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Brauchen wir Kriege?

Sind Kriege sinnvoll?

  • Kriege sind nie sinnvoll.

    Stimmen: 9 27,3%
  • Um Menschenrechte zu schützen, ja.

    Stimmen: 1 3,0%
  • Sinnlos, aber unvermeidlich.

    Stimmen: 9 27,3%
  • Kriege sind aus gewissen Gründen sinnvoll.

    Stimmen: 14 42,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    33
na, marktöffnung halt. :ugly:

du sagtest, man hatte nicht vor etwas abzusetzen. und auch im obigen zitat schreibst du etwas in die richtung. aber das ist, wie bereits einige male geschrieben, falsch. denn es geht sehr wohl um handel. wenn ich sage "der markt soll für den westen geöffnet werden", dann meine ich damit, dass die nato nach afghanistan fliegt, ein paar bomben schmeißt und dann ein aldi aufbaut und nen schicken öl-vertrag unterzeichnet.. so in der art. :ugly: (nur ums mal etwas anschaulicher zu erklären xD)

Zum Thema Markt:
Ein Markt definiert sich durch das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage mit der Folge einer Preisbildung, d.h. es findet Handel statt. Einen Handel einer Kolonialmacht/eines Invasoren mit der Kolonie oder innerhalb der Kolonie findet aber nicht statt, sondern nur die Aneignung von Ressourcen. Und diese verbleiben nicht in der Kolonie, sondern werden der heimischen Volkswirtschaft zugeführt.
Das was du beschreibst, ist kein Handel, sondern mit Hilfe von Gewalt durchgesetzte Vertragskonditionen zum Nutzen einer einzigen Volkswirtschaft (und gegebenenfalls ihrer Verbündeten) auf Kosten der unterworfenen. Erzwungene Vertragskonditionen sind eben kein Handel mehr sondern gewaltsame Aneignung. Der Sinn hinter dem Koloniegedanken ist ja gerade, den Handel und damit einen gewissen Weltmarktpreis zu umgehen und sich wirtschaftlich unabhängig von Ländern mit hohen Rohstoffvorkommen zu machen bzw sich einen Zugang zu Ressourcen zu verschaffen.

Eine Marktöffnung, die freien Handel zur Folge hat, erreicht man so nicht.

das liegt aber nicht an lebensmittelknappheit auf der erde, oder sonstigen "natürlichen ereignissen", sondern an den kapitalistischen verhältnissen, die eben jene länder ausbluten lassen.

Die Lebensmittelknappheit ist eine Folge der kapitalistischen Ausblutung. Das Warum tut aber in der Diskussion nichts zur Sache, da es ja nur um die potenziellen Gründe eines Krieges geht. Es sei denn wir erarbeiten auch noch ne Lösung des Problems. ;)

lebensmittelknappheit gibts nicht, sondern wie gesagt nur ne beschissene verteilung.
wasserknappheit? ach, keine ahnung. die menschen schaffen alles. auch das werden sie irgendwie zu lösen wissen. ;D

Die, die über das nötige Kapital verfügen, finden immer ne Lösung. Die Frage ist, ob sie die, die sich keine Lösungen leisten können beteiligen. Da sehe ich schwarz. -> Kriegsrisiko

eher andersrum.^^
mal will den status quo beibehalten, weils einem dadurch verhältnismäßig gut geht.

Was exakt dieselbe Aussage ist nur anders formuliert. :D

oder mein greift eifnach auf ein system zurück, was auch ohne unendlichem wachstums gut (oder sogar um einiges besser) funktionieren kann. :D

Gibt es das schon? Ist das nicht Utopie?

prüfungen? was für prüfungen? worin wurdest du geprüft?^^
ich hasse prüfungen! :ugly:

"Entscheidungs- und Spieltheorie", "Investition und Finanzierung", "Mikroökonomik II", "Monetäre Ökonomik", "externes Rechnungswesen" und "Aussenwirtschaftspolitik".
Ich hasse sie auch. :D
 
Zum Imperialismus:

Man nehme sich irgendeine vernünftige Quelle und sie wird einem bestätigen, das Imperialismus/Kolonialisierung dazu dient, neue ressourcenreiche Gebiete zu erschließen und sie dann gezielt auszubeuten.
zum tausendsten mal: nein, das ist nur ein aspekt unter vielen. und ganz sicher eben NICHT hauptaspekt. wenn ihr mir nicht glauben wollt guckt halt auf wikipedia. da steht:
Man kann drei Arten des klassischen Imperialismus unterscheiden: 1. Vom Handelsstützpunkt zum Herrschaftsgebiet mit Ansätzen einer eigenen Industrie (Bsp. Indien) 2. Beherrschung unter Wahrung des Anscheins der Souveränität und Autonomie (Bsp. China zur Zeit der „Ungleichen Verträge“) 3. wirtschaftliche Beherrschung souveräner Staaten ohne eigene Industrie (Bsp. Balkanstaaten, Osmanisches Reich).



Es ist einfach Fakt. England hatte nicht umsonst eine Vormachtstellung, was Kolonien anging. Durch ihre Seemacht konnten sie ihre Kolonien sichern.
häh? was ist das denn für eine begründung? england hatte viele kolonien, also muss das motiv rohstoffe sein?

