternative Angebote vorhanden, die aber von den illegalen Downloadern nicht genutzt werden.
Statt den Konsum total zu verweigern und auf Probleme mit dem Angebot hinzuweisen, einfach den illegalen Weg zu beschreiten, macht diese Leute als Kunden absolut uninteressant. Denn egal welches Angebot danach kommt: Früher oder später wird ihnen wieder etwas missfallen und sofort sind sie wieder beim illegalen Weg. Beispielsweise die Begründung "Es dauert viel zu lange, bis ich das legal bekommen kann!" ist nicht haltbar, da doch jeder Mensch in der Lage sein sollte zu warten.
Kritik und Konsumverweigerung wären SEHR viel bessere Signale für die Hersteller. Denn auf die Kauflust von Leuten zu setzen, die problemlos darüber hin weg sehen können, ist unternehmerisch gesehen zum Scheitern verurteilt. Für bestimmte Angebote aber konstruktiv kritisiert oder offen gemieden zu werden, wäre sehr viel wirksamer.

Aber mal zurück zum eigentlichen Thema, ob wirklich so viel Schaden entstanden ist wie hier vorgerechnet wird, wenn man jeden Download als Schadensfall betrachtet:
Wird man von einem deutschen Gericht verurteilt, wird der vom Kläger erlittene Schaden zur Orientierung oder sogar als Grundlage für die Höhe von Schadensersatz- oder Strafzahlungen benutzt. Welche andere Grundlage könnte die geschädigte Firma in so einem Fall angeben als die entgangenen Einnahmen, wenn der Angeklagte die Filme (oder was auch immer) legal erworben hätte?

Es mag zwar unrealistisch oder gar unmöglich sein, dass jemand sich beispielsweise 1.000 Filme in kürzester Zeit gekauft hätte. Aber wenn jemand etwas stiehlt, was er sich normalerweise nicht kaufen würde, muss er trotzdem für die komplette gestohlene Ware gerade stehen, egal ob er sich die auf legalem Wege hätte kaufen können oder nicht. Entführe ich zum Beispiel einen LKW voll Gold werde ich für das gesamte gestohlene Gold verknackt/bestraft und nicht nur für die etwa 20 Barren, die ich mir sonst hätte kaufen können :D
Im Endeffekt ist zumindest im Auge der Justiz bereits der volle Schaden entstanden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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