Ganz Afrika verhungert, krepiert an Krankheiten und ist gepeinigt von Identitätsverlust.
worauf genau willst du mit dem letzten punkt hinaus? jetzt komm hier ja nicht mit "eigener kultur" oder so an. xD

Es ist ja nicht so, das wir vor allem Hunger und Krankheiten nicht mindern könnten, wir wollen es nicht. Geld gibt es genug auf der Welt, nur die die es horten, geben es nicht raus. Wir haben die dritte Welt ausgebeutet und überlassen sie ihrem Schicksal. Sogesehen ist der Imperialismus noch nicht vorbei.
naja, das ist keine sache wollens, sondern vielmehr eine des könnens. die reichen länder sind ja nur aufgrund der armut der anderen überhaupt so wohlhabend - wenn diese basis nicht bestehen bleibt hat die westliche welt nen fettes problem.

Ich gehe davon aus, dass Coca Cola und McDonalds bereits dort waren. Dafür brauch es keinen Krieg. Eine Markterschließung funktioniert heutzutage mittels Werbung, aber nicht durch Krieg.
nö?!

@heydu!:

du brauchst mir jetzt nicht deine ideologischen anschauungen des marktes mitzuteilen, die kenne ich eh schon. ;)

Der Sinn hinter dem Koloniegedanken ist ja gerade, den Handel und damit einen gewissen Weltmarktpreis zu umgehen und sich wirtschaftlich unabhängig von Ländern mit hohen Rohstoffvorkommen zu machen bzw sich einen Zugang zu Ressourcen zu verschaffen.
naja, siehe oben.
also wie bereits gesagt: was du sagst ist natürlich nicht komplett falsch, diese fixierung auf die resourcen aber schon. denn wie gesagt: in erster linie geht es darum, absatzmärkte zu schaffen. aber ich wiederhole mich hier irgendwie gewaltig, das wird mir langsam zu plöd. lests halt selbst irgendwo nach, oder glaubt mir halt nicht, wayne. xD

Die Lebensmittelknappheit ist eine Folge der kapitalistischen Ausblutung. Das Warum tut aber in der Diskussion nichts zur Sache, da es ja nur um die potenziellen Gründe eines Krieges geht. Es sei denn wir erarbeiten auch noch ne Lösung des Problems. ;)
naja, das sagte ich ja nur, weil du irgendwann mal gesagt hattest, dieser prozess sei eben ein natürlicher, kriege seien uvnermeidbar usw.

Was exakt dieselbe Aussage ist nur anders formuliert. :D
nope, ist ne andere aussage. ;)
aber egal, unwichtig. xD

Gibt es das schon? Ist das nicht Utopie?
nö, gibts nicht.
die möglichkeit des besseren ist also automatisch utopie? na, du denkst aber positiv. :ugly:

"Entscheidungs- und Spieltheorie", "Investition und Finanzierung", "Mikroökonomik II", "Monetäre Ökonomik", "externes Rechnungswesen" und "Aussenwirtschaftspolitik".
und dazu zählt kein kolonialismus? xD
 
zum tausendsten mal: nein, das ist nur ein aspekt unter vielen. und ganz sicher eben NICHT hauptaspekt. wenn ihr mir nicht glauben wollt guckt halt auf wikipedia. da steht: ....

Lol, der Eröffnungssatz des Artikels beinhaltet sogar meine Aussage:

Unter dem Begriff Imperialismus (von lat. imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; z. B. Imperium Romanum) versteht man die Strategien eines Staates, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen. Imperialismus ist somit das Streben eines Staates nach Hegemonie über andere Staaten und Gebiete. Diese Politik der Machterweiterung kann sich unter anderem in bevölkerungspolitischer, nationalistischer und wirtschaftlicher Weise ausdrücken.

Das erste Bild direkt auf der rechten Seite zeigt übrigens das Bild des englischen Ziels innerhalb Afrikas. Ich glaube wir nannten das im Unterricht immer "Von Kairo bis zum Kap".

5ka5 schrieb:
ZoSo schrieb:
Ganz Afrika verhungert, krepiert an Krankheiten und ist gepeinigt von Identitätsverlust.
worauf genau willst du mit dem letzten punkt hinaus? jetzt komm hier ja nicht mit "eigener kultur" oder so an. xD

Na, ich meine Frankreich wollte Nordafrika eingliedern und sie gütiger Weise zu Franzosen machen. Leider wollten das die Nordafrikaner nicht. Sorry, wenn ich auf die Schnelle keine vernünftige Quelle dafür finde, ich hab keine Lust meinen Geschichtsordner (erhöhtes Niveau) rauszukramen. Damit will ich nicht angeben, aber wenn man so ein Thema aufm Gym durchkaut, bekommt man einen Einblick in diverse Quellen (Reden, Tagebuch, Essays, etc.), die man im Inet nicht so schnell findet.

Und hey, was meinst du wohl, denken sich die Afghanen, wenn ihr Land von der NATO besetzt wird?

naja, das ist keine sache wollens, sondern vielmehr eine des könnens. die reichen länder sind ja nur aufgrund der armut der anderen überhaupt so wohlhabend - wenn diese basis nicht bestehen bleibt hat die westliche welt nen fettes problem.

Ja und drei Mal darfst du raten, warum die dritte Welt die dritte Welt ist. Ich denke mal, das wir uns in diesem Punkt einig sind, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Lol, der Eröffnungssatz des Artikels beinhaltet sogar meine Aussage
reden wir echt so krass aneinander vorbei? xD
du sagtest doch genau wie "heydu!", dass in erster linie ressourcen eine rolle spielen, oder nicht? und das steht doch in diesem satz nicht. der ist genaugenommen sehr allgemein, sagt aber eben das aus, was ich meine. wie gesagt, das impliziert auch zu teilen das was ihr sagtet.

Damit will ich nicht angeben, aber wenn man so ein Thema aufm Gym durchkaut, bekommt man einen Einblick in diverse Quellen (Reden, Tagebuch, Essays, etc.), die man im Inet nicht so schnell findet.
ja, weiß ich aus eigener erfahrung. bin geschi leistungskurs und mein lehrer... naja, sagen wir er hat quellen sehr gerne. :D meine mappe freut sich... xD

Und hey, was meinst du wohl, denken sich die Afghanen, wenn ihr Land von der NATO besetzt wird?
wie wärs mit "yippieh, zivilisation!" ? :'D
nagut, leider sieht die realität etwas anders aus und das ganze geht eher in richtung "allahu akbar"... allerdings glaube ich kaum, dass das der identität schadet - ich erinnere mal an bismarck und die "negative integration". das phänomen dürfte auch dort ganz gut wirken.
und mal ganz davon abgesehen ist "identität", sofern nicht aufs eigene individuum bezogen und darauf basierend, sowieso fürn ar***.

Ja und drei Mal darfst du raten, warum die dritte Welt die dritte Welt ist. Ich denke mal, das wir uns in diesem Punkt einig sind, oder?
ja, ist dem von dir zitierten satz ja eig schon immanent.^^
 
reden wir echt so krass aneinander vorbei? xD
du sagtest doch genau wie "heydu!", dass in erster linie ressourcen eine rolle spielen, oder nicht? und das steht doch in diesem satz nicht. der ist genaugenommen sehr allgemein, sagt aber eben das aus, was ich meine. wie gesagt, das impliziert auch zu teilen das was ihr sagtet.

Meiner Meinung nach sagt der Satz aus, dass Staaten andere Staaten oder wie damals "unerschloßene Gebiete" besetzt und ihnen vorgibt, was sie zu tun haben. In den meisten Fällen eben das Ausbeuten des Landes und/oder die Aufzwängung einer anderen Staatsform. Klar, in Afghanistan gibt es nichts auszubeuten, der Einsatz dort ist rein ideologisch (War on Terror, Demokratie).

Vielleicht meinen wir beide das Gleiche, aber ich hab bei dir das Gefühl, dass du den Imperialismus verharmlost. Ich meine, klar, theoretisch kann man Imperialismus weißt auch Markterschließungsmerkmale auf, aber das ist wie gesagt, nicht das Hauptziel. Das ist höchstens eine Verschleierung. Das die Förderung von Diamanten voraussetzt, dass Eisenbahnen gebaut werden, ist das ja keine Markterschließung, sondern nur eine Voraussetzung das Land auszubeuten. "Das Ziel ist ja nicht: Lasst uns ein neues Gebiet erschließen, damit wir mehr Absatz machen", sondern: "Lasst uns ein neues Gebiet erschließen, damit wir durch die Kolonie mehr Macht gewinnen." Das dadurch die Wirtschaft angekurbelt wird, ist ja logisch. Zudem bedeutet Land Macht, sei es durch Standort oder Ressourcen. Wie gesagt, Afghanistan wichtig, weil es den War on Terror rechtfertigt. Irak ist sogar beides, Öl (was du ja iwo auch bestreitest) und um einen Fuß im Nahen Osten zu haben, Stichwort Iran/Israel.

ja, weiß ich aus eigener erfahrung. bin geschi leistungskurs und mein lehrer... naja, sagen wir er hat quellen sehr gerne. :D meine mappe freut sich... xD

Wem sagst du das, mein Leistungskurslehrer hatte genau so einen Fetisch xD

wie wärs mit "yippieh, zivilisation!" ? :'D
nagut, leider sieht die realität etwas anders aus und das ganze geht eher in richtung "allahu akbar"... allerdings glaube ich kaum, dass das der identität schadet - ich erinnere mal an bismarck und die "negative integration". das phänomen dürfte auch dort ganz gut wirken.
und mal ganz davon abgesehen ist "identität", sofern nicht aufs eigene individuum bezogen und darauf basierend, sowieso fürn ar***.

Joa, negative Integration ist schon ganz passend. Aber mir gehts halt eher darum, dass die NATO das Land besetzt und den Afghanen ihre Politik und Lebensweise aufdrängt. Das ist einfach Quatsch. Wenn es ein Interesse gibt, etwas von einer anderen Staatsform oder sonstwas zu übernehmen, müssen das die Betroffenen selber zur Aussprache bringen. Damit will ich nicht sagen, dass ein Eingreifen immer schlecht ist, aber so ziemlich alles, was in letzter Zeit angezettelt wurde und etwas größer war, war nicht korrekt.
 
Meiner Meinung nach sagt der Satz aus, dass Staaten andere Staaten oder wie damals "unerschloßene Gebiete" besetzt und ihnen vorgibt, was sie zu tun haben.
ja, das sagt er auch aus, weil er wie gesagt recht allgemein gehalten ist (ist ja auch der zusamenfassende anfangssatz). aber das sagt nichts über die motive, sondern nur über die handlungsweisen aus.

In den meisten Fällen eben das Ausbeuten des Landes und/oder die Aufzwängung einer anderen Staatsform. Klar, in Afghanistan gibt es nichts auszubeuten, der Einsatz dort ist rein ideologisch (War on Terror, Demokratie).
dass der afghanistankrieg rein ideologisch ist, wage ich staaaark zu bezweifeln. staaten handeln nicht moralisch oder nach gefühlen, sondern rein rational (rational im rahmen der kapitalistischen logik versteht sich), besonders wenn so verdammt viel geld im spiel ist.

Ich meine, klar, theoretisch kann man Imperialismus weißt auch Markterschließungsmerkmale auf, aber das ist wie gesagt, nicht das Hauptziel. Das ist höchstens eine Verschleierung.
nein, ganz gewiss nicht. die verschleierung besteht vielmehr aus jenen ideologischen merkmalen, die du bereits angesprochen hast: zivilisierung der welt etc.

"Das Ziel ist ja nicht: Lasst uns ein neues Gebiet erschließen, damit wir mehr Absatz machen", sondern: "Lasst uns ein neues Gebiet erschließen, damit wir durch die Kolonie mehr Macht gewinnen."
doch, genau das ist das ziel. wie bereits gesagt: zu zeiten der kolonialisierung kamen die wirtschaften in den entwickelten ländern an den punkt, an dem schlicht zu viel produziert wurde. um die preise zu halten, musste immer weiter produziert werden - also suchte man sich absatzmärkte für seine güter. die waren in den kolonien gefunden. so wurden die wirtschaftlichen probleme nicht nur bekämpft, sondern die bevölkerung im eigenen land wurde auch noch von ihnen abgelenkt. dafür gabs auch nen spezielle bezeichnung, die mir aber leider gerade entfallen ist... weißt du was ich meine?^^

Irak ist sogar beides, Öl (was du ja iwo auch bestreitest)
wo bestreite ich das?

Wenn es ein Interesse gibt, etwas von einer anderen Staatsform oder sonstwas zu übernehmen, müssen das die Betroffenen selber zur Aussprache bringen. Damit will ich nicht sagen, dass ein Eingreifen immer schlecht ist, aber so ziemlich alles, was in letzter Zeit angezettelt wurde und etwas größer war, war nicht korrekt.
ja, das ist in der tat ziemlich problematisch... allerdings würde ich nicht so a priori jede intervention gegen den willen der einheimischen ablehnen. wenn in ländern barbarische dinge geschehen, dann sollte man dagegen vorgehen, ganz gleich, was die bevölkerung (oder ein großteil von ihr) des landes davon hält.
 
ja, das sagt er auch aus, weil er wie gesagt recht allgemein gehalten ist (ist ja auch der zusamenfassende anfangssatz). aber das sagt nichts über die motive, sondern nur über die handlungsweisen aus.

doch, genau das ist das ziel. wie bereits gesagt: zu zeiten der kolonialisierung kamen die wirtschaften in den entwickelten ländern an den punkt, an dem schlicht zu viel produziert wurde. um die preise zu halten, musste immer weiter produziert werden - also suchte man sich absatzmärkte für seine güter. die waren in den kolonien gefunden. so wurden die wirtschaftlichen probleme nicht nur bekämpft, sondern die bevölkerung im eigenen land wurde auch noch von ihnen abgelenkt. dafür gabs auch nen spezielle bezeichnung, die mir aber leider gerade entfallen ist... weißt du was ich meine?^^

Nun ist es ja nicht so, als wenn man sich nichts davon verspricht, ein Land zu besetzen. Vor allem, wenn es anno 19. Jahrhundert um die Vormachtstellung in Europa ging. Wenn man Kolonien besaß, hat man dadurch seine Macht zur Geltung gebracht. Nicht umsonst sagte der damalige Reichskanzler Bülow: "...wir verlangen auch einen Platz an der Sonne."

Ich geb dir ja recht, insofern, dass eine Kolonie die Wirtschaft ankurbelt. Aber die Zeit des Imperialismus' ist eine des Nationalismus'. Und Nationalismus ist, dass sich Staaten darum bemühen der Stärkste zu sein und gegenüber allen anderen Nationen die einzig wahre. Und wenn man dann ein Land besetzt liegt ist das Wirtschaftswachstum eben nur nebensächlich, bzw. nur als Mittel zum Zweck, Stärke zu gewinnen.

dass der afghanistankrieg rein ideologisch ist, wage ich staaaark zu bezweifeln. staaten handeln nicht moralisch oder nach gefühlen, sondern rein rational (rational im rahmen der kapitalistischen logik versteht sich), besonders wenn so verdammt viel geld im spiel ist.

Na ja, was gibt es denn in Afghanistan, was so wertvoll sein sollte? Kapital kann man dort (bis auf die Waffenindustrie) nicht vorfinden.

nein, ganz gewiss nicht. die verschleierung besteht vielmehr aus jenen ideologischen merkmalen, die du bereits angesprochen hast: zivilisierung der welt etc.

Ich glaube das hat sich mit der Zeit geändert. Heutzutage hat die WIrtschaft stellenweise mehr Sagen als die Regierung. Damals gab die Regierung allerdings den Ton vor und die Wirtschaft ist dann darauf eingegangen.

Über Irakkrieg -> Öl schrieb:
wo bestreite ich das?

Iwo auf der letzten Seite, als du mit HeyDu! gesprochen hast, meine ich das herausgelesen zu haben. Ah, habs grad glücklicher Weise gefunden:

5ka5 schrieb:
nö, das öl ist nur ein praktischer nebeneffekt. natürlich hängt das mit der markterschließung zusammen, aber es ist doch etwas komplett anderes.

Da meinst, es sei ein "praktischer Nebeneffekt".

ja, das ist in der tat ziemlich problematisch... allerdings würde ich nicht so a priori jede intervention gegen den willen der einheimischen ablehnen. wenn in ländern barbarische dinge geschehen, dann sollte man dagegen vorgehen, ganz gleich, was die bevölkerung (oder ein großteil von ihr) des landes davon hält.

Es ist halt schwierig einzuschätzen. Einerseits ist es eben nicht möglich eine Art Weltpolizei zu spielen, die überall zur Stelle ist, wenn Unrecht getan wird. Andererseits haben wir in jedem erdenklichen Land einen Reporter, der uns genaustens informiert, wann, wer, wie viele Menschen umgebracht hat. Da entsteht ein gewisser Druck, diese Untaten nicht unbestraft zuzulassen. Wobei die Gründe für Interventionen auch gefaked sein können, um das Musterbeispiel Irakkrieg zu nennen, oder eben Vietnam/rus. Afghanistankrieg, hinsichtlich des Kalten Krieges.
 
Könnte man sich vielleicht erstmal festlegen über was man spricht? Kolonialsimus, klassischer Imperialismus oder moderner Imperialismus?

Natürlich weisst der moderne Imperialismus (von dem ich hier nie gesprochen hab) auch Marktöffnungstendenzen auf. Mittel des neuen Imp. sind aber Großkonzerne, die sich in anderen Ländern ansiedeln und eine wirtschaftliche Abhängkeit schaffen und den Einflussbereich der jeweiligen Imperialmacht ausdehnen und nicht kriegerische Handlungen.
Nochmal, die kriegerische Übernahme ziehlt in erster Linie auf das erbeuten von Ressourcen ab und erst in zweiter oder dritter Linie darauf, den Einwohnern des eroberten Gebietes etwas zu verkaufen.

5ka5 schrieb:
doch, genau das ist das ziel. wie bereits gesagt: zu zeiten der kolonialisierung kamen die wirtschaften in den entwickelten ländern an den punkt, an dem schlicht zu viel produziert wurde. um die preise zu halten, musste immer weiter produziert werden - also suchte man sich absatzmärkte für seine güter. die waren in den kolonien gefunden. so wurden die wirtschaftlichen probleme nicht nur bekämpft, sondern die bevölkerung im eigenen land wurde auch noch von ihnen abgelenkt. dafür gabs auch nen spezielle bezeichnung, die mir aber leider gerade entfallen ist... weißt du was ich meine?^^

Oder es wurde schlicht soviel produziert, dass die vorhanden Rohstoffreserven nicht ausgereicht haben und man sich nach neuen Bezugsquellen umsehen musste. ;)
Was haben denn England, Frankreich, Deutschland und Co in Afrika, Lateinamerika und Asien abgesetzt? Was verkauft denn die USA im Irak und in Afghanistan?
Hätte man durch wechselseitige Wirtshaftsbeziehungen bspw Afrika damals am westlichen Wohlstand teilhaben lassen, wäre doch ein Teil dieses Wohstandes auf sie über gegangen und wir hätten dieses extreme dritte-Welt-Problem in der Form nicht. Es handelte sich doch um einen rein ausbeuterischen Vorgang.
Das Öl als "praktischen Nebeneffekt" für die USA zu bezeichnen, halte ich für blauäugig. Ich unterstelle, dass die USA in erster Linie etwas haben wollen und erst in zweiter etwas loswerden wollen.

5ka5 schrieb:
nope, ist ne andere aussage. ;)
aber egal, unwichtig. xD

Nicht für mich :D
Ob ich nun schreibe: "mal will den status quo beibehalten, weils einem dadurch verhältnismäßig gut geht." oder "Man will das Wohlstandsgefälle gar nicht zurechtrücken, aus Angst den Status Quo (aus Sicht der Industrieländer) zu gefährden." (vielleicht mit einem Zusatz, den man sich dazudenken kann: "durch den es einem verhältnismässig gut geht"), ist einfach gehuppt wie gesprungen. Bei beiden Formulierungen ist einfach die Aussage, dass die Wirtschaftsnationen den Status Quo beibehalten wollen, da er ihren Wohlstand ausmacht.

5ka5 schrieb:
du brauchst mir jetzt nicht deine ideologischen anschauungen des marktes mitzuteilen, die kenne ich eh schon. ;)

Warum so einen Versuch einer wirtschaftswissenschaftlichen Definition immer gleich in eine marxsche (unterstell ich dir jetzt mal) Ideologieecke stellen? Auf irgendeine Begriffserklärung und -eingrenzung musste man sich aus wiwi Sicht nunmal einigen. ;)

5ka5 schrieb:
die möglichkeit des besseren ist also automatisch utopie? na, du denkst aber positiv. :ugly:

Wenn menschlicher Egoismus mit dem Gedanken der fairen Um-/Gleichverteilung unter einen Hut gebracht werden muss, dann ist das für mich leider Utopie. Es gibt dahingehend nunmal gewisse Erfahrungswerte. Ich wünschte es wäre nicht so, aber eine grosse Chance auf Änderung seh ich nicht.

5ka5 schrieb:
und dazu zählt kein kolonialismus? xD

Nein. Wenn überhaupt zählt dazu der neue Imperialismus aber nur unterschwellig. ^^
Mal im Ernst. Das hat mit Kolonialismus nichts zu tun. Es werden vereinfachte Modelle bemüht um aufzuzeigen, wie internationale Handelsbeziehungen zustande kommen, wie internationale Handelskreisläufe funktionieren, wie sich Volkswirtschaften wechselseitig beeinflussen und was es für nationalpolitische und globalpolitische Steuerungsmöglichkeiten gibt.

ZoSo Capricorn schrieb:
Na ja, was gibt es denn in Afghanistan, was so wertvoll sein sollte? Kapital kann man dort (bis auf die Waffenindustrie) nicht vorfinden.

Rohstoffe, Erdöl, Erdgas, Kaukasus, Kaspisches Meer, Zentralasien, USA, Unocal, 21.04.2002 (Friedensratschlag)

Afghanistan ist was die Ressourcen angeht reich und darüberhinaus wirtschaftsstrategisch äusserst bedeutend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich geb dir ja recht, insofern, dass eine Kolonie die Wirtschaft ankurbelt. Aber die Zeit des Imperialismus' ist eine des Nationalismus'. Und Nationalismus ist, dass sich Staaten darum bemühen der Stärkste zu sein und gegenüber allen anderen Nationen die einzig wahre.
die stärke einer nation äußerst sich aber nunmal in ihrer wirtschaftlichen stärke. nationalismus IST ein ideologisches gerüst, was (wer hätte das gedacht), der wirtschaft dient. soviel dazu. ;)

Na ja, was gibt es denn in Afghanistan, was so wertvoll sein sollte? Kapital kann man dort (bis auf die Waffenindustrie) nicht vorfinden.
opium und whatever, was noch alles :ugly:
und natürlich markt. ;D

Ich glaube das hat sich mit der Zeit geändert. Heutzutage hat die WIrtschaft stellenweise mehr Sagen als die Regierung. Damals gab die Regierung allerdings den Ton vor und die Wirtschaft ist dann darauf eingegangen.
die regierung hat damals wie heute die aufgabe, die wirtschaft zu überwachen und ggf eben anzukurbeln.

Da meinst, es sei ein "praktischer Nebeneffekt".
achso, ich dachte, du meintest, ich würde bestreiten, dass öl überhaupt eine rolle spielen würde. denn das tu ich natürlich nicht. und "praktischer nebeneffekt" ist vllt tatsächlich ein wenig zu relativierend... sagen wir lieber "praktisches, aber nebensächliches mit dem grundmotiv verwandtes nebenmotiv". perfekt. :D

Wobei die Gründe für Interventionen auch gefaked sein können, um das Musterbeispiel Irakkrieg zu nennen, oder eben Vietnam/rus. Afghanistankrieg, hinsichtlich des Kalten Krieges.
jou, da kämen wir natürlich zum nächsten problem: dass die einheimischen einen nutzen aus kriegen ziehen ist immer nur nebensächlicher effekt, damit im grunde glückssache. länder werden ja nicht angegriffen, um die menschen dort vom elend zu befreien, sondern um profit zu machen. das heißt, dass die einheimischen nur dann eine emanzipation erleben, wenn dies mit den interessen der besatzer einhergeht. dass das nie komplett aufgehen kann ist klar. ganz zu schweigen von jenen menschen, die in für den westen uninteressanten gebieten leben.

Könnte man sich vielleicht erstmal festlegen über was man spricht? Kolonialsimus, klassischer Imperialismus oder moderner Imperialismus?
ersteres hängt ja miteinander zusammen, letzteres beziehen wir teilweise darauf.

Mittel des neuen Imp. sind aber Großkonzerne, die sich in anderen Ländern ansiedeln und eine wirtschaftliche Abhängkeit schaffen und den Einflussbereich der jeweiligen Imperialmacht ausdehnen und nicht kriegerische Handlungen.
das funktioniert aber oft nicht ohne krieg.

Oder es wurde schlicht soviel produziert, dass die vorhanden Rohstoffreserven nicht ausgereicht haben und man sich nach neuen Bezugsquellen umsehen musste. ;)
sicher, das wohl auch.

Was haben denn England, Frankreich, Deutschland und Co in Afrika, Lateinamerika und Asien abgesetzt? Was verkauft denn die USA im Irak und in Afghanistan?
konkrete beispiele kann ich da nicht nennen, aber ich vermute mal, so das zeug, was man damals so hergestellt hat.
doch, eines viele mir ein: siemens in afghanistan.

Hätte man durch wechselseitige Wirtshaftsbeziehungen bspw Afrika damals am westlichen Wohlstand teilhaben lassen, wäre doch ein Teil dieses Wohstandes auf sie über gegangen und wir hätten dieses extreme dritte-Welt-Problem in der Form nicht. Es handelte sich doch um einen rein ausbeuterischen Vorgang.
nein, eben nicht. gerade dank der ganzen europäischen produkte, die den afrikansichen markt überschwemmen gehen die einheimischen doch alle kaputt. türlich ist das ausbeutung, aber das heißt ja nicht, dass es deshalb keine wirtschaft ist. ganz im gegenteil.

Das Öl als "praktischen Nebeneffekt" für die USA zu bezeichnen, halte ich für blauäugig. Ich unterstelle, dass die USA in erster Linie etwas haben wollen und erst in zweiter etwas loswerden wollen.
wieso wäre das blauäugig? also jetzt mal ganz davon abgesehen ob richtig oder falsch.. ich sage ja nicht, dass die kriege geführt werden, um die einheimsichen zu befreien. zumindest ist das selten der fall.

Ob ich nun schreibe: "mal will den status quo beibehalten, weils einem dadurch verhältnismäßig gut geht." oder "Man will das Wohlstandsgefälle gar nicht zurechtrücken, aus Angst den Status Quo (aus Sicht der Industrieländer) zu gefährden." (vielleicht mit einem Zusatz, den man sich dazudenken kann: "durch den es einem verhältnismässig gut geht"), ist einfach gehuppt wie gesprungen. Bei beiden Formulierungen ist einfach die Aussage, dass die Wirtschaftsnationen den Status Quo beibehalten wollen, da er ihren Wohlstand ausmacht.
rein faktisch ist es natürlich beides eine richtige aussage. aber bei der zweiten aussage wird der fokus falsch gesetzt, so finde ich. hier wird eben als intention für das handeln der industrienationen der wille, den status quo beizubehalten genannt. aber wie du ja mit deinem nebensatz schon ausdrückst, geht es ja eigentlich um den eigenen wohlstand (der status quo bedeutet halt diesen wohlstand, aber die reichen nationen sagen ja nicht "jo, wir brauchen einen status quo", sondern "jo, wir brauchen wohlstand!"). und das wird damit deutlich, dass man sagt "um den wohlstand beizubehalten, will man den status quo beibehalten".
ich hoffe, du verstehst so ungefähr meinen gedankengang.^^

Warum so einen Versuch einer wirtschaftswissenschaftlichen Definition immer gleich in eine marxsche (unterstell ich dir jetzt mal) Ideologieecke stellen? Auf irgendeine Begriffserklärung und -eingrenzung musste man sich aus wiwi Sicht nunmal einigen. ;)
die berücksichtigung der marxschen sicht der dinge ist doch aber gerade in dieser diskussion durchaus entscheidendes moment.

Wenn menschlicher Egoismus mit dem Gedanken der fairen Um-/Gleichverteilung unter einen Hut gebracht werden muss, dann ist das für mich leider Utopie. Es gibt dahingehend nunmal gewisse Erfahrungswerte. Ich wünschte es wäre nicht so, aber eine grosse Chance auf Änderung seh ich nicht.
es gibt absolut keine erfahrungswerte dahingehend. und du solltest, wie schon gesagt, echt mal vom naturalismus wegkommen.

Es werden vereinfachte Modelle bemüht um aufzuzeigen, wie internationale Handelsbeziehungen zustande kommen, wie internationale Handelskreisläufe funktionieren, wie sich Volkswirtschaften wechselseitig beeinflussen und was es für nationalpolitische und globalpolitische Steuerungsmöglichkeiten gibt.
ok^^
deinem bisherigen gesagten entnehme ich mal, dass du wirtschaftswissenschaften studierst, oder?

edit: igitt, den kassler friedensratschlag kannste einfach nur sowas von inne tonne kloppen! xD scheiß antisemitisches pack.
du hast aber nix mit denen zu tun, oder? :'D
 
Rohstoffe, Erdöl, Erdgas, Kaukasus, Kaspisches Meer, Zentralasien, USA, Unocal, 21.04.2002 (Friedensratschlag)

Afghanistan ist was die Ressourcen angeht reich und darüberhinaus wirtschaftsstrategisch äusserst bedeutend.

Ganz richtig, wirtschaftsstrategisch. In Afghanistan findet man allerdings nicht ansatzweise soviel Öl wie in anderen Staaten, wie Irak, Kuwait oder Saudi Arabien (was wohl ziemlich logisch ist ^^). Die Position ist entscheident. Im Irak ist es wie gesagt beides der Fall. Einerseits ist die Position wichtig und zudem gibt es das Öl.

Eine Karte auf der die 20 Länder mit dem größten Erdölvorkommen verzeichnet sind. Afghanistan ist nich dabei.

Ich glaube hier würde der Satz: "Öl ist ein netter Nebeneffekt:" passen. Es gibt ja durchaus einige Quellen, aber eben nicht soviele, als das man dafür einen Krieg anzettelt.


Nochmal zu der Nationalismus/Wirtschaft - Geschichte:

Ein gutes Beispiel, um das vielleicht zu verdeutlichen (auch wenn ich Dritte Reich Vergleiche hasse), ist, dass behauptet wurde, Hitler sei nur an die Macht gekommen, weil ihn die Wirtschaft unterstützt hat. Das ist aber falsch. Er hat den Weltkrieg nicht angefangen, weil er damit die Wirtschaft ankurbeln wollte, bzw. es hat ihm auch keiner gesagt. Diese Idee ist seinem Größenwahn entsprungen und seiner Ideologie. Ich meine, alle toten Juden wären (auch wenn das ein wenig zynisch klingen mag) potenzielle Kunden. Was wäre das bitteschön für eine Theorie? Und das Dritte Reich ist nur der Höhepunkt des Nationalismuses gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
richtig, die deutschen haben gegen jede kapitalistische logik gehandelt. schließlich haben sie in ihr industrielles vernichtungsprojekt massenhaft geld (und engagement) investiert - weshalb gegen kriegsende sogar lieferungen an die front (die bitter nötig gewesen wären) abgesagt oder verschoben wurden. diese irrationalität ist ja eine der besonderheiten, die die deutsche ideologie und schließlich deren kulmination, auschwitz, ausmachen.
da auschwitz jedoch singular ist, funktioniert beispielhaftes argumentieren hier nicht.
 
richtig, die deutschen haben gegen jede kapitalistische logik gehandelt. schließlich haben sie in ihr industrielles vernichtungsprojekt massenhaft geld (und engagement) investiert - weshalb gegen kriegsende sogar lieferungen an die front (die bitter nötig gewesen wären) abgesagt oder verschoben wurden. diese irrationalität ist ja eine der besonderheiten, die die deutsche ideologie und schließlich deren kulmination, auschwitz, ausmachen.
da auschwitz jedoch singular ist, funktioniert beispielhaftes argumentieren hier nicht.

Wie ich bereits sagte: Es war der Höhepunkt des Nationalismuses. All die anderen Staaten hatten während ihrer Kolonialisierung auch eine Menge Dreck am stecken. Sie haben zwar keine Öfen gebaut, um eine Rasse auszurotten, aber sie hatten ein ähnliches "Rassenverständnis". Zumindest wurden die Menschen in den Kolonien nicht gerade gut behandelt. Ein Rassendenken ist hier unverkennbar.

Jedenfalls hab ich ein Idee, woran es liegen könnte, dass wir aneinander vorbei reden. Vielleicht siehst du ja die Kolonialisierung als kurzfristigen Absatzmarkt, während ich eine größere Zeitspanne sehe. Wobei Absatzmarkt falsch ist. Es ist ja eher ein Investition, in ein Projekt.
 
Wie ich bereits sagte: Es war der Höhepunkt des Nationalismuses. All die anderen Staaten hatten während ihrer Kolonialisierung auch eine Menge Dreck am stecken. Sie haben zwar keine Öfen gebaut, um eine Rasse auszurotten, aber sie hatten ein ähnliches "Rassenverständnis". Zumindest wurden die Menschen in den Kolonien nicht gerade gut behandelt. Ein Rassendenken ist hier unverkennbar.
nein, es geht nicht nur um die praktische ausführung, sondern auch um den gedanken dahinter. das 'rassenverständnis' der anderen nationen war ein komplett anderes. antisemitismus (schon garnicht in seiner deutschen form) lässt sich nie mit anderen rassismen gleichsetzen.

Jedenfalls hab ich ein Idee, woran es liegen könnte, dass wir aneinander vorbei reden. Vielleicht siehst du ja die Kolonialisierung als kurzfristigen Absatzmarkt, während ich eine größere Zeitspanne sehe. Wobei Absatzmarkt falsch ist. Es ist ja eher ein Investition, in ein Projekt.
ich sehe die kolonialisierung als kurzen absatzmarkt? was genau meinst du damit?
also ich sehe die kolonialisierung eher als mehr oder weniger kurzes projekt, mit dem ziel, auf lange sicht einen absatzmarkt errichten und aufrechterhalten zu können.
 
@Topic:

der Mensch in mir sagt nein. der Architekt wiederum sagt ja.

...das kann jetzt jeder deuten wie er will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, man kann Häuser auch abreißen...man muss die net wegbomben... :rolleyes: :ugly:
 
hatte ich früher auch gedacht... aber in Wiklichkeit hat keiner Geld dafür erstmal den Bestand abzureißen. Und will man dann mal was umbauen, ist der Bestand entweder nicht zu gebrauchen oder irgendwelche grottenhässliche Bauten stehen schon wieder unter Denkmalschutz. In der Hinsicht ist Deutschland echt sch.... :runter:


(ps: die Dame wusste sofort wie es gemeint war o.O)
 
Naja, in Wien ist auch jedes zweite Mobilklo denkmalgeschützt...

PS: Naja...ich hab meine Momente...^^
 
^^ in Wien sehen die alten Gebäude aber wenigstens noch ansehnlich aus. Wenn dazwischen mal ab und an nen Neubau a la Delugan Meissel, Zaha Hadid oder Ben van Berkel auftaucht, hat das ne super Wirkung.

Momente? Die Gött-Königin zeigt Schwäche, das kann zu einer Revolution führen. Wo wir dann wieder beim Thema Krieg wären.
 
Tja...das seh ich ein bissi anders...man muss sich halt ein bissi aus der inneren Stadt wegbewegen...da gibts schon derb hässliche Platzerln *beim Fenster rausschau* Ohhjaaa.^^
Und schon mal den Stephansdoom aus der Nähe gesehen? Der sieht aus wie ein 500 Jahre alter WC Stein.^^

Kriege wirds unter meiner Herrschaft nimma geben...

...na gut...vielleicht das ein oder andere bewaffnete Konflikterl wenn nicht alle so wollen wie ich, aber sicher keinen Krieg. xD

Aber aus jetzt, das ist ein ernster Thread...
 
